
Nachdem ich schon sehr viel über Serfaus Fiss Ladis gehört und gelesen hatte, sollte es diesen Januar soweit sein. Es hatte kurz vorher geschneit und der Wetterbericht versprach eiskaltes Wetter - was will das Herz des Wintersportlers mehr.
Da bei meinen letzten Aufenthalten in Skigebieten eher Tauwetter herrschte konnten mich sogar die gemeldeten -20 Grad Celsius nicht schrecken und ich freute mich auf ein Winter-wonderland.
Da es am Anreisetag in Österreich teils ergiebig schneite und mein Navi direkt bei der Abfahrt morgens die Routenplanung über den Arlberg vorschlug dachte ich mir schon, dass es die eine oder andere Verzögerung geben wird.
Naja, ab Bludenz ging dann erst mal gar nichts mehr und wir standen 1,5 Stunden auf einer Brücke und wurden mehr und mehr eingeschneit. Als es dann nach einer gefühlten Ewigkeit tatsächlich weiterging lief es auch relativ flüssig über die Arlberg-Schnellstraße und wir kamen letztendlich wohlbehalten in Fiss an. Dort erwartete uns eine traumhafte Winterlandschaft die uns eine tolle Woche auf der Piste versprach.
Da ich hier im Forum schon ein paar tolle Tips bekommen habe, möchte ich mit meinem ersten Bericht nun auch etwas dazu beitragen.
Die folgenden Bilder sind von den verschiedenen Tagen und in keiner Reihenfolge sortiert, ich versuche trotzdem die Situation so gut wiederzugeben wie ich sie in Erinnerung habe.
Bilder:
Das Foto ist zwar nicht vom ersten Morgen, aber bei so einem morgendlichen Anblick möchte man auf die Piste so schnell es geht.

Die Pisten waren generell super präpariert. Am Sonntag war wohl irgend eine Tiroler Jugendmeisterschaft, daher liefen die Lifte schon früher. Wir sind direkt von Fiss mit der Schönjochbahn auf die Nordseite und hatten diese erst einmal für uns. Super Pulverschnee auch auf der Frommesabfahrt - eine meiner Lieblingsabfahrten dort.

Die Schöngampabfahrt auf der Nordseite hatte tollen Schnee und war bis in den Nachmittag gut zu fahren. Hier hingen die Wolken noch im Tal, das ergab ein super Bild.

Tolle Stimmung mit den Wolken im Tal.

Frommesabfahrt war vormittags immer super, am Nachmittag gab es stellenweise Haufenbildung und gegen 15 Uhr war sie relativ gut gefüllt.

Blick Richtung Zwölferbahn und Almbahn auf der Nordseite. Die dortigen schwarzen Pisten bin ich nachmittags gerne gefahren, da nichts los war und sie dementsprechend in top Zustand waren. Fotografiert von der Plazörabfahrt - diese war früh sehr gut, später wurde es mir dort zu wuselig.

Blick zur Bergstation der Schönjochbahn von Bergstation der Almbahn auf der Nordseite.

Von der Aussichtsplattform bei der Almbahn hatte man einen sensationellen Rundumblick.

Päuschen muss auch mal sein. Das Foto war vom letzten Skitag, da konnte man sogar auf der Terasse der Zirbenhütte bequem in der Sonne sitzen.

Foto aus der Sattelbahn in Fiss. Wieso baut man solche hässlichen gelben Bubbles ein? Die dortigen Pisten waren härter als auf der Nordseite und nachmittags ziemlich abgerutscht.

Die Waldabfahrt in Serfaus bin ich leider immer erst nachmittags gefahren. Ich fand sie stellenweise recht hart, aber im großen und ganzen gut.

Die Fisser Rastbahn mussten wir einmal morgens zur Überbrückung fahren, als wir zum Masner wollten und die Sattelbahn noch nicht in Betrieb war. Man hatte das Gefühl, sie kommt überhaupt nicht vom Fleck, daher wohl auch der Name.

Fotografiert aus der Planseggbahn in Serfaus. Die dortige blaue 105 war den ganzen Tag über in super Zustand und lud zum Gasgeben ein.
Auf der Seablesabfahrt konnte man nachmittags das obere Stück sehr gut fahren. Im unteren Teil war sie dann stellenweise eisig und hügelig.

Blick aufs Komperdell in Serfaus.

Foto aus der Königsleithebahn auf die 81

Beim Leithewirt sind wir eingekehrt und der Kaiserschmarrn war echt lecker.

Blick ins Tal

Nochmal der Blick aufs Serfauser Komperdell.

Die Abfahrten am Lazid haben mir sehr gut gefallen. Die haben wir oft auf dem Weg zum Masner mitgenommen.

Nix los und Kaiserwetter.

Auf der Scheidabfahrt war wenig los und sie hat mir auch wegen dem griffigen Schnee sehr gut gefallen.

Obere Scheidbahn mit Blick auf die mittlere Scheidabfahrt und Scheidabfahrt - hier war es bitterkalt.

Die Moosabfahrt war kurz hat aber Spaß gemacht, da auch hier der Schnee super griffig war. Wir kommen dem Masner immer näher.

Fernblick von der Pezidbahn zum Masner. Die Arrez-non-stop Abfahrt fand ich sensationell gut.

Im Vordergrund die Arrezjochbahn mit ihren Pisten und im Hintergrund der Masner

Jetzt ging es endlich hoch zum Masner. Die dortigen Pistenverhältnisse waren traumhaft, vor allem an den ersten Tagen, da wagten sich kaum Leute hin, da das Wetter "nur" ein Mix aus Sonne und Wolken war. An den letzten Tagen wurde es mir aufgrund des Kaiserwetters ab mittags dort zu voll und wir sind geflüchtet.

Dieses Panorama ist unbeschreiblich. Ich glaube das Bild spricht für sich.

Weil es so schön war...

Blick von der Hexenseehütte auf den Masner.

Auf dem Rückweg nach Fiss fanden wir dort am späten Nachmittag schon ziemlich abgerutschte Pisten und Haufenbildung, daher ging es wieder auf die Nordseite. Die dortigen schwarzen Pisten waren, wie beschrieben, auch nachmittags noch top. Hier der Blick nach Fiss

Ich habe in den Tagen ein tolles, für mich neues, Skigebiet kennen gelernt, das sich von seiner besten Seite präsentiert hat. Mir hat die Abwechslung zwischen gemütlichen Abfahren mit eingeschneiten Tannen und den gegensätzlichen hochalpinen Teilen sehr gut gefallen. Die Pisten waren immer sehr gut präpariert und das Personal war sehr freundlich gewesen. Am besten haben mir die Fisser Nordseite inkl. Frommes und das Masnergebiet gefallen.
Die Schneesituation war aufgrund der Schneefälle in den vorherigen Tagen für uns als Pistenfahrer wirklich optimal und das Wetter hat auch mitgespielt - an den ersten 3 Tagen war es eine Mischung aus Sonne und Wolken, die letzten zwei Tage waren wolkenlos. Wartezeiten gab es nahezu keine, da wir immer sehr früh los gefahren sind und es sich in diesem weitläufigen Skigebiet gut verteilt hat.