Nach einem guten Frühstück sind wir ganz bequem ein paar Minuten nach halb neun losgefahren, wir hatten es nicht eilig, weil vor 9 läuft in St. Jakob nichts. Nach der Auffahrt mit der 6EUB folgt die gemütliche Bergfahrt mit der 3SB, man hat genug Zeit sich auf die Abfahrt zu freuen:
Die Pisten (die 3SB erschliesst drei davon) waren alle so wie man in dieser Jahreszeit von einer nordseitigen Abfahrt erwartet: hart, aber nicht eisig. Die Präparation war, von ein paar ganz kleinen Knollen abgesehen, in Ordnung:
Es war zwar nicht so leer wie z. B. am Ostermontag in BKK, am Vormittag war an den beiden Sesselbahnen im Durchschnitt jeder 2. Sessel besetzt. Bei 2 - 3 Pisten pro Lift und halb besetzten Sesseln kann man aber wirklich nicht vom Andrang sprechen:
Noch besser war aber die schwarze Talabfahrt (T auf dem Pistenplan), keine Knollen, keine Absätze, hart - griffiger Pistenteppich von oben bis unten. Wir haben gleich zu Beginn 5 x hintereinander die Runde von der Bergstation der 3SB bis ins Tal gemacht, besser geht es kaum:
Die drei Pisten an der 3SB, blaue 2 ... :
... rote 1a:
... rote 1, mit einem kleinen Park, ist aber auch als ganz normale Piste fahrbar:
Und weil sie so schön war, nochmals die schwarze Talabfahrt:
Den ersten Firn gab es auf der Talabfahrt erst gegen Mittag, mit Aussnahme des kurzen Schlussstücks am Leonhardlift, hier firnte es gegen 11 auf:
Die nicht mehr ganz neue Talstation sieht IMO recht gelungen aus, viel schöner als z. B. die der etwa gleich alten 6EUB in Sillian:
Zur Abwechslung mal die andere Talabfahrt, rote Ta:
Nun aber weiter zur 6KSB, Schlusshang der roten 3: genau richtig steil und superbreit:
An der 6KSB war (relativ gesehen) noch am meisten los, anstehen musste man auch hier nicht. Das Firnfenster war hier zwischen eins und zwei:
Den Almspitzlift, in Wirklichkeit bei weitem nicht so lang wie er am Pistenplan aussieht, haben wir natürlich auch nicht ausgelassen. Er erschliesst sogar mehr Pisten wie der Pistenplan zeigt, der einzige solche Fall den ich in Schultz'schen Skigebeiten kenne (meistens ist ja andersrum
Einkehr gab es in der sympatischen Eggenhütte, ein wenig versteckt unterhalb der Ta. Die Lawinen vom Langschneid habe ich noch nie in solchem Ausmass gesehen
Grund für den Besuch: der beste Kaiserschmarrn, oder wenigstens einer unten den Top 3, die ich im Gültigkeitsbereich unserer Saisonkarte kenne. Die Frage Qualität vs. Quantität gibt es hier nicht, da stimmt beides
Nach der Einkehr und einer weiteren Talabfahrt hatte Mausi um 15 Uhr genug, ich habe bis Betriebsende noch ein paar Fahrten an der 3SB gemacht. Die Pisten waren um die Zeit natürlich schon firnig - sulzig, aber das macht mir ja nichts aus, solange sie kaum bis überhaupt nicht zerfahren sind, was an der 3SB eindeutig der Fall war:
Fazit: herrlicher Skitag zu Saisonende, besser könnte es bei diesem warmen Wetter kaum noch gehen. St. Jakob hat seinem Ruf als ideales Frühjahrsskigebiet wieder mal die Ehre gemacht. Das Wochenende war damit natürlich noch nicht zu Ende