Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

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vetriolo
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Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von vetriolo »

Wegen der doch etwas durchwachsenen Erfahrungen zuletzt ging es diesmal wieder etwas höher rauf, zudem war etwas Neuschnee für die letzte Nacht angesagt worden. In Pejo ist zwar die Talabfahrt noch nicht offen, aber vom Funifor Pejo 3000 runter sind es ja auch so 1000 Höhennmeter, sollte wegen der Höhe allemal besser sein als alles was tiefer liegt. So war es dann auch, bei weitgehend strahlendem Sonnenschein war es auf und wieder einmal neben den Pisten beihnahe perfekt, ganz oben Pulver, darunter Kompaktschnee und etwa ab 2300 m abwärts ein Gemisch aus Naturschnee und Turbinenweiß. Einzige harte und knollige Stelle waren die 300 Meter im letzten Steilstück der Piste im Valle della Mite oberhalb vom Doss dei Gembri. Am Saroden hingegen fand man eine perfekte Carvingpiste vor, fast unberührt, wohlgemerkt um 12 Uhr mittags. Festes, aber nicht eisiges Natur-/Kunstschnee-Gemisch, die oberen 2-3 cm leicht angetaut, streckeneise auch etwas Pulver obendrauf, das ganze absolut glattgezogen und kein einziger Mensch da.

Zum ersten Mal bin ich im Hundert-Personen-Funifor ganz alleine hochgefahren, auch in den Sesselliften Saroden und Doss dei Gembri saß kaum jemand. Immerhin waren aber zwei kleine Gruppen im Gebiet unterwegs, darunter mehr Boarder als Skifahrer. Temperaturen lagen auf 2000 Meter um +3, auf 3000m um -3 Grad, durchgehend Sonne, oben nur ein paar kleine Wolken die über das Ortler-Massiv rüberschwappten. Auch wenn derzeit nur zwei Pisten hier offen sind, von den Bedingungen her ist es so wie jetzt einfach genial, es fehlt eben nur die Talabfahrt und die andere etwas steilere rote Piste Variante dei Monti vom Abzweig am Pian di Laret oberhalb des noch vollen Speichersees.

Vom Funifor aus konnte man auf beiden Seiten gefahrlos ins Gelände gehen, da liegt weit mehr als ein satter Meter kompakter Schnee mit etwa 20-30cm Pulver obendrauf, man musste nicht - wie hier wegen der vielen Felsen sonst oft - Angst um Material oder Knochen haben, man blieb stets problemlos oben. Weiter runter etwas festerer Schnee, aber immer noch sehr gut fahrbar, vor allem mit etwas Tempo. Oben auf beiden Seiten neben der Piste sehr gut, ab dem ersten Drittel links rüber und runter bis zum besagten letzten Knollenhang, macht also etwa 600 Höhenmeter Pulverspass.

Ende der Abfahrt nach Pejo Fonti, zwar weiß, aber noch nicht offen
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Oberer Teil der Talabfahrt unterhablb Tarlenta, da fehlt noch einiges
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Auf 2000m dann genug auf der Piste, der Südhang darüber natürlich aper
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Vom Funifor auf die offene Piste in der Bildmitte und unterer Teil der noch geschlossenen Variante dei Monti links
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Blick zur Variante dei Monti, oberhalb der Bildmitte die Bergstation Saroden
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Oberer Teil der Variante, so viel fehlt da nicht mehr, ein paar kalte Nächte und gut
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Richtung Skiarea Campiglio mit dem tief verschneiten Brenta-Massiv
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Val della Mite, im Hintergrund Dolomiten mit den Pisten von Obereggen rechts
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Schnell runter von der Piste, zwei Leute dort, viel zu voll
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Hier neben der Piste viel besser, am Anfang noch vorsichtig
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Pulver pur hier und nicht so ein Gedränge
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Einziger holpriger Abschnitt, rechts im Schnee ging es aber gut
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So sieht hier der schlechteste Teil von unten aus, aber kein Eis, keine Steine, keine Buckel
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Bergstation und Hütte Doss dei Gembri, rechts der Bildmitte das Skigebiet Groste in Madonna
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Ein paar lockere Wölkchen über der Abfahrt
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Cima Presanella mittig
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Von der Saroden-Bergstation ins Val della Mite, die 3600er wieder im Flaum gebettet
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Runter zum Doss dei Gembri mit vollem Speichersee
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Piste Saroden oben am Nachmittag noch ganz frisch
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Richtig gut zum Carven für Speed-Freaks hier
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Unterer Teil Saroden, hinten das Val di Sole
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Gleich oben in den Steilhang neben der Bergstation des Funifor
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Abkürzung mit einem halben Meter Zuckerwatte
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Meine Spuren von vorher, oben immer den ersten Kilometer rechts raus
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Wieder auf die linke Seite rüber die Piste gequert, etwas weiter ins Gelände, da dann komplett runter bis zum Knollenhang
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Mein Berg, mein Hang, mein Schnee - Häuser, Autos und Yachten können sich alle irgendwohin stecken!
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von Skitobi »

Das sieht ja wirklich gut aus!
Schnell runter von der Piste, zwei Leute dort, viel zu voll
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:lach: :lach: :top:
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von gerrit »

Alles richtig gemacht! Gratuliere! :D
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von molotov »

Sauber, der Schneemangel auf der Nordseite hat seine guten Seite, das Kleinod ging bisher völlig an mir vorbei.
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von Mt. Cervino »

Deshalb liebe ich den Dezember abseits der Mainstreamgebiete (vor allem in Italien und Frankreich). Da kann man dann solch leere Skigebiete bei tollen Bedingungen fast für sich alleine haben.
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von vetriolo »

Pejo ist auch im Hochwinter richtig gut fürs Freeriden, wenn es halt genug Schnee hat. Man kann durch das gesamte Val della Mite abseits fahren, danach entweder von oben gesehen rechts abbiegen runter bis zur variante Monti, dann direkt wieder zum Funifror oder weiter runter ins Val Taviela und stößt ganz unten auf die Talabfahrt. Alternativ fährt man am Ende des Hochtals über Doss dei Gembri zum Steilhang in Richtung Tarlenta (auf alten Karten noch als schwarze Piste eingezeichnet) und dann den "offiziellen" Freeride Gole bis zur Talstation im Ort. Diese Strecke ist lustig, man fährt durch den Wald über Kraut und Rüben, kreuzt den Fussballplatz vom Dorf, aus dem eigens für diesen Zweck eines der Ballfanggitter demontiert wird, damit man da durchkommt, muss einmal über die Straße, diverse Zäune und andere Hindernisse. Bei viel Schnee kein Problem, bin die Strecke noch Ende März runter, als offiziell schon geschlossen war - die wird eh weder ausgesteckt noch kontrolliert - da war es am Ende schon etwas ein Suchen nach Schneepassagen, ab und an ist man halt über einen halben Meter Wiese oder muss mal für einige Meter abschnallen, ist aber alles harmlos. Auf beiden Routen macht man 1600 Höhenmeter, davon 90% Offpiste, ist echt der Hammer.
Man kann auch von ganz oben direkt in die Schlucht im Val Taviela, muss aber aufpassen, da ist letzte Saison ein Snowboardlehrer, der eine Lawine selbst ausgelöst hat, schwer verunglückt, wurde aber mit dem Heli geborgen. Die Piste vom Funifor runter als auch die am Saroden sind zudem sehr gut zum sportlichen Carven, haben optimales Gefälle und sind meistens gut präpariert. An überall supervollen Tagen kann man hier immer noch ohne Wartezeit an der Gondel oder am Funifor fahren, nur an den Sesseln kann man im Extremfall mal ein bis zwei Minuten stehen, mehr nicht. Zudem sind die Pisten nie überfüllt, weil die Abfahrten doch ziehmlich lang sind, da verteilt sich das über die Strecke. Es ist halt ein kleines Gebiet, bei den richtigen Bedingungen kann es für einen Tag traumhaft sein.
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von CV »

hier ein paar Bilder der schwarzen Talabfahrt, Januar 2006 - eine andere Zeit... noch mit dem netten Grafferchen ESL, Seroden-SL, etc.

Schaut zwar etwas wüst aus, ist aber mit bisschen off-piste Können sehr gut zu fahren. Lustig ist der Sprung über die kleine Zuschauerränge in den Sportplatz hinein :)
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Re: Pejo 03.12.2018 - Pulverschnee

Beitrag von Raptor311 »

Pejo ist ein tolles kleines Skigebiet mit atemberaubendem Panorama....ideal für 1 Tag
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