Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018 (Update: mit Heiligenblut)

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Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018 (Update: mit Heiligenblut)

Beitrag von miki »

Matrei + Kals, 27. 12. 2017

Unseren traditionellen Osttirol - Weihnachtsurlaub haben wir bei schlechter Wetterprognose in Matrei begonnen. Vom Tag haben wir wenig erwartet, Prognose 'grau in grau und im Tagesverlauf von SW her einsetztender Schneefall, am Nachmittag auch starker Schneefall, im Lienzer Becken evtl. auch Regen'. Also unbedingt ein Skigebiet mit Waldabfahrten, in Matrei gibt es ein paar davon, die Strasse von Lienz nach Matrei und zurück ist unproblematisch falls es wirklich viel schneien sollte (ich habe schon seit 15 Jahren keine Ketten montiert und will mir meine Statistik nicht versauen). Auch hatten wir es nicht eilig, ich habe meine Maus ausschlafen lassen, ob wir bei Sauwetter um 9 oder um 10 ankommen ist sowas von egal ...

Als wir endlich auf der Piste waren, war das Wetter dann gar nicht soo schlecht, es gab sogar noch einige blaue Flecken am Himmel und bis ca. Mittag unterhalb von Goldried relativ gute Sicht und keinen Niederschlag. Sogar ein paar Fotos habe ich gemacht :wink: .

Der interaktive Pistenplan ist zwar besser als die alten Druckversionen, zeigt aber trotzdem einige der Pisten sehr verfälscht, also mit Vorsicht zu geniessen.

Die Hauptabfahrt unter der 6KSB (Nr.2) kenne ich nur in einem Zustand: zu voll, buckelig, abgerutscht, oft auch tlw. steinig. Nun, steinig war sie gestern wirklich nicht, voll + buckelig + abgerutscht schon. Einmal runter war genug, keine Fotos. Wesentlich schöner zu fahren waren die anderen beiden Pisten, also erstens die 'linksrum' rote 4, sie könnte zur Not auch als dunkelblaue durchgehen:
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Noch besser gefallen hat uns die rote 5 und ihre Verlängerung zur Talstation der 4SB Happeck, Nr. 6. Die Piste ist für die abrutschnede Masse wohl zu steil, war bestens beschneit (was in Matrei nicht immer der Fall war) und gut gewalzt, haben wir mehrmals hintereinander gemacht:
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Dazwischen sind wir auch die Talabfahrt nach Matrei gefahren, ging ganz gut, bis auf drei Strassenkreuzungen wo der Voll***** vom Pflugfahrer im Kreuzungsbereich die Strasse immer bis zum blanken Asphalt räumt und (noch schlimmer) reichlich Splitt streut :evil: . Auch am Lienzer Hochstein oder in Obertilliach gibt es Kreuzungen Strasse / Piste, aber dort macht man es ganz anders, ohne Splitt und so dass auf dem Asphalt immer etwas Schnee bleibt (und trotzdem habe ich in den ganzen Jahren keinen gesehen der deshalb mit dem Auto dort steckenbleiben würde). Winterlich hat es gestern hier auf etwas über 1000 m nicht ausgesehen:
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Weil das Wetter auch noch nach Mittag durchaus brauchbar ausgesehen hat, sind wir - entgegen dem ursprünglichem Plan - doch nach Kals gefahren, an der Adler Lounge vorbei ... :
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... über die schwarze 13, ich glaube wir konnten hier in den vergangenen 2 Jahren nicht fahren. Auch heuer hätte man sie besser geschlossen gelassen, vor allem der obere Abschnitt wo die Abfahrt recht brutal in den Fels gesprengt ist, war ziemlich steinig :x . Unten in der Mulde, wo der Untergrund grasig ist, gab es im Schnee zwar einiges an Gemüse, aber keine (kaum?) Steine. Die Lanzen stehen hier wohl zum Spass bzw. als Pistenmarkierung?
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Die Waldabfahrt 15a von der Mittelstation nach Kals ist hingegen reichlich bescheit :wink: :
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In Kals selbst haben wir ein paar Wiederholungsabfahrten an den beiden lahmen 4SBs gemacht, dort sind alle Pisten offen und in gutem Zustand. Die Sicht war ganz oben im waldfreien Teil am Blauspitz bescheiden, ab der Waldgrenze (= etwa ab der Höhe des Spiechers) OK. Die nette 17a, letzte auf der Prioritätenliste der Kalser Schneemacher, war in den vergangenen Jahren zu Weihnachten fast nie offen, heuer jedoch perfekt:
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Hauptabfahrt 17 unter der 4SB Figol, von den Pisten im alten kalser Gebiet definitiv am schlechtesten zu fahren (tlw, buckelig, tlw. Eisplatten). Aber alle Anfänger fahren wie Lemminge gerade hier unter, man muss es ja nicht verstehen. Auch hier auf 1300 m nur symbolische Naturschneemengen:
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Auf der schwarzen 20 zurück zur EUB:
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Nun gibt es keine Fotos mehr, weil es nicht mehr zum fotografieren gab. Die Matreier Seite lag in dichtem Nebel, es begann zu schneien, tlw. whiteout. Erst unterhalb der Talstation Happeck gab es dann wieder bessere Sicht, dafür ging dort aber der Schnee in Regen über. So hat die letzte Talabfahrt nach Matrei bei Regen und frühlingshaftem Schnee ausgesehen. Habe ich eigentlich bereits die nervige Räumung der Strassenquerungen erwähnt :biggrin: ?
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Fazit: Vormittag besser als erwartet, Nachmittag eher Pflichtprogramm. Hoffenlich wird es morgen besser. Ach ja, während es bei unserer Abfahrt im 1000m hoch gelegenen Matrei bei +2 Grad in Strömen geregnet hat, hat es eine halbe Stunde später in Lienz, 350 m tiefer, bei +1 Grad ordentlich geschneit. Bei dem Wetter in diesem Winter wundert mich aber nichts mehr :irre: ...
Zuletzt geändert von miki am 12.01.2018 - 08:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von miki »

miki hat geschrieben:Hoffenlich wird es morgen besser. Ach ja, während es bei unserer Abfahrt im 1000m hoch gelegenen Matrei bei +2 Grad in Strömen geregnet hat, hat es eine halbe Stunde später in Lienz, 350 m tiefer, bei +1 Grad ordentlich geschneit. Bei dem Wetter in diesem Winter wundert mich aber nichts mehr :irre: ...
Sillian, 28. 12. 2017

Nun ja, es wurde leider keinesfalls besser :( . Aber schön mal der Reihe nach: in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag hat es in Osttirol ordentlich geschneit und am Morgen sind wir in Lienz bei 0 Grad mit etwa 15 - 20 cm Nassschnee auf den Autos aufgewacht. Auf schlecht geräumter Strasse sind wir in einer halben Stunde nach Sillian gefahren, dort waren es im Tal -2 Grad und schon 30 cm Neuschnee ... schön anzusehen, gute Pistenverhältnisse konnte man nicht erwarten:
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Am Berg war es ein halber meter Neuschnee und kurzzeitig schimmerte sogar die Sonne durch die Wolken:
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Und sogar ein paar blaue Flecken haben sich am Himmel gezeigt:
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Die Hauptabfahrten waren am Morgen noch einmal gewalzt, ein paar Nebenpisten hat man ungewalzt gelassen. Die (gewalzte) Talabfahrt war am Morgen noch einigermassen fahrbar, natürlich sehr sehr weich, da ist selbst meine 45 - Kilo Maus eingesunken:
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Die Gratabfahrt war tlw. gewalzt (2 Bullyspuren am Rand), tlw. Tiefschnee, und offiziell gesperrt. Befahren wurde sie trotzdem:
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Soweit so gut, nach so viel Neuschnee konnte keiner gute griffige Piste erwarten, aber damit muss man rechnen. Was mir definitiv den Tag versaut hat, war fehlende Bodensicht. Nach etwa 11 uhr wurden die Schleierwolken dichter und das Licht extrem diffus, alles was man am 6er sehen konnte war eine weisse Fläche ohne jede Kontur. Nein danke, da sind mit 30 m breite Kunstschneebänder auf brauner Wiese bei strahlendem Sonnenschein zigmal lieber :evil: . Fotos zu machen wäre sinnlos, nur nahe der Talstation wo etwas Wald steht habe ich diese neue (?) Kanone fotografiert:
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Eine Spur besser war die Piste nach Ausservilgraten, da gibt es wenigstens Wald und eine Spur bessere Sicht. Allerdings zu Mittag bereits Riesenbuckel und dazwischen (bei so viel Neuschnee kaum zu glauben) Eisplatten:
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Um halb zwei hatten wir endgültig genug, nach der letzten Fahrt mit der 4KSB Ausservilgraten ... :
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... und einer anstrengenden Talabfahrt haben wir den Skitag untypisch früh beendet und sind nach Innichen gefahren (kaum zu glauben: bis zur Staatsgrenze Schneefahrbahn, danach wie durch ein Wunder nur noch salznasse Fahrbahn) wo wir uns das bunte Treiben in der schönen Kleinstadt angeschaut haben. Sorry Österreicher, aber der Unterschied z. B. zwischen Sillian und Innichen ist wie Tag und Nacht. Nicht dass Sillian leer wäre, aber Innichen ist unvergleichbar voller, lebendiger, in der Fussgängerzone war mehr los wie in Maribor zu Sylvester. BTW, während in Sillian nach Mittag auf den Liften nichts los war, gab es an der 4KSB in Innichen noch um halb vier eine kurze Warteschlange. Schön die Dolomiten wieder einmal schneebedeckt zu sehen:
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von WackelPudding »

Danke Miki für deine Berichterstattung aus Osttirol.

Ich werde ab dem 04.01. da sein und hoffe, dass es dort etwas weniger voll sein wird, als in den Gebieten im sonstigen Tirol.

Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass dort im Tal (insbesondere bei Kals und Matrei) noch so wenig Schnee liegt.
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miki
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von miki »

WackelPudding hat geschrieben:Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass dort im Tal (insbesondere bei Kals und Matrei) noch so wenig Schnee liegt.
Ja, auch ich war ein wenig überrascht. Das war aber vor dem Neuschnee, im Moment sind alle Täler in Osttirol weiss, sogar auf Sonnenhängen.

Heiligenblut, 29. 12. 2017

Den (wie es sich im Nachhinein herausgestellt hat) wettermässig schönsten, aber auch kältesten Urlaubstag haben wir in Heiligenblut verbracht. Dieses oberkärnter Skigebiet gehört bei uns traditionell zum Osttirol Urlaub, auf der gut ausgebauten Strasse über den Iselsberg und Winklern ist Heiligenblut von Lienz aus schneller erreichbar als z. B. Obertilliach. Zum Skigebiet haben wir beide ein 'I love you - I hate you' Verhältniss: einerseits ist es landschaftlich eine der schönsten Ecken die wir im Südalpenraum kennen :love: , auf der anderen Seite hat das Skigebiet total ambitionslose Betreiber, dank der tlw. nicht vorhandenen und tlw. veralteten Beschneiung bin ich dort schon zigmal auf Gras abgerutscht während es in den anderen Skigebieten der Region gute bis sehr gute Pistenbedingungen gab. In der Saison 2016/17 haben wir Heiligenblut sogar ganz ausgelassen. Aber in diesem Winter, bei so viel Schnee, mussten wir es - mit dem älteren Paar Ski, versteht sich - wieder einmal ausprobieren.

Anfahrt: siehe oben, gut 45 Minuten bis zu unserem Lieblingsparkplatz kurz nach der Mautstelle. Ich verstehe die Leute nicht und werde sie auch nie verstehen: die einen parken unterhalb der EUB - Mittelstation und laufen dann den nicht mal so kurzen (und vor allem recht steilen) Hang zur Station hinauf, die anderen parken vor der Mautstelle und laufen wiederum zum Tauernberg - SL hinauf, dabei kann man doch ganz bequem dort parken wo die Talabfahrt die Strasse kreuzt und dann die - um halb zehn noch ganz frische - Talabfahrt nach Heiligenblut runterfahren:
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Hallo nach Matrei zum Zweiten - wieder eine Strassen / Pistenkreuzung ohne blankem Asphalt und ganz ohne Splittstreuung:
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Oben am Schareck war es dann - wie erwartet - bitterkalt (-17 Grad) und dazu noch windig. Zum Glück sind die kleinen Kabinen der 4EUB bei Sonnenschein auch bei solchen Temperaturen sehr warm (irgendwie habe ich das Gefühl dass die alten kleinen 4er oder 6er Kabinen bei solchem Wetter einfach wärmer sind als z. B. die neuen hohen 10er Kabinen), so sind wir die ersten 2 Stunden nur mit der EUB und auf den 3 - 4 Pisten zur Mittelstation (Nr. 2, 3, 4 und 5 im Pistenplan) gefahren. Schnee gab es vor allem ganz oben sehr wenig, Wind sei Dank, die beschneite Nr. 4 war OK, auf den anderen konnte man im ersten Hang schon mal ein paar Steine finden:
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Siehe den Felsen rechts unterhalb der Skifahrers in der blauen Jacke 8O :
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Tauernabfahrt, blaue 2, eine der grossteils unbeschneiten 'linksrum' - Pisten, bis auf zwei verblasenen Stellen gut zu fahren:
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Im Bereich der Grossglockerstrasse hing am Vormittag noch Nebel, deshalb nur schnell fotografiert ... :
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... und lieber wieder die sonnseitegen Piste runter, hier die rote 3 (unbeschneit, bis auf ein wenig Grass an manchen Kuppen gut) mit coolem Skiweg am Anfang:
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... und noch einmal die blaue 2:
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Zu Mittag hat sich der Nebel auch im Bereich der Panoramabahn gelichtet, also los:
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Irgendwie ist es in diesem Teilbereich immer ein paar Grad kälter als im übrigen Skigebiet. An der 8EUB ging es gerade noch so, den Viehbühellift gegenüber haben wir ausgelassen, er wird schon nicht davonlaufen (dafür kann es hier im März oder sogar April genial sein):
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Am frühen Nachmittag haben wir dann auf die Fleissalm gewechselt. Dort waren am Vormittag nur die 4KSB und der Tellerschlepper in Betrieb, die Piste am SL Hochfleiss wurde noch hergerichtet. Erst kurz nach Mittag hat man dann auch den SL in Betrieb genommen, wir waren etwa eine halbe Stunde später dort. Geniales Feeling hier oben auf fast 2900 m und einer der ganz wenigen SL den ich vermissen würde falss er einmal ersetzt wird (ist aber bei der aktuellen Investitionspolitik der Heiligenbluter bis 2050 kaum zu befürchten :twisted: ). Siehe die Spuren der Freerider knapp am frischen (erst am Vormittag abgegangen) Lawinenabbruch vorbei:
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Sonnblick - Pano:
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Die Piste war zwar nicht ideal (konnte man bei einer Abfahrt die erst am Vormittag gewalzt wurde auch nicht erwarten), aber doch OK. Auf den ersten Blick zwar etwas knollig, aber es waren keine eisigen Knollen wie bei frischem Maschinenschnee (oder gestern auf der Petzen), sondern relativ weiche Knollen aus windgepresstem Naturschnee:
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Einmündung der 11a auf die (seit diesem Dezember beschneite) blaue 11. Wie in den letzten Jahren üblich, war nur die kürzere Variante gewalzt und offen. Die andere, die weiter am Grat entlang geht und erst weiter unten in die 11 mündet, war schon grundpräpariert, aber noch geschlossen:
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Weiter unten im Bereich des Tellerschleppers Ederfeld, hier war die Piste - wie fast immer - eisig abgefahren. Immer wieder fällt mir auf: die Heiligenbluter können einerseits sehr gut mit dem Naturschnee umgehen (siehe Hochfleiss), produzieren andererseits in den beschneiten Bereichen sehr minderwertigen (= eisigen) Maschinenschnee. Andererseits kein Wunder, einige der Hedcos sind wohl schon wesentlich älter als die meisten Forumuser ... :
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Unter der 4KSB - Trasse ist, wie wir es aus Heiligenblut schon gewohnt sind, alles verweht:
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4KSB Fleissalm mit Piste 11:
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Fazit: es war gut genug dass wir wieder kommen werden (mit dem alten Paar Ski, versteht sich). Immerhin gibt es an der Fleissalm nun wenigstens eine Piste wo man sorglos runterfahren kann ohne hinter jeder Kuppe nach Steinen suchen zu müssen. Sehr sehr langsam, aber immerhin bewegt sich was und zwar in die richtige Richtung!
Zuletzt geändert von miki am 08.01.2018 - 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von miki »

Obertilliach, 30. 12. 2017

Heute haben wir wieder einmal unser beliebtes Kleinskigebiet in Obertilliach besucht. Wettermässig schien es noch die beste Auswahl, bei der heutigen Prognose sollte man möglichst weit nach Süden fahren. Und falls es trotzdem wolkig werden würde, gibt es in Obertilliach zwei lange Waldabfahrten wo man auch bei nicht so gutem Wetter gute Sicht hat.

Wider erwarten war es am Morgen kurzzeitig sogar recht sonnig, mit Neuschnee ist das sowieso schon idyllische Obertilliach noch schöner:
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Die Ralsabfahrt war zwar nicht ideal, oben tlw. abgeweht und tlw. knollig, generell aber recht gut zu fahren:
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Vor allem unten war die Piste perfekt. Das Foto ist nicht etwa zur forumstypischen Zeit (= drei Minuten nach acht :twisted: ) entstanden, sondern wenige Minuten vor 10:
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Kurz nach 10 haben wir uns dann an der bergstation der EUB mit dem AF - Kollegen Jojo getroffen und dann haben wir (Jojo, Mausi, meine Wenigkeit und Tomi aus dem Smučišča - Forum) für ein paar Stunden zusammen die Pisten unsicher gemacht :biggthumpup: . Übrigens sind die meisten Wintersportler in Obertilliach eher von der gemütlichen Sorte und kommen erst am späteren Vormittag auf die Pisten, während man z. B. um zehn problemlos die erste oder im schlimmsten Fall zweite Kabine der EUB bekommen konnte, mussten wir gegen 11 Uhr sogar ein paar Minuten anstehen. Eine Stunde später gab es aber keine Wartezeiten mehr.

Bergstation 10EUB:
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Dorfabfahrt, die andere der beiden Talabfahrten, war am Vormittag genial, Schnee griffig, like:
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Am späteren Vormittag hat es zugezogen und sogar mal kurz geschneit, unerwartet kam aber zwischen 12 und 13 noch einmal die Sonne raus, Gelegenheit für ein paar Fahrten am Glamplift - hier konnten wir in den vergangnen Jahren zu Weihnachten oft wegen Schneemangel entweder gar nicht fahren oder auf einer knappen Naturschnee - Gras - Mischung abrutschen. Heute war es eine ganz andere Geschichte, Schnee gibt es heuer genug und die dreieinhalb Pisten am SL waren in Topzustand, puvrig - griffig:
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Auch die kurze aber steile Piste am Bloaslift war top, mit bestem griffigen Schnee, die Sicht auch bei wolkigem Wetter gut:
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Um zwei, inzwischen hat es wieder zugezogen und es hat leichter Schneefall eingesetzt, hatten wir vom Skifahren genug, dafür haben wir noch Rodeln gemietet (zum unschlagbar günstigen Preis von 2.5 Euro / Fahrt :D ) und noch den Rodelweg getestet: etwas flach, aber nette Abwechslung.
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von miki »

Kals + Matrei, 31. 12. 2017

Den letzten Tag des alten Jahres haben wir im grössten Skigebiet Osttirols, also in Kals und Matrei, verbracht. Es war fast den ganzen Tag strahlend sonnig, nur nach 14 Uhr sind von SW her ein paar dünne Schleierwolken aufgezogen, die aber die Sonne nicht ganz verdeckt haben. Es war auch den ganzen Tag mild, fast schon zu mild, dadurch wurden sie sonnigen Pisten im Laufe des Tages zunehmend weich - sulzig. Ich mag zwar frühlingshaft sulzigen Schnee, aber das heute war leider nicht der typische Frühlingsschnee, sondern aufgeweichter Neuschnee, tlw. recht anstrengend zu fahren. Gestern Abend, bereits nach der Präparation, hat es noch geschneit, an der Bergstation Blauspitz gab es knapp 10 cm Neuschnee, schön anzuschauen, gut zu fahren war er aber nur bei den ersten beiden Fahrten. Aber lassen wir die Fotos mal sprechen:

Erste Bergfahrt mit der noch fast leeren 4SB Figol:
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Bergstation Figol / Talstation Blauspitz:
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Neuschnee auf der schwarzen 17a unter der 4SB Blauspitz:
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Je weiter nach oben man fährt, mehr Neuschnee auf der Piste:
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Wie gesagt, bei den ersten beiden Abfahrten waren die Schneeverhältnisse ganz cool, obwohl der Neuschnee bereits um halb zehn recht schwer war:
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Die Neuschneemenge wurde unterhalb etwa 1800 m immer weniger:
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Der ungewalzte Neuschnee mag am Morgen zwar schön ausgesehen haben, nach einer Stunde hat es dann so ausgesehen:
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Die mit Abstand besten Schneebedingungen gab es unten, entlang der 4SB Figol, dort gab es am Vorabend entweder gar keinen Neuschnee oder es wurde in der Nacht noch einmal gewalzt, der Schnee war hart - griffig, vor allem die Piste 17a am Campingplatz vorbei war genial:
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Auch die 17, eigentlich Hauptabfahrt in Kals und als solche oft als erste abgefahren, war heute perfekt, oben im Schatten hart - griffig, unten in der Sonne leicht firnig:
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Zu den Wartezeiten: an der Blauspitz gab es zu keinem Zeitpunkt nennenswerte Wartezeiten, an der Figol konnten wir bis halb elf ebenfalls durchfahren, dann wurde es auf einmal voll so dass wir zwischen elf und halb zwölf zweimal eine längere Warteschlange vorgefunden haben (einmal 7 und einmal 5 min Wartezeit). Zu Mittag haben dann die meisten schon auf den Terassen Pause gemacht, also wieder freie Fahrt :D .

Nachdem wir alle Pisten an den 4SBs abgefahren sind (es gibt gar nicht so wenige und mit den lahmen 4SBs dauert es auch eine Weile bis man die Runde macht!), geht es nun zur EUB ... :
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... und auf die Matreier Seite, wo wir ein paar Wiederholungsabfahrten an der Cimaross gemacht haben:
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... sowie am Goldried, die Pisten waren am mittleren Nachmittag natürlich nicht mehr ganz frisch, aber immer noch OK:
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Pause gab es um zwei in einer der Hütten die entlang der Goldried - Pisten aufgereiht sind. Und da MUSS ich was loswerden: bereits zum zweiten Mal in diesem Urlaub (und das dritte Mal in der Saison) ist uns passiert, dass wir unendlich lang warten mussten bis wir (a) bestellen konnten, (b) das bestellte bekommen haben und (c) zahlen konnten. Vorgestern dauerte es in Heiligenblut eine runde Stunde bis wir eine Suppe, einen Germknödel und einen halben Liter Holundersaft bekommen und bezahlt haben, heute dauerten zwei Suppen 50 Minuten! Sorry, so geht das gar nicht. Restaurant mit Bedienung heisst deshalb MIT BEDIENUNG, wiel man erwartet dort bedient und nicht ignoriert zu werden. Falls euch Personal zu teuer ist, dann macht lieber SB in eurer Hütte, in keinem SB habe ich bisher eine Stunde vergeudet um eine Suppe zu essen :evil: . Um Missverständissen vorzubeugen: auch mir ist ein Restaurant mit schneller und freundlicher Bedienung lieber als ein SB, aber SB ist mit lieber als unendlich langsame Bedienung á lá Bergrettungshütte Matrei heute oder Heiligenblut vorgestern. Von mir ein klares :abgelehnt: .

Halb vier und wir sind auf dem Rückweg nach Kals:
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Die ostseitige rote 14 ist im Nachmittag natürlich schon schattig, die Sicht war aber deutlich besser als es am Foto aussehen mag, auch der Schnee war hier noch OK:
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von miki »

Hochstein, 1. 1. 2018

Den ersten Tag des neuen Jahres haben wir am lienzer Hausberg Hochstein verbracht. Die Entscheidung ein nahegelegenes Skigebiet mit Waldpisten aufzusuchen war heute denkbar leicht, das Wetter war am Morgen grau in grau mit leichtem Schneeregen. Ohne grosse Erwartungen sind wir die 7 km von unserer FeWo zur Talstation am Ortsrand von Lienz gefahren, los war erwartungsgemäss absolut nichts.

Pistenplan: https://winter.intermaps.com/lienz_zettersfeld?lang=

An der Bergstation der Kombibahn gab es dichten Schneefall ... :
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Die erste Stunde sind wir nur mit der Kombibahn (natürlich mit den Kabinen) gefahren, an der Weltcupstrecke gab es perfekte Bedingungen (nein, kein Witz), der Schnee der vermutlich mal weltcup - tauglich vereist war, wurde durch den Regen angenehm weich:
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Die rechts - aussenrum Piste war auch offen, noch weniger befahren, aber der Schnee war irgendwie nasser und pappiger als auf der steileren Weltcupabfahrt, einmal war genug. Eine neue TF10 gibt es auch am Hochstein:
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Nach ca. einer Stunde wurde dann der Schnee/ Schneeregen stärker und durch den nassen Neuschnee auch die Weltcupstrecke pappig, deshalb haben wir (= Jojo, Tomi und ich) uns auf die 2. Sektion gewagt, hier wurde es richtig winterlich:
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Und am SL in der 3. Sektion gab es sowieso tiefsten Winter, dichten Schneefall und etwa 25 cm Neuschnee:
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Wer meine Berichte liest, dem wird bestimmt aufgefallen sein dass ich eigentlich kein Fan von Neuschnee bin, der macht nur die Pisten kaputt. Eigentlich. Es gibt aber auch Ausnahmesituationen, und heute war eine davon. Der Altschnee war perfekt gewalzt, oben Neuschnee und es war nichts los, also keine Konkurrenz die
uns den Powder hätte zerstören und zu Buckel zusammenfahren können. Vor allem die Gams - Abfahrt war genial, ausser uns 3 keiner unterwegs, die mussten wir gleich mehrmals hintereinender fahren:
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Die breitere Hochalm - Piste war etwas mehr befahren ( in Klartext: ausser uns 3 waren da noch 1 oder 2 andere unterwegs :biggrin: ), auch hier noch genug Neuschnee, cool:
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Die schwarze 3, ein wenig mehr zerfahren, aber immer noch sehr nett zu fahren:
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Wie fast immer zum Anfang der Saison ist die 3 nur bis zur Abzweigung der roten 8 offen, weiter unten war sie noch gesperrt und etliche Kanonen aufgestellt. Jojo und ich mussten sie natürlich testen, oben war sie schnon grundpräpariert und ganz gut zu fahren, mit jedem Meter Richtung Tal gibt es weniger Schnee und vor allem war dieser immer feuchter und pappiger. Obwohl da und dort ein wenig Gras zu sehen war, war auf diesen geplegten Weisen Materialscheden kaum zu befürchten:
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Um halb zwei wollte ich eigentlich Schluss machen, aber zu diesem Zeitpunkt hörte der (Schnee)regen im Tal auf und die vorher pappige Piste wurde irgendwie wieder besser, also schnell noch ein paar Fahrten an der 1. Sektion. Diesmal mit den Sesseln. Und bei dieser Gelegenheit muss ich die freundlichen Seilbahner loben: immer wenn Leute an den Sesseln angestanden sind (es waren längst nicht alle Sessel besetzt), wurde der Sessel wurde von 2 Liftangestellten mit grossen Tüchern abgewischt und so gut es ging abgetrockent. Vorbildhaft!
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von christopher91 »

Danke für die Berichte, sieht doch echt gut aus :)
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Schwoab
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von Schwoab »

Hallo Miki,

wie immer sehr schön zu lesen, bin schon auf den Bericht aus Heiligenblut und auf die Rückreise am 2.1 gespannt. Gibt es eigentlich News, ob in Kals die geplante kuppelbare Sesselbahn anstatt der fixen Vierersessellifte gebaut werden soll?

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Jojo
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von Jojo »

Schwoab hat geschrieben: 03.01.2018 - 09:56 wie immer sehr schön zu lesen, bin schon auf den Bericht aus Heiligenblut und auf die Rückreise am 2.1 gespannt.
Ich auch! :D
Schwoab hat geschrieben: 03.01.2018 - 09:56Gibt es eigentlich News, ob in Kals die geplante kuppelbare Sesselbahn anstatt der fixen Vierersessellifte gebaut werden soll?
Um es mal vorweg zu nehmen, weil ich mit miki darüber gesprochen habe:
Für nächstes Jahr seien wohl die 6er Sesselbahn in Kals (wie ich es allerdings verstehe als zusätzlicher Lift und nicht als Ersatz der "Figolbahn"), ein neuer Speicherteich und die Talabfahrt in Matrei geplant - was wirklich kommt werden wir sehen - verbessere mich miki, wenn ich etwas falsch verstanden habe :lol:.
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miki
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von miki »

@Kals - News: auch ich habe es so in Erinnerung wie es Jojo geschreiben hat, ich weiss aber auch nur so viel wie es hier im Forum stand. Aktuelle Infos 'vor Ort' habe ich keine.

Dafür habe ich ein wenig in Lienz nachgefragt, wie es mit der Zukunft des Hochsteins weitergehen soll (es ist ja fast jedes Jahr irgendwo zu lesen dass der Winterbetrieb der 2. und 3. Sektion eingestellt werden soll). Klug bin ich aber auch hier nicht geworden. Ein freundlicher Liftler, mit dem ich in der Kabine der 1. Sektion hochgefahren bin, hat mit geantwortet: 'wir wissen es selbst nicht'. Und unser Gastgeber, der fast 20 Jahre lang Skilehrer in den lienzer Skigebieten war, wusste es auch nicht. Es gibt/gab durchaus Projekte für den Hochstein, aber alleine mit dem Ersatz der 2. Sektion wäre laut ihm das Problem noch nicht gelöst. Man brauche dringend eine leichtere Piste an der 2. Sektion, momentan gibt es hier nur eine schwarze (na ja, könnte IMO auch als dunkelrot durchgehen) Abfahrt war den Berg für schwächere Wintersportler unattraktiv macht. Also als Minimum neue 2. Sektion + leichte 'rundherum' Piste mit Beschneiung, im Gespräch ist / war auch eine ganz neue Trassenführung als EUB von der Talstation der 2. bis zur Bergstation der 3. Sektion. Und je grösser man plant desto teurer wird das Projekt und dann heisst es wieder dass es nicht zu finanzieren sei. Klassischer Teufelskreis.

Nun aber zum 2. 1. 2018, auf den Hochstein und aufs Zettersfeld

Da es unser Abreisetag war und noch gut dreieinhalb Stunden Autofahrt vor uns standen, war klar dass wir an diesem Tag entweder in Lienz oder entlang des Heimweges irgendwo im nahen Oberkärnten skifahren werden. Goldeck hat mich ein wenig gereizt, dort ist seit 3 (?) Jahren wieder die Talabfahrt offen. Andererseits ist Goldeck auch als Tagestrip machbar, also doch Lienz. Hochstein oder Zettersfeld? Hochstein har definitiv die interessanteren Pisten, ist aber nur am Vormittag tlw. sonnig, Zettersfeld bis Betriebsschluss voll in der Sonne. Ich habe es letztendlich dem Wetter überlassen: falls es am Morgen wolkig sein soll, gehen wir auf den Hochstein (bessere Sicht wegen Waldpisten), bei Sonnenschein wird es Zettersfeld.

Nun, es war in der Früh wirklich noch wokig, Zettersfeld tlw. auch im Nebel, also den zweiten Tag hintereinander auf den Hochstein. Pistenplan:
https://winter.intermaps.com/lienz_zettersfeld?lang=

Die Weltcupstrecke war wegen Training gesperrt, und ein Einheimischer hat das Motto 'mit dem Auto auf die Piste' wohl etwas zu buchstäblich genommen 8O :
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Nach dem Neuschnee vom Vortag haben wir perfekte Pistenteppiche vorgefunden, in der 3. Sektion pulvrig:
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... an der 2. Sektion wo der Schnee feuchter gefallen ist perfekt griffig:
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... unten hart, aber nicht eisig:
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SO, meine lieben Matreier, macht man Kreuzungen Piste - Strasse: keine Räumung bis zum blanken Asphalt, kein Schotter, aber irgendwie kommen doch alle mit ihren Autos hinauf ... :
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Bereits bei der 2. Bergfahrt, hier über der gesperrten Weltcupstrecke, wurde der Himmel von NW her blau:
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Am SL Hochstein 3 gab es sogar minimale Wartezeiten, am Hochstein ist jede Wartezeit Seltenheit:
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Ohne Kommentar :P :
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Nachdem wir viermal hintereinender die geniale 1300 HM Abfahrt gemacht haben, wechselten wir zu Mittag zum Zettersfeld. Wechsel um diese Zeit ist wegen der Parkplatzsituation empfehlenswert, viele Einheimische (oft Senioren oder Familien mit kleinen Kindern) beenden um die Zeit bereits den Skitag und man kann relativ leicht einen guten Parkplatz nahe der Talstation bekommen.

Am Zettersfeld sind alle Pisten und Routen offen, auch solche die schon seit Jahren zu Neujahr nicht mehr befahrbar waren. Deshalb haben wir uns auf diese konzentriert und die 'Standadrdabfahrten', also solche die auch in schlechten Jahren beschneit und offen sind, ein weinig bei Seite gelassen.

Auffahrt mit der 6KSB Faschingalm, neben der blauen 1 die quasi 'immer' offen ist sind heuer auch die 2 und 2a offen:
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Ebenfalls offen und sehr gut sind die 8 und 8a. Alle genannten Pisten haben Beschneiung, aber in sehr schlechten Wintern werden sie oft trotzdem nicht beschneit:
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Abfahrt 2 (Osthang), keinesfalls schwarz wie im Plan eingezeichnet, perfekte Natur/Kunstschneemischung:
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Piste 3 (Mittelhang), noch eine Piste mit Beschneiung die in schlechten Wintern oft gar nich beschneit wird. Heuer ist sie offen, Schnee gibt es genug, war aber nicht ideal (hart - knollig):
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Pano von der 4KSB - Bergstation:
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SL Schberköpfl mit den breiten unbeschneiten Pisten 5 und 6, fast schon Gletscherfeeling:
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'Skiroute' 13 ist in Wirklichkeit eine breite, wenig modellierte und unbeschneite Piste, oben perfekt:
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... unten etwas knollig und tlw. hart. Bei dem aktuellen Wetter haben, wie wir in diesem Urlaub mehr als einmal bemerken konnten, auch Naturschneepisten manchmal den Schnee den man normalerweise mit beschneiten Pisten verbindet (also Eisplatten und / oder harte Knollen). Kein Wunder wenn man sich ansieht wie stark die Temperaturen und SFG im laufe von 2 oder 3 Tagen pendeln:
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Zum Abschluss noch ein klassisches Foto aus der 4KSB Steinermandl:
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Noch ein Pano von der Bergstation:
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Es ist kurz nach 15 Uhr, Zeit um den Skitag zu beenden und ins Tal zu fahren:
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Fazit: wettermässig einer der schlechtesten, schneetechnisch einer der besten Osttirol - Weihnachtsurlaube der letzten Jahre. Ja, ich weiss, man kann im Leben nicht alles haben. Aber die Saison ist noch lang, Schnee gibt es viel und irgendwann muss sich das Wetter auch beruhigen. Wir kommen ganz bestimmt bald wieder in das schöne Osttirol, vielleicht schon Ende Januar oder Anfang Februar, mal sehen.
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Re: Osttirol, 26. 12. 2017 - 2. 1. 2018

Beitrag von Jojo »

Interessant mal die Pisten am Hochstein frisch präpariert und bei schönem Wetter zu sehen - sieht noch sympathischer aus. Ich war am 03.01. erst am Zettersfeld und dann am Hochstein - da hatte es wieder etwas Neuschnee und Wolken - allerdings ein Tick zerfahrener als an Neujahr (waren halt auch 7 Skifahrer mehr dort ;) ).
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
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