Da ich am Samstag Abend mich aber hab breit schlagen lassen, noch mit in ne Kneipe zu gehn und ich doch erst um 2h ins Bett gekommen bin, hab ichs eher langsam angehn lassen. Das hieß: gegen 8h aufstehen, schnell skifertig machen, Brotzeit und Tee in Thermoskanne vorbereiten, und Ski ins Auto laden. Gegen 8:30 bin ich dann losgekommen.
Auf der A8 nervten mal wieder die blöden Schilderbrücken, die trotz bester Sicht die Geschwindigkeit von Holzkirchen bis zum Irschenberg wegen schlechter Sicht auf 80km/h begrenzten. Da is mir ja sogar das IG-L in Österreich noch lieber. *g*

Gut, wahrscheinlich wars mal früher am Tag neblig, aber als ich fuhr definitiv nicht mehr. Dennoch hab ich mich einigermaßen dran gehalten und kam dann gegen kurz nach 10 an der Talstation Arzberg an. Dort konnte ich den letzten Parkplatz direkt auf Höhe der Station ergattern, dort gibts nämlich nur vier bzw. fünf Plätze. Der größere Parkplatz wäre ein kleines Stück unterhalb, sicher auch machbar, weit ists nicht, aber bequemer wars so schon.
Irgendwie sah die Station recht verlassen aus (war ja nicht so viel Betrieb), also hab ich hingeschaut, ob ich nen Skipass bekomm, bevor ich die Skischuhe anzieh. Andernfalls hätt ich mit dem Auto 8km weiter nach oben fahren müssen. Aber alles gut: ich bekam eine 3h-Karte für 21€. Die Talabfahrt war leider zu, aber es stört mich ja auch nicht in einem schönen, alten Einsersessel ins Tal zu fahren. Alternativ hatte ich im Hinterkopf, dass sich eine gesperrte Abfahrt ja durchaus auch manchmal fahren lässt.
Zunächst ein paar Hardfacts
Andrang: nicht wenig, mehr als erwartet, aber war schon OK.
Gefahren: 1 x ESL Kellerjochbahn 2 (Arzbergbahn), 6 x DSB Kellerjochbahn 3, 2 x 2-SL Bockstalllift, 1 x 2-SL ohne mir bekannten Namen
Schnee: ausreichend, aber könnte mehr sein (geschlossene Talbabfahrt, braune Stellen)
Also, los gehts!
Talstation des ESL.

Auf der Strecke gehts knapp unter den Ästen durch.


Blick ins Inntal Richtung Innsbruck: unten Nebel oben Wolken.

Fast wie in einem Tunnel.

Kisterl für den Materialtransport fährt in die Bergstation rein, so was gabs auch an der DSB.

Blick zurück ins Tal.

Irgendwie kam mir der ESL vergleichsweise neu vor. So oft gibts die ESLs ja auch nicht, und ich hab halt hauptäschlich den Roßleiten an der Kampenwand als Prototyp im Kopf.
Genderkorrekt ist man auch am Kellerjoch.

Weiter gings mit der Doppelsesselbahn, die mit dem ESL verschachtelt ist.

Auf der Strecke schon ein Blick auf eine der Pisten, die Schwarze, sah von oben ganz nett aus, aber war in diesem Hang supereisig und schlecht zu fahren. War auch nicht gewalzt. Bis zu diesem Hang gings aber gut.

Zum Beispiel an dieser Stelle.

Die Mittelstation wird wohl auch nicht mehr benutzt.

Überhaupt hat man wohl beim Bau geschaut, dass möglichst viele Pistenabschnitte einzeln genutzt werden können, wenn der Schnee mal net langt.
Irgendwie fuhren immer wieder diese Decken nach unten. Fand ich etwas merkwürdig. Weiß jemand, wofür die sind?

Im oberen Bereich kam zwischendrin mal sogar bisschen der blaue Himmel raus.

Blicke auf die DSB und die umliegenden, beeindruckenden Berge.


Blick von oben in Richtung Innsbruck

...und von der Bergstation des Bockstalllifts

Blick zurück nach oben, rechts ist der Bockstalllift im oberen Bereich

Und nochmal

Abzweigung im mittleren Bereich: rechts geht die blaue Piste rum, und links rot und schwarz.

Die rote Piste könnte etwas mehr Schnee vertragen.

Die schwarze Piste ging super – bis zum Steilhang


Unterstes Stück der schwarzen Piste

Ein Problem hatte ich leider nur, weshalb ich nur so wenig gefahren bin in den 3 Stunden: mir wurde leicht übel beim Abfahren. Je schneller ich fuhr, desto schlimmer wurde es, und ich wollt jetzt nicht unbedingt auf die Piste kot***. Irgendwie hab ich das abundzu in den letzten Jahren, hing vielleicht auch mit dem eher wenigen Schlaf zusammen. Oder der etwas diffusen Sicht. Letzten Endes hab ich sehr viele Pausen gemacht, obwohl man die Pisten eigentlich gut an einem Stück durchfahren könnte.
Das Ganze führte allerdings auch dazu, dass ich mal links und rechts abgezweigt bin, z.B. auf nen Weg, der flacher war als die blaue Piste.

Von dort hatte man nen schönen Blick auf den Gipfel, die Sessel-Bergstation und den Berggasthof.

Dort kamen mir recht viele Tourengeher entgegen. Überhaupt waren sehr, sehr viele unterwegs, weshalb wohl auch mittlerweile 5€ Parkgebühren an der Station Grafenast verlangt werden (die man natürlich zurückbekäme, wenn man einen Skipass kauft).
Auch links von der schwarzen Piste bin ich mal in den Wald abgezweig, hab dann aber wieder etwas hoch schieben müssen und bin dann doch wieder auf die Piste zurück gekommen.

Leider war das Wetter nicht so sonnig, wie erhofft, aber in die Landschaft hab ich trotzdem fotografiert, z.B. in Richtung Hochfügen.

Mit dem Auge (oder ner besseren Kamera) kann man auch die Bergstationen von Zillertal-Shuttle und 6er Holzalm erkennen. Außerdem sollte wohl das Kellerjoch-Skigebiet eventuell in diese Richtung erweitert werden, zumindest laut Dauerprojekt auf dem Pistenplan.
Das müsste die Mutterer Alm sein.

Und Rangger Köpfl?

Skigebiet von Maurach (Rofan)?

Ironischerweise gings mir dann während der letzten Liftfahrt (Bockstalllift) plötzlich wieder besser. Vielleicht war ja auch die stark schwankende DSB der Grund. Jedenfalls wars dann recht kurz vor knapp (Ablauf des Skipasses) und ich wollte mich nicht hetzen, also hab ich mich tatsächlich dafür entschieden, die Talabfahrt zu probieren.
Ich bin kurz vor der DSB-Talstation abgezweigt. Nach einer kurzen Schneise muss man eine kleine Straße überqueren (dank Steinski hab ich nicht abgeschnallt

Der Schlepplift (Sonnenlift, im Pistenplan eingezeichnet) war nicht mal aufgebügelt.

Weiter unten war ich dann echt froh darüber, die alten Ski genommen zu haben.


Es war aber nicht die ganze Zeit so schlecht.
Im Waldweg wars teilweise sogar ganz schneebedeckt (nicht auf diesem Bild).

Das war der schlimmste Teil (von unten).

Hier gings schon wieder besser.

Und der Auslauf Richtung Talstation (ein paar Meter hochsteigen musste man schon) war sowieso in Ordnung. Auch ein Grund überhaupt die Talabfahrt gemacht zu haben, also da es von unten auch OK aussah.

Das Fazit... ich war eher enttäuscht. Das Kellerjoch war für mich immer eine Art Mysterium – gedacht von 500m bis über 2000m über NN - und dann war es doch etwas anders. Also die Bergstation ist ja auf knapp unter 1900m, was natürlich trotzdem beachtlich ist über dem Inntal, aber auch die Talstation war ja höher als anno dazumal, wo der Sessellift direkt in der Stadt losging. Die Bergstation des Schleppliftes war wohl auch mal ganz am Gipfel. Auch hatte ich vom Pistenplan her erwartet, dass der obere Schlepplift eine gewisse Abwechslung bietet, eine neue Aussichtsmöglichkeit und Piste erschließt – war aber nicht so: einfach parallel zur Hauptpiste im obersten Bereich. Da die Talabfahrt und der Sonnenlift zu waren blieb eben tatsächlich nur die (zugegebenermaßen lange) DSB. Ein Stück weit kann die Einschätzung aber auch meiner latenten Übelkeit zugeornet werden, also bildet Euch lieber selbst ein Urteil!
Auf jeden Fall: als ich unten war hab ich den Liftpass abgegeben (kein Kommentar wegen Fahren der gesperrten Talabfahrt). Dann hab ich mich ins Auto gesetzt und einfach relaxt und gegessen/getrunken. Das tat richtig gut!
Danach gings weiter nach Pertisau, das folgt aber dann in nem eigenen Beitrag in diesem Faden.































