Das zerlegen und reinigen war recht einfach, aber nun hab ich ein Problem: Nach dem Reinigen stellte sich heraus, dass doch einige Teile nachlackiert werden mussten, da dort die Lackschicht bereits gelöst hatten. Meine erste Vermutung war, dass es sich bei der Lackierung um eine Art Zinklackierung handeln musste. Also ab in den Baumarkt, nach diversen Zinksprays Ausschau gehalten. Allerdings stellte sich heraus, das keines der Zinksprays dem Original glich. Die Deckung des Zinksprays war recht gut, allerdings ist der Farbton doch ein etwas anderer (Die Feder im Originalton wirkt deutlich dunkler und "metallischer" ).Habe dann mal die Jennerbahnen angeschrieben, leider ohne jede Antwort. Dank eines Kollegen hier weiß ich mittlerweile, dass Doppelmayr einen recht ähnlichen Zinklack zum lackieren seiner Klemmen verwendet, allerdings ist der wohl recht teuer.
Weiß jemand von euch, wie ich dem Originalton am ähnlichsten komme bzw. mit was die Klemmen lackiert sind? Kommen Zinkprays aus´m Baumarkt evtl. auch hin und ich hatte bei meinen bisherigen einfach nur Pech? Würde mich mal interessieren, was ihr dazu meint.
Anbei mal drei Bilder, die Feder ist im Originallack, die Scheibe ist von mir Nachlackiert worden. Man sieht deutlich, dass der Farbton nicht der gleiche ist und die Feder deutlich glänzender/metallischer wirkt:
Anschließend noch ein kleiner Bericht über die Abholung und Zerlegung, vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen:
^^ Zerlegte Klemmen bereit für die Abholung/Verschrottung.
^^ Selbiges gilt für die Kabinen.
^^ Klemme sicher im Auto verladen. Wiegt zusammen mit Gehängearm 67kg.
^^ Noch ein letztes mal drehen die Sessel wie vor 64 Jahren ihre Runden.
^^ Eines der letzten Bilder eines VR101 Sesseln in den Alpen.
^^ Erste Inspektion der Klemme in der Garage.
^^ Hier die Unterseite mit Kupplungsmechanik.
^^ Zerlegung der Klemme. Klemme wird Stück für Stück zerlegen und gereinigt, ehe sie wieder montiert wird.
^^ Hier sind bereits alle Laufräder entfernt.
^^ Und hier bin ich (vorerst) gescheitert. Die Sechskantmutter, die den Gehängearm mit der Klemme verbindet war dermaßen stark angezogen, dass ich hier mit meinem Ringmaulschlüssel nicht weiter kam. Selbst eine 40er Nuss inkl. Schlagschrauber hat nichts gebracht. Schlussendlich war es ein Engländer, ein Stahlrohr und jede Menge Gewalt...
^^ Die per Feder betätigte Klemmenbacke ist bereits demontiert.
^^ Auch das Parallelogramm auf der Schwerkraftseite ließ sich recht einfach demontieren.
^^ Demontierte Klemmbacke.
^^ Die dazugehörige Spiralfeder inkl. Drehbolzen.
^^ Das ist der Bolzen, um welchen sich die Klemmbacke auf der Schwerkraftseite dreht. .
^^ Die Teile, welche von dem eben beschriebenen Bolzen gehoben werden.
^^ Dank dem Engländer inkl. großem Hammer, nem halben Liter WD40 und viel Gewalt hat´s dann geklappt, die Mutter am Gehängearm abzuschrauben.
^^ Hab mal angefangen, die Teile grob zu säubern. Werde aber um Bremsenreiniger oder ähnliches nicht rumkommen...
^^ Einzelteile der Klemme.
^^ Laufrad inkl. der dazugehörigen Teile.