Jetzt hat es mich auch mal voll erwischt. Bisher konnte ich zB. am 27.12. die Massen in Laax mit 18'000 ohne Wartezeiten umgehen und hatte in Zermatt am 1.1. einen anstehlosen Tag, während andere von Chaostagen berichteten. Heut bin ich auch mal voll ins Messer gelaufen:
Schon auf der Autobahn A2 wunderte ich mich, wie viel los war Richtung Süden. Als dann bei Göschenen alle auf die Ausfahrtsspur wechselten, dämmerte es mir... das wird kein guter Tag. Bereits um 8.15 Uhr war eine endlose Kolonne in der Schöllenen Richtung Andermatt unterwegs. Und kurz vor Andermatt kam diese sogar zum Halt:
Der Grund hierfür waren die neuen Familienparkplätze: Jeder versuchte dort zu parkieren, aber wurde nach einem kurzen Gespräch mit dem Parkwärter abgewiesen. Nicht aber wir, da ski-chrigel-junior mit 10 Jahren auf dem Beifahrersitz sass. Sehr angenehm heute. Sonst wäre mein Lieblingsparkplatz schon längst voll gewesen:
An der Talstation trafen wir uns dann planmässig mit Frans, der ohne Kinder auf dem grossen Parkplatz verwiesen wurde:
Als erstes fuhren wir vom Gütsch bis Andermatt runter über die schwarze Piste, die überhaupt nicht (mehr) eisig, sondern tip top griffig war. Bei der zweiten Bergfahrt war die Wartezeit auch nur kurz. Bei der dritten hingegen war sie dann sehr lang. Grund hierfür war einmal mehr der Grund, wieso meine Einstellung zu den Andermatter Mitarbeitern so schlecht ist: Kommunikation wäre das halbe Leben, aber das wäre ja mit Aufwand verbunden... Während die Mitarbeiterin in der Talstation zwecks Gästen in der Mittelstation jede dritte bis vierte Gondel schloss, liefen die Gondeln in der Mittelstation mangels Skifahrern leer oder fast leer durch. So ein Seich!
Oben kam die Sonne, aber der Wind blies heftig.
...so heftig, dass der Schneehüenerstock-Flyer, die neue EUB, der Oberalp-Flyer und ValVal-Camut ganztags geschlossen blieben. Die vielen Leute konnten sich also nicht verteilen und so sah es nach 3 Talabfahrten und einer Mittelstationsabfahrt am Gütsch-Flyer dann so aus:
Am Gütsch mit Gegenverkehr ein fürchterliches Gewusel
So entschieden wir uns, den 11.28-Zug ab Andermatt nach Dieni zu nehmen. Gute Entscheidung, nicht im Nätschen einzusteigen, dort gab es keine Sitzplätze mehr. Mit wie üblich viel Verspätung fuhren wir auf dem Oberalp also durch:
Interessanterweise gab es auf der Sedruner Seite an allen Liften keine oder nur 3-4 FBMs Wartezeiten. Aber die Sessel ohne Hauben waren halt schon bitterkalt:
Das Gewusel auf der einzigen offenen Piste war aber trotzdem übel. Einmal mehr schafften es die Sedruner nicht, zwei Pisten am Milez rechtzeitig bereit zu haben. Ich staune immer wieder über die Ineffizienz dieser Beschneiungsanlage.
Der obere Teil der Mulinatsch-Piste war sehr schön, ab dem Steilhang aber häufig eisig.
Auch das Val Val war eher auf der eisigeren Seite.
Mit 16min Verspätung bestiegen wir dann den Après-Ski-Zug. Während die Massen alle am Gleisanfang bei der Talstation warteten, kämpften wir uns bis fast zum Perronende durch, wo normalerweise der Barwagen anhält. Dies ging perfekt auf, die Türe hielt 20cm neben uns
Die rote Talabfahrt nach Andermatt war noch nicht offen, aber irgendwie trotzdem präpariert.
Kein guter Tag. Heute hat mir die Skiarena auch überhaupt nicht gefallen. Und einige Mängel kamen wieder voll zum tragen, aber irgendwie hatten wir es trotzdem lustig...
Edit: Die neue EUB war über heute wegen einem erneuten technischen Defekt ausser Betrieb, während der Schneehüenerstockflyer offenbar noch aufmachte. Es scheint, dass Leitner ihre neuen Anlagen nicht so gut im Griff hat. Die baugleiche LaSiala-Bahn in Laax zickt bis heute noch häufig.
Edit2: Fehler korrigiert.