Angriff auf die Schwarzfahrer

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David93
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von David93 »

Ich würde jetzt mal aus dem Bauch raus behaupten, wenns in einem Skigebiet voll wird (Wartezeiten + Eng auf den Pisten) liegt das zu nahezu 100 % da dran weil einfach eine große Anzahl von Personen sich gleichzeitig im Gebiet aufhält, und nicht weil ein paar Leute sehr oft abfahren. Die "Vielfahrer" sind zum einen eine Minderheit, die Masse lässts gemütlich angehen. Außerdem fällt das nicht so extrem ins Gewicht ob einer aus dieser Minderheit dann 30 oder 40 Fahrten am Tag macht.

christopher91
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von christopher91 »

Zumal die Vielfahrer meist noch Antizyklisch fahren.
j-d-s
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von j-d-s »

David93 hat geschrieben:Ich würde jetzt mal aus dem Bauch raus behaupten, wenns in einem Skigebiet voll wird (Wartezeiten + Eng auf den Pisten) liegt das zu nahezu 100 % da dran weil einfach eine große Anzahl von Personen sich gleichzeitig im Gebiet aufhält, und nicht weil ein paar Leute sehr oft abfahren. Die "Vielfahrer" sind zum einen eine Minderheit, die Masse lässts gemütlich angehen. Außerdem fällt das nicht so extrem ins Gewicht ob einer aus dieser Minderheit dann 30 oder 40 Fahrten am Tag macht.
Genau genommen wird ein Skigebiet durch "Langsamfahrer" sogar voller als durch "Schnellfahrer", weil beide in jedem Fall maximal eine Person sind, der "Schnellfahrer" aber prozentual mehr Zeit im Lift verbringt. Bei lauter Schnellfahrern sind die Pisten also leerer.

(Dafür kann es natürlich Wartezeiten an den Liften geben, aber ich bin sowieso der Ansicht, dass wenn es Wartezeiten gibt, die Liftgesellschaft etwas falsch macht - weil sie nicht konsequent genug Kapazitätsstärkere Anlagen baut.)
Bergfan
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von Bergfan »

j-d-s hat geschrieben: Genau genommen wird ein Skigebiet durch "Langsamfahrer" sogar voller als durch "Schnellfahrer", weil beide in jedem Fall maximal eine Person sind, der "Schnellfahrer" aber prozentual mehr Zeit im Lift verbringt.
Wow, das ist logisches Denken. Applaus! Der Schnellfahrer verbringt also im Vergleich zum Langsamfahrer mehr Zeit im Lift. Könnte es sein, dass er weniger Zeit auf der Piste verbringt? Wenn das so wäre, müsste man doch auf der Piste eine Mindestgeschwindigkeit einführen und schon wären alle Pisten so gut wie leer. Jedenfalls nach deinem logischen Denken. Nochmal Applaus. Und Ironie aus.
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von christopher91 »

Andere These: Der Schnellfahrer verbringt weniger Zeit auf den Hütten, weil er das ganze etwas sportlicher sieht xd
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von snowstyle »

christopher91 hat geschrieben:Andere These: Der Schnellfahrer verbringt weniger Zeit auf den Hütten, weil er das ganze etwas sportlicher sieht xd
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von extremecarver »

es müsste halt Nebenzeitenskipässe geben, am besten als Saisonkarte. Sprich in Vorsaison nie am Wochenende, in Hauptsaison nicht von 10:00 bis 13:00 Uhr - die könnte man dann auch gut billiger machen. Aber ansonsten ist klar - je öfter man fährt, desto eher müssen die halt ausbauen. Als Vielfahrer subventionieren einen die Wenigfahrer halt definitiv. Nicht mein Problem....
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von Petz »

Bergfan hat geschrieben:Der Schnellfahrer verbringt also im Vergleich zum Langsamfahrer mehr Zeit im Lift.
Die Überlegung von j-d-s wäre nur dann stichhaltig wenn der Schnellfahrer auf dieselbe Abfahrtsanzahl wie ein Langsamfahrer käme sprich früher Schluß machte; dies ist normalerweise aber illusorisch.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von TPD »

War mir auch nicht bekannt, dass die Photos während der gesamten Geltungsdauer der Karte gespeichert und im Büro ausgewertet werden.

https://www.nau.ch/news/schweiz/ski-sch ... d-66920754

Bin dann auch gespannt wie gut oder schlecht die Mehrfachnutzungen nachträglich erkannt und bewiesen werden können?
Ist mir auch schon passiert, dass es am Morgen mit Skibrille durch das Drehkreuz ging und am Nachmittag musste ich dann zur Sonnenbrille wechseln.
Oder im Sommer am Morgen bei der Bergfahrt noch mit Jacke und am Nachmittag bei der Talfahrt im T-Shirt.

Und laut AGB des MagicPass muss man ja einen Personalausweis mitführen. Das heisst bei Ungereimtheiten müsste wohl vor Ort die Identität festgestellt werden, um einen solchen Betrug aufzudecken. Nachträglich wird dies ziemlich schwierig. Ausser es ist dann ziemlich offensichtlich wie Teenager / Opa oder Mann/Frau etc.
Aber gerade im Sommer habe ich auch schon beobachtet wie der Papa alle Karten hat und dann vor dem Drehkreuz an die Familienmitglieder verteilt. Und ob die dann immer darauf achten, dass auch die Namen stimmen wage ich zu bezweifeln? Aber das könnte man ja dann bei einer Kontrolle vor Ort ziemlich einfach klären. Wenn ein Brief ins Haus flattert könnte es dann schon deutlich schwieriger werden hier zu belgen, dass es kein Betrug war.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Re: Angriff auf die Schwarzfahrer

Beitrag von Endmoräne »

TPD hat geschrieben: 28.02.2025 - 18:02 War mir auch nicht bekannt, dass die Photos während der gesamten Geltungsdauer der Karte gespeichert und im Büro ausgewertet werden.

https://www.nau.ch/news/schweiz/ski-sch ... d-66920754

Bin dann auch gespannt wie gut oder schlecht die Mehrfachnutzungen nachträglich erkannt und bewiesen werden können?
Ist mir auch schon passiert, dass es am Morgen mit Skibrille durch das Drehkreuz ging und am Nachmittag musste ich dann zur Sonnenbrille wechseln.
Oder im Sommer am Morgen bei der Bergfahrt noch mit Jacke und am Nachmittag bei der Talfahrt im T-Shirt.

Und laut AGB des MagicPass muss man ja einen Personalausweis mitführen. Das heisst bei Ungereimtheiten müsste wohl vor Ort die Identität festgestellt werden, um einen solchen Betrug aufzudecken. Nachträglich wird dies ziemlich schwierig. Ausser es ist dann ziemlich offensichtlich wie Teenager / Opa oder Mann/Frau etc.
Aber gerade im Sommer habe ich auch schon beobachtet wie der Papa alle Karten hat und dann vor dem Drehkreuz an die Familienmitglieder verteilt. Und ob die dann immer darauf achten, dass auch die Namen stimmen wage ich zu bezweifeln? Aber das könnte man ja dann bei einer Kontrolle vor Ort ziemlich einfach klären. Wenn ein Brief ins Haus flattert könnte es dann schon deutlich schwieriger werden hier zu belgen, dass es kein Betrug war.
Ich glaube, nachträglich wird erst was gehen, wenn die KI das sinnvoll vorsortieren kann. Dürfte es aber sehr bald geben, und damit die Übertragungen von Dauerkarten enden.

Die Namen hingegen sind für den Vergleich wenig interessant. Bislang zeigten die Systeme an den ausgerüsteten Anlagen dem Liftler parallel das Bild vom ersten Eintritt und das aktuelle an. Außerdem noch den Kartentyp, also Kinder/Erwachsene. Auf der Basis musste dann über eine nähere kontrolle entschieden werden. Wir sind bspw. mal rausgezogen worden, weil meine Frau und meine Tochter ihre Karten vertauscht hatten.

Insgesamt muss man sagen, dass das Phänomen bereits gewaltig abgenommen hat. Vor Einführung der Photos war es bspw am Feldberg üblich, dass man mittags in der Schlange an den Kassen Tageskarten von Leuten die nur vormittags fahren wollten angeboten bekam. Der Verkauf war von vielen als kostendämpfende Maßnahme bereits von vornherein einkalkuliert. Keine Ahnung, ob es das noch gibt, aber ist jetzt noch viel weniger attraktiv für den Zweitkäufer.
Das Schärfste, was ich in der Hinsicht mal erlebt habe, war ein Skishop aus Münster, der früher und zu Anfang ausschließlich, als Anbieter von Skireisen in Selbstversorgerhütten auftrat. Jedenfalls hatten die gespitzelt, dass Davos keine Passbilder auf die Saisonkarten aufkleben lässt - was anderswo schon längst ab drei Tagen Gültigkeitsdauer üblich war. Wir reden jetzt von den 90er Jahren. Jedenfalls hatten die einen großen Satz an Saisonkarten und haben die nach Männlein/Weiblein unterschieden an die Kunden verteilt, mit dem Hinweis, doch bitte gut darauf aufzupassen und die Rückgabe nicht zu vergessen. War so ein 50-60 Betten Haus, wie es zumindest damals noch viele in der Schweiz gab. Für den Veranstalter hat sich das richtig gelohnt. Ich erinnere mich aber noch lebhaft daran, dass das schon damals nicht gut ankam.
Sehr üblich, und das nicht nur bei diesem Anbieter, war aber die Verwendung und Weitergabe von Saisonkarten unter den Teamern.
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