Etwas mit Verspätung möchte ich meine Urlaub vor Weihnachten nicht vorenthalten. Besser spät als nie
Relativ spontan entschieden wir uns dieses Jahr die Saison am Arlberg zu starten. Für uns das erste mal.
Auch wenn das Wetter kurz vor der Anreise für die komplette Woche auf schlechte Sicht und Schneefall stand, kam es doch deutlich anders. In Summe hatten wir 4 Sonnentage und 3 Tage Schneefall. Rückblickend vllt. eine der besseren Wochen in den letzten 2 Monaten
Was uns sofort positiv auffiel sind die kaum vorhandenen Schneekanonen in Lech. Endlich wieder auf Naturschnee fahren. Das gibt es ja sonst kaum noch. Schneequalität war wirklich super. Sowas findet man sonst meist nur noch am Gletscher und selbst dort wird's seltener. Von den 7 Skitagen waren wir 6 im Bereich Lech/Zürs und einen in St. Anton. Dort hatte es wiederum deutlich mehr von den Dingern. Entsprechend schlechter war die Schneequalität und entsprechend wenig waren wir drüben. Vllt. waren wir aber auch einfach nur in den falschen Ecken. Das Ganze ermöglicht ja wie es aussieht die neuen Flexenbahn.
Neben dem Wetter was doch gut mitgespielt hat war es auch sehr leer. Im Dorf war recht wenig los, was uns sehr entgegen kam. Dieses Massentourismusskifahren in den Ferien und zur Hauptsaison ist ja wirklich zum abgewöhnen. Warum die Leute das machen ist mir unerklärlich. Man zahlt mehr, erwischt im Schnitt schlechtere Unterkünfte, ist gestresst und genervt, hat lange Wartezeiten an den Liften, darf mittags um einen Tisch kämpfen und den Großteils des auf überfüllten Pisten aufpassen dass einem keiner reinfährt......
Naja nun ein paar Bilder. Für vor Weihnachten mit beachtlichen Schneemengen:

Madloch. Einfach geil eingeschneit und ein cooler Lift



Die Abfahrt Rinderhütte hatte speziell wie hier spät nachmittags oder abends als letzte Abfahrt eine tolle Stimmung



Steinmäder. Grandio selbst gegen Spätnachmittag



Definitiv eine unserer Lieblingsabfahrten. Muggengrat. Generell ist der Bereich Zürsseebahn, Muggengrad und Madloch unheimlich schön gelegen. Keine direkten Verbindungspisten und dadurch auch weniger frequentiert. Zumindest zu dieser Zeit.




Für uns war die neue Flexenbahn nett um in den Bereich Stuben Albonagrat zu kommen. Einen Tag haben wir das für St. Anton genutzt. Hat und sort aber nicht so gut gefallen. Vllt. lag es auch am durchwachsenen Wetter.

Das Albona Bergrestaurant war grandios. Draußen waren gerade mal zwei Bänke aufgebaut. Einfach weil keiner da war. Es war dort super schön, abgelegen, sonnig und leer. So geht Urlaub!!

Blick Richtung Flexenpass


Was da die Berufsgenossenschaft zu Sagen würde


Da wir direkt unten neben der Schloßkopfbahn gewohnt haben gings meist morgens mit dieser hoch. Ist irgendwie schön in diesem Retrolift durch Oberlech zu fahren.


Ansonsten immer wieder grandioses Panorama.









Die Lichtstimmung war morgens an unserem letzten Skitag phänomenal.

Auch Muggengrad wieder in TOP Zustand und Wolkenmeer im Tal

Die leben da aber auch nicht ungefährlich wenn die Bretter dort doch mal ganz abrutschen

Und da es uns dort so gut gefallen hat sind wir am letzten Skitag wieder mit der Albonagratbahn hoch und haben dort ein paar Abfahrten genossen und mittags mit einem Bier mal Sonne getankt. In Deutschland hatten wir die Sonne zu dem Zeitpunkt bereits seit 1,5 Monaten nicht mehr gesehen. Mitlerweile waren am 23.12. sogar die Tische und Bänke aufgebaut und es waren auch ein paar Gäste dort. Bei unserer Abfahrt aus dem Ort Lech gegen 17 Uhr war es dort dann plötzlich auch super voll. Das komplette Gegenteil der Tage zuvor. Für uns der beste Zeitpunkt abzufahren.


Sonnenuntergang in Lech. Auch wenn dieses Foto nicht vom letzten Tag war. passt es dennoch gut zum Ende eines grandiosen Skiurlaubs in einem tollen Gebiet.
Fazit:
Wir hatten super Tage, glück mit dem Wetter, viel Schnee und leeren Pisten. Besser kann es kaum laufen. Das Gebiet hat unserer Truppe super gefallen. Insbesondere die vielen Naturschneepisten in Lech sind ein Genuss und ein Grund dieses Gebiet wieder anzusteuern. Auch wenn man hier sicherlich etwas mehr zahlt als im Rest von Tirol. Ich hoffe Lech verbaut in Zukunft nicht auch wie der Rest alles zu einem Vergnügungspark.