Anfahrt: Am 9.2. Ettlingen - A8 - Ulm - A7 - Füssen - Fernpass - Telfs/Inntal in ca. 4:20 h. Am 10.2. Telfs - Innsbruck - Brenner - Brixen - Wolkenstein in ca. 2:15 h mit halbem Skitag im Gebiet Brixen/Plose.
Wetter: Von 7 Tagen 1 Tag Schneefall, 4 Tage heiter bis wolkig, 2 Tage wolkenlos. Mit Nachtfrost bis -15°C und deutlichem Dauerfrost am Tag für die Dolomiten ungewöhnlich kalt, gegen Ende der Skiwoche wärmer bis +2°C tagsüber.
Schnee: ca. 60-100 cm Altschnee, Pisten i.d.R. gut befahrbar
Anlagen in Betrieb: Alle
Wartezeiten: Zu Stoßzeiten an Zubringeranlagen ~5 min, sonst allgemein 0-2 min. Sella Ronda teils sehr voll mit einzelnen Wartezeiten bis 10 min.
Gefallen: Für Dolomitenverhältnisse sehr gute Schneelage, gutes Wetter, Ausflüge in bislang noch nicht besuchte Skigebietsteile, Skiabfahrt Raschötz geöffnet.
Nicht gefallen: Mäßiges skifahrerisches Gesamtniveau der Gäste, einzelne Skigebietsbereiche einfach zu voll, Bergrestaurants oft überfüllt, Wartezeit auf Skibus Lagazuoi in Armentarola 45 min, nach wie vor fehlende Talabfahrten Monte Pana und Seiseralm.
Bewertung: Trotz genannter Mängel 6 von 6 Punkten - einfach ein schöner Skiurlaub
Wie schon 2016 und 2017 verbrachte Familie Harzwinter die Faschingsferien in Wolkenstein in Gröden in den Dolomiten. Am Anreise-Samstag nahmen wir das Skigebiet Brixen/Plose mit und freuten uns schon dort über ungewöhnlich gute Schneebedingungen und gutes Wetter in den Dolomiten. Da am Sonntag die Skischule von Harzwinter Junior spät startete und wir beide erkältungsbedingt angeschlagen waren, verbrachten Frau Harzwinter und ich den verkürzten Skitag im übersichtlichen Edelweiss-Skigebiet im benachbarten Alta Badia. Schon hier fiel uns der üppiger als in den letzten Jahren gestaltete Funpark auf, was sich später in anderen Skigebietsteilen bestätigen sollte - der viele Naturschnee machte es diesmal möglich.
Der Montag war der einzige Schneetag der Woche - Grödner Schneetage verbringen wir auf den Waldabfahrten zwischen Piz Sella und dem Monte Pana über St. Christina. Das Hauptskigebiet des Alta Badia befuhren wir am Dienstag diesmal bis zur Außengrenze in Pedraces mit dem Teilskigebiet am Heiligkreuzkofel - eine schöne Ecke, nur bleibt vor Ort leider nicht viel Zeit, wenn man bis Skischulschluss um 15:30 Uhr wieder in Wolkenstein sein muss. Am Mittwoch machten wir bei Prachtwetter eine Sella Ronda (die orangefarbene im Uhrzeigersinn) mit Abstechern ins Vallon über dem Campolongopass und in die Porta Vescovo über Arabba mit ihren tollen schwarzen Abfahrten.
Nachdem Harzwinter Juniors Skischule mit dem Mittwoch beendet war, nutzten wir das am Donnerstag zunächst für einen gemeinsamen Familienskitag auf seinen Grödner Lieblingsabfahrten an Dantercepies und Ciampinoi/Saslong mit Mittagseinkehr im Reiterhof Cianel über St. Christina und dem nachmittäglichen Abschluss auf der Friedrich-August-Hütte nahe dem Sellajoch. Der Skitag war schön, aber in diesem Bereich macht sich das niedrige skifahrerische Gesamtniveau der Grödner Skigäste (bzw. der große Anteil schlechter oder langsamer Fahrer) am stärksten bemerkbar. An diesem Tag fuhren wir auch erstmals mit der neuen Piz Seteur-Bahn in Plan de Gralba. Was soll ich sagen ... ja, sie erfüllt im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin ihre Aufgabe als Massenbagger gut. Ansonsten habe ich selten eine von der Gesamtgestaltung her derart missratene Bahn gesehen. Die Talstation - einfach nur stillos hässlich, erinnert an einen Höhleneingang. Drinnen ist es zu dunkel. Die Kabinen - toll bequem für 10 Personen, ansonsten mit optisch falschen Proportionen wie der Erstentwurf eines Designpraktikanten. Die Verweildauer der Kabinen in der Station erscheint arg lang. Die neue Trassierung macht für mich so keinen Sinn, getoppt nur von der gleichermaßen hässlichen wie gänzlich überflüssigen Mittelstation mit erneut langer Aufenthaltsdauer der Kabinen. Niemand steigt hier ein oder aus. Hinter der Mittelstation macht die Bahn bis zur Bergstation noch ganze ca. 400 m Strecke ... was soll das? Setzen, sechs. Würde die alte 4KSB noch stehen, ich würde sie bevorzugen.
Am Freitag unternahmen wir dann einen langen Ausflug von Wolkenstein durchs Hauptskigebiet des Alta Badia nach Armentarola und weiter per Bus zum Falzaregopass und von dort per Pendelbahn auf den Lagazuoi über Cortina. Wunderbar in Erinnerung bleiben die schon 2017 befahrene, leichte, aber landschaftlich tolle Abfahrt von Pralongia über Saraghes nach Armentarola, natürlich der Lagazuoi selbst mit umfassendem Dolomiten-Prachtpanorama und seiner langen Skiabfahrt und nicht zuletzt der "Horse Lift": Pferdegespanne ziehen die Skifahrer vom Ende der Lagazuoi-Abfahrt über ein ca. 1,5 km langes Flachstück zurück nach Armentarola. Nervig in Erinnerung bleiben die 45 Minuten Wartezeit auf den Skibus von Armentarola auf den Falzaregopass. Mehr Busse oder Kleinbustaxis wären hier hilfreich. Aber wahrscheinlich würde das den Stau nur an die Pendelbahn vom Falzaregopass auf den Lagazuoi verlagern.
Den Abreisesamstag verbringen wir gern in einem der vorderen Grödner Teilskigebiete, diesmal am Col Raiser. In diesem Rahmen ließen wir uns natürlich auch die 10 km lange Abfahrt La Longia nach St. Ulrich nicht entgehen. Da wegen der guten Schneelage für uns erstmals die Skiabfahrt von der Raschötz möglich war, bevorzugten wir für den ersten Teil der Rückfahrt von St. Ulrich zur Seceda die Raschötz-Standseilbahn gegenüber der Tal-EUB. Nun, die Skiabfahrt von der Raschötz zur Talstation der PB Seceda ist eine typische, schmale 1950er Jahre-Waldabfahrt (mit Zwischenaufstieg!) - ganz nett, aber wer sie nicht gefahren ist, hat auch nichts verpasst. Alleinstellungsmerkmal: Diese Abfahrt ist LEER. Mittag gab es auf der Trojerhütte, unserer Lieblingshütte im Col Raiser-Gebiet, wo wir sogar schon im Sommer waren.
Um 14:30 Uhr machten wir uns von St. Christina auf den Heimweg nach Ettlingen. Wir verloren nur am Fernpass eine halbe Stunde und waren trotz der Auswirkungen des Schneetiefs Sabine auf die Verkehrslage dank guter Stauumfahrungsfunktion unseres Navigationssystems nach 6:45 Stunden reiner Fahrzeit wieder daheim. Angesichts der winterlichen Straßenverhältnisse im Allgäu und auf der Schwäbischen Alb hatte ich mit weit mehr Verzögerung gerechnet. Bekannte aus unserer Gegend brauchten für die Heimfahrt von Serfaus am selben Tag mehr als zehn Stunden - allein zwei davon standen sie im Stau auf der A8 zwischen Ulm und dem Albabstieg.
Die Seiseralm haben wir an Fasching 2018 zu Gunsten der anderen beschriebenen Ausflüge diesmal erstmals nicht besucht. Für mich ausschlaggebend war dabei, dass mit den Arbeiten der ursprünglich für die Saison 2017/18 angekündigten Reaktivierung der Talabfahrt nach St. Ulrich bislang nicht begonnen wurde. Und skifahrerisch hat die Seiseralm eher Mittelgebirgscharakter; hier ist mehr Landschaftsgenuss angesagt. Sicherlich wären die alten Talabfahrts-Trassen vom Mont Seuc nach St. Ulrich dank der guten Schneelage an Fasching 2018 befahrbar gewesen. Doch während unseres Aufenthalts war ihre Identifikation mittels Google Earth leider nicht möglich, weil ausgerechnet die Bergflanke zwischen Mont Seuc und St. Ulrich auf Google Earth in einem tiefdunklen Schlagschatten verschwand, der die Schneisen an diesem Hang ausschwärzte.
Abschließen möchte ich den Urlaubsbericht mit einer Frage, die der Gestaltung unseres Gröden-Urlaubs 2019 dienen soll: Ist es in der Faschingswoche gut machbar, zwischen 9 und 17 Uhr von Wolkenstein auf Ski über Arabba, den Passo Padon und Malga Ciapela auf die Marmolada und wieder zurück zu fahren? Da wir das noch nicht versucht haben, können wir den Zeitbedarf eines Marmolada-Abstechers ab Arabba schlecht einschätzen. Gibt es an Fasching lange Wartezeiten an den drei Seilbahnsektionen auf die Marmolada? Und wie kommt man am schnellsten von Wolkenstein um die halbe Sella herum nach Arabba und wieder zurück - einfach der geringsten Zahl zu benutzender Bahnen, d.h. der Sella Ronda im Uhrzeigersinn folgend?
123 zu viele Fotos ... die den Leser / die Leserin auf eine harte Probe stellen. Aber vielleicht sind sind sie für ein paar Interessierte ja hilfreich:
Unser Urlaubssonntag als erster Tag des 2018er Gröden-Skiurlaubs ... und Prachtwetter wie am Anreisesamstag. Nach dem Skischulstart von Harzwinter Junior geht es für uns Eltern mit der Wolkensteiner Dantercepies-Bahn hinauf ...
... und hinterm Grödnerjoch hinunter nach Colfosco, das die Ladiner Calfosch nennen. Wegen der bunten Gondeln vor den Sellawänden mag ich diese Abfahrt gern.
Ziel des etwas verkürzten Skisonntages ist das Edelweiss-Skigebiet in Colfosco, erreichbar über diese EUB. Jedes Jahr wieder registriere ich stirnrunzelnd im Februar oder März den bescheuerten aufgeblasenen Weihnachtsmann auf dem Dach des Kassengebäudes.
Rifugio Col Pradat im Edelweiss-Skigebiet von Colfosco mit der Bergstationseinfahrt der gleichnamigen EUB. Hier haben wir die Mittagspause verbracht.
Panorama von der Terrasse des Rifugio Col Pradat in Richtung Sella.
Schön steile schwarze Abfahrt am Col Pradat im Skigebiet Edelweiss.
Blick von der Bergstation 4KSB Forcelles im Skigebiet Edelweiss zur Sella. Wunderbar viel Schnee hier an Fasching 2018.
Abfahrt und 4KSB Forcelles im Skigebiet Edelweiss.
4KSB Forcelles im Skigebiet Edelweiss. Noch nie habe ich diese Stadel mit so einer schönen Schneemütze gesehen.
Skilift Edelweiss im gleichnamigen Skigebiet von Colfosco. Bedient u.a. einen Funpark.
Blick ins Mittagstal / Val Mesdi in der Sella. Wegen des Aufstiegs in der Sella ab Bergstation Pordoiseilbahn haben wir die Idee einer Tourenabfahrt durch das Tal schnell wieder verworfen - wir haben kein Tourenskiequipment.
Zoom von der Bergstation Forcelles in den Schlusscanyon des Mittagstals / Val Mesdi in der Sella, das an Fasching 2018 für Tourengeher ab Pordoiseilbahn gut erreichbar und befahrbar war. Wer genau hinschaut, findet oberhalb der Bildmitte die beiden Skifahrer in der Buckelstrecke. In den letzten Jahren war dieser Schlusscanyon meistens sehr schneearm.
Rückweg aus dem Skigebiet Edelweiss in Richtung Wolkenstein mit der EUB Plans von Colfosco. An der Bergstation steht ...
... - gegenüber der Sella - Jimmy's Hütte in Sonnen- und Panorama-Bestlage.
Abfahrt von Jimmys Hütte in Richtung Grödnerjoch.
Schon wieder zurück auf der Wolkensteiner Seite. Hier unsere Lieblingsabfahrt im Gebiet, die schwarze Cir ab Bergstation Dantercepies mit Tal-, Dolomiten- und Alpenhauptkette-Blick.
Noch eine Bergfahrt von Wolkenstein nach Dantercepies nach Harzwinter Juniors Skikurs.
Blick von der Bergstation Dantercepies zur Seiseralm und zum Schlern. Im Schatten die Abfahrt vom Ciampinoi.
In die meisten Ortsteile von Wolkenstein kann man über diese innerörtlichen Skiwege abfahren, so auch bis 300 m vor unserer Ferienwohnung, was den Skibus zurück erspart.
Nachmittagskaffee auf dem Balkon unserer Ferienwohnung in Wolkenstein. Mitte Februar gibt's bei uns Sonne bis 17:15 Uhr, während der Ortskern längst im Schatten liegt.
Dolomiten-Alpenglühen zwischen Puez und Cirspitze über Wolkenstein.
Rosenmontag 2018, unser Schneetag des Urlaubs in Wolkenstein. 5-10 cm Neuschnee. Da ist Waldskifahren angesagt.
Hinauf auf den Ciampinoi und die schwarze Saslong hinunter.
EUB Saslong in St. Christina.
Querung vom Ciampinoi zum Piz Sella. Im Hintergrund schemenhaft der Langkofel.
Nächste Querung vom Piz Sella über die flache, aber schöne Abfahrt Tramans zum Skigebiet Monte Pana von St. Christina, unserem jährlichen Grödner Schlechtwetterziel.
Berghotel und Kapelle auf Monte Pana über St. Christina. Man kann trotz bestehender Zubringer-Sesselbahn mit dem Auto hier hochfahren (??), aber es gibt immer noch keine neue Talabfahrt (???) vom Monte Pana. Das ist schlicht und einfach schlecht, liebe Grödner.
Also hangeln wir uns über eine lange Verbindungsabfahrt vom Monte Pana zurück zum Ciampinoi mit seiner schwarzen Abfahrt.
Am Morgen des Faschingsdienstags 2018 ist in Wolkenstein die Sonne zurück. Skilift Biancaneve auf der Skiwiese.
Nach der EUB-Bergfahrt nach Dantercepies sind wir schnell am Grödnerjoch. Diesmal soll es über das Hauptskigebiet des Alta Badia bis zum weitesten Punkt Richtung Talausgang gehen, also nach Pedraces zum Heiligkreuzkofel.
Unterwegs beobachten wir aus der EUB Borest interessantes touristisches Formationsfahren, hier unterhalb an der 4KSB Sodlisia, dem schwächsten Glied der Beförderungskette Colfosco-Grödnerjoch.
SCHL Capanna Nera in Corvara. Was freue ich mich hier in mitten des planierten und hocherschlossenen Skigebiets über alte Skilifte ...
Der Fortsetzungs-Schlepper Pralongia hat auch noch eine Kurve ... wunderbar, wie 1975.
Wegen der bescheuerten Erschließung des Hauptskigebiets Alta Badia fahren wir bloß auf der anderen Seite eines kleinen Grabens die gewonnene meiste Strecke wieder zurück zum Hotel Arlara, wo die moderneren Sesselbahnen in Richtung Hauptskigebiet des Alta Badia starten.
Sesselbahnkette hinauf zum Piz La Ila, von wo die steile Gran Risa-Abfahrt ins vordere Alta Badia startet.
Gran Risa-Weltcupabfahrt im Alta Badia von Piz la Ila hinter nach La Villa/La Ila. Sicherlich die anspruchsvollste Abfahrt im Teilgebiet.
Von La Villa geht es nach Benutzung einer Traversier-KSB mit der KSB Gardenaccia weiter in Richtung des Tagesziels Heiligkreuzkofel. Man beachte die Jungs unten links im Foto, die eine Schanze über ein reichlich steiniges Bachbett mit Landefläche auf dem vorderen Bachufer schaufeln - Flugstrecke ca. 8 m.
Abfahrt Sponata weiter in Richtung Heiligkreuzkofel, der hinten schön zu sehen ist.
Nach der Abfahrt Sponata und Benutzung der ca. 1 km langen, höhenmeter- und pistenlosen reinen Zubringer-KSB Pradüc sitzen wir endlich in der alten, langen Leitner-Hauben-KSB Sektion 1 "Santa Croce" zum Heiligkreuzkofel. Skitour La Crusc heißt das Ganze übrigens auf Ladinisch.
Und wo es eine Sektion 1 gibt, gibt es natürlich auch eine Sektion 2. Die ist fixgeklemmt und heißt ... La Crusc.
Oben steht unter den steilen Dolomitenwänden des Heiligkreuzkofels ...
... diese Wallfahrtskirche. Die vielen Skifahrer, die die paar Höhenmeter von der Bergstation zu Fuß hinauflaufen, sind aber mehr am zugehörigen Gasthaus interessiert.
Die einzige Abfahrt vom Heiligkreuzkofel mit Blick auf die Gardenacciawände ...
... ist allerdings wirklich ein Schmuckstück - gern hätten wir sie wiederholt, mussten uns aber schon wieder auf den Rückweg nach Wolkenstein machen.
Rückweg vom Piz La Ila durch das Gebuckel des Alta Badia-Hauptskigebiets rund um Col Alto und Pralongia. Während wir im Alta Badia den ganzen Tag Sonne hatten, sahen wir unter den düsteren Wolken am Sella- und Pordoijoch sogar Schneeschauer.
Rückfahrt nach Corvara gegen den Sassongher.
Auf dem Rückweg nach Wolkenstein schaut man nach Benutzung der EUB Borest und der KSB Sodlisia beim Wechsel zur EUB Plans direkt ins Mittagstal in der Sella hinein. Die weitere fotografische Dokumentation der Rückfahrt übers Grödnerjoch nach Wolkenstein erspare ich dem Leser hier - die Bilder sind in diesem Bericht an anderer Stelle z.T. mehrfach vorhanden.
Abschluss des Skitages auf der Wolkensteiner Skiwiese.
Am Aschermittwochmorgen sind wir bei Bestwetter schon wieder am Grödnerjoch unterwegs, und zwar als Teil der Sella Ronda im Uhrzeigersinn.
Nach der langen Abfahrt vom Grödnerjoch nach Colfosco und Fahrt mit der EUB Borest nach Corvara geht es mit der EUB Boè hinauf in die Sellagruppe. Links der Sassongher, rechts der Heiligkreuzkofel, das Ziel des Vortages.
Wenn wir schon mal hier sind, nehmen wir natürlich auch die schöne Abfahrt der Sesselbahn Vallon mit ihrem tollen Dolomitenpanorama mit.
Interessante Warte-Raute (habe ich so noch nie gesehen) an der Spielverderber-KSB Bec de Roces auf dem Campolongopass. Nach Studium der Rautendynamik von erhöhter Position aus haben wir uns an der linken/oberen Spitze der Raute angestellt und waren in 7 Minuten durch. Im Vorjahr haben wir hier 20 Minuten gebraucht.
Vom Campolongopass geht es hinunter nach Arabba. Irgendwie mag ich den Ort gern, aber wegen seiner recht tief eingeschnittenen Lage wird er im Winter wohl recht wenig Sonne abbekommen.
Mit der unglaublich schnellen Pendelbahn geht es von Arabba hinauf in die Porta Vescovo. Mittagseinkehr war für uns hier erstmals im großen SB-Bereich des Rifugio Luigi Gorza, weil wegen der Kälte alle kleinen Bergrestaurants meistens schon ab 11:30 Uhr voll waren - man konnte nicht draußen essen. Tipp: Besser vermeiden. Das SB-Restaurant ist schön, aber unser Essen (Nudelgerichte) taugte überhaupt nichts, und die Portionen waren zu klein. Im Vorjahr sind wir in der Pescoi-Hütte an der Mittelstation der EUB eingekehrt, das war viel besser.
Blick von der kältebedingt leeren Terrasse des Rifugio Luigi Gorza auf die Pendelbahnkabine und den Piz Boè der Sella.
Blick aus der Porta Vescovo zur Marmolada.
Zoom zur Bergstation der Pendelbahn auf der Marmolada.
Blick aus der Porta Vescovo zur Staumauer des Lago Fedaia und zum Fedaiakorblift, der m.W. noch nicht in Betrieb war. Der öffnet typischerweise erst Ende Februar oder so.
Zweimal nehmen wir die tollen schwarzen Abfahrten von der Porta Vescovo mit, bevor wir die Sella Ronda in Richtung Pordoijoch fortsetzen.
In der Saison 2017/18 gibt es eine nagelneue EUB zum Pordoijoch, die eine KSB ersetzt. Komisch - ich kann mich hier nicht an große Warteprobleme erinnern.
Auf der Fassatalseite des Pordoijochs führt die lange Abfahrt mit Langkofelblick hinunter zum Plan Frataces.
Wie bei den Rahmenbedingungen zum Bericht geschildert war es nicht wirklich warm ...
Kurz vorm Sellajoch am Rifugio Salei. Diese Langkofelseite erinnert an die Drei Zinnen.
Vom Sellajoch führt die leichte, aber schöne Schussabfahrt zurück zum Wolkensteiner Plan de Gralba. Von dort könnte man den langweiligen Ziehweg nach Downtown Wolkenstein nehmen. Das machen wir nicht mehr - unser Rückweg führt immer über Piz Sella und Ciampinoi, damit es skifahrerisch etwas zu tun gibt.
Pendelbahn Piz Sella mit Gruppo di Sella.
Schlusshang der schwarzen Ciampinoi-Abfahrt.
Und nach Harzwinter Juniors letztem Skischultag geht es noch einmal hinauf nach Dantercepies und auf die schöne schwarze Cir-Abfahrt ...
... mit ihrem steilen Zielhang.
Auf Dantercepies kehren wir auf einen Kakao im Rifugio Panorama ein ... und landen so endlich auch mal im gleichnamigen Schlepplift.
Spätnachmittags auf der roten Dantercepies-Abfahrt.
Am Donnerstag der Skiwoche möchte Harzwinter Junior mit uns seine Lieblingsabfahrten und -Funparks fahren. Also geht es hinauf auf den Ciampinoi, ...
... dann landen wir im Funpark an der Sesselbahn Sottsasslong, wo man über ein Schrottauto fahren kann.
Über die rote Saslong-Abfahrt kommen wir an der restaurierten Fischburg, dem Castel Gardena, vorbei. Das war mal ein völlig verfallenes Jagdschlösschen.
Nach dem Mittagessen fahren wir über den Ciampinoi nach Plan de Gralba. Erstmals benutzen wir dort die neue Piz Seteur-EUB, die eine völlig überlastete 4KSB ablöste. Ich freue mich, wenn neue Bahnen Wartezeiten abbauen, aber diese Bahn gefällt mir überhaupt nicht. Der Talstationseingang erinnert an eine Höhle (das Foto hier ist deutlich aufgehellt), ...
... die Kabinen sind unproportional gestaltet, die Mittelstation ist überflüssig, deplatziert und hässlich. Bah. Keine Ahnung, wer sowas geplant und - erst recht - wer das auf Kundenseite auch noch freigegeben und bezahlt hat.
Weiter geht's über die KSB Paradiso und durch die Steinerne Stadt ...
... zum Sellajoch, wo die Korbliftbahn in die Langkofelscharte Winterschlaf hält.
Zoom zur Bergstation der Langkofelschartenbahn mit der Toni-Demetz-Hütte.
Und nach einer Kakao-Einkehr in der Friedrich-August-Hütte am Sellajoch (mit tollem Fassatal-Blick) führt uns die leichte Abfahrt vom Sellajoch einmal mehr hinunter zum Plan de Gralba.
Der weitere Rückweg führt wie schon vorher über den Piz Sella ...
... mit seinem schönen Seiseralm- und Schlernblick ...
... auf den Ciampinoi mit seiner schwarzen Abfahrt nach Wolkenstein. Oben rechts hängt eine Wolke auf der Puezgruppe überm Teilskigebiet Col Raiser.
Ungewohnte Wolkenstein-Perspektive aus der Rückbringer-Sesselbahn Costabella.
Am Urlaubsfreitag steht eine laaange Tour auf dem Programm. Erstmals versuchen wir uns an der "Skitour Lagazuoi" im Alta Badia, für die man ab Armentarola mit dem Bus auf den Falzaregopass über Cortina fährt. Hier fahren wir (bei Bestwetter!) morgens mal wieder vom Grödnerjoch nach Colfosco ab.
In Corvara geht es nach Benutzung der 4SB Val d'Ega mit dem Schlepplift Capanna Nera weiter. Schön, dass es hier noch so etwas gibt.
Seine Fortsetzung, der Skilift Pralongia, hat - wie schon oben erwähnt - sogar eine Kurve!
Mit zwei Sesselbahnen geht es auf den Haupthügel des Skigebiets von Alta Badia, den Pralongia. Terrain und Abfahrten sind hier anspruchslos.
Vom Pralongia führt eine ebenfalls anspruchslose, aber landschaftlich wunderbare Abfahrt in Richtung San Ciascian und Armentarola.
DAS Fotomotiv im Hauptskigebiet Alta Badia an der Abfahrt nach San Ciascian / Armentarola: Heuhütten gegen die Faneswände. Jedes Mal meine ich hier, schief fotografiert zu haben, aber einerseits stehen die Hütten wirklich schief und andererseits ist die Schneebedeckung der Dächer unproportional.
Unten in Armentarola dann eine sehr lange, aber disziplinierte Warteschlange: 45 Minuten Wartezeit auf den Skibus zum Falzaregopass.
Im Bus zum Falzaregopass.
Talstation der Pendelbahn vom Falzaregopass auf den Lagazuoi. Nochmal 15 Minuten Wartezeit, aber sehr flüssiges Anstehverhalten und damit kein Problem.
Blick vom Falzaregopass zu den Cinque Torri, im Sommer eines der Top Kletterparadiese der Dolomiten.
Und natürlich steht auf dem Falzaregopass auch diese hübsche Kapelle, die es jahrzehntelang als Modellbausatz (von Faller?) für Modelleisenbahnen gab. Ich hatte die als Kind auch.
Pendelbahnfahrt auf den Lagazuoi.
Nur ein kleiner Panoramaausschnitt: Blick von Lagazuoi zurück zum Grödnerjoch oberhalb der Bildmitte ... fast schon erschreckend weit entfernt. Das müssen wir noch alles zurück.
Grödnerjoch im Zoom, davor im Tal Colfosco. Man erkennt sogar die Bergstation Dantercepies.
Rifugio Lagazuoi, unsere Mittagseinkehr.
Jugend forscht.
Das ist etwa das halbe Dolomitenpanorama vom Lagazuoi mit Tofana di Rozes, Sorapis, Antelao, Monte Pelmo und Civetta. Die Tonne rechts im Bild ist kein Biwak, sondern vollen Ernstes die Sauna des Rifugio Lagazuoi.
Blick von der Seilbahnplattform Lagazuoi zur Civetta.
Abfahrt vom Lagazuoi.
Horse Lift vom Ende der Lagazuoiabfahrt nach Armentarola.
In San Ciascian geht es nach Absolvieren der mächtigen Warteschlange der EUB Piz Sorega zurück ins Skigebiet Alta Badia.
Rückblick aus dem Skigebiet Alta Badia zum Lagazuoi. Auf dem hinteren, schattigen Bergrücken erkennt man das Rifugio.
Typische, flache Abfahrt im Skigebiet Alta Badia zurück nach Corvara. Blick auf Marmolada und Campolongopass.
Und schon wieder fast daheim kurz vorm Grödnerjoch an Jimmys Hütte. Die Nachmittagssonne steht überm Langkofel.
Am Abreise-Samstag fahren wir noch in St. Christina am Col Raiser Ski. Eigentlich ist schlechtes Wetter angekündigt, aber erfreulicherweise hat das Wetter den Wetterbericht nicht gelesen.
DSB Col mit ihrer steilen, schwarzen Abfahrt.
Die große Weite an der 4KSB Fermeda. Die Sella bekommt allmählich eine Wolkenmütze.
10-km-Abfahrt "La Longia" nach St. Ulrich. Die Jungs im Bild fuhren auf putzigen Eigenbau-Schemeln. PB Seceda, die wir später für den Rückweg benutzen werden.
Auslauf der Abfahrt "La Longia" in St. Ulrich. Die EUB nehmen wir für den Rückweg diesmal nicht, ...
... sondern tragen das Equipment ein paar Minuten durchs Dorf und nehmen die Standseilbahn auf die Raschötz, weil ausnahmsweise mal deren unbeschneite Skiabfahrt geöffnet ist.
Die Trasse der Raschötz-Standseilbahn quert die Rodelbahn, die leider nicht bis hinunter ins Tal gezogen ist, sondern einen Kilometer vor St. Ulrich an der Talabfahrt endet, welche man dann regelwidrig hinunterrodeln muss. Das ist dämlich. Dort ist genug Platz für Skiabfahrt UND Rodelbahn ... oder eine offizielle Parallelnutzung wie in der Schweiz.
Bergstation Raschötzbahn.
Start der Skiabfahrt Raschötz. Eine typische 1950er Jahre-Waldabfahrt - leer und schön, aber ohne Highlights.
Raschötz-Abfahrt bis zur Talstation der PB Seceda.
Mit der PB Seceda geht es zurück ins Col Raiser-Gebiet.
Mittagessen gibt's für uns am Col Raiser immer auf der Trojerhütte.
DSB Catores gegen Langkofel. Nachmittags beginnt es einzutrüben.
Hütten an der Talabfahrt Col Raiser gegen Langkofel.
An der Talabfahrt steht die verlassene Stationshütte des früheren Skilifts Juac, der die Skifahrer hinauf zur Juac-Hütte brachte und von dort bei guter Schneelage eine Südhang-Talabfahrt nach Wolkenstein erlaubte. In meinen Augen ein deutlicher Verlust fürs Skigebiet.
Schlussimpression unserer Skiwoche auf der Talabfahrt vom Col Raiser nach St. Christina.