Am Freitagabend fiel spontan die Entscheidung für eine Tagesfahrt nach Gurgl. Ein anstrengendes Programm, bei ca. 4h An- und Abreise aus der Region Stuttgart und zu erwartenden 7,5h auf Ski. Aber nachdem ich nun fast schon einen Monat nicht mehr auf Ski stand, führte da quasi kein Weg daran vorbei.
Das Wetter war morgens noch von tief hängenden Wolken geprägt, die die Sicht erschwerten. Die Wolken sollten sich aber bald verziehen und die Bahn frei machen für einen wunderbar sonnigen Tag. In Hochgurgl gab es auf jeden Fall über Nacht einige wenige Zentimeter Neuschnee, in Obergurgl war weniger bis gar kein Neuschnee zu spüren. Aber so oder so, die Naturschneelage ist natürlich sehr dürftig. Die Pisten waren soweit am Vormittag gut mit Maschinenschnee versorgt, wobei sie in Obergurgl wieder mal deutlich härter waren, als die in Hochgurgl. Es ging aber in beiden Teilgebieten gut zu fahren und machte wirklich Spaß. Am Nachmittag waren die Pisten dann teilweise abgerutschter, was aber eigentlich auch nicht schlimm war. Was aber schlimm war, dass nach 15:00 an der Abfahrt an der Kirchenkarbahn II hinter einer Kuppe ein oder mehrere größere Felsen durch die Piste kamen und ich natürlich nichtsahnend genau darüber fuhr und zu allem Unglück wohl auch noch direkt dort einen Schwung setzte. Die Folge daraus ist nun leider, dass mein Belag nun einige größere Lücken aufweist und vor allem, dass die Kante des einen Skis unter der Bindung ziemlich deformiert ist. Die tiefen Kratzer sind da noch das kleinste Problem. Dieser Vorfall hätte an einem an sich so guten Skitag echt nicht sein müssen. Ich muss jetzt mal schauen, ob man die Ski wieder gerichtet bekommt, oder ob ich dieses Paar Ski abschreiben muss.
Los war gestern natürlich einiges, wobei ich es mir schlimmer vorgestellt habe. Auf den Pisten war gut Betrieb – es sind ja auch noch nicht bei weitem alle Pisten geöffnet. An den Liften konnte man aber eigentlich immer direkt einsteigen, kein Vergleich also zu den üblichen Herbstskitagen. Man merkt, dass es nun doch einige Alternativen zu den Gletschern gibt.
Betriebsbeginn an der Hochgurglbahn war übrigens nicht wie angeschlagen um 09:00, sondern um 08:45 - zwar früher als geplant, aber im Vergleich zu den meisten anderen Gebieten immer noch sehr spät.
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Daher:
Bilder:

Morgens hängen zuerst noch einige Wolken tief im Gebiet

Blick auf Hochgurgl

Blick Richtung Wurmkogel. Die Wolken sorgten am Anfang noch für schöne Lichteffekte, aber die verzogen sich dann auch schnell

Blick zum Schermer

Die Schermerabfahrt ging am Morgen richtig gut!

Schermerbahn

Die Wolken lichten sich mehr und mehr. Hier der Blick Richtung Obergurgl

Blick auf die Talstation der Hochgurglbahn. Die Talabfahrt ging sehr gut, auch wenn sie eher von der härteren Sorte war

Dann gleich mal ganz hoch zum Wurmkogel mit dem dortigen Panorama

Blick vom Wurmkogel ins Hochgurgler Teilgebiet


Auf der Zufahrt zur zentralen Liftstation ich Hochgurgl wuselt es immer sehr. Es muss halt quasi jeder immer da durch fahren.

Gegen 11:15 ging es dann rüber nach Obergurgl. Hier waren die Pisten dann härter, aber dafür auch leerer als in Hochgurgl

Festkogelbahn nach oben

Blick Richtung Norden. Das Tal ist noch weit hoch schneefrei

Blick auf die breiten Autobahnen an der oberen Sektion der Plattachbahn

An der Plattachbahn

Blick auf die Festkogelalm

Die rote Abfahrt an der Plattachbahn. Die Rote ging m.E. besser, als die Schwarze

Nun ging es weiter in den Hohe Mut-Sektor. Hier war es relativ schattig und auch die Bedingungen waren relativ schlecht. Gerade die schmalen Wege im unteren Teil der Hohe Mut II waren wieder sehr abgerutscht und fertig.

Blick aus der Hohe Mut Bahn auf Obergurgl

Blick zur Bergstation der Steinmannbahn. Dorthin war leider nur eine Abfahrt geöffnet, die auch nicht gerade die interessanteste ist. Die Bahn lief daher quasi leer

Um ca. 14:30 war ich wieder in Hochgurgl. Die Sonnenstimmung ist im Dezember zu dieser Uhrzeit echt cool

Blick auf die Talstation der Kirchenkarbahn

Obere Sektion der Kirchenkarbahn

Start in die neue Abfahrt an der oberen Sektion. Landschaftlich ganz nett, aber skifahrerisch eher weniger spannend und leider zu dieser Uhrzeit sehr steinig. Da ich bislang den ganzen Tag über keinen einzigen Stein auf der Piste gesehen habe, bin ich auch ganz normal diese Piste gefahren und Zack, schon war es passiert und der Ski war zerstört. Echt ärgerlich an einem so guten Skitag. Aber gut, so ist das halt, wenn man draußen etwas unternimmt.

Auf der roten neuen Abfahrt. Etwas weiter oben lauerte der fiese Fels, der aus der Piste rausschaute

Rückweg von der Kirchenkarbahn ins Hochgurgler Hauptgebiet

Nachmittagstimmung am Wurmkogel

Auch in Richtung Süd-Tirol haben sich die Wolken langsam verzogen

Zu Betriebsschluss wurden dann auch gleich wieder die Kanonen angestellt und scharf geschossen. Das ist auch noch nötig, damit nicht zu späterer Skistunde unangenehme Steine auf der Piste auftauchen
Fazit:
Nach den vielen eher durchwachsenen Tagen im Herbst war dieser Tag endlich mal ein richtig schöner Tag zum Skifahren. Trotz Wochenende war nicht zu viel los und auch auf den Pisten war es eigentlich ziemlich gut zu fahren. Ziemlich unnötig war der Vorfall mit den ziemlich stark beschädigten Ski, aber gut, dass passiert halt. Insgesamt hat der Tag heute aber ziemlich viel Spaß gemacht, und das ist schließlich ja das Wichtigste. Ein guter Tag mit einem Schönheitsfehler halt.