Endlich ging es wieder los zum Skifahren – die Durststrecke über den Sommer ist beendet und das allen Warnungen hier im Forum zum Trotz. Klar, es gibt nicht wahnsinnig viel Schnee, aber dafür ganz viele andere Vorteile. Allen, die hier sagen, dass man jetzt das Skifahren lassen sollte, muss ich klar widersprechen – alle die jetzt die Chance haben, fahrt etwas Ski (bevor das alle tun) und geht dann danach schön Wandern! Was gibt es schöneres im Herbst, als morgens ein paar gute Schwünge zu ziehen und anschließend noch eine kleine Bergtour zu unternehmen? Nicht viel, oder? Genau so habe ich es heute gemacht. Bis ca. 12:30 fuhr ich in Sölden am Rettenbach Ski und anschließend ging es von Oetz mit der 8EUB nach Hochoetz und von dort zu Fuß auf die Wetterkreuzskogel.
Morgens war der Zustand der Pisten am Rettenbachferner sehr viel besser als erwartet. Erwartet habe ich, dass man auf dem Blankeis rumrutscht, aber ich wurde positiv überrascht. Die Pisten waren eigentlich überwiegend sehr griffig und in gutem Zustand. Problematisch war nur die obere Liftkreuzung am Seiterjöchl. Ansonsten gibt es natürlich hier und da mal Eis, aber das ist ja selbst in den schneereichsten Herbsten der Fall (z.B. Zufahrt Kaserer 1 am Tuxer). Morgens ging es am Seiterjöchl sehr gut und die von unten gesehene rechte Piste am Karleskogel war immer absolut gut zu fahren. Zu dem überraschend guten Pistenzustand kam dann auch noch, dass sehr wenig los war. Ich habe erwartet, dass aufgrund des generell recht überschaubaren Angebots sich alle auf das Wenige konzentrieren. Normalskifahrer waren aber quasi überhaupt nicht anwesend, na gut, bei der aktuellen Wetterlage kommt man auch nicht unbedingt aufs Skifahren. Rennfahrer waren einige da, aber bei weitem nicht so viele, wie sonst schon. Angeblich waren Shiffrin und Weirather vor Ort – so wurde zumindest in der Gondel erzählt. Selbst achte ich da aber nicht drauf, welcher Stangerlfahrer störend im Weg rum fährt.
Wartezeiten gab es also keine, außer am Karleskogel, da sich dort alle Rennteams bündelten. Als dieser mal wieder einen technischen Defekt hatte (starli berichtete ja schon davon), war dann kurzzeitig mal die Bahn dort frei, als der Lift wieder lief. Nach Aussage des Lifters liegt die Störanfälligkeit an einer neuen Steuerung, die manchmal ohne Grund einfach den Lift abschaltet.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Morgens dann der erste Blick auf den Gletschersteilhang. Schaut schonmal besser aus als erwartet, denn ich rechnete mit Blankeis. Die Bergbahnen haben aber schon eine Art Piste grundpräpariert. Das ist zwar bei weitem nicht fertig, aber Sölden wird es schon hinbekommen, damit den Weltcup stattfinden zu lassen.

Während es am Karleskogel (fast) immer zu Wartezeiten kam, konnte man eigentlich immer direkt in die SSII einsteigen.

Oben wartete dann dieser traumhafte Ausblick. Die Saison könnte wahrlich schlimmer starten.

Die Fernsicht war heute doch ziemlich gut

Ausblick SSII

Morgens ging auch die Hauptabfahrt am Karleskogel sehr gut. Später war die dann doch etwas abgerutscht

Das Golden Gate präsentiert sich noch schneefrei

Nervig war, dass man nicht auf Ski bis zur Mittelstation kam. EUB fahren ist ja bei einer Beschäftigungsanlage schon mega nervig, aber wenn man da auch noch weit hinlaufen muss. Ok, gut – zählen wir es mal als Höhentraining

Karleskogel

Mittelstation EUB

Zoom zum Pitztaler. Am SL fehlt wohl oben noch einiges an Schnee

Verbindung zum Seiterjöchl

Seiterjöchl im oberen Teil. Da ist wirklich einiges an Gletscher abhanden gekommen.

Seiterjöchl nach unten

So langsam traut sich auch etwas Sonne ans Seiterjöchl

Gletschersteilhang

Diese Abfahrt am Karleskogel war wirklich astrein

Blick runter zum Gletscherstadion. Die „Talabfahrt“ geht nur über den Weg am Seiterjöchl


Karleskogel mit Blick nach oben

Blick zur Mittelstation der EUB

Schon irgendwie beeindruckend diese kleine Schneelandschaft inmitten karger Berge

Und zum Abschluss von Sölden wieder der Gletschersteilhang
Ich fuhr dann nach Oetz und von dort mit der Acherkogelbahn nach Hochoetz. Von dort per ca. 1-stündiger Wanderung aufs Wetterkreuz. So eine Wanderung ist echt eine perfekte Kombination mit einem kurzen Herbstskitag

Blick zur Bergstation der 4KSB. Der Wanderweg geht hier zunächst ziemlich steil mittels Fahrweg zur Bergstation

Der Hochoetz-Bergstationskomplex

Von hier oben hat man einen tollen Tiefblick ins Ötz- und Inntal

Der Blick nach vorne auf dem Wanderweg. Das Ziel hat man im Blick (man erkennt das Gipfelkreuz)

Blick Richtung Ochsengarten

Nach kurzer Wanderung kommt dann das Gipfelkreuz in Blick

Gipfel-Tiefblick

Zoom zum Sonnenhang von Biberwier

Zugspitze

Gipfel-Panorama

Auf der „Hinterseite“ des Wetterkreuz findet man diese coole Landschaft

Gipfelkreuz Wetterkreuzkogel

Der Wanderweg offenbart schöne Ausblicke

Auf dem Rückweg machte ich dann noch einen kurzen Abstecher zum Rosskopf

Blick aus der Acherkogelbahn auf Oetz
Fazit:
Ein sehr gelungener Saisonstart. Die Skibedingungen sind weit besser, als erwartet – also natürlich nicht auf Winterniveau, aber für diesen Herbst sehr ansehlich. Was ich am Herbst sehr schätze ist, dass man nach einem Skivormittag dann noch gut eine kleine Wanderung unternehmen kann. Also, es ist mit dem Skifahren gerade gar nicht so schlimm, wie oft verlautbart wird. Das sollte man nutzen, bevor es irgendwann auch mal im Flachland kälter wird und alle wieder Skifahren gehen wollen.