Test Snowboardbrillen (incl. Updates)

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joemzl
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Test Snowboardbrillen (incl. Updates)

Beitrag von joemzl » 22.06.2016 - 12:17

Ich habe extra nicht "Skibrille" geschrieben, weil ich mit der Snowboardbrille ein größeres Sichtfeld verbinde.
Denn ich bin auf der Suche nach einer Brille mit möglichst großem Sichtfeld und wechselbaren Gläsern, um sowohl bei Sonnenschein, wie auch bei bedecktem Wetter eine gute Performance zu haben.

Auf dieser Seite sind ja auch 2 Themen, die sogenannte Schlechtwettergläser betreffen. Vielleicht kann ich hiermit ja etwas ergänzen. - Und für den ein oder anderen Skifahrer ist bestimmt auch was dabei.

Bei Durchführung meines Tests landet man automatisch bei den Premiummodellen der Hersteller.
Die wurden zwar hier und da auch durch andere schon getestet, aber seltsamerweise tragen sämtliche Tester Mützen.
Mit meinem Helm Größe M stellte sich heraus, dass manche Kopfbänder etwas knapp bemessen sind.
Das bedeutet, dass die Verstellschnalle dann hinten genau in der Mitte sitzt – da wo die Befestigungslasche des Helms für die Brille ist. Wenn ich die Schnalle deshalb verstellen muß, sitzt die Brille noch enger.
Manche Brillen drücken mir mehr oder weniger deutlich auf meine durchschnittlich große Nase
(wahrscheinlich wegen der knappen Länge des Brillenbands), sitzen ansonsten aber recht gut.
Alle getesteten Brillenbänder haben Silikonstreifen gegen das Verrutschen und sind fest mit dem Gestell, ohne Gelenk, verbunden. Ist das Brillenband kaputt, ist damit auch die Brille hinüber.
Alle Brillenrahmen sind mit einem 3-lagigen Schaumstoff ausgestattet.
Alle Gläser bieten 100% Schutz gegen UV-Strahlen (gibt es heute noch Brillen, die das nicht haben – außer vielleicht extremen Billigteilen?)
Die Tönungswerte werden in VLT angegeben. Wer das nicht kennt, bitte googeln (nach vlt Wert). [edit2021: habe dies jetzt am Ende des Beitrags doch noch ergänzt]
Für die Bewertung der Schlechtwettersicht habe ich die Sicht ohne Brille mit Note 3 zugrunde gelegt.
Gute Gläser schaffen hier durch Kontrastverstärkung eine bessere Wertung.

Bei der Suche nach geeigneten Brillen findet man im Netz insbesondere die folgenden Modelle, die ich für meine mittlere Gesichtsgröße getestet habe:

Dragon (AP)X2 (165g):
- Rahmen: äußerer und innerer Rahmen sehr steif
- Belüftung: sehr gut geschützter Schaumstoff über mittelgroßen Öffnungen
- Scheibenwechsel: mit 2 Klapphebeln in Sekunden - super
- Sicht horizontal: ca. 160°
- Sicht vertikal: ist noch ok
- getestete Schlechtwetterscheibe: 1. Yellow-Blue Ionized 53%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Yellow-Red Ionized 41%
-- Farbwahrnehmung: 1. gelblich, guter Kontrast, Note 1 - 2.
- - - - - - - - - - - - - - - 2. gelblich mit Grünstich, Kontrast ok, Note 2-3
- getestete Schönwetterscheibe: 1. Dark Smoke Blue 4%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Dark Smoke 20%
-- Farbwahrnehmung: 1. recht dunkel, insbesondere geeignet für Leute mit sehr empfindlichen Augen
- - - - - - - - - - - - - - - 2. natürlich, Rest nicht getestet, Kontrast dürfte aber gut sein.
- Anmerkung: Spiegelreflexionen an den Innenseiten der Scheiben. Kopfbandverstellung gerade so lang genug.
Fast alle Verkäufer im Netz verwechseln den vlt-Wert der Dark Smoke mit der Dark Smoke Blue.
Die beste Tönungsübersicht ist der kreisförmige! Chart von Dragon (Tint Guide Dragon)
- Alternative (ab 2021): evtl. die PXV Photochromic. Mehrere photochrome Gläser, aber vertrauenerweckend ist für mich nur das Amber. (Ansonsten gute Übersicht bei Sport RX)
Edit 2020: Die neue PXV hat angeblich ein riesen Blickfeld - und fummeligen Scheibenwechsel. Das ist bei der PXV2 besser, bei kleinerem Sichtfeld. Die erhältlichen Gläserkombinationen mit den neuen Lumalensgläsern sind von den Werten her aber nur bedingt ansprechend.
Edit 2021: Neu für Brillenträger ist die RVX OTG

Smith I/OX (135g):
- Rahmen: flexibler Außenrahmen auf großem flexiblem Innenrahmen
- Belüftung: große Öffnungen mit ungeschütztem Schaumstoff
- Scheibenwechsel: fummelig und hakelig, hinterlässt Fingerabdrücke
- Sicht horizontal: ca. 165° und mehr
- Sicht vertikal: ist noch ok
- getestete Schlechtwetterscheibe: 1. Red Sensor Mirror 55%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Chroma Pop Storm 50%
-- Farbwahrnehmung: 1. leicht rötlich, kontrastschwach, Note 3
- - - - - - - - - - - - - - - 2. leicht orange, guter Kontrast, Note 1-2
- getestete Schönwetterscheibe: 1. Green Sol X Mirror 15%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Chroma Pop Sun 9%
-- Farbwahrnehmung: 1. bronzeton, guter Kontrast, Note 2
- - - - - - - - - - - - - - - 2. abdunkelnd, guter Kontrast, Note 2
- Anmerkung: In amerikanischen Foren steht, daß die Smith von allen Brillen am seltensten beschlägt.
Bei großen Helmen könnte das mit einem beweglichen Traggelenk ausgestattete Kopfband etwas kurz sein.
Schaumstoff enthält angeblich Flammschutzmittel und wirkt extrem billig.
- Alternative: keine
Edit 2020: die I/O MAG XL ist der Nachfolger der I/OX. Damit hat auch Smith endlich ein schnelles Scheibenwechselsystem.
Die 4D Mag ist neu und soll ein riesen Sichtfeld haben - soll … (und das bei M-Fit?), jedenfalls etwas größer als bei der MAG XL.


Anon M2 (160g):
- Rahmen: fester äußerer und innerer Rahmen
- Belüftung: ungeschützter Schaumstoff über großen Öffnungen
- Scheibenwechsel: Wechsel in Sekunden. Die starken Magnete halten sehr gut.
- Sicht horizontal: ca. 160°
- Sicht vertikal: gut
- getestete Schlechtwetterscheibe Blue Lagoon 80% (Brille wird nur damit ausgeliefert)
-- Farbwahrnehmung: sehr natürlich, wenig Kontrast, Note 3
- getestete Schönwetterscheibe Red Solex 25%
-- Farbwahrnehmung: grünlich, kontrastschwach, Note 3 - 4
- Anmerkung: Kopfbandverstellung recht dick und von der Länge her gerade so lang genug
-- zusätzliche Gesichtsmaske mit Magneten anclipbar - geile Lösung
- Alternative: Amber 55%, Yellow 75%, bzw. Green- oder Silver Solex mit je 18% sind wohl die bessere Wahl
Zu 2018 gibt es die neuen Sonargläser, was sich von der Beschreibung sehr vielversprechend anhört.
Als sinnvolle Kombination gibt es aber nur das Sonar Red (vlt14) in Verbindung mit Sonar Blue (vlt46).
Edit 2020: die neue M4 kommt wahlweise mit torischen oder zylinderförmigen Gläsern und verbesserter Gesichtsmaske.
Ob die endlich mehr Sicht bietet als die M2? Hmm … Die Sync scheint ähnlich groß zu sein, ist aber preislich ein richtiges Schnäppchen.


Oakley Airbrake XL (190g):
- Rahmen: sehr massiver Außenrahmen und fester Innenrahmen
- Belüftung: gut geschützter Schaumstoff über kleinen Öffnungen.
- Scheibenwechsel: zügig durch einen Verschlußhebel (wenn man geübt hat)
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: gut.
- getestete Schlechtwetterscheibe: 1. Prizm Rose ca. 30%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Prizm Hi Pink ca. 50%
-- Farbwahrnehmung: 1. rötlich, sehr guter Kontrast, Note 1
- - - - - - - - - - - - - - - 2. schwach orange, mäßiger Kontrast, Note 2-3
- getestete Schönwetterscheibe: 1. Prizm Torch Iridium 11 - 20%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Dark Grey 10 - 14%
-- Farbwahrnehmung: 1. stark rötlich, guter Kontrast, Note 2
- - - - - - - - - - - - - - - 2. abdunkelnd, Kontrast leidet etwas, Note 2-3
- Anmerkung: sehr guter Sitz der Brille. Mit besserer Konstruktion der Scheibe könnte die horizontale Sicht
Spitzenwerte erreichen. Brillenband ist lang genug.
- Alternative: Flight Deck (XM)
Edit 2021: Produktion eingestellt. Damit hat Oakley keine Brille mehr mit Schnellwechselsystem.

Oakley Flight Deck XM:
- Rahmen ist vergleichbar mit der Anon M2, aber ein Glaswechsel ist nur bedingt vorgesehen.
- Die Belüftungsöffnungen sind etwas besser geschützt.

Oakley Flight Deck (177g):
- Rahmen: fester äußerer Rahmen über flexiblem Innenrahmen
- Belüftung: Schaumstoff halbwegs geschützt über großen Öffnungen
- Scheibenwechsel: nur bedingt vorgesehen. Verlangt Übung, dauert und geht nicht mit kalten Fingern
- Sicht horizontal: ca. 170°
- Sicht vertikal: gut bis sehr gut
- getestete Schlechtwetterscheibe: Hi Yellow 80%
-- Farbwahrnehmung: leicht gelblich, Kontrast gut, Note 2
- Anmerkung: passt überraschend gut, auch zum Helm, und sieht damit nicht so riesig aus wie mit Mütze.
- Alternative: mit Prizm Rose die beste Allroundlösung
Edit 2020: die Fall Line XL wäre noch einen Test wert, vermute aber, dass das im Prinzip die Flight Deck nur mit zylinderförmigen Gläsern ist. Sie ist allerdings für große Gesichter gedacht (die Flight Deck ist nur M/L)
Edit 2021: reine Namensänderung: die Flight Deck bekommt den Zusatz XL. Die neue Flight Path XL ist eher für große Gesichter gedacht, sonst ähnlich der Flight Deck. Sehr gute Erklärung bei Sport RX. Mit der neuen Ridgelock Technologie lassen sich die Gläser bei diesen Modellen besser wechseln. Ist zwar immer noch etwas fummelig, aber deutlich besser als vorher.

Salomon X-Max (150g):
- Rahmen: fester Außenrahmen über etwas weicherem Innenrahmen.
Etwas weniger tiefe Bauweise als andere Brillen. Das bewirkt bei der
- Belüftung: kleine Öffnungen - aber mit gut geschütztem Schaumstoff (siehe Anm.)
- Scheibenwechsel: wenn man geübt hat, dann einfach und schnell
- Sicht horizontal: ca. 170°
- Sicht vertikal: gut bis sehr gut
- getestete Schlechtwetterscheibe Tonic Orange 48% aus 2015 (Modell 2016 ist Light Yellow 75%)
-- Farbwahrnehmung: leicht orange, guter Kontrast, Note 1 - 2
- getestete Schönwetterscheibe Infrared Solar 13%
-- Farbwahrnehmung: leicht blaustichig, guter Kontrast, Note 2
- Anmerkung: sehr guter Sitz der Brille mit ausreichend langem Band. Bei -20° beschlug mir innen der oberste cm, der dann auch gefror. Vertikale Sicht dann nur noch Note 4-.
- Alternative: auch der Rest der X-Max Familie scheint gängig. Alternativ mit photochromer Scheibe erhältlich.
Edit 2019: Aus X-Max wurde S-Max, verbunden mit minimalen Änderungen bei der Brille. Hardcase als Beigabe.

von Zipper Jetpack (John Jackson teal) (150g):
- Rahmen: fester Außenrahmen über festem Innenrahmen
- Belüftung: ungeschützter Schaumstoff über großen Öffnungen
- Scheibenwechsel: der Klickmechanismus funktioniert gut und zügig.
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: gut bis sehr gut
- getestete Schlechtwetterscheibe: Yellow 72%
-- Farbwahrnehmung: gelblich, recht guter Kontrast, Note 1 -2
- getestete Schönwetterscheibe: Copper Chrome 20%
-- Farbwahrnehmung: gelblich, sehr guter Kontrast, Note 1-2
Glas dunkelt aber nicht ausreichend ab. Daher Blendung bei viel Sonne möglich
- Anmerkung: Sitz der Brille geht recht weit runter und ist etwas unangenehm.
Bei größeren Köpfen könnte es passen. Brillenband ist lang genug
- Alternative: evtl. Jetpack Haldor mit Persimmon Chrome 12%
v.Z. preist seine WildLife-Gläser als das Non-Plus-Ultra an. Aber mit vlt 26% für das Schönwetterglas !?

Atomic Revent Q ML (rotes Modell) (165g):
- Rahmen: fester Außenrahmen und starrer Innenrahmen
- Belüftung: mittelgroße Öffnungen mit ungeschütztem Schaumstoff
- Scheibenwechsel: einfach und schnell
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: gut
- getestete Schlechtwetterscheibe Light Red 56%
-- Farbwahrnehmung: leicht abdunkelnd, wenig Kontrast, Note 3
- getestete Schönwetterscheibe Red Multilayer 15%
-- Farbwahrnehmung: abdunkelnd, leicht milchig, Note 2-3
- Anmerkung: einzige Brille mit einem praktischen Hardcase nur für das Ersatzglas. Kopfbandlänge etwas knapp
- Alternative: evtl. die Ausführung in schwarz mit vlt 11% und Light Yellow 72%. Oder die Savor mit photochromem Glas.
Edit 2020: die neue Count 360 HD RS hat als dritte Scheibe ein Klarglas. Ob die Count aber besser als die Revent ist? Hmm... Als Alternative vielleicht dass photochrome Modell? Aber keine Angaben zu den vlt-Werten - Hmm ...

Giro Contact (155g):
- Rahmen: fester Außen- und Innenrahmen
- Belüftung: fast wie bei der Salomon X-Max. Unten an der Brille aber keine Öffnungen. Das weckt Zweifel.
- Scheibenwechsel: wie bei der Anon, aber mit zusätzlicher Sicherung - super
- Sicht horizontal: ca. 175°
- Sicht vertikal: gut bis befriedigend.
- getestete Schlechtwetterscheibe: 1. Persimmon Blaze 50%
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 2. Yellow Boost 62%
-- Farbwahrnehmung: 1. schwach orange, Kontrast i.O., Note 2 - 3
- - - - - - - - - - - - - - - 2. gelb, guter Kontrast, Note 1 - 2
- getestete Schönwetterscheibe Black Limo 15%
-- Farbwahrnehmung: abdunkelnd, guter Kontrast, Note 2
- Anmerkung: Lieferung mit tollem Softcase, das sehr variabel ist. Kopfband ist lang genug.
Die Homepage liefert alle wichtigen Infos - außergewöhnlich. Preislich ist die Brille sehr ambitioniert.
- Alternative: evtl. die Scheibenkombi Vivid Onyx 14% mit Vivid Infrared 62%
Edit 2021: die Homepage wurde abgespeckt. Dafür gibt es jetzt die Giro Contour mit torischen Gläsern. Sie ähnelt stark der Contact, hat aber Belüftungsöffnungen an der Unterseite. Zusammen mit einem aktuell gängigen Preis unter 200 ist das eine Überlegung wert.

Out of: Open (135 g)
- Rahmen: sehr steifer Außenrahmen mit etwas flexiblem Innenrahmen
- Belüftung: oben ungeschützter Schaumstoff über mittelgroßen Öffnungen, unten kleine Öffnungen (siehe Anm.)
- Scheibenwechsel: wenn man geübt hat, einfach und schnell
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: sehr gut
- getestete Schlechtwetterscheibe: Persimmon, ca. vlt 60%
-- - - - - - - - - - Farbwahrnehmung: leicht orange, guter Kontrast, Note 2
- getestete Schönwetterscheibe: Green MCI, ca. vlt 15%
-- - - - - - - - Farbwahrnehmung: leicht gelblich, recht guter Kontrast, Note 1-2
- Anmerkung: Ist mir bei -20° in den äußeren Sichtbereichen beschlagen (wie bei X-Max)
Stoffbeutel ohne Fach für das Ersatzglas. Sehr informative Homepage.
- Alternative: Modell Earth mit Glas the One Fuocco, Cosmo, Gelo oder Nero (alle selbsttönend und polarisiert)
Edit 2020: die neue Open XL soll für größere Gesichter sein, Blickfeld ist aber etwa wie bei der Open.

Test in 2019: Cébé Icone (175 g), Modell Petrol Orange:
- Rahmen: fester Außen- und Innenrahmen.
- Belüftung: sehr gut über grobmaschiges, aber ungeschütztes Meshgewebe über mittelgroßen Öffnungen.
- Scheibenwechsel: wegen der Magneten denkbar einfach
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: na ja
- getestete Schlechtwetterscheibe: Amber Flash Mirror, vlt 43%, gefühlt eher bei 70%.
-- - - - - - - - Farbwahrnehmung: leicht gelblich, Kontrast nicht mehr getestet
- getestete Schönwetterscheibe: Brown Flash Blue, vlt 14%
-- - - - - - - - Farbwahrnehmung: gelblichbraun, leicht milchig, Kontrast Note 3 - 4
- Anmerkung: Lieferung mit sehr steifem Hardcase für das Ersatzglas. Informative Homepage.
- Alternative: die Origins L Black Block NXT Photo sieht leider auch nicht nach größerem Sichtfeld aus.

Uvex Paragon (95g): habe ich wegen Unfallschadens geschenkt bekommen.
Neupreis 30 Euro
- Rahmen: fast wie Anon M2!, allerdings einlagiger sehr weicher Schaumstoff
- Belüftung: ähnelt stark der Anon
- Scheibenwechsel: nicht möglich
- Sicht horizontal: ca. 175° und mit der Giro beste Brille im Test
- Sicht vertikal: gut bis sehr gut
- getestete Schlechtwetterscheibe gelb (vlt dürfte bei 40% liegen)
-- Farbwahrnehmung: gelb/orange, guter Kontrast, Note 1-2
- Anmerkung: der weiche Schaumstoff drückt sich stark zusammen. Daher sehr angenehmer Sitz
und noch bessere Sicht als bei der riesigen Flight Deck.
Der einlagige Schaumstoff dürfte sich allerdings negativ auf die Neigung zum Beschlagen der Scheibe auswirken.

Alpina Challenge S 2.0 ist die Brille meiner Tochter.
Der Schaumstoff oben ist gut geschützt. Die kleinste Brille hat das längste Brillenband aller getesteten Goggles.
- getestetes Schlechtwetterglas: irgendwas mit orange, ca. vlt 30%
-- Farbwahrnehmung: kräftig orange, guter Kontrast, Note 1-2, dunkelt etwas stark ab, als Allroundglas aber ok.

Ein photochromes Glas war (bis 2017) nicht im Test, da der abgedeckte vlt-Bereich zu klein ist, um es mit 2 separaten Gläsern aufzunehmen.
Auch die Kontraststärke für die jeweilige Sicht lässt sich mit separaten Gläsern besser erzielen.
Wenn überhaupt selbsttönend, dann sollte das Glas als Basis von hell orange oder gelb aus dunkler werden. Alles andere ist nur eingeschränkt sinnvoll.
Aber 2018 muss es ja auch noch was zu testen geben:

Alpina Pheos QVMM red (115g), photochrom S2 und polarisiert, OTG- empfohlen
- Rahmen: mangels Masse sind Außen- und Innenrahmen rel. flexibel. Bruchfestigkeit?
- Belüftung: sehr große Öffnungen mit oben geschütztem Meshgewebe, unten ungeschützt. (siehe Anm.)
- Scheibenwechsel: nicht vorgesehen (wegen photochromer Scheibe auch nicht zwingend notwendig)
- Sicht horizontal: ca. 175°
- Sicht vertikal: dürfte ruhig mehr sein
- Schlechtwettersicht: vlt-Wert geschätzt zwischen 30 und 40
--- Farbwahrnehmung: etwas abdunkelnd, Kontrast i.O. , Note 2 - 3
- Schönwettersicht: vlt-Wert um die 15%
--- Farbwahrnehmung: Blaustich, Kontrast i.O. Note 2 - 3
- Anmerkung: die Pheos QVMM ist nur in dieser einen Ausführung erhältlich. Kopfband mit beweglichem Traggelenk und auswechselbar.
Aber sichtbare Qualitätsmängel und es wirkt billig. (Die Pheos in der einfachen Variante MM ist nicht mal halb so teuer, hat aber ein deutlich besseres Kopfband. :stupid:)
Die Belüftung ist so gut, dass es mir an den Augen zog. Für Brillenträger dürfte das aber gut passen (kein Beschlagen). Kundenservice hat auf eine Anfrage nicht reagiert.
Rahmen und Glas gehen sehr weit um den Kopf herum, also keine Lücke zwischen Brille und Helm. Davon können sich die anderen Hersteller ruhig was abgucken. Bei volumigen Helmen wird es aber eng.
- Alternative: die Big Horn bei niedriger Stirn. Damit nimmt die vertikale Sicht aber noch weiter ab.

Salomon XT One Photo (138g! - und nicht 110 lt. Homepage), photochrom S1-S3 = 42% - 18% lt. Herstellerangabe
- Rahmen: fester Außen- und Innenrahmen, der an der Seite flexibel ist = auch für breitere Gesichter geeignet
- Belüftung: ungeschützter Schaumstoff über großen Öffnungen
- Scheibenwechsel: sehr fummelig und dauert (wegen photochromer Scheibe aber nicht zwingend notwendig)
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: gut bis sehr gut
- Schlechtwettersicht: vlt geschätzt über 50%
--- Farbwahrnehmung: leichter gelb-rot Stich, Kontrast: Note 1 - 2
- Schönwettersicht: vlt-Wert bei ca. 18% (Abdunkelung könnte ruhig besser sein, war aber für mich noch ok)
--- Farbwahrnehmung: leicht gelblich, recht guter Kontrast, Note 1 - 2
- Anmerkung: nur ein Modell der Photo, aber 2 verschiedene Kopfbänder zur Auswahl. Bedienungsanleitung nur mit Lupe zu lesen.
Im Test hat die Brille beim Wechselspiel zwischen Licht und Schatten sehr gute Arbeit geleistet. (Sonst aber auch!)
- Alternative: Salomon X-Max mit wechselbaren Gläsern. Edit 2019: dessen Nachfolger S-Max wäre mit photochromer Scheibe keine deutlich bessere Alternative,
da Sichtfeld nur minimal größer. VLT-Bereich aber erweitert und sogar zusätzliches S1-Glas dabei.

Out of mit Modell Earth (145 g), Glas the One Fuocco - Scheibe photochrom S2 - S3 und polarisiert
- Rahmen: steifer Außenrahmen mit etwas flexiblem Innenrahmen
- Belüftung: mittelgroße Öffnungen mit geschütztem Schaumstoff und gut funktionierender Belüftung
- Scheibenwechsel: sehr fummelig und dauert (wegen photochromer Scheibe aber nicht zwingend notwendig)
- Sicht horizontal: ca. 170°
- Sicht vertikal: sehr gut
- Schlechtwettersicht: sehr deutlich abdunkelnd, vlt-Wert geschätzt deutlich weniger als 30%.
--- Farbwahrnehmung: natürlich, Kontrast erstaunlicherweise noch gängig, Note 2-3
- Schönwettersicht: stark abdunkelnd, ca. vlt 10% oder weniger
--- Farbwahrnehmung: natürlich, guter Kontrast, Note 2
- Anmerkung: Sitz der Brille geht bauartbedingt weit runter und war mir unangenehm. Bei größeren Köpfen dürfte es passen.
Ein Freund hat mir die Brille förmlich aus der Hand gerissen. Bei ihm passte alles perfekt zusammen. Klasse Homepage.
Alternative: lt. Homepage sollen The One Cosmo, Gelo und Nero noch etwas besser performen.
(edit 2021) Dazu die Out of Void, die sich persönlich konfigurieren lässt. Hört sich attraktiv an.

Uvex Big 40 VFM (130g) photochrom S1 - S3
Edit 2020: Uvex hat sie nicht mehr im Programm - vielleicht weil ich sie etwas verrissen habe? :doh:

Test in 2019: Julbo Skydome (130g), 1.: Modell Zebra, photochrom S2 - S4 (35 - 7 %) und 2.: Zebra Light Red S1 - S3 (72 - 13%)
- Rahmen: recht steifer Außen- und Innenrahmen
- Belüftung: große Öffnungen mit geschütztem Schaumstoff
- Scheibenwechsel: nicht vorgesehen (wegen photochromer Scheibe aber nicht wichtig)
- Sicht horizontal: ca. 165°
- Sicht vertikal: gut
- Schlechtwettersicht: zu 1: deutlich abdunkelnd
- - - - - - - - - - - - - - - zu 2: deutlich abdunkelnd, vlt gefühlt bei nur 35 (statt 72%)
--- Farbwahrnehmung: zu 1: gelblich, guter Kontrast, Note 2
- - - - - - - - - - - - - - - zu 2: leicht roséfarben, guter Kontrast, Note 2
- Schönwettersicht: zu 1: vlt gefühlt eher bei 14 als bei 7%
- - - - - - - - - - - - - zu 2: vlt gefühlt eher bei 10 als bei 13%
--- Farbwahrnehmung: zu 1: stark gelblich, guter Kontrast, Note 2
- - - - - - - - - - - - - - - zu 2: leichter Rotstich, guter Kontrast, Note 2
- Anmerkung: die beiden Gläser unterscheiden sich, trotz sehr deutlicher vlt-Abweichungen lt. Herstellerangaben, nur wenig.
Die Unterschiede liegen eher bei der Farbwiedergabe. Ansonsten:gute Homepage. Link zu den Gläsern funktioniert nicht. Bitte direkt googeln. Lieferung mit Softcase für die Brille.
edit 2021: aus Zebra wurde Reactive, mit etwas anderen vlt-Werten. Weil die aber schon bei der Zebra nicht wirklich stimmten, vermute ich, dass die Werte auch hier nur ein sehr grober Anhaltspunkt sind.
- Alternative: evtl. die Cyrius

Test in 2021: Electric Kleveland+ Photochromic (120g) photochrom S1 - S3 (58 - 12%)
- Rahmen: fester Außen- und Innenrahmen, flexibel, stark gerundet - also eher für schmale und mittelgroße Gesichter
- Belüftung: ungeschützter Schaumstoff über großen Öffnungen
- Scheibenwechsel: sehr fummelig und dauert (wegen photochromer Scheibe aber nicht zwingend notwendig)
- Sicht horizontal: ca. 180°
- Sicht vertikal: gut
- Scheibe noch nicht getestet
- Anmerkung: zylinderförmiges Glas. Brillenband ist bei großen Helmen evtl. zu kurz. Selbiges generell bei älteren Modellen. Passform könnte bei größeren Nasen nicht optimal sein, da sie die Nase sehr weit umschließt.
- Alternative: evtl. EG3 mit 50% Rabatt auf die Wechselscheibe (ob die ein längeres Kopfband hat?)


Es ist teilweise gar nicht so leicht, Informationen zu den Gläsern zu bekommen.
Am besten geht es noch, wenn man „Tint Guide“ zum Herstellernamen in die Suchmaske eingibt, oder bei verschiedenen Verkäufern die Brillenbeschreibung kontrolliert.
Obwohl die Brillen teilweise riesig sind, passten sie zu mehreren Helmen.
Jedoch sollte auf einen großen Gesichtsausschnitt beim Helm geachtet werden.

Weitere mögliche Testkandidaten:

Delayon Explorer: Gläser scheinen ok, Rahmen Kopie der Anon M2?
Dyesnow CLK: flacher Gesichtsausschnitt, also eher für große Gesichter. Mit 3 Scheiben.
isLax: keine Infos zu den Gläsern zu bekommen. Rahmen Kopie der Anon M2?
Marker 3D+Otis und 16:10+Otis: Testberichte sehen diese Brillen eher hintenan. Die Brille hat einen eingebauten Stoßdämpfer.
POC Lobes mit Wechselglas: Preislich recht anspruchsvoll. Ähnlich die Orb, die auch noch fummeligen Scheibenwechsel hat.
Quicksilver Switchback: Sichtfeld scheint durchschnittlich, Gläser könnten ok sein.
Red Bull Spect: scheint deutlich unterdurchschnittliche Leistungen zu haben, aber das Kopfband ist optisch natürlich unschlagbar.
Shred Simplify: [edit 2020:] mehrere gute Gläserkombis und Preis. Sichtfeld ?
Scott LCG Evo LS: [edit 2020:] sieht nach großer Brille aus, Sichtfeld horizontal aber max. 160°. Interessante Kombi aus
- - selbsttönendem und Schlechtwetterglas.
Spy Legacy und Marauder scheinen vom Prinzip gängig zu sein. Sichtfeld?
Zeal Portal XL: photochrom und polarisiert, Sichtfeld scheint trotz Large Fit eher durchschnittlich zu sein.
Zionor Lagopus X7: gelbes Schlechtwetterglas als Zusatz günstig zu haben. Aber keine Infos zu den Gläsern.

Sehr detailreiche Bilder der genannten Goggles gibt es beim Monster Backside Magazine unter Produktneuheiten 2015/2016. Weiterhin Infos zu Damenbrillen.

Was die Anzahl der Hersteller betrifft, ist das natürlich noch lange nicht alles. Insbesondere seit 2017 gibt es etliche neue unbekannte Marken.
Deren Brillen haben teilweise die Magnetwechseltechnologie und auch 2 vernünftig aussehende Scheiben. Ein guter Preis soll den Verkauf fördern.
Das Sichtfeld scheint aber sehr durchschnittlich zu sein und wie die Qualität der Scheiben ist .... - Homepage und weitere Infos zur Brille sind meist extrem dürftig.
Und dann gibt es noch weitere Hersteller, die einen Teil der Belüftung vorn durch die Scheibe regeln, wie Bollé, Carrera, Dr. Zipe, usw., oder die keine Scheibe zum Wechseln haben.
Die angesagten zylinderförmigen Gläser waren nicht im Test, weil es dazu keine Scheibenwechselsysteme gibt und die selbsttönenden Scheiben von den Werten nicht besonders einladend sind.
(edit 2021) so langsam tut sich da aber was ...

Fazit bei den Gläsern:
Bei den hochwertigen Brillen habe ich nie davon gelesen, dass die nennenswert beschlagen.
Daher habe ich das auch selten getestet. Jedenfalls scheinen die Hersteller das überwiegend im Griff zu haben.

Bei den Schönwetterscheiben mit S3- Kennung kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Diese Gläser dunkeln in der Regel ausreichend ab und das mit den Kontrastwerten passt meist auch.

Die Prizm-Scheiben von Oakley basieren auf rötlichen für die Sicht und andersfarbigen für das Design.
Für eingeschränkte Sichtverhältnisse ist diese Technologie klasse, aber nicht unerreichbar.
Insbesondere Gelb und Orange sind bei Schlechtwetter nach wie vor erste Wahl,
da sie stark aufhellen und guten Kontrast bieten.
Kommt dann aber die Sonne durch, ist das Prizm Rose besser, da es nicht zusätzlich aufhellt.
Somit wäre es auch als Allwetterglas für wenig Lichtempfindliche eine gute Alternative.

Fazit bei den Rahmen:
Die meisten Hersteller produzieren schon seit Jahrzehnten und trotzdem haben die Brillen reichlich Schwachstellen – traurig.
Beispiel Helmkompatibilität: das bedeutet, dass die Brille zum Gesichtsausschnitt des Helms gleichen Herstellers passt (normalerweise auch zu anderen Helmen).
Das heißt anscheinend aber nicht, dass das Kopfband auch lang genug ist. Bedeutet, dass eine offiziell helmkompatible Brille, u.U. nicht helmkompatibel ist.
Weitere Knackpunkte sind schwach geschützter Schaumstoff bei der Belüftung, und mangelnde periphere Sicht.
Ich würde sagen, die Brillenhersteller haben in vielen Fällen ihre Hausaufgaben nicht gemacht und lassen sich das auch noch gut bezahlen !!
Daher habe ich keinen Testsieger gefunden. Jeder muss für sich entscheiden was ihm wichtig ist. :gruebel:

Wer wenig lichtempfindlich ist, für den ist allerdings die Flight Deck mit dem Prizm Rose das Mittel der Wahl.
Wenn ich bedenke, wie viele unsinnige Glaskombinationen es gibt, bei Brillen mit nur durchschnittlichem Sichtfeld,
vielleicht auch noch mit mageren Kontrastwerten und das bei Preisen deutlich über der erwähnten Oakley ... :wall:

Apropos wenig lichtempfindlich: Wenn ihr das seid, dürft ihr meine Empfehlungen bezüglich der von mir empfohlenen vlt-Werte bei den Schönwettergläsern (gilt auch für die photochromen Scheiben) nicht auf die Goldwaage legen. :wink:

Zur Größe der Brillen:
Ich finde, dass ich einen recht schmalen Kopf habe. Trotzdem passten alle getesteten Brillen von der Breite. - Und das selbst bei den größten Brillen.
(Gilt übrigens auch für meine Tochter mit Helmgröße S - sogar die Alpina Pheos passte ihr.)
Wer dagegen einen breiten Kopf hat, dem müssen vielleicht nicht alle XL-Modelle automatisch passen.
Flache Gesichtsausschnitte finden sich bei mehreren Modellen von Oakley, bei der Smith i/o und Squad XL, Dye Snow CLK und POC Orb Clarity.
Abgesehen von der Out of Earth und der Von Zipper Jetpack, passten alle Brillen bei mir von der Höhe her.
Vielleicht auch deshalb, weil ich ein recht langes Gesicht habe. Also auch hier fast alles problemlos.
Jemand mit niedriger Stirn, oder einem Helm, der fast bis zu den Augenbrauen reicht, dürfte das für sich anders sehen.
Ersteres lässt sich nicht ändern. Letzteres schon. Für mich tut es da ein Salomon Ranger. Leicht, mit großem Gesichtsausschnitt - passt.
Welcher Helm sonst noch geht? Ich glaube nicht, dass ich das auch noch teste. :D

[edit 11/2018:] OK, ein Test war es noch nicht, aber ein paar Beiträge weiter steht auch was zu Visierhelmen.
Und bei der Gelegenheit habe ich mir auch 2 dunkle photochrome Sonnenbrillen in der Grundfarbe braun vorgenommen.

Als letztes: Nichts ist schlimmer als ein Fehler im Test. So habe ich gerade lesen, dass das getestete S3-Glas doch einen tollen Einsatzbereich hat, weil von 18 - 43%. :wall: (Gleich drei Fehler in einem so kurzen Satz :irre: )
Bitte schreibt mir daher, wenn sich bei mir auch was findet.

[edit 2021:) vlt-Werte - und was man dazu wissen sollte:

Einer schreibt was falsch und alle übernehmen das – obwohl sie das eigentlich besser wissen müssten. :stupid:
Also: nein, ein Glas der Kategorie 0 (100 – 80%) trägt man nicht bei geschlossener Wolkendecke, weil man da mangels Kontrasten nichts sieht. Einsatz nur bei Flutlicht.
Bei mehr oder weniger geschlossener Wolkendecke und Sonne, die bestenfalls wie durch einen Schleier zu sehen ist, nimmt man das Kategorie 1 Glas (80 – 43%). Das sind für mich keine wechselnden Lichtverhältnisse, wie das sonst Kat 1 zugeordnet wird, sondern stabil schlechte.
Kat. 2 Gläser (43 – 18%) sind tatsächlich für Sonne/Wolken-Mix.
Kat. 3 Gläser (18 – 8%) trägt man bei Sonnenschein und Kat. 4 Gläser (8 – 3%) gar nicht.
Letztere benötigt man nicht mal bei gleißender Sonne von vorn auf dem Gletscher. Die sind wirklich nur für extrem lichtempfindliche Personen, oder nach Augen-OP´s. Oder als Dritt- bzw. Viertglas der Skibrille.

Die Farben gelb und orange hellen die Umgebung auf und verstärken damit Kontraste, obwohl natürlich jede Tönung den Lichtdurchfall hemmt. Die Kontrastwirkung ist hier aber stärker. Daher sind z.B. orange Gläser mit vlt 50 meist besser als gelbe mit vlt 75. Ein schwarzes S3-Glas mit vlt 15 dunkelt stärker ab, als ein gleiches Glas mit mehr Gelbanteilen. Wobei man sich nicht vom ersten Eindruck der Gläserfarbe täuschen lassen darf. Es kommt auf die Farbe der Durchsicht und nicht der Verspiegelung an!
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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 21.12.2016 - 18:23

Es gibt Neues:
Ich habe oben den Test der Oakley Airbrake gegen die neue Airbrake XL ausgetauscht.
Neu ist der Test der Salomon X-Max und der Von Zipper Jetpack.
Weiterhin habe ich teilweise Änderungen bei den Wertungen vorgenommen und notwendige Textkorrekturen.

Für Interessierte an Casco-Helmen: Ich habe einen Blick durch die FX70 Carbonic in .... Orange werfen können.
Diese Schönwetterbrille bietet eine sehr gute Sicht und hervorragenden Kontrast. Note 1.
Leider gibt es keine Brille für schlechte Sicht. Extrem schade.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von extremecarver » 21.12.2016 - 18:40

Ich würde immer eine mit Pol Filter nehmen - dann geht eine Stufe heller (und ich hab keine Lust auf Wechsel je nach Licht).
Alpina also nur Modelle mit Quattroflex - das Glas hält bei mir klar am längsten. Jetzt erst nach so 6-7 Jahren und gut 300 Tagen ist es mehr oder weniger fertig (weil beschlägt nun recht leicht).

Hab schon einige Anon, Uvex und Co probiert und gekauft - weil als Eybl von Sports Direct übernommen wurde, gabs die teils um 90% Rabatt - aber keine annähernd so gutes Glas (100-140€ UVP, also halt nicht die Top Produkte). Die richtig teuren Oakleys haben auch guten Ruf - die unter 200€ kannst vergessen. Da zahlt man halt krass den Namen - und erst bei den Top Modellen sind die wirklich etwas besser wie die 150€ Top Produkte anderer Hersteller.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 21.12.2016 - 18:57

Hallo Felix,
ja, gute Ergänzung.
Allerdings, mit 2 wechselbaren Gläsern kann man das Optimum für die jeweiligen Sichtverhältnisse herausholen.
Und so lange dauert der Wechsel nun nicht. Allerdings muß man es eben immer mitschleppen.
Für etwas lichtempfindliche Augen ist das aber gar nicht verkehrt.
Es stimmt, eine Brille mit polarisierten Gläsern war nicht im Test (auch so ist er schon umfangreich genug).
Könnte ich vielleicht beizeiten ändern.
Welches Glas der Alpina hast Du denn (oder welches Modell)?
Im Netz kann ich nichts zu den Gläsern der Alpina finden.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von extremecarver » 21.12.2016 - 19:43

Nimm einfach eine Alpina mit Quattroflex - die haben alle Polfilter - und halt nicht die billigste (Quattroflex beginnt so bei 100€). Mein Modell gibts nicht mehr. Polfiter bei Schnee IMHO absolutes Muss. Ohne braucht man bei heller Sonne viel zu viel Abdunklung. (IMHO sind bei Wechselgläsern die Gläser selber oft minderer Qualität - außer man zahlt richtig dick). Gibt halt die meisten Alpina Modelle mit und ohne Quattroflex - sprich mit oder ohne Polfilter (mit kosten sie so 20-30€ mehr). Ich hab ein Modell mit so Stegen für die Bandbefestigung - das finde ich viel besser wie Befestigung ganz außen oder mit Schlaufe - drückt viel weniger bei meinem Helm/Kopf. Ich hab 55/56er Helm - da geht nicht alzu große Brille.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 22.12.2016 - 12:15

Wenn ich mir das so überlege, dann kann ich gut nachvollziehen, daß ich mit entspiegeltem Glas die ohnehin gute Sicht bei Sonnenschein damit noch weiter verbessern kann. Blendung wird auch reduziert, passt.
Das hilft mir aber alles nicht, wenn die Sonne weg ist (Bewölkung, Schatten, o.ä.) und ich weiterhin gute Sicht will. Da brauche ich dann ein gelbes oder oranges Glas, bzw. das Oakley Prizm. Wenn Geld also keine Rolle spielt:
Für Sonnenschein ein polarisiertes Glas und für alles andere das Prizm Rose oder Hi Pink.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von extremecarver » 22.12.2016 - 12:47

Du kommst halt bei Sonne mit deutlich hellerem Glas zurecht - dass ist imho der Hauptvorteil ( und etwas mehr Kontrast


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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 30.12.2016 - 12:41

Ich weiß nicht, ob ich das nach hier verlinken soll, aber wenn man "goggle test green" bei Google eingibt,
landet man bei einem sehr informativen Video.
Während sich meine Testergebnisse für Schlechtwetter lediglich auf Bewölkung beziehen, haben wir im Video eher sogenannte Whiteout-Bedingungen.
Und da ist ein gelbes Glas klar im Vorteil.
Das Oakley Prizm Rose dunkelt zu stark ab und kann daher nicht so punkten.
Das neue Prizm Hi Pink soll daher die Lücke bei den Prizm Gläsern füllen. - Angeblich.
Fehlt nur noch ein Test. :mrgreen:

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 04.01.2017 - 23:13

Und immer noch auf der Suche nach der ultimativen Brille .... :?
Oben den Test ergänzt um die
Atomic Revent Q ML: guter Durchschnitt, mit einem Highlight: die einzige Brille mit Hardcase für das Ersatzglas.

Ausgetauscht: die von mir stark unterdurchschnittlich bewertete I/O nun gegen die
Smith I/OX mit den neuen revolutionären (lt. Smith) Chroma Pop Gläsern. Ein Brille mit unglaublichen Gegensätzen.
Es gibt keine andere hochwertige Brille, die so lieblos verpackt ist. (Genau das Gegenteil zu VonZipper)
War die I/O vom Design eher unattraktiv, ist die getestete schwarze I/OX echt cool.
War die kleine I/O eher für große Gesichter gedacht, passt die I/OX auch schon zu mittelgroßen Gesichtern.
Wie macht man aus einer richtig großen Scheibe richtig kleine Sicht? Richtig: man klebt auf eine große Außenscheibe einfach eine kleine Innenscheibe. :wall:
Dabei hat der Rahmen ein paar richtig gute Ansätze. Mit besserer Konstruktion der Scheibe und der Bandaufhängung könnte die periphere Sicht Richtung 180° gehen. Aber so ....
Der Scheibenwechsel ist leider immer noch stark unterdurchschnittlich.
Und der Schaum sieht extrem billig aus und enthält angeblich Flammschutzmittel.
Aber vielleicht reißen die neuen Chroma Pop Gläser ja das Ruder herum. Immerhin liefert Smith jetzt tatsächlich mit dem Storm ein gelbes Glas aus. Muß man das Sun aber unbedingt auf 9% abdunkeln????

[edit 11/2018:] mit der I/O MAG hat Smith nun auch den superschnellen Scheibenwechsel im Angebot. :zustimm: Aber sie hat wie die I/O eben nur den Medium Fit. Egal, es tut sich jedenfalls was ....
.... und die Chroma Pop´s sind nun auch in mehreren Ausführungen erhältlich. :zustimm:
Zuletzt geändert von joemzl am 17.11.2018 - 18:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 24.01.2017 - 20:59

So, die Bewertung der Chroma Pops ist eingearbeitet.
Sie hauen mich nicht vom Hocker, liefern aber ganz ordentliche Ergebnisse.

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Test der Dragon APXs gegen die aktuelle X2 ausgetauscht.

Die Electric EG3 würde ich noch gern testen. Im Skigebiet habe ich jemanden getroffen der die hatte und konnte mal durch das grüne Schlechtwetterglas schauen. Also so lange Electric das Light Green ausliefert, werde ich die Brille nicht testen. :evil:

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von schlitz3r » 25.01.2017 - 17:16

Ich habe eine Dragon APX (denke habe sie in der Saison 14/15 gekauft). Leider war die ionized Scheibe ein ziemlicher Müll (siehe Bilder). Bei einem Skitag im Regen hat es die Beschichtung mehr oder weniger weg gespült (und nebenbei auch paar unschöne Flecken auf meiner Hose hinterlassen). Die Scheibe ist jetzt unbrauchbar, auf eine Antwort von APX warte ich seit über 2 Jahren :evil:

Hat wer ähnliche Erfahrungen mit den ionized Scheiben gemacht oder hatte ich einfach nur Pech? Verwende momentan eine dunkle und eine rote Scheibe... aber die ionized war vom optischen her schon ganz nett.
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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 26.01.2017 - 18:04

Bei snowboarden.de wurde das Problem schon mal beschrieben.
Erst sind die Berichte ja noch ganz positiv, jedenfalls, bis die 3. Seite anfängt ....
:arrow: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... RG1WbevUjA

Anmerkung: interessant finde ich, daß die Nutzer der APX(s) in dem Thema von einem riesen Sichtfeld sprechen. 8O
Dabei hat der Vorläufer der X2 eines der kleinsten Sichtfelder überhaupt bei meinem Test. :P

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 15.05.2017 - 18:23

joemzl hat geschrieben:Das neue Prizm Hi Pink soll daher die Lücke bei den Prizm Gläsern füllen. - Angeblich.
Fehlt nur noch ein Test. :mrgreen:
Also wenn mich etwas gepackt hat ....
Im Test war die Prizm Hi Pink und das Hi Yellow von Oakley.
Umgehauen haben mich beide Gläser jedenfalls nicht. Da fand ich das Yellow Boost der Giro schon besser.
Aber auch das überragt andere gute Gläser nicht.
Alles ist oben in der Übersicht eingearbeitet.
Die Giro Contact hat ein paar richtig geile Ansätze, schwächelt aber in ein paar Punkten deutlich.
Für die Saison 2017/2018 ist sie noch mal überarbeitet worden. Ob die Schwächen dann weg sind?

@Felix: ich konnte jetzt bei White-Out Bedingungen am Gletscher mal durch eine polarisierte Sonnenbrille von Oakley schauen. Hat mich beeindruckt.
Polarisierte Gläser haben aber nur sehr wenige Hersteller im Angebot. Und wenn, dann sind sie meist mit niedrigen vlt-Werten.
Wie du schon geschrieben hast, bleiben da eigentlich nur Alpina und Out of über, wo die Gläser zusätzlich photochrom zu bekommen sind. Das macht für mich dann Sinn. Selbiges gibt es bei Casco. Aber leider nur als Helmzubehör.
Zuletzt geändert von joemzl am 21.08.2017 - 16:26, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von extremecarver » 15.05.2017 - 18:39

Ich bin nicht ungedingt Freund verspiegelter Gläser - die werden leichter schmutzig und bei Kratzern ist es blöder. Ich geh nicht grad sorgfältig mit meinen Brillen um (sprich die bleibt einfach immer am Helm drauf, und der Helm wird halt wo ins Auto geworfen, im Keller verstaut, baumelt außen am Rucksack usw). Ja solange das Glas sauber und nicht zerkratzt ist - immer verspiegelt - aber nach 30-40 Tagen wars dass meist leider. Meine nicht verspiegelten Quattroflex bin ich gut 300 Tage gefahren - gut die letzten 50 Tage waren nicht mehr gut - da verschmutzte sie viel zu schnell, war bei schlechter Sicht nicht mehr vernünftig (und ich brauche vernünftige Sicht - sprich bei schlechter Bodensicht heißt es für mich ab in den Wald - sehr gute Augen - aber schlechte Ohren - ergo ohne gute Sicht auch kein gutes Gleichgewicht)

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von weihnachtsmann80 » 12.06.2017 - 17:52

Hallo,

wenn du eine Skibrille suchst, die für mehrere Wetterlagen geeignet ist, dann kann ich dir die uvex g.gl 300 Take-Off empfehlen. Die Skibrille wird im Normalfall mit zwei verschiedenen Gläsern angeboten: ein Basis-Brillenglas in „Lasergold Lite-Farbe“, welches extrem kontrastverstärkend und für Nebel bzw. Bewölkung geeignet ist und Wechselscheibe in „Litemirror Silver-Farbe“ auch kontrastverstärkend, sie vermindert Infrarotstrahlung und ist für starke Sonne geeignet.

Grüße

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 17.06.2017 - 16:56

Vielen Dank für den Hinweis.
Wie Du aber schon geschrieben hast, ist es eine Skibrille. Und als solche mag sie gut sein.
Mir geht es aber auch um gute vertikale Sicht, wie sie nur eine Snowboardbrille bietet.
Und "extrem kontrastverstärkend" gibt es nicht. Selbst beim Prizm Rose von Oakley würde ich bestenfalls von starker Kontrastverstärkung sprechen.
Zuletzt geändert von joemzl am 12.01.2018 - 11:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 12.01.2018 - 10:57

Die Brillenhersteller haben zu 2018 teilweise neue Modelle und Gläser eingeführt. Das habe ich zum Anlaß genommen, um eine Menge Sachen im Text zu aktualisieren und ergänzen.

Weiterhin habe ich aktuell photochrome Gläser (und deren Rahmen) im Test.
Für die ersten Goggles habe ich die Ergebnisse, weitere Tests stehen aber noch aus.

Auffällig ist, dass die Massenhersteller Alpina und Uvex richtig gute Ansätze bei den Brillen haben, aber bei der Qualität muss man doch Abstriche machen. Das geht bei der Verpackung los, über den Brillenbeutel und zum Kopfband.
Bei der Uvex war das Glas unten aus der Fassung gesprungen und nicht dazu zu bewegen, sich wieder befestigen zu lassen. Es blieb bei der Durchsicht ein sichtbarer Spalt :evil:. Sieht nicht sehr wertig aus wie die Scheibe da befestigt ist.
Wo bei einigen Brillen deutlich an Lüftungsöffnungen gespart wird, protzt die Alpina da richtig. Ich hoffe, daß das nicht zuviel des Guten ist. (Wurde vielleicht bei der Antifog-Beschichtung des Glases gespart?).
Egal. Mal sehen, wie sich die Pheos und die XT-One schlagen. Die Out of Earth hat ja gut vorgelegt.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 15.02.2018 - 20:43

So, alle Ergebnisse sind wieder eingearbeitet.
Bei der Pheos ist das mit der Belüftung tatsächlich zuviel des Guten. Es sei denn, man ist Brillenträger.

Die Salomon XT One Photo hat sich wirklich gut geschlagen und ist daher aktuell die Brille meiner Wahl.
Dabei darf ich aber nicht an die Werbung denken. Grösstes Blickfeld und so weiter .... :twisted:
Dabei hat sie im Vergleich nur ein durchschnittliches Blickfeld. :x
Design ist auch nicht gerade eine Stärke. Egal, in Summe passt es für mich.

Ja, und damit bin ich mit dem Test eigentlich durch - eigentlich. :mrgreen:

Brillenträger sind bei meinem Test ja etwas kurz gekommen.
Und Visierhelme findet man in den Läden immer häufiger.
Allerdings ist das mit dem Wechseln des Visiers so eine Sache.
Und das bietet sich für Leute mit lichtempfindlichen Augen an, oder wenn das Visierglas keine optimalen Tönungswerte hat.
Und welcher Helm hat so was? Alpina und Uvex.
Hm, das Visier vom Alpina dürfte dann ähnliche Ergebnisse liefern wie das Glas der Pheos QVMM.
Und ob das Visier der Uvex qualitativ besser ist als die Big 40 VFM?
Der Cascohelm mit selbsttönendem Glas ist wohl eher für die sehr gut betuchten Kunden.
Dann wird es auch schon dünner mit der Auswahl. Aber wer weiß ... :wink:

[edit 11/2018] der Salomon Driver+ Photo gefällt mir sehr gut. Für einen Helm mit photochromem Visier finde ich das Preis/Leistungsverhältnis sehr gut.
Die Leistungsdaten für das Visier (vlt 49 - 13) hören sich vielversprechend an. Einzig das Helmgewicht ist mir für meine Fahrweise etwas hoch.
Zuletzt geändert von joemzl am 22.05.2019 - 17:43, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 26.03.2018 - 14:18

An sich sollte diese Antwort gelöscht werden.
Zuletzt geändert von joemzl am 26.03.2018 - 21:03, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von Kreon100 » 26.03.2018 - 19:29

Also dann will ich auch noch mal meine Erfahrungen teilen:

Ich bin mittlerweile auch wieder weg von den verspiegelten Brillen. Wie hier schon beschrieben finde ich es nervig, die Dinger wie ein rohes Ei behandeln zu müssen. Wenn man in einer dunklen einfach getönten Scheibe einen Kratzer hat, stört das zwar aber ist nicht tragisch. Die Brille kann man sorglos weiter fahren. Wenn aber ein Mitreisender, die Kinder oder einer in der Gondel oder man selbst unachtsam an mit der Skispitze o.ä an die Beschichtung kommt, ist die Beschichtung an der Stelle abgegkrazt und das gibt meistens (bei mir jedenfalls) mitten im Sichtfeld blöde Farbirritationen, die wirklich stören und optische Täuschungen hervorrufen. Habe jetzt zwei Saisons hintereinander die neue Brille gerade mal 5 Tage angehabt und dann war die eigentlich schon wieder futsch, bei einer Brille mit UVP von 200 EUR (wtf?). Also bin ich auf ein stark getöntes, dunkelgraues (fast schwarzes) Glas auf der P.O.C. Lobes umgestiegen. Bei der P.O.C. Lobes hatte ich davor auch noch mal die Erfahrung, dass bei Regen plötzlich die Beschichtung abging. Wurde vom Hersteller ersetzt (leider keine 5 Tage später wieder eine Macke drinnen).

Bei Sonnentagen fahre ich nun also gerne die POC Lobes mit dunklem Glas und bei Bewölkung und Schnee nehme ich eine MARKER Big Picture mit leicht rot-gelb getönten helleren Gläsern. Verbessert die Sicht ungemein. Habe auch keine Probleme damit, das morgens auszutauschen. Den Wetterbericht schaut man sich ja morgens beim Frühstück sowieso an, danach entscheide ich ja auch, ob ich Hardshell oder Softshell trage, welchen Midlayer etc. Dann eben auch, welche Brille ich am Helm aufziehe.

Damit komme ich so gut zurecht, dass ich selbst bei Sonnenschein keine Sonnenbrille mehr verwende. Die beschlagen bei mir leider immer sehr, die Skibrillen überhaupt nicht. Für die Hütte habe ich eine billige Sonnenbrille mit guten Gläsern dabei, für die ich auch eine erstaunlich bruchsichere Tasche gefunden habe, nämlich auf dem Oberschenkel.

Was Skibrillen anbelangt fühle ich mich jetzt perfekt ausgerüstet.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 26.03.2018 - 21:34

Jetzt haben wir mit Schlitz3r und Kreon gleich zwei, die das Thema Verspiegelung kritisch sehen.
Das sich bei verspiegelten Gläsern gern mal die Beschichtung bei Regen verabschiedet, kommt anscheinend immer wieder mal vor. (Wieso eigentlich speziell bei Regen?) Ich habe das nicht sonderlich verfolgt, aber man stößt mit schöner Regelmäßigkeit auf solche Berichte.
Im letzten Urlaub habe ich den Besitzer einer entsprechenden EG3 darauf angesprochen. Er hatte sie angeblich aber auch nicht gut behandelt. Ihn störte das beim Fahren allerdings nicht sonderlich.
Ich glaube, die meisten Skibrillen werden heute nach ihrer Optik ausgesucht. Anders ist es nicht zu erklären, daß Out of auf der Homepage schreibt, dass ihre unverspiegelten photochromen Gläser besser performen. Theoretisch könnten sie also die Fuocco aus dem Programm nehmen. Aber die ist eben stylisher ....

Was mich noch interessiert: ich habe bei den Brillen ja keine Langzeittests durchgeführt. Gibt es jemanden, der mit den genannten Brillen noch irgendwelche besonderen Erfahrungen gemacht hat? Also zum Beispiel hinsichtlich Qualität, Belüftung, Passform?

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von Kreon100 » 27.03.2018 - 08:43

damit das mal konkreter wird. Ich habe für die Reklamation damals ein paar Fotos gemacht.
DSC_1571a.jpg
DSC_1569.JPG
Es war ein regennasser Tag in Zauchensee im April. Weil dauernd Regentropfen auf der Brille waren habe ich die immer wieder beim Fahren abgewischt. Irgendwann fiel mir auf, dass ich so Glitzer auf dem Handschuh hatte und auf einmal konnte ich das einfach abwischen. XSPO.de hat das zum Hersteller geschickt und ich bekam eine neue Brille/Glas. Leider ist die Beschichtung so empfindlich, dass auch das neue Glas nach wenigen Tagen in der folgenden Saison einen großen Kratzer hatte. Das wollte der Hersteller dann nicht mehr ersetzen.

Also verspiegelte Brillen von P.O.C. kommen mir nicht mehr ins Haus. Eine Unachtsamkeit und schon sind 100 EUR für das Glas futsch. Das ist nicht normal und m.E. einfach ungeeignetes Material.

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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von Spezialwidde » 27.03.2018 - 10:03

Die Frage ist: Verwindet ihr eure verspiegelten Brillen? Die Spiegelschicht ist ja eine aufgedampfte Metallschicht. Und die löst sich sofort wenn man den Untergrund, sprich das Glas, verbiegt. Das ist ja quasi unvermeidlich beim aufsetzen. Einmal angelöst geht die Beschichtung dann auch beim kleinsten Darüberwischen ab. Deshalb sind zb verspiegelte Sonnenbrillengläser möglichst versteift und unbiegsam. Man ist hier in einem quasi unlösbaren Konflikt den Klarlackschutz der die Oxidation des Metallfilms verhindert so dünn zu machen dass das ganze noch flexibel genug bleibt, andererseits aber dick genug um nicht durch Eiskristalle sofort durchbrochen zu werden. Aus diesem Grund benutze ich nur unverspiegelte Brillen. Das Problem haben nämlich alle, egal welcher Preisklasse, prinzipbedingt.
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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von molotov » 27.03.2018 - 13:21

Kennt wer noch einen Hersteller aus Julbo der photocrom und polarisiert kombiniert?
Für mich ein schlagendes Argument.
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Re: Test Snowboardbrillen

Beitrag von joemzl » 27.03.2018 - 22:07

Ich ........................................................................................... und alle Leser des Tests. :mrgreen:



@ Spezialwidde: ja, hört sich plausibel an.
Das würde auch erklären, warum sich die Beschichtung gerade bei Regen löst.
Das Wasser dringt in die Mikrorisse und löst die Beschichtung weiter.


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