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Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblick

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Frans
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Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblick

Beitrag von Frans » 24.01.2017 - 22:11

Inhalt
Vorwort & Trailer
Zusammen mit einen Kumpel aus den Niederlanden (hier im Forum unter seinen Vornamen "Henri" Aktiv und bereits bekannt von der gemeinsame Reise in die Slowakei), haben wir eine kleine Schnapsidee in die Tat umgesetzt. Inspiriert durch mehrere Reiseberichte aus Georgien, worunter auch starli zu einiges beigetragen hat, wollten wir gerne mal im Kaukasus skifahren.

Bevor ich schon zuviel verraten werde und die Reiseberichte an dieser Stelle los gehen, empfehle ich euch dieses Trailer-Video von unsere Reise im Voraus schonmal an zu schauen. Am besten gleich auf YouTube in Breitbildmodus. Es macht definitiv Lust auf mehr! 8)


Direktlink
Zuletzt geändert von Frans am 05.04.2017 - 18:32, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Ski-Roadtrop Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Frans » 24.01.2017 - 22:11

Die Reisevorbereitung

Die Idee für eine Skireise in den Kaukasus kam Anfang Dezember zuerst ganz unschuldig ans Tageslicht. Während ich Henri in Winterberg spontan getroffen hatte, haben wir kurz über unsere persönliche anstehende Weihnachtsurlaub gesprochen. Eigentlich wollte Henri gerne mal wieder für eine Woche etwas weiter weg, aber das Geld fehlte ihm leider. Daraufhin habe ich nur scherzhaft geantwortet mit: "Wir könnten auch mal nach Georgen fahren." Als Rückmeldung kam da aber unterwartet ein seriöses "Warum nicht?!" zurück. Upps... Das bedeutete abends sofort einiges an Arbeit. Erstmal nachschlagen was die Flüge und Mietwagen aktuell kosten. Last Minute und auch direkt rundum die Ferienzeit.

Prinzipiell wollten wir beiden schon längere Zeit mal den Kaukasus besuchen. Es ist schließlich das höchste Gebirge Europas und hat viele beeindruckende Landschaften. Ein Kumpel zu finden die ebenso gerne etwas mehr Abenteuer mag, war nicht immer einfach. Für vielen Leuten hört sich Georgien zu exotisch und vielleicht auch zu Korrupt, Kriminell und Gefährlich an. Manche haben die Bilder aus 2008 noch im Kopf, als kurzester Zeit die Russen über die abtrünnige Provinzen Süd-Ossetien und Abchasien in Georgien einmarschiert sind. Generell warnt das auswärtige Amt immer noch dafür, beide genannte Provinzen nicht zu bereisen, da die Lage unter umständen immer noch gefährlich ist und die Regionen nicht unter die zentrale Georgische Macht stehen. Den Rest von Georgien kann man aber auf jeden Fall sicher bereisen. Seit 2003 hat der nicht unumstrittene Präsident Saakaschwili (im übrigen mit einen Holländerin verheiratet) rigoros die Korruption im Land den Kampf angesagt. So wurden z.B. alle Polizisten am einem Tag durch neu geschulten Beamten ausgetauscht. Von einer der korruptesten Länder Europas wurde ein Land im Europäischen Mittelfeld und steht somit noch besser da als z.B. Italien. Auch die Kriminalität ist seit Saakaschwili drastisch gesunken und laut den "Crimeindex" von Numbeo ist Georgien Anno 2017 sogar noch sicherer als z.B. die Schweiz.

Soviel zum Thema Vorurteile über Georgien. Das einzigste was für uns noch als realistische "Gefahr" geblieben ist, ist das völlig rücksichtslose Fahrverhalten der Georgier und die Straßenverhältnisse, aber später mehr dazu. Für uns war natürlich sofort klar, dass selbst nach Georgien fahren überhaupt keine Option war. Neben die Tatsache, dass sowas einfach nicht in einer Woche samt Skifahren machbar ist, hatte ich auch keine Lust so weit fahren zu müssen. Zwar liebe ich Roadtrips, aber tausende von Kilometer bis nach Georgien mit eigenem Fahrzeug waren mir generell zu Krass. Insbesondere mit Hinblick auf die Straßenzustände vor Ort. Vielleicht irgendwann mal im Frühling, Herbst oder Sommer mit ein etwas älteres Allradfahrzeug und drei Wochen Urlaub, aber jetzt definitiv nicht.

Also mussten Flüge gesucht und gebucht werden. Normalerweise war das nach Georgien nie so einfach, da nur Lufthansa direkt dorthin fliegt, und auch nur ab München und nur zu erhobene Preise. Sonst gab es nur Flüge über Riga, Vilnius, Moskau oder Istanbul, welche ebenso nicht gerade günstig waren. Zur Not hätte man auch noch mit Georgian Airways ab Amsterdam fliegen können, aber das war sogar noch die teuerste Option. Mit dieses Angebot an mögliche Flugverbindungen wäre der Traum vom günstigen Skiurlaub normalerweise schon verstorben.

Ganz neu fliegt allerdings die Ungarische Billigfluggesellschaft "WizzAir" seit September einmal wöchentlich direkt ab Dortmund, Berlin-Schönefeld und Memmingen nach Georgien. Zwar nicht in die Haupstadt Tiflis, sondern in die zweitgrößte Stadt Kutaissi. Für uns war diese Flugverbindung quasi wie erschaffen, denn Dortmund war für mich direkt um die Ecke und Kutaissi lag für uns genau auf dem Weg zwischen Gudauri und Mestia. Für 250€ pro Person waren wir inkl. Skigepäck Hin- und Zurück mit dabei. Falls wir früher gebucht hätten, hatten wir unter umständen sogar noch bis zu 100€ sparen können. Die Flüge waren aber schon fasst ausgebucht, denn nicht nur bei uns war es Ferienzeit, sondern auch in Georgien mit Hinblick auf das orthodoxisches Weihnachtsfest am 7. Januar. Trotzdem war der Andrang ein Hammer, denn man wurde zwischen Dortmund und Georgien jetzt nicht soviel Bedarf erwarten.

Die Preise auf der Internetseite von WizzAir hatten allerdings mächtige Schwankungen. Jede Stunde ein anderer Preis. Und es ging jeweils ziemlich stark hoch und runter und nicht in einem logischen Rithmus, wie bei andere Fluggesellschaften üblich. Zum Glück gab es keine Preisunterschiede zwischen unterschiedliche Rechner oder Länder, von wo aus man die Internetseite aufgerufen hat.

Parallel kümmerte Henri sich um die genaue Reiseziele. Klar, die bekannteste Skigebiete des Landes (Gudauri und Bakuriani) standen auf der Liste. Ebenso wollten wir unbedingt mal die Seilbahnstadt Tschiatura besuchen. Desweiteren kam noch die Idee hoch um ins Svaneti bis nach Mestia zu fahren. Auf Google Maps schauen die Abstände alle noch ziemlich beschaulich aus, aber sofort bekam ich ein mulmiges Gefühl, dass die Reise dorthin Stundenlang dauern könnte. Nur nach Kazbegi zu fahren wurde schon einiges an Zeit bedeuten. Aber hey, Swanetien muss landschaftlich ein Traum sein und ein völlig neu erschlossenes Skigebiet samt Freeride-Areal (Tetnuldi Ski Resort) wollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen. Nachdem wir uns noch ein paar Tipps von einen Georgier eingeholt hatten war klar... An Mestia führt kein Weg vorbei!

Daraufhin hat Henri ein sportliches, aber dennoch realistisches Programm zusammengestellt. Trotz aller Enthosiastmus über Mestia, haben wir uns über die Fahrt dorthin noch ein wenig gestritten. Am Ende haben wir uns darauf geeignet, dass wir das bei gutes Wetter auf jeden Fall in Angriff nehmen wollen und sonst ein Plan B aufstellen.

Jetzt brauchten wir noch einen Mietwagen. Auch nicht unbedingt so einfach, denn die übliche seriöse Anbieter von Mietwagen hatten sehr hohe Preise und kein Geländefahrzeug im Angebot. Da gab es aber noch eine georgische Anbieter "Cars4Rent". Für 300€ eine Woche ein Toyota Rav4. Die Buchung war einfach... etwas zu einfach. Nur ein kurzes Formular mit Name, Abholort, Rückgabeort und Datum genügte und schon war das Auto reserviert. Man bekam eine Mail mit alle technische Details vom Auto und der Mitteilung, dass man zur jeder Zeit die Buchung kostenlos stornieren konnte. Ganz so beruhigend fand ich den einfachen Prozess nicht, aber ein bekannter meinte wohl, dass die Firma in Ordnung sei. Also daumen hoch!

Die Unterkünfte hat Henri über Booking.com ausgesucht und soweit wie möglich auch schon gebucht. Die Wetterprognosen waren Perfekt. Die Reise konnte losgehen!

Bald geht es weiter im nächsten Teil: Hinflug, Kutaissi, Tschiatura und Tiflis.
Macht euch auf viele Bilder und weitere Videos gefasst. Stay tuned! :)
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von DiggaTwigga » 26.01.2017 - 21:06

Vielen Dank für das interessante Video und die Beschreibung der Reisvorbereitung! Das klingt ja spannend! Ich freu mich schon auf die neuen Berichtsteile!
16/17: 3 x Sölden, 2 x Pitztaler, 4 x Hochzeiger, 3 x Gurgl, 1 x Planai, 1 x Zauchensee, 1 x Serfaus-Fiss-Ladis, 1 x Bolsterlang, 1 x Höchötz/Kühtai, 3,5 x Ischgl, 0,5 x Galtür, 1 x Kappl, 2 x Davos/Parsenn, 1 x Ofterschwang, 1 x Kitzbühel/Jochberg, 2 x Saalbach-Hinterglemm, 2 x Fellhorn, 1 x Golm, 1 x Ifen, 3 x St. Moritz, 6 x Les 3 Vallées, 1 x Sölden
17/18: 6 x Gurgl, 1 x Bolsterlang, 1 x Oberjoch, 3 x Corvatsch, 2 x Corviglia, 1 x Diavolezza/Lagalb, 2 x Laax, 1 x Parsenn, 1x Ifen, 1 x Ofterschwang, 4 x Lenzerheide, 2 x Pitztaler Gletscher, 7 x Dolomiten, 3 x Skitour Kleinwalsertal
18/19: 4 x Dolomiten, 6 x La Plagne / Paradiski, 1 x Berwang, 3 x Gurgl , 1 x Laax, 2 x Großvenediger, 4 x Graubündentour, 6 x 4V, 1 x Fellhorn

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Pistencruiser » 26.01.2017 - 23:01

Tolles Video. Bin gespannt wie's weitergeht. :top:
Die einen kennen mich — die anderen können mich...!
Konrad Adenauer

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von rush_dc » 27.01.2017 - 06:32

Jetzt bin ich auch gespannt , hab ja sowas auch vor und hab mich auch schon etwas schlau gemacht.
Aber vor allem interessiert mich das Thema Mietauto... :roll:

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von skifreakk » 29.01.2017 - 00:25

Genialer Trailer! Und diese passend gewählte Musik.. Stark! Freue mich schon auf weitere Berichte und Bilder/Videos!

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von bayer » 30.01.2017 - 15:09

Heyyy, wann gehts denn hier weiter?
Klingt nach nen genialen Trip! Respekt!!!


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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Stani » 30.01.2017 - 19:35

toll, dieses Jahr fliegen wir zweites mal nach Georgien, zum Freeriden ein Traum!

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Frans » 01.02.2017 - 09:32

Danke für eures erste Feedback! Sehr bald gehts weiter, bin schon fleißig am schreiben samt passende Bildauswahl. Letzes Wochenende musste ich allerdings zuhause das tolle Skiwetter nochmal ausnutzen. :wink:
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von starli » 01.02.2017 - 12:37

Der große Vorteil an Georgien ist ja, dass man kein Visa etc. braucht, was nicht nur günstiger und einfacher als auf der russischen Seite des Kaukasus ist, sondern wodurch man auch spontaner fahren kann. Wobei man bei einem "echten" Roadtripp natürlich auch die schönen Skigebiete in der Türkei mitnehmen kann, wobei man da evtl. zuvor die aktuellen Reisewarnungen beachten sollte.
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Frans » 12.02.2017 - 23:15

Tag 1: Hinflug nach Kutaissi

Ein neues Jahr, ein neues Glück. Zumindest hat für mich das Jahr 2017 sehr passend auf Skiern in Neuastenberg angefangen, wo ich zusammen mit unsere "Sauerland-Truppe" (u.a. Hibbe, Ski-Niklas, GIFWilli59) wohl wortwörtlich das neue Jahr "eingerutscht" bin (siehe Video). Bei ausreichende Schneelage wird jedes Jahr das sogenannte "Silvesterskifahren" an der Postwiese organisiert. Ein kleiner Geheimtipp.

Nachdem wir ein leckeres Bier zum Jahresanfang getrunken hatten und das Feuerwerk fasst zuende war, ging es auch schon wieder nach Hause. Für mich bedeutete dies erstmal Arbeit für mein Videoblog, denn morgensfrüh sollte das Video schon fertig sein. Es hat geklappt und bin sehr spät schlafen gegangen bis ich irgendwan im laufe des Tages wach geworden bin. Meine Koffer mussten noch gepackt werden. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, denn die Skischuhen mussten im normalen Aufgabegepäck verpackt werden. Dies bedeuetete schon, dass 2/3 meines Koffers schon voll war. Ein kleiner "Upps"-Moment. Wo soll ich ja dann alles andere reinpacken? Das Handgepäck durfte nur max. 56 x 45 x 25 cm groß sein und ein spezieller Handgepäckkoffer hatte ich sonst weiter nicht. Also alles was da neben die Skischuhen noch reingeht reinquetschen! Und tatsächlich... Am Ende war sogar noch Platz in meinem Handgepäck über! Nur wo ist meinen Reisepass?

Und da ging das ganze Theater los... Kurz bevor ich zum Flughafen abreisen wollte war mein Reisepass unauffindbar. Ich hatte es am Vorabend noch in der Hand. Ganzer Koffer wieder ausgepackt... Nix. Ganzer Handgepäck... Auch nix. Im Auto... Nix. Überall im Haus wo ich es haben konnte... Ebenfalls nix. Ich wollte zwar früh losfahren, aber da kam doch einiges an verspätung. Nach ne Stunde sucherei dann auf einmal... Mein Reisepass unter dem Rechner! Wieso, warum, weshalb hatte ich bloß da mein Reisepass hinterlegt?! Ich steckte sie sofort in meiner Skijacke weg und hatte später auch gar kein Problemen mehr. Erleichtert stieg ich ins Auto und fuhr zum bekannten - welche mir weiter zum Dortmunder Flughafen gebracht hat - los.

Am Ende kam ich noch äusserst pünktlich am Flughafen an. Der Check-In Schalter war noch nichtmal offen. Henri wartete bereits auf mich. Er wurde aus den Niederlanden direkt nach Dortmund gebracht. Was für ein Service!

Vor dem Check-In Schalter von WizzAir stand schon eine ordentliche Schlange und wir haben uns schonmal hinter angeschlossen. Nachdem der Schalter geöffnet wurde ging es aber auch ziemlich zügig. Mein Handgepäcktasche was etwas länger als erlaubt war wurde ohne weiteres sofort 'genehmigt'. Die Skier samt Skistöcke mussten separat zum Sperrgepäckschalter gebracht werden. Danach ging es weiter zur Sicherheitskontrolle. Überall freundliche Mitarbeiter. Zum Glück hat Dortmund seit kurzem zwei Kontrollstellen, die neue A (wo wir durch mussten) und die bisherige Kontrollstelle B. Eine absolute Bereicherung! Nach dem Sicherheitscheck, wo Henri nochmal seine Schuhen extra ausziehen musste, haben wir noch was kurz getrunken und gegessen. Die Preise an den Flughäfen sind meistens extrem teuer, aber in Dortmund geht es noch so einigermaßen.

Danach weiter zum Gate 1, was unten im Keller war. Bevor es die Treppe runter ging noch kurz den Reisepass als Ausreiseformalität vorzeigen und schon bald konnten wir auch schon uns am Gate melden. Selbstverständlich mussten wir zum Flugzeug laufen, denn einen Billigflieger wird keine Fluggastbrücke zur Verfügung gestellt. Immerhin hat Germanwings hier in Dortmund das Privilleg die beide Fluggastbrücken benutzten zu dürfen, wobei ab Dortmund eigentlich auch nur Billigfluggesellschaften fliegen. Germanwings führt halt die Lufthansa-Flüge nach München ab Dortmund durch.

Bild
Ein A320 steht für unseren Flug nach Kutaissi bereit. Gleich konnten wir einsteigen.

Das Boarding ging auch ziemlich organisiert von statten. Es ist in Dortmund nur immer wieder blöd, draußen zwischen Flughafengebäude und Flugzeug kurz stehen bleiben zu müssen. Das geht auch anders, aber egal. Es war ja eh trocken. Einmal im Flugzeug dauerte alles gefühlt noch ein bisschen und sind etwas verspätet losgerollt. Noch ein kurzer Blick auf das Flughafengelände und dann sind wir auch schon abgehoben. Auf gehts nach Georgien!

Bild
Unterwegs über Tschechien. Diese beleuchteter Stadt musste Prag sein.

Es war mein dritter Flugtag in Folge. Am 30. und 31. Dezember war ich noch fleißig für meinen Flugschein am schulen. Während den Flug zeigte ich Henri noch ein paar Bilder von meinen Silversterflug über das Sauerland, was ich auch hier nochmal kurz wiederholen möchte (weil es so schön war 8) ):

Bild
Blick aus dem Cockpit in Richtung Bestwig, Nuttlar und Brilon

Bild
Blick aus dem Cockpit in Richtung Stimmstamm und Warstein, linksunten liegt die Hauptstadt des Hochsauerlandkreises (Meschede)

Aber zurück zum unseren Flug nach Georgien. Diese war allesinsgesamt angenehm. Etwas mehr Beinraum wäre natürlich wünschenswert, aber es ist am Ende ja auch einen Billigflieger. Und dafür war alles voll in Ordnung. WizzAir ist im Vergleich zu Ryanair doch etwas 'gehobener'. Snacks und Getränke müssten selbstverständlich extra bezahlt werden. Zuerst dachten wir noch an sehr hohen Preisen, aber später entdeckten wir, dass eine Dose Cola z.B. nur 2€ kostete. Zwar nicht günstig, aber ich hätte es schlimmer erwartet. Neben unsere Sitzreihe und etwas weiter hinter uns wurde durch Georgier ordentlich Wodka getrunken. Das Flugzeug war sowieso schon fasst auschließlich durch Georgier besetzt. Nur hier und da ein paar Deutschen und noch zwei andere Holländer. Und wir mit unseren Skijacken, sahen schon etwas exotisch aus. :lol:

Einmal über dem schwarzen Meer - das Flugzeug machte laut GPS einen großen Bogen um der Krim - kam ein bereits besoffene Georgier neben uns sitzen. Nach eine kurze nette Frage wo wie her kamen, began der beste Mann in schlechtem Englisch seinen Predigt: "Georgia good! Germany problem! Germany problem! Georgia good!" Und nach einen sehr langen Atemzug: "All Georgien people good!" und dann weiter "Germany Problem! Germany Problem!". Mit einen schönen Handgebar sagte er dazu nochmal laut "Europe Finish!". Der Typ war also fix und fertig mit Deutschland und Europa. Er war froh wieder nach Hause zu fliegen und machte noch ein bisschen Werbung für seinen Land. Er gab uns mehrmals einen festen Handdrück mit den Worten "You go Georgia... very good! Very good! Germany problem! Europe finish!"

Danach ging der Typ eine Reihe weiter und fing dort an weiter zu verkünden, dass Deutschland und Europa doch so Scheiße sind. Als eine hübsche (Deutsche) Dame dann noch zur Toilette wollte - wir sassen in der 5. Reihe ziemlich weit vorne - hat er diese auch nochmal 'toll' anquatscht. Naja, wie sagt man so schön: Betrunkene Menschen sprechen immer die Wahrheit. :P

Als wir endlich die Küste von Georgien erreicht hatten, began auch schon die Landevorbereitung. Mit den Blick runter dachte ich mir "Nanu, das ist jetzt Georgien. Sieh zu wieder heile zurück zu fliegen!" Nicht wirklich ein Moment der Zweifel, sondern ein Moment der Besinnung. Eigenlich freute ich mich endlich da zu sein, obwohl wir noch gar nicht gelandet waren. Die Landung war für manche etwas hart, aber für uns prima. Es wurde laut applaudiert. In Parkposition ging dann auf einmal alles sehr schnell. Beim Treppe runterlaufen mussten wir regen feststellen. Etwas was wir später während des Urlaubs zum Glück nicht mehr erlebt hatten.

Mehrere Sicherheitskräfte von "Aviation Security" standen unten am Flugzeug bereit um uns zum Tür der "International Arrivals" zu begleiten. Dort hatten gerade die Grenzbeamten ihren Platz wieder eingenommen. Es war auch schon kurz nach halb eins in der Nacht und sonst war gar nix mehr los. Die Grenzbeamten hatten äusserst schicke Uniformen an mit mehrere fette Embleme. War schon ein USA+ feeling. Ich war sofort dran und der Grenzpolizist blätterte nur sehr uninteressiert meinen Reisepass durch. Fragen gab es überhaupt nicht. Er starrte auf ein paar leere Visa-Seiten und drückte dann den Stempel irgendwo rein. Er gab meinen Pass zurück und zauberte sofort ne flasche Saperavi-Wein her und überreichte mir diese mit den Worten "Welcome in Georgia". Henri bekam ebenfalls ne flasche Wein vom Grenzpolizist, wie quasi alle Gäste mit ausländischen Pass. Wie geil ist das denn bitte?! Sowas wurde ich mal gern in München sehen! Jeder ne flasche Weißbier direkt vom Grenzpolizei! :ja:

Bild
Bereich der Gepäckausgabe, direkt hinter der Passkontrolle. Die Wege sind hier extrem kurz. Alle An- und Abflug Terminals sind in einem Gebäude intergriert.

Als wir am Band auf die Koffer und Skier warteten, bekam ich schon einen Anruf mit +995 Nummer auf meinem Handy. Es war jemand von "Cars4Rent" und teilte mir mit, dass er hinter dem Zoll auf uns warten wurde. Da bekam ich sofort ein angenehmeres Gefühl, als nach der komischen Online-Reservierung. Anscheinend klappt also alles.

Ein spezieller Abholpunkt für Sperrgepäck gab es hier nicht. Ein Zöllner erklärte mir, dass alles aufs Band kommt. Und tatsächlich war alles auch einwandfrei da. Einmal durch den Zoll - welche glaub ich niemanden angehalten haben (und sonst gab es keine Flüge mehr) - fragten uns hinter der Tür diverse Leuten ob wir nicht nach Gudauri wollten etc. Dankend ablehnend haben wir uns zum Ausgangstür gekämpft, wo unsere Autovermieter auf uns wartete. Ein sehr freundlicher Typ die uns eigentlich "kumpelhaft" empfangen hatte. Es ging sofort - durch den misier Regen - zum Auto, welche auf den normalen Parkplatzgelände für Kurzparker stand. Draußen sahen wir sofort ein fett ausgerüsteter Polizeiwagen stehen. Ebenfalls in USA-Style. Ein gepanzerter Ford Mustang mit eingeschaltetem Blau und Rotlicht. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, hat die Georgische Polizei immer grundsätzlich ihre Blau und Rotlichter an.

Am Auto angelangt - ein Toyota Rav 4 - konnten wir sofort unsere Sachen einladen und wurde mir als Fahrer alle Features ausführlich erklärt. Eingebauter Dashcam inklusive, was hier in Georgien auch kein überflüssige Luxsus ist. Danach wurde ein Vertrag auf Englisch hergezaubert, dass ich sofort an verschiedene Punkte unterschreiben sollte. Eigentlich wollte ich dies zuerst in Ruhe mal durchlesen, aber hab dann doch einfach mal alles so unterschreiben. Der Endbetrag von 836 Lari stimmte jedenfalls. Bezahlung musste allerdings Bar erfolgen. Natürlich hatte ich noch kein Bargeld dabei, also wieder zusammen zurück zum Terminal und dort am Geldautomaten versucht Geld ab zu heben. Dort konnte man - sowie fasst überall in Georgien - sowohl Lari als auch US Dollar abheben. Mehrmals versuchte ich 900 Lari auf einmal ab zu heben, aber das klappte leider nicht. Es gingen nur max. 300 Lari pro Vorgang, was weiterhin nur durch ausprobieren geklappt hat, da vom Automaten selbst keine spezifische Fehlermeldung kam. Kurz kam mir die befürchtung hoch, dass ich nur einen Vorgang pro Tag tätigen konnte, aber auch der zweite und dritte Vorgang waren kein Problem und schon hatte ich 900 Lari in der Hand, was umgerechnet ungefähr 300 Euro entspricht.

Leider hatte unsere Vermieter kein Wechselgeld, also ging es zur kleinen Wechselstube im Flughafen. Unsere Autovermieter und der Typ hinter der Wechseltheke unterhielten sich ein bisschen auf Georgisch und einer meiner 100er Schein wurde für diverse Scheine und Münzgeld ausgetauscht. Wie immer bei solche Sachen war ich ein wenig Misstrauisch, aber meine Befürchtungen waren unbegründet. Das Wechselgeld stimmte genau. Als ich dann fragte ob ich ne Quittung vom Autovermieter bekam, war die Antwort "Nah, better no reciept please." Als wir wieder zurück zum Auto liefen bekamen wir noch ein paar Tipps, den Fahrzeugschein und Kundenkarte von Gulf-Tankstellen (für Spritrabatt) und einen freundlichen festen Handdruck. Das wars. Parkgebühren hatte er für uns schon bezahlt und wir konnten so den Parkplatz verlassen.

Da fuhren wir dann... die erste Kilometer auf Georgische Straßen. Vor 6 Stunden noch auf Deutschlands Straßen unterwegs, jetzt schon in Georgien. Passend dazu gabs sofort einige Schlaglöcher, dafür aber breite Straßen. Am Straßenrand standen unter die Straßenlaternen hier und da komplette ansammlungen an Schrottautos. Weiterhin gab es auch viele verschiedene Tankstellen. Was genau Innerorts oder Ausserorts war, war mir nicht so ganz deutlich. Wir sind einfach mit 90 km/h die ganze Zeit weitergefahren und wurden sogar einmal überholt. Irgendwann kam ein 50er Schild und sind dann dementsprechend etwas langsamer gefahren.

Nach eine Fahrt von zirka 20 Minuten waren wir auch schon beim "Lux Palace Hotel". Dort haben wir einfach einen Eingang vom Nachbarhotel zugeparkt, da sonst keine freie Parkplätze mehr Verfügbar waren. Oben an der Reception wurden wir schon erwartet und herzlich empfangen. Das Parken nebenan sei überhaupt kein Problem. Für eine Nacht bezahlten wir hier 60 Lari (15 Euro) für zwei Personen. Nachdem das Zimmer vom Personal gezeigt wurde und wir unseren Sachen hochgebracht hatten (selbstverständlich mit Hilfe vom Personal), sind wir noch zum nächsten Supermarkt gelaufen um unseren Durst zu löschen.

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Unser Zimmer für die Nacht.

Typisch für Georgien sind die 24/7 geöffnete kleine Supermärkte / Kiosks, welche man an fasst jeder Ecke findet. Wir mussten nur ein kleines Stück laufen und wunderten uns sofort über die Zustand der Straßen, insbesondere über die völlig katastrophalen Seitenstraßen. Im Kiosk gab es fasst alles zu kaufen. In einer Tiefkühltruhe lagen diverse Fischsorten ohne jegliche Verpackung. Es sah schon ziemlich verdorben und unhygienisch aus. Oeweh... ob jemand sowas kaufen möchte? Uns genügte Mineralwasser (Leitungswasser sollte man in Georgien nicht trinken) und bezahlten bei zwei ältere schüchterne Damen. Aber viel mehr als ein "Hallo" auf Russisch konnte ich ja auch nicht. :) Danach liefen wir in alle Ruhe zum Hotel zurück.

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An der Kreuzung beim Kiosk; zirka 2 Uhr in der Nacht.

Vor dem Hotel sahen wir auf einmal ein Polizeiwagen blinkend durch die Straße fahren. Zuerst dachte ich, der möchte seinen Vorgänger anhalten, aber diese fuhr einfach weiter und den Streifenwagen drehte sich vor unserem Hotel und fuhr wieder gemütlich zurück. Irgendwie fanden wir das komisch. Blaulicht an ohne etwas machen zu wollen?!

Ein langer Tag ging für mich zuende. Von skifahren und Neujahrsfeier in Neuastenberg bis autofahren in Georgien. Ich freute mich schon auf den nächsten Tag, denn Tschiatura wartete auf uns! Aber zuerst dringend etwas Schlaf nachholen!
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von danimaniac » 13.02.2017 - 07:16

GEIEL!
Was für ein schöner Bericht bis hierhin! Schreib schnell weiter ;-)
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Florian86
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Florian86 » 13.02.2017 - 12:31

Hach... genial, das macht wirklich schon jetzt sehr viel Lust auf Georgien. Freu mich auf die Fortsetzung und auch irgendwann mal selbst hinzufahren.

Den Wizzair-Eindruck kann ich übrigens bestätigen, hab die schon ein paar mal genutzt (Dortmund - Vilnius, Budapest - Tel Aviv: hin und zurück 130€ pro Person inkl. Aufgabegepäck, Memmingen - Skopje - Nürnberg) und war eigentlich immer recht zufrieden: günstig wie ryanair, fairere Gepäckgebühren und wirkte alles in Allem auch nicht ganz so billig wie ryanair. In Israel musste ich das gekaufte Bier aus dem Koffer nehmen und in einer Extra-Box transportieren lassen (sprengstoffsicher). Dafür wurde dann auch nicht nochmal extra was verlangt.
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Skifreak_1 » 07.03.2017 - 22:03

Liebe Autoren, ich bin sehr neugierig auf die nächsten Berichte aus Georgien :lol: . Wann kommen die nächste Berichte? Besonders Interesse habe ich an den Berichte Tetnudli Ski Resort und Gudauri. Wie haben auch die Gebiete gefallen? Was ist das bessere Gebiet. Vielleicht könnt Ihr Berichte noch vor dem Ende Skisaison veröffentlichen. Dann könnte man die Berichte noch für eine Reiseplanung nach Georgien verwenden.

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Henri » 09.03.2017 - 00:32

Danke für die Interesse!

Mitterweile hab ich alle Foto's sortiert. Frans ist beschäftigt mit der erste Teil der Roadtrip und ich habe schon angefangen mit das Skigebiet von Gudauri zu dokumentieren. Noch in dieser Monat werden wir mehrere Berichte veröffentlichen.

Für mich ist jetzt Gudauri das beste Gebiet, aber wenn Tetnuldi die riesige Erweiterungspläne durchführt, wird das sicher das #1 Skigebiet von Georgien für mich.
17/18: 28 Skitage, 29 neue Gebiete
3x Megève (Rochebrune, Cote 2000, Portes du Mont Blanc), 2x Val Thorens, 2x Hochkönig, 2x Obertauern, 2x Katschberg, 2x KWT (Ifen, Söllereck, Heuberg, WDH, Fellhorn-Kanzelwand), Oberwiesenthal, Schattwald-Zöblen + Neunerköpfle, Krinnenalpe + Füssener Jöchle, Ofterschwang + Bolsterlang, Oberjoch + Unterjoch, Großeck-Speiereck, Fanningberg, Brauneck, Tarvisio, Gerlitzen, Nassfeld, Praz de Lys, Espace Diamant, Val d'Arly, Les Contamines.

17/18: 31 Skitage, 26 neue Gebiete
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Frans » 15.03.2017 - 16:19

Tag 2a: Tschiatura - "Ein Wurm oder keiner"

Früh aufstehen ist eigentlich so gar nicht meine Sache, aber fürs Skifahren oder etwas außergewöhnliches bin ich immer automatisch schon früher wach. Das Bett lag auch nicht so bequem als Gedacht und bin schonmal duschen gegangen. Henri schaute schonmal etwas skeptisch aus dem Fenster. Direkt gegenüber vom Hotel waren mehrere völlig maroden Wohnhochhäuser zu sehen.

Nun ja duschen... Erstmal braucht man schon mal Wasser! Zuerst kamen noch ein paar Tropfen runter, kurz danach kam gar nichts mehr. Sind dann doch alle Vorurteile über Georgien gerechtfertigt?! Zum Glück gab es weiterhin noch Strom und Internet. In Georgien generell das wichtigste. Egal wo du bist, WLAN und Strom gibt es so gut wie überall.

Da wir heute noch einiges vorhatten, hab ich mich mal ohne Wasser frisch gemacht und danach ging es zum Frühstück. Die Zimmermädchen waren schon etwas am Schimpfen, was wir allerdings nicht verstehen konnten. An der Rezeption meinte die Bedienstete "Ja, die sind im Stress, weil es kein Wasser in den Zimmern gibt. Gleich sollte es aber wieder gehen." Na schön, für uns zwar zu spät aber sowas kann ja mal passieren.

Oben am Frühstück trafen wir einen Georgier, der auch Deutsch sprechen konnte. Er hat uns kurz aufgeklärt, dass es keinen Buffet gibt, sondern dass das Frühstück für jeden Individuell am Tisch gebracht wird. Nur mit Kaffee oder Tee konnte jeder sich selbst bedienen. Danach hat er kurz seinen Frust über WizzAir ausgesprochen. "Ihr wart doch auch im Flugzeug aus Memmingen, oder?" "Katastrophe! Die Stewardessen können nix!" Der Man guckte nur ein bisschen unglaubwürdig als wir unsere Positive Erfahrungen ab Dortmund mitteilten.

Als das Frühstück kam, musste ich kurz mal gut schauen was da genau dabei war. Brot, Joghurtcreme, Marmelade, Käse, Eier und etwas was Wurst gewesen sein mag. Es sah jedenfalls etwas komisch bzw. unappetitlich aus, aber alles hatte am Ende ausgezeichnet geschmeckt.

Nach dem Frühstück ging es mit dem Auto dann endlich wieder weiter. Zuerst wollten wir nochmal eine Tankstelle ansteuern, da der Tank bei der Übergabe nicht mal halbvoll war. Und wir wussten auch nicht was uns zwischen Kutaissi und Tschiatura erwarten wurde. Also ab in die Stadt zum Gulf-Tankstelle an der David Agmashenebeli Ave, wofür wir eine Rabattkarte hatten. Dort sprach man wie erwartet nur Georgisch oder Russisch. Dennoch war "Euro 95" noch verständlich. Gezahlt wurde Bar und wir bekamen sogar etwas zuviel Wechselgeld zurück, das wäre aber in Ordnung.

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David Agmashenebeli Ave

Ab zur nächsten Station: Supermarkt. Henri hatte im Vorfeld schonmal erkundigt wo es eine in der Gegend gab. Von außen ist es für Touristen ohne Georgische Schrift- und Sprachkentnisse gar nicht zu erkennen, da hilft das Internet heutzutage ungemein. Die Supermarktkette heißt wohl "Foodmarkt" und hat eigentlich nur Filialen rundum Tiflis und sonst nur eine hier in Kutaissi und eine in Batumi.

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Supermarkt samt Eingang und 'Parkplatz'

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Bavaria-Werbung für Holländisches Bier gibt schon fasst ein heimisches Gefühl.

Obwohl der Atmosphäre im Supermarkt völlig anders war als bei uns, war es trotzdem ähnlich eingerichtet. Der Auswahl war groß. Insbesondere der Süßigkeiten-Abteilung. Wir kauften unseren Bedarf schonmal für die ersten Tage ein, da es bei unserer zweiten Unterkunft in Kazbegi kein Frühstück angeboten wurde. Insgesamt waren wir 70 Lari (= ca. 24€) los für Brot, Wurst, Käse, Butter, Joghurt, Obst und Getränke, Bier und Süßigkeiten. Nicht besonders günstig für Georgische Begriffe, aber völlig in Ordnung. Insbesondere westliche Nivea Produkte uzw. hatten ähnliche Preise wie bei uns.

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Supermarkt Inneneinrichtung

Draußen machten wir noch ein paar Fotos. Der Parkplatz vom Supermarkt sah genau so aus, als man von Georgien erwarten wurde... Schrott. Die Straßen weiter durch Kutaissi waren in einen ziemlich guten Zustand. Nur hier und da gab es einen Schlagloch, was man problemlos umfahren konnte. Das Zentrum von Kutaissi - die zweite Stadt Georgiens - war zum diesen Zeitpunkt nicht besonders stark befahren. Wie oft in Georgien hilft viel Asphalt.

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Erste Einkäufe erledigt; fertig für die Reise nach Tschiatura!

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Zentrum-Durchfahrt von Kutaissi.

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TOTSO - "Turn Of To Stay On" - Das passiert hier wohl öfters um in Kutaissi auf die Hauptstrecke zu bleiben.

Als wir Kutaissi durch waren ging es weiter auf die alte S1 in Richtung Tiflis, oder besser gesagt Tbilisi, denn der Name Tiflis hört man nicht mehr so gerne in Georgien. Hinter einer Kurve standen schon die ersten Polizisten zu kontrollieren. Ich war zwar 10 km/h zu schnell, aber passiert ist gar nichts. Nach zirka 11 km kamen wir auf die neue (einspurige) Autobahnstrecke südlich von Kutaissi. Wir hatten den fertiggestellten Bereich gerade verpasst und kamen sofort in eine lange Baustelle bis Sestaponi. Hier wird die existierende Landstraße zum vollständigen Autobahn (s2x2s) ausgebaut.

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Pfui... Unseres Tagesziel Stepanzminda (Qasbegi) ist noch 326 km fahren, exklusive Umweg über Tschiatura. Das wird noch was! Zum Glück sind die Ortsnamen wenigstens alle auf Englisch übersetzt, damit man es auch lesen kann.

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Die alte S1 östlich von Kutaissi. Etwas weiter hinter der sehbare Kurve standen die ersten Polizisten bereits zu kontrollieren.

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Kurz nach der Auffahrt auf die (einspurige) Autobahn. Wie in der Schweiz, Slowakei oder Italien gibt es auch in Georgien auf Autobahnen grüne statt blaue Beschilderung.

Obwohl einige LKWs auf die Strecke fuhren, wurde endlos im Baustellenbereich überholt. Gegenverkehr mit verengte oder verlegte Fahrbahn... Kein Problem, es wird überholt was das Zeug hält. Irgendwann hatte ich das Spiel durch und hab dann auch hier und da illegal überholt, aber bei Gegenverkehr wählte ich lieber die vorsichtigere Methode.

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Autobahn wird hier zukünftig vollständig ausgebaut sein...

Die Passage durch Sestaponi erfordert das überqueren einige Bahnübergänge. Zwar waren die Tore für die Eisenbahn jeweils links und rechts der Straße zugesperrt (es könnte also unmöglich einen Zug kommen), dennoch gab es an jeden Bahnübergang ein STOP-Schild. Obwohl die Schilder durch die meisten Autofahrer negiert wurde, hatten gerade wir einen langsamen LKW vor uns die tatsächlich überall angehalten ist. Und da es auch noch Bergauf ging, dauerte es gefühlte Ewigkeiten und hinter uns fingen die ersten an zu Hupen.

Kurz vor dem Ende von Sestaponi stand ein großes Abbiegeschild mit "Tschiatura 40 km". Endlich von der Hauptsache durch Georgien runter und ab ins Hinterland. Es gab auf einmal überhaupt keinen Verkehr mehr. Hier und da liefen - wie in Georgien üblich - Kühe und anderes Vieh frei über die Straße herum. Parallel an der Straße verliefen endlose Rohrleitungen, welche die Anwohner mit Wasser versorgt.

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Straße Sestaponi - Tschiatura

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Straße Sestaponi - Tschiatura

Die ersten zwanzig Kilometer der Strecke verliefen einwandfrei. Man fährt quasi über ein Hochplateau durch abgelegene Felder und Bauerndörfer. Manchmal ging es leicht hoch und runter und manchmal musste man kurz für freilaufende Tiere oder eine Straßenschwelle bremsen. Auf einmal änderte die Straße aber spontan in einer sehr schlechten Schotterpiste. Ich könnte kaum stark genug abbremsen um das Auto sicher herein fahren zu lassen, da es aus dem nichts hinter einer Kurve kam.

Den nächsten Kilometer dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Slalom um jedes dickes Loch, wobei man trotzdem langsam durch das eine oder andere Loch fahren müsste. Schon direkt war ich Heilsfroh, nicht mit eigenem Auto hier rumfahren zu müssen. Das war nicht nur eine schlechte Schotterpiste, sondern überhaupt katastrophale Schotterverhältnisse!

Nach einen Kilometer kam kurz vor dem Asphalt noch ein dickes fettes Loch was man nicht umfahren könnte und unter Wasser stand. Ein Auto im Gegenverkehr fuhr hier bereits sehr langsam und „sorgfältig“ durch. Danach war die Straße wieder genau so gut wie vorher. Ob das hier eine nicht fertiggestellte Baustelle war?! Es standen keine Warn- und/oder sonstige Hinweisschilder.

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Straßenzustand im Schotterbereich. Hier muss man durch!

Die letzten zehn Kilometer verliefen dennoch nicht sehr zügig, da der Fahrbahn hier und da ziemlich mit Schnee oder Eis bedeckt war. Nach etlichen Kurven kamen wir dann endlich in „Tschiatura“ an. Als Fahrer sah ich nicht sofort Seilbahnen, aber Henri als Mitfahrer meinte wohl gleich was zu sehen.

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Kurz vor Tschiatura immer mehr Felsen und Schnee

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Kurz nach der Einfahrt in Tschiatura eine Kirche mit Kapelle...

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...viele Häuser auf der andere Talseite...

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...und einen ehemaligen Seilbahnstation!

Zuerst wollten wir das Zentrum aufsuchen wo es die zentrale Seilbahnstation geben sollte, von wo aus direkt drei Pendelbahnen starten, auch „Dreifachseilbahnstation“ genannt. Es endete in eine ziemlich hin- und her Fahrerei bis wir die berühmte steile „Friedensbahn“ (111%) samt „Seilbahn Nr. 25“ (die älteste Seilbahn der Stadt in versiertem Stalingebäude - auch "Stalinbahn" genannt) sahen. An die andere Seite vom Fluss „Qwirila“ parkten wir unserem Auto vor ein altes (dennoch ziemlich frisch lackiertes) Hochhaus. Die Videokamera kam aus der Tasche um die ersten Eindrücke auf Bild festzulegen. Ein ziemlich krasses Gefühl jetzt selber hier in diese mythische Stadt der Seilbahnen zu stehen. Die örtliche Atmosphäre… mehr Georgien geht nicht!

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Die Einkaufsstraße von Tschiatura.

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Brücke über der Fluss "Qwirila", kurz vor der Seilbahn Nr. 25 bzw. "Stalinbahn" mit Blick in Richtung Zentrum.

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Blick in östliche Richtung mit der berühmte Seilbahn Nr. 25 / Stalinbahn.

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Wohnhochhäuser an der andere Seite der Brücke, wo wir unseren Auto geparkt hatten. Diese Wohnungen sehen noch äusserst gut und 'gepflegt' aus im Vergleich was wir später in Tschiatura gesehen haben.

Inzwischen wunderten wir uns über die Tatsache, dass die Gondeln jeweils ein Stücken aus der Station in der Luft „geparkt“ waren. Sind die Seilbahnen jetzt für immer außer Betrieb? Schnell liefen wir zur Talstation, direkt neben der ziemlich stark befahrene Hauptstraße. Kein Mensch zu sehen oder zu hören. Man hörte nur die Autos und das Wasser auf der Straße. Draußen am Straßenrand standen drei Polizisten und habe diese kurz auf Englisch angesprochen. Leider sprachen sie nur Georgisch oder Russisch, aber mir wurde schon klar, dass die Seilbahnen nicht in Betrieb waren. Mist! Das ist wohl jetzt eine mehr als große Enttäuschung! Was soll das jetzt?! Mittagspause? Ferien? Oder nie mehr in Betrieb? Wer kann uns Antworten geben?!

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Die desolate Eingang der Talstation von "Seilbahn Nr. 25".

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Innenansicht der Talstation. Früher muss das wohl ein sehr schickes Gebäude gewesen sein, zu Ehre von Stalin. Jetzt hinterlässt es definitiv eher ein LSAP Eindruck. Kaum vor zu stellen, dass die Seilbahn tatsächlich noch Ihre Runden drehen sollte.

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Ein Plakat an der Talstation für einen Festival im Rahmen der Geschichte von Tschiatura samt Logo der Schweizerische Eidgenossenschaft?! Was ist hier los?!

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Die Friedensbahn. Sie geht fast senkrecht den Berg hoch... Beeindruckend! Fangbremse usw. Fehlanzeige! Immerhin noch nicht so steil wie der berühmte Zingel-Seilbahn aus 1921 in der Schweiz. Wenigstens wurden hier die Gondeln aus Blechstahl aber mal neu lackiert.

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Stationseinfart der Friedensbahn. Die Tragseile wurden nicht so wirklich abgespannt...

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Rost und verhärtete Ölreste soweit das Auge reicht. Die Schweizer Zingel-Bahn ist noch in einen deutlich besseren Zustand!

Zuerst machten wir noch ein paar Bilder und sind zu Fuß weiter in die Stadt gelaufen. Tschiatura ist eine vergleichsweise arme Stadt mit über 16.700 Einwohnern in der Provinz Imeretien, am Fuße des Großen Kaukasus auf 149 Meter über Meeresspiegel. In der Region gab es früher ein sehr hohes Manganvorkommen und sorgte dafür, dass hier bereits in 1877 Mangan unter Tage abgebaut wurde. Bis zum ersten Weltkrieg war Tschiatura sogar die größte Manganproduzent der Welt, mit einem Weltexport von über 50%. Fast alle Felder waren damals in Hand deutscher Unternehmen und der Großteil des abgebauten Mangans wurde bis 1914 in Deutschland verarbeitet. Nach der berühmte Oktoberrevolution in 1917 diente den Manganabbau ausschließlich noch für die georgische und russische Schwerindustrie.

Während der Sowjet-Zeit wurde in 1954 die erste Seilbahn der Stadt gebaut, die mittlerweile sogenannte „Seilbahn Nr. 25“ bzw. "Stalinbahn". Schon rasch danach folgten dutzende (einfache) Anlagen um die Wohn- und Manganerzabbaugebiete der Stadt miteinander zu verbinden. Insgesamt wurden 24 Seilbahnen für Personentransport, 50 für Material und nochmal 50 Seilbahnen für den Manganabbau durch Giorgi Mumladze errichtet. Damit hatte Tschiatura wohlmöglich das dichteste Seilbahnnetz der Welt. Obwohl viele Seilbahnen mittlerweile außer Betrieb sind, laut aktuelle Angaben sind nur noch 4 in Betrieb, wurden nur die wenigsten abgerissen. Es gibt durch die Stadt noch viele Ruinen der alten Bahnen, was wir auch noch zu sehen bekamen. Alle Bahnen befinden sich nach wie vor im „Originalzustand“.

Mittlerweile ist fast das ganze hochwertige Manganvorkommen ausgeschöpft. Nachdem Georgien am Ende der Sowjet-Union in 1991 selbständig wurde, ist die Stadt in Armut abgerutscht. In 1992 ist die komplette Strom, Gas und Wasserversorgung abgebrochen und in den Jahren danach verrottet. Bis 2004 waren die Bewohner auf Dieselgeneratoren angewiesen, wonach die öffentliche Stromversorgung unter Saakaschwili wieder hergestellt wurde. Geheizt wurde (und wird zum Teil immer noch) mit Holz. Die Einwohneranzahl hat sich mit fast um die Hälfte verringert.

Anno 2017 gibt die Stadt immer noch einen ziemlich armen Eindruck, jedoch hat man mittlerweile alles was man braucht. Vom maroden (aber noch funktionierenden) Bahnhof bis zum leicht modernisierte Einkaufsstraße. Alles ist vorhanden. Zahlreiche Straßenhunde abseits der Hauptstrecke inklusive.

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Zentrum von Tschiatura. Beachte die kleine 'Seilbahnkabine' im Park. Angeblich ist man schon Stolz auf die viele Seilbahnen die die Stadt seit Jahren prägen.

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Ein weiterer Flussüberquerung, mit Blick auf die Bergstation von Seilbahn Nr. 25, welche die Wohnhochhäuser oben am Berg mit der Stadt verbindet.

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Weihnachtsbaum auf Georgische Art. Sie steht ein bisschen auf einem desolaten Platz da.

Während wir durch die Stadt auf der Suche nach dem Dreifachseilbahnstation waren, kamen wir eine andere alte Seilbahn auf der Spur. Hier hing ebenfalls die Gondel etwas außerhalb der inzwischen völlig maroden Talstation. Dafür müssten wir zuerst durch eine schmuddelige Bahnunterführung durchlaufen.

Ein paar geschlossene Kiosks standen noch drum herum. Das marode Gebäude der Talstation selbstverständlich für Georgien nicht abgeschlossen und frei begehbar. Wir haben dort sofort erst ein paar Bilder gemacht. Die Treppen aus Beton haben schon ordentlich mit gefedert. Diese Seilbahn hatte in August 2007 mal ein Vorfall wobei das Zugseil riss und die Bahn stehen geblieben ist. Alle Insassen (16 plus Bahnbedienstete) mussten stundenlang ausharten bis eine Rettungsgruppe aus Tiflis sie aus der Kabine befreit hat. Zur Schaden ist damals keiner gekommen.

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Talstation der Seilbahn. Die Schrift "Delete this day" spricht schön für den Tag als die Anlage durch den beschriebenen Vorfall für immer geschlossen wurde.

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Talstation samt Strecke und Kabine. Auch hier handelt es sich um einen Pendelbahn mit nur eine Kabine. Typisch ist das alte Sowjetische Kabinenmodell.

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Minions müssen draußen bleiben! :P

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Zoom auf Seilbahnkabine.

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Wunderbare Beton und Stahl Technik diese verrottete Talstation.

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Letzter Blick auf die Seilbahn. Schade, dass auch diese ausser Betrieb ist. Wurden wir sehr gern mal fahren!

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Nochmals ein Blick auf die Stadt, während wir zurück zum Auto liefen...

Leider war sonst sehr wenig los in der Stadt. Die Suche nach der Dreifachseilbahnstation zu Fuß war weiterhin vergebens. Wir sind zurück zum Auto gelaufen und haben weiter gesucht. Henri meinte es müsste wohl direkt am Fluss stehen vor ein etwas größeres altes Gebäude. Ich fuhr schon einen ganzen Stück auf eine schmale Straße Stadtauswärts, bis wir eine andere marode Seilbahnstation gefunden hatten. Hier waren die Seile samt Spanneinrichtung sogar noch vorhanden! Irre! Diese Seilbahn hat wohl ein Hochhaus auf einem Berg an die andere Seite des Tals verbunden, wo sich mindestens drei andere Bergstationen befunden haben müssen. Ein anderes „Dreifachseilbahnstation“ also, allerdings alles mit gerissene oder entfernte Seile. Das Hochhaus (auch am Anfang der Trailer zu sehen) sah leider schon ausgebrannt und leer aus. Wie schade! Das muss wohl sehr beeindruckend gewesen sein, ein Hochhaus wo direkt oben drei Seilbahnen enden wurden. Können wir die Zeit ein bisschen zurück drehen?

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Eine zugewachsene und desolate Talstation, etwas Stadtauswärts in westliche Richtung.

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Irgendwann fuhr sie mal Leute und/oder Material zum diesen Hochhaus aufm Berg an der andere Talseite. Dort oben endeten mindestens drei weitere Seilbahnen.

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Zugseilumlenkung in der Talstation.

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Es tut bis in die Sele Weh sowas ansehen zu müssen, aber gleichzeitig auch so Einzigartig und Spezial.

Nach eine kurze Pause und Besuch an der maroden Talstation, ging es wieder zurück in die Stadt. Irgendwo müssten wir doch die verdammte Dreifachseilbahnstation finden. Erneut nach etliches hin- und herfahren haben wir das Auto direkt am Fluss nah am Zentrum geparkt. Auf einmal sagte Henri „Das hier ist das!“ Wo, wie, wer, was? Ich sehe kein Gebäude?!

Und dann die noch größere Enttäuschung des Tages… Die berühmte Dreifachseilbahnstation von Tschiatura wurde ABGERISSEN! Dazu war eine komplette Baustelle eingerichtet. Keine weitere Informationen. Was wird das? Henri wusste etwas von eine neue Gondelbahn, aber genaues wusste er auch nicht. Später zuhause habe ich erfahren, dass hier demnächst wohl moderne Pendelbahnen mit kleine Kabinen (also 8er oder 10er-Gondel) von Poma errichtet werden.

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Straße zurück nach Tschiatura.

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Das Gebäude wo früher die Dreifachseilbahnstation vor gestanden hat...

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...die Seilbahnstation selber völlig abgerissen. Hier hat sie bis vor kürzem noch gestanden! :cry:

Dum gelaufen. Keine alte Seilbahn in Betrieb, andere alte Seilbahnen marode und weitere Seilbahnen für Neubau abgerissen. Und ausgerechnet jetzt sind wir in Tschiatura. Naja, besser da gewesen zu sein als niemals. Wie lange aber noch der Friedensbahn und der Klassiker „Seilbahn Nr. 25“ erhalten bleiben? Auch dort droht auf Dauer eine Modernisierung. Wer also die noch erhaltene alte Bahnen mal live ansehen möchte, sollte möglichst zügig handeln!

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Promenade am Fluss wo wir unseren Auto geparkt hatten und noch ein paar Videoaufnahmen machten.

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Ein Straßenhund guckte mich derweil ein wenig verzweifelt an. Man würde solche Tiere gern mal streicheln wollen, aber davon sollte man unbedingt die Finger lassen. Man weiß nie ob die Tiere aggressiv werden oder je nachdem ernsthafte Krankheiten bei sich tragen wie im schlimmsten Fall Tollwut. Zwar bin ich dagegen geimpft, aber immerhin...

Wir stiegen wieder ins Auto ein und fuhren ostwärts (Richtung Tiflis) noch einmal durch das Zentrum bis wir in die quasi „Vororte“ von Tschiatura kamen. Hier waren über das Tal noch sehr viele Material und mögliche Personenseilbahnen zu sehen. Weiterhin typisch für Georgische Städten die marode Wohnhochhäuser im Tal. Dazu auch völlig marode Brücken über den Fluss. Hier ist man wohl echt in eine völlig andere Welt als bei uns in Europa. Armut und maroden Konstruktionen soweit das Auge reicht. Einfach nur Krass. An einer Zweifachseilbahnstation sind wir spontan nochmal gestoppt und ausgestiegen.

Der Fahrer in ein weiteres geparktes Auto was da (neben der Straße) rumstand hat uns interessiert angestarrt. Über diesen spezifischen Ort sagte mal ein Georgischer Dolmetscher in eine Belgische Fernsehsendung über Georgien (Reizen Waes) „creapy place“ (Gruseliger Ort). Und so könnte man das vielleicht auch hervorragend bezeichnen, jedoch ein sehr interessanter „gruseliger“ Ort.

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Fahrt Stadtauswärts in östliche Richtung...

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...wo immer wieder zahlreiche Materialseilbahnen über das Tal zu sehen waren!

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Unser letzter Stopp in Tschiatura am "gruseliger Ort".

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Außenanblick der Zweifachseilbahnstation.

Die Zweifachseilbahnstation war von innen sehr wahrscheinlich noch im Originalzustand. Die Leiter die zum Gondeleinstieg führen sind sehr rutschig und beweglich. Nichts für Leute ohne Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Gondeln der beiden Pendelbahnen hingen hier auch nur draußen rum. Allerdings handelte es sich hier um Pendelbahnen mit nur eine Gondel, aber es waren keine Windenbahnen.

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Innenanblick der Zweifachseilbahnstation.

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Seilbahnstrecke in südliche Richtung. Hier hing die Kabine kurz vor der Bergstation.

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Seilbahnstrecke in nördliche Richtung samt verrosteten Stahlblechkabine, wie an der Friedensbahn.

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Komandoraum samt Seilbahnsteuerrung.

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Technische Informationen der Anlage(n) auf Georgisch. Angeblich sollten beide Anlagen immer noch in Betrieb sein?! Wer weiß... Heute leider auf jeden Fall nicht.

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'Hübsche' Anblick der Wohnhochhäuser an diesen gruseligen Ort.

Nach etliche Bilder und Videoaufnahmen wollte ich neben das Gebäude noch schnell ein kleines Geschäft erledigen. Öffentliche Toiletten sucht man hier eben vergeblich. Doch hinter das Seilbahngebäude lagen zahlreiche leere Flaschen Wodka und sonstige alkoholhaltige Getränke. Fast wie eine Mühldeponie. Dann doch mal kurz ins Gebüsch rein wo wiederum etliche leere Flaschen rumlagen.

Auf die andere Straßenseite wo unser Auto stand, konnten wir auch noch eine der zahlreiche völlig marode Brücken über dem Fluss bewundern. Wer hier wohl noch rüber laufen wird?! :mrgreen: Die Holzplanken könnten bei jedem Tritt quasi durchbrechen. Und aus der Rohrleitung die ebenfalls über die Brücke verlief, kam mit Hochdruck Wasser raus. Ob das irgendwann mal repariert wird?

Gefühlt laufe ich eher über ein apokalyptisches Filmset her, als das ich in der echten realen Welt herumlaufe. Wie hat man eine so gut funktionierende und ursprünglich wohlhabende Stadt so in den Abgrund rutschen lassen können?! Es ist zwar sehr beeindruckend, aber mir wäre es für die Bewohner lieber gewesen, dass man dort wie in Tiflis weiter modernisiert hätte.

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Ein der zahlreiche maroden Brücken am östlichen Ende der Stadt.

Nachdem wir genug gesehen hatten setzten wir unsere Reise endgültig in Richtung Tiflis fort. Zuerst blieb die Seilbahndichte noch erhalten, aber wie weiter wir von Tschiatura entfernt waren, desto weniger wurden die Seilbahnanlagen bis igendwann gar nichts mehr gab. Die Häuser und weitere Dörfer sahen noch zwar arm aus, aber es gab keine gruselige (apokalyptische) Gegenden mehr.

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Das wars! Ciao Tschiatura, hoffentlich bis zum nächsten Mal mit geöffneten Seilbahnanlagen!

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Eine weitere Seilbahn samt Bergstation außerhalb von Tschiatura.

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Die letzte Ansammlungen an Seilbahnen und alte Industriegebäuden, etwas ausserhalb von Tschiatura. Ob in diese Seilbahnen immer noch Mangan befördert wird?!

Vorerst hört hier die Berichterstattung auf. Im nächsten Teil geht die Reise weiter nach der Hauptstadt von Georgien: Tiflis. Henri und ich wollten unbedingt nochmal eine Seilbahn in einer Georgischen Stadt fahren. Zeit hatten wir noch, da wir leider in Tschiatura keine Anlage fahren konnten. Und was wäre nicht besser als gleich die Hauptstadt kurz zu erkunden, bevor es in die richtige Berge nach Stepanzminda und Gudauri ging?

Tschiatura. Ein Wurm oder keiner. Oder auch besser für uns: "Ein Seilbahn oder keiner". Dennoch haben wir sehr viele Eindrücke sammeln können und sind dankbar, hier auch gewesen zu sein. Es war legendarisch. Vielleicht irgendwann im Sommer mal eine Wiederholung um die Seilbahnanlagen zu fahren?

Also bis zum nächsten Teil. Diese wird nicht lange auf sich warten! :wink: Und ein Videoblog über Tschiatura mit weitere Eindrücke - inkl. Antwort warum die Seilbahnen nicht in Betrieb waren - wird selbstverständlich auch bald folgen! :)
Zuletzt geändert von Frans am 23.03.2017 - 17:26, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von DiggaTwigga » 15.03.2017 - 17:07

Vielen Dank für den beeindruckenden Bericht! Was eine Stadt bzw. was ein Ort! Da könnte man sicherlich auch gut einen Horrorfilm drehen :mrgreen:
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von B-S-G » 15.03.2017 - 21:48

Grandios, vielen vielen Dank! Wenn die Bahnen heutzutage doch noch alle in Betrieb wären... ein Paradies :D.

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von GIFWilli59 » 15.03.2017 - 23:25

Interessante Eindrücke! Aber ich wollte die Bahnen nicht wirklich gerne fahren... :nein:
Frans hat geschrieben:Nachdem das Zimmer vom Personal gezeigt wurde und wir unseren Sachen hochgebracht hatten (selbstverständlich mit Hilfe vom Personal), sind wir noch zum nächsten Supermarkt gelaufen um unseren Durst zu löschen.
Hoffentlich mit Wodka :lach:


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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von starli » 16.03.2017 - 12:31

Schade um die schlechten Nachrichten aus Tschiatura - und was ein Pech, dass ihr nicht mal eine PB fahren konntet :-(

Hätte man wohl mal früher hinmüssen..
Parallel an der Straße verliefen endlose Rohrleitungen, welche die Anwohner mit Wasser versorgt.
Gibt's auch z.B. weitverbreitet in Rumänien. Sicher, dass das Wasser ist? Glaub eher, dass das Gas ist. Wasser würde oberirdisch im Winter doch viel zu schnell gefrieren..
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von GIFWilli59 » 21.03.2017 - 20:17

starli hat geschrieben:Gibt's auch z.B. weitverbreitet in Rumänien. Sicher, dass das Wasser ist? Glaub eher, dass das Gas ist. Wasser würde oberirdisch im Winter doch viel zu schnell gefrieren..
Da hast du mit Sicherheit Recht. Zumindest in Deutschland werden Gasleitungen auch in der Regel gelb gekennzeichnet.

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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Frans » 23.03.2017 - 17:19

DiggaTwigga hat geschrieben:Was eine Stadt bzw. was ein Ort! Da könnte man sicherlich auch gut einen Horrorfilm drehen
Auf jeden Fall! Ein besseres Filmset wird man dafür wohl kaum bekommen können. :P Im übrigen wurde dort bereits in 2015 (zum Teil) einen Kinofilm gedreht: Partisan!
starli hat geschrieben:Schade um die schlechten Nachrichten aus Tschiatura - und was ein Pech, dass ihr nicht mal eine PB fahren konntet
Ja, davon waren wir ziemlich angetan bzw. entsetzt. So schnell kommt man an so einem Ort auch nicht wieder. Während des kommenden Sommers werden wohl die erste neue Seilbahnen gebaut. Für die Bewohner natürlich erfreulich, aber moderne Seilbahnstationen und Gondeln werden bestimmt nicht zum Ortsbild passen. Tschiatura ist ja auch UNESCO-Anwärter und ich glaube kaum, dass sich die modernisierungen damit vereinbaren lassen. Im Moment scheinen wohl die Bewohner ziemlich sauer zu sein, dass kaum bis gar nichts mehr geht.
starli hat geschrieben:Gibt's auch z.B. weitverbreitet in Rumänien. Sicher, dass das Wasser ist? Glaub eher, dass das Gas ist. Wasser würde oberirdisch im Winter doch viel zu schnell gefrieren..
Soweit meine Recherche auf Google gereicht hat wurde immer wieder Wasser betont, jedoch dachte ich auch eher an Gas. Werde nochmal weiter recherchieren und ggf. mein Bericht anpassen.

Der nächster Reisebericht über Tiflis und die Reise nach Stepanzminda ist übrigens fast fertig geschrieben und wird in den nächsten Tagen folgen.
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Re: Ski-Roadtrip Georgien // 01.01. - 08.01.2017 // Überblic

Beitrag von Frans » 29.03.2017 - 18:50

Videoblog 1 : Tschiatura

Endlich ist nun auch das erste Video der Serie online. Zwar sind einige Informationen drin verarbeitet die ich bereits hier geschrieben habe, aber mit viele neue (apokolyptische) Eindrücke der Seilbahnstadt Tschiatura. Außerdem sind auch die erste 3D-Zeichnungen der neuen Bahnen mit dabei!


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Beitrag von F. Feser » 29.03.2017 - 21:33

Schon wieder bei einem frans Video "Wiedergabe nicht möglich" scheint ein serienfehler bei dir zu sein :-p


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Beitrag von Frans » 29.03.2017 - 21:53

Haha - Diesmal sollte die Wiedergabe allerdings über mobile Geräte klappen. :P Versuch doch mal das Video über die offizielle YouTube-App zu öffnen, dann klappts definitiv. Oder wenn der Error erscheint einfach auf den Link "Auf YouTube ansehen" klicken, dann öffnet der direkte Link zum Video auf youtube.com, was auch funktionieren sollte. :wink: Desweiterhin kann man das Video immer auf einem Rechner abspielen. :)
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