Kirchbach 23. 12. 2017 ...teilweise unpräpariert

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chr
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Kirchbach 23. 12. 2017 ...teilweise unpräpariert

Beitrag von chr »

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Dass wir den 23. Dezember heuer zum Schifahren nutzen wollten, stand für meine Frau und mich schon lange fest. Wenn ein Großteil der Österreicher mit Einkäufen und Festvorbereitungen beschäftigt ist, kann man auf leere Schigebiete hoffen. Ein Besuch des Stuhlecks, das in der Saison immer viel zu gut besucht ist, böte sich an. Doch ein Blick auf die Wettervorhersage, im Speziellen auf die Windprognose, ließ uns diesen Plan verwerfen. Leider war auf allen Bergen in der Umgebung extrem stürmischer Wind vorhergesagt. Wir befürchteten windbedingte Abschaltungen der Lifte.

Wo sollte es nun hingehen?
Bei unserer Niederösterreich-Card ist ein halber Schitag auf dem kleinen Schiberg in Kirchbach bei Rapottenstein im Waldviertel includiert. Dort war kein Sturm vorhergesagt. Ein halber Tag ist für den kleinen Hang völlig ausreichend und den Nachmittag konnten wir auch selbst gut für Fest-Vorbereitungen brauchen. Also ging die Reise ins Waldviertel.

Wetter:
Bei Temperaturen um +5°C war es den ganzen Vormittag bewölkt. Es gab keinen Niederschlag und der Wind hielt sich auch in Grenzen. (War nur gegen Mittag leicht spürbar)

Lift- und Pistenstatus:
Schlepplift und Seillift waren geöffnet und alle Pisten in voller Breite beschneit. (also Vollbetrieb)
Wartezeiten gab es keine. (Meist den nächsten Bügel genommen, manchmal bis zu 4FBM)

Pistenzustand:
Am sechsten Schitag meiner bisherigen Saison hatte ich nun im Vergleich die mit Abstand schlechtesten Pistenverhältnisse. Ich Vermute, dass es in der Nacht vor unserem Besuch leicht geregnet hatte. Die Pisten waren oberflächlich vereist. Bei den ersten Abfahrten glitt man teilweise oberflächlich am Eis, teilweise brach man aber auch ein und befand sich plötzlich auf pulvrigem griffigem Untergrund. Nach einer guten Stunde war die Oberfläche aber bereits zerstört und die Piste so umgeackert, dass sie überall gleichmäßig pulvrig war.

Das größere Manko den Pistenzustand betreffend, war aber die Präparierung. Man hat nämlich nur auf halber Breite gewalzt und zwar ausgerechnet die talseitig gesehen linke Seite. Das heißt: Der anspruchsvollere „Steilhang“ war präpariert, die familienfreundliche Umfahrung blieb ungewalzt.
Während der ersten Abfahrten konnte ich unabhängig voneinander drei Familien beobachten, deren Kinder mit den unpräparierten, oberflächlich vereisten Pisten überfordert waren. Daher verließen viele Schifahrer den Schlepplift bei der Bergfahrt vor dem Steilhang.
Meiner Meinung nach war es eine krasse Fehlentscheidung des Betreibers, im Gebiet, das vorwiegend von Familien mit Kindern und ungeübten Schifahrern besucht wird, nur den anspruchsvollen Teil zu präparieren. Mir persönlich konnte es andererseits recht sein, dass der Steilhang gut hergerichtet war.

Zu den Bildern:
Der Hang in der Totalen.
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Bergfahrt.
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Blick über den „Steilhang“ ins Tal.
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Einstiegstelle.
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Ausstiegstelle.
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Oberer Pistenabschnitt vor dem Steilstück.
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Beim Seillift.
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Die Steilhang-Umfahrung (rechts im Bild) von unten,…
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…und von oben.
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In diesem Fall war die „leichte Abfahrt“ zwar die flachere Piste, aber auf Grund der Nicht-Präparierung nicht unbedingt wirklich die leichtere Abfahrt.
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Fazit:
Kein besonders schönes Wetter, keine gute Pistenpflege, jetzt folgen auch noch das große Weihnachtstauwetter und die Hochsaison. Wann und wo die nächsten Schitage stattfinden will gut überlegt sein.
Gruß chr

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