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Lech Zürs Saison 12.05.2019 - ***Muttertagsgeschenk***

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von beatle » 13.01.2019 - 14:09

Riesen Mist!! Auch mein Beileid für die Angehörigen!

Irgendwann musste auch am Arlberg was passieren. Bei den Menschenmassen, die sich dort täglich im freien Gelände befinden. Allerdings gab es auch schon Unglücke und Lawinentote am Arlberg bei Personen, die mit Guide im Gelände waren in den letzten Jahren. Eine absolute Sicherheit gibt es in den Bergen nicht, aber auch nicht auf dem Weg ins Skigebiet auf der Autobahn oder der Bundesstraße.

Ich schätze die Situation ähnlich ein wie gerrit , den Langen Zug darf man an solchen Tagen nicht fahren. Nicht ohne Grund lief der Schlepper als Zugang zum Langen Zug (oder zur Tanegg) nicht und die Route bzw. meistens ja präparierte Abfahrt wurde als gesperrt markiert. Mehr kann das Skigebiet nicht machen!

Alle Abseitsfahrer sollten sich über die aktuellen Lawinenwarnberichte informieren (beispielsweise über Apps), wozu soll Lech-Zürs den gleichen Bericht nochmals posten und davor warnen? :nein: Auf dem aktuellen Schneebericht sind alle Informationen vorhanden, auch die LWS.

Nur daran zu denken, dass eine Person aus dem Forum nur annähernd eine Schuld an diesem Unglück haben könnte halte ich für ziemlich abwegig. Niemand weiß, ob die verunglückten Personen tatsächlich diese Berichte von Personen aus dem Forum gelesen haben und daraufhin dann in den Langen Zug gefahren sind, da sie das gleiche erleben wollen. Und wenn sie die Berichte gelesen haben, sind sie selbst für ihr Handeln verantwortlich.

Es gibt zudem unzählige Freeride-Filme - auch professioneller Art, bei denen dieses Erlebnis angepriesen wird, unzählige Instagram Kanäle oder andere Medien, in denen dieses Thema beworben wird. Selten wird auf selbigen auf die Gefahr hingewiesen. Trotzdem mache ich das nicht nach und springe meterhohe Klippen herunter oder fahre Flanken mit 40 bis 50° Steilheit.

Nach der Aussage mancher sollte vielleicht vor jedem Bericht oder vor jedem Video eine Warnung erscheinen, ähnlich wie bei Zigaretten??? Langsam wird es absurd finde ich.

Vielen Vorrednern schließe ich mich an - und auch ich befand mich in den Weihnachtsferien in Gebieten weit unter 1800-2000m - im Wald oder auf sehr flachen Almwiesen. Hier kann man zwar in der Ebene manchmal etwas stecken bleiben und das Erlebnis ist dann etwas getrübt, aber überollt wird man aufgrund zu schwacher Hangneigung nicht.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von wellblech » 13.01.2019 - 14:13

Leute, Leute,

Erst einmal Danke an den Arlbergfan für seine Berichte und die selbstkritischen Worte oben. Beides gehört hier ins Forum.

Es gibt genug "Verrückte" unter uns, die für solche Bilder leben. Die behält man im Kopf. Lebenslänglich. Und auch die Situationen in denen man verdammtes Glück gehabt hat.

Und ja, Skisport ist eine der grössten Risiko Sportarten. Man kann dabei sogar sterben. Leider. Aber das wissen wir vorher. Auch wenn wir es verdrängen. So hart wie es klingt, so isses.

Daher sollten die Moral Ansprachen zu den privaten (!) Aktionen vielleicht mal im Rahmen bleiben. Die Bergbahnen warnen massiv , und das auch zu Recht.

Abschliessend muss ich sagen, dass mein Beileid bei den Angehörigen und mein Mitgefühl bei den Rettern liegt. Traurig ist der Tod für alle, die ihn lebend ertragen müssen.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von JohannesSKI » 13.01.2019 - 14:45

wellblech hat geschrieben:
13.01.2019 - 14:13
Leute, Leute,

Erst einmal Danke an den Arlbergfan für seine Berichte und die selbstkritischen Worte oben. Beides gehört hier ins Forum.

Es gibt genug "Verrückte" unter uns, die für solche Bilder leben. Die behält man im Kopf. Lebenslänglich. Und auch die Situationen in denen man verdammtes Glück gehabt hat.

Und ja, Skisport ist eine der grössten Risiko Sportarten. Man kann dabei sogar sterben. Leider. Aber das wissen wir vorher. Auch wenn wir es verdrängen. So hart wie es klingt, so isses.

Daher sollten die Moral Ansprachen zu den privaten (!) Aktionen vielleicht mal im Rahmen bleiben. Die Bergbahnen warnen massiv , und das auch zu Recht.

Abschliessend muss ich sagen, dass mein Beileid bei den Angehörigen und mein Mitgefühl bei den Rettern liegt. Traurig ist der Tod für alle, die ihn lebend ertragen müssen.
Stimme dir überall zu, außer dass die Bergbahnen massiv warnen: Arlberg und Zell am See (und sicherlich noch viele weitere) tun das nicht auf ihren offiziellen Social Media Kanälen!!!
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Arlbergfan » 13.01.2019 - 15:05

Vielen Dank für die sachlich geführte Diskussion an dieser Stelle.
Auch ich hinterfrage mein Handeln natürlich an diesem Tage sehr und bin mehr als froh, dass bei meinen unzähligen Abfahrten im Gelände IMMER alles gut ging. Der hier schon angesprochene Schutzengel sollte wirklich nicht überstrapaziert werden - der war bei mir scheinbar immer mit an Board.

Bzgl. der Diskussion Warnung auf den Social Media Kanälen über die Lawinengefahr: Ich glaube, wenn alle öffentliche Medien über die Lawinengefahr berichten und für Hysterie bei Gästen sorgen, sollten doch wirklich alle über die aktue Lawinengefahr informiert sein. OE24 sprach sogar von einer "Ausgangssperre" in Zürs - was absolut nicht wahr war. Von daher ist es auch eine Aufgabe von einer Destination, die Gäste zu beruhigen und die Berichterstattung einigermaßen ins rechte Licht zu rücken.

Und noch was: Wie sich jetzt herausgestellt hat, sind die Kollegen "Wasserschloss" gefahren - nicht direkt die Route Langer Zug.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Werna76 » 13.01.2019 - 15:12

Bezüglich der Berichterstattung in den Medien, der Kindl Roland (Tourismusobmann in Obertauern) hat kürzlich dazu was auf Facebook geschrieben, ich erlaube mir mal zu zitieren:
ch frage mich, wie die Reporter alle zu uns herein gekommen sind (und es waren verdammt viele), wenn wir seit Tagen angeblich von der Außenwelt abgeschnitten sind. Ein Hoch auf die Reporterin vom gestrigen ARD Brennpunkt live aus Obertauern ... sie hat erwähnt, dass es hier sogar Trinkwasser gibt ... vllt. hatte sie noch nie in ihrem Leben eines aus dem Hahn und war deshalb so begeistert ... ich hoffe, sie ist schnell wieder abgereist heute und hatte davor noch ihre wohlverdiente heiße Dusche im Hotel!
Es gibt nämlich nichts mehr zu berichten ... schade, dass man umgekehrt hundertausende Euro bezahlen muss, wenn man solche TV-Minuten positiver Berichterstattung kaufen möchte!
Alles Panikmache dank der oben erwähnten Berichterstattungen. Unglaublich, wie wenig bewusst sich heutzutage Medien sind, was sie durch falsche Berichterstattung anstellen können.

RTL hat im Hauptabendprogramm verlautbart, dass das gesamte Salzburger Land zum Katastrophenschutzgebiet inkl. der Lawinenwarnstufe 5 erklärt wurde ... reine Lügen ohne Recherche in die Tiefe. Ein Hoch auch auf die vor Ort Redaktion von wetteronline.de, deren Reporter sich gar nicht mehr eingekriegt hat ... jetzt wissen wir, weshalb deren Wettervorhersagen so gut wie nie korrekt sind.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von JohannesSKI » 13.01.2019 - 15:38

Arlbergfan hat geschrieben:
13.01.2019 - 15:05
Vielen Dank für die sachlich geführte Diskussion an dieser Stelle.
Auch ich hinterfrage mein Handeln natürlich an diesem Tage sehr und bin mehr als froh, dass bei meinen unzähligen Abfahrten im Gelände IMMER alles gut ging. Der hier schon angesprochene Schutzengel sollte wirklich nicht überstrapaziert werden - der war bei mir scheinbar immer mit an Board.

Bzgl. der Diskussion Warnung auf den Social Media Kanälen über die Lawinengefahr: Ich glaube, wenn alle öffentliche Medien über die Lawinengefahr berichten und für Hysterie bei Gästen sorgen, sollten doch wirklich alle über die aktue Lawinengefahr informiert sein. OE24 sprach sogar von einer "Ausgangssperre" in Zürs - was absolut nicht wahr war. Von daher ist es auch eine Aufgabe von einer Destination, die Gäste zu beruhigen und die Berichterstattung einigermaßen ins rechte Licht zu rücken.

Und noch was: Wie sich jetzt herausgestellt hat, sind die Kollegen "Wasserschloss" gefahren - nicht direkt die Route Langer Zug.
Die Social Media Kanäle sollen keine Panik verbreiten, sondern warnen, die gesicherteten Pisten zu verlassen. Dass die Panikmache der Medien völlig daneben ist, steht außer Frage. Ich glaube, dass die Tourismusverbände selbst eine andere Autorität haben als die Medien (die Touristiker sind von da die müssen sich ja auskennen) und diese gilt es nicht zu missbrauchen. Mit Panikmache hat das nichts zu tun.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Schorsch Lupus » 13.01.2019 - 15:49

Was Die Panikmache in den Medien betrifft, habt ihr schon recht, aber man muss schon auch sagen – wen erreichen diese Medien? Praktisch nur die (potentiellen) Gäste aus der deutschsprachigen Region.

Am Arlberg gibt es aber auch massenhaft Gäste aus Ländern wie USA, England, Japan, China, Russland, Australien etc. und die erreichen die aktuellen Medienberichte nicht. Und Menschen aus solchen Ländern sind halt leider oft unter den Lawinenopfern. Genau für die müsste man die großen – nicht zu übersehenden - Warnschilder in den Skigebieten aufstellen und halt auch immer wieder mal auf allen offiziellen Kanälen vor Lawinengefahren warnen.

Und wenn sich dann dennoch jemand nicht dran hält, dann ist es wirklich die Schuld des einzelnen.

Aber wenn manche Bergbahnen (am Arlberg und woanders sicher auch) ihrer Verantwortung, die Leute ausreichend vor Gefahren zu warnen nicht nachkommen, müssen sie sich auch Kritik gefallen lassen, dass immer wieder was passiert.

Gerade letzte Woche gab es einen Bericht auf ORF wo über das Problem berichtet wurde, dass die aktuellen Lawinenwarnungen Gäste aus dem Ausland oft nicht erreichen und Kurse über Alpine Gefahren total überlastet und vorwiegend von Inländern besucht werden. Das erklärt wieso – österreichweit – übermäßig viel Ausländer unter den Lawinenopfern sind. Den Wissensstand, den die meisten hierzulande (und hier im Forum) über das Thema alpine Gefahren haben, haben die meisten ausländischen Lawinenopfer leider nicht und deshalb bräuchte es einfach mehr Warnungen und Warnschilder die man einfach nicht übersehen kann!
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von ghostbikersback » 13.01.2019 - 16:18

Das sehe ich definitiv anders - Schilder gibt es eher zu viel als zu wenig (habe mir schon oft dumme Kommentare anhören müssen, weil Schilder vor völlig unkritischen Hängen standen). Den Tiroler Lawinenbericht gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Wer das nicht versteht und anwendet gehört entweder nicht ins Gelände oder nimmt sich einen Guide. Das sagt einem eigentlich auch der Hausverrstand. Verbote, zu viele (unpassende) Schilder und Überregulierung fördern langfristig nur die Verblödung.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von JohannesSKI » 13.01.2019 - 16:32

ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:18
Das sehe ich definitiv anders - Schilder gibt es eher zu viel als zu wenig (habe mir schon oft dumme Kommentare anhören müssen, weil Schilder vor völlig unkritischen Hängen standen). Den Tiroler Lawinenbericht gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Wer das nicht versteht und anwendet gehört entweder nicht ins Gelände oder nimmt sich einen Guide. Das sagt einem eigentlich auch der Hausverrstand. Verbote, zu viele (unpassende) Schilder und Überregulierung fördern langfristig nur die Verblödung.
Den LLB gibt es auf Englisch, jedoch finden viele Ausländer den gar nicht (suchen ihn erst gar nicht weil sie nicht wissen dass es sowas gibt) Gerade für Amerikaner Kanadier und Australier (von denen die ersteren es gewohnt sind, dass man alle Hänge im Skigebiet gefahrlos befahren kann) ist das ungewohnt, außerdem wissen die natürlich nicht was die Skala bedeutet etc. Der LLB müsste offensiver mitgeteilt werden durch die Hoteliers, Bergbahnen etc. Jeder Übernachtungsgast sollte eine Broschüre über Lawinengefahren, Warnstufen usw bekommen. Ich glaube, Prävention wirkt hier wirklich Wunder!
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von markman » 13.01.2019 - 16:37

Schorsch Lupus hat geschrieben:
13.01.2019 - 15:49

Gerade letzte Woche gab es einen Bericht auf ORF wo über das Problem berichtet wurde, dass die aktuellen Lawinenwarnungen Gäste aus dem Ausland oft nicht erreichen und Kurse über Alpine Gefahren total überlastet und vorwiegend von Inländern besucht werden. Das erklärt wieso – österreichweit – übermäßig viel Ausländer unter den Lawinenopfern sind. Den Wissensstand, den die meisten hierzulande (und hier im Forum) über das Thema alpine Gefahren haben, haben die meisten ausländischen Lawinenopfer leider nicht und deshalb bräuchte es einfach mehr Warnungen und Warnschilder die man einfach nicht übersehen kann!
naja. In den Hotels liegen mehrsprachige Wettermeldungen samt Warnungen aus. Im TV gibt es auch genügend Infos zu den Pisten und Lawinenwarnungen, Pistenregeln. Im Umkehrschluss sind also Ausländer benachteiligt, weil Sie, obwohl Skifahrer, keine Kenntnis über den Zusammenhang von Schneefall und Lawinen per se haben?

Wenn Pisten gespert sind, hat das einen Grund. Das sollte jeder Mensch auf der Welt wissen.

Übermäßig viel Ausländer sind ggf. unter den Opfern, weil Sie Gefahren anders einschätzen, nicht weil Sie wissenstechnisch benachteiligt sind - meine Meinung.

Gruß,
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Lauberhorn » 13.01.2019 - 16:46

JohannesSKI hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:32
ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:18
Das sehe ich definitiv anders - Schilder gibt es eher zu viel als zu wenig (habe mir schon oft dumme Kommentare anhören müssen, weil Schilder vor völlig unkritischen Hängen standen). Den Tiroler Lawinenbericht gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Wer das nicht versteht und anwendet gehört entweder nicht ins Gelände oder nimmt sich einen Guide. Das sagt einem eigentlich auch der Hausverrstand. Verbote, zu viele (unpassende) Schilder und Überregulierung fördern langfristig nur die Verblödung.
Den LLB gibt es auf Englisch, jedoch finden viele Ausländer den gar nicht (suchen ihn erst gar nicht weil sie nicht wissen dass es sowas gibt) Gerade für Amerikaner Kanadier und Australier (von denen die ersteren es gewohnt sind, dass man alle Hänge im Skigebiet gefahrlos befahren kann) ist das ungewohnt, außerdem wissen die natürlich nicht was die Skala bedeutet etc. Der LLB müsste offensiver mitgeteilt werden durch die Hoteliers, Bergbahnen etc. Jeder Übernachtungsgast sollte eine Broschüre über Lawinengefahren, Warnstufen usw bekommen. Ich glaube, Prävention wirkt hier wirklich Wunder!
Ich bin eher der Meinung, die Skigebiet in Österreich (oder den Alpen) müssen sich in Zukunft bei der Lawinensicherung eher an den Gebieten in den USA und Kanada orientieren. Also innerhalb eines sehr deutlich gekennzeichneten Bereiches die Hänge sichern und nicht nur die präparierten Abfahrten. Außerhalb dieser Bereiche muss dann deutlich vor den Gefahren gewarnt werden (Schilder, Absperrungen...). Die Leute wollen nämlich im "Gelände" fahren also auf unpräparierten Abfahrten. In diesem Bereich wurde jetzt über Jahre mit intensiven Marketing eine Nachfrage erzeugt und so kommen immer mehr Leute auf den Berg die die tollen Bilder kennen aber wenig über die Gefahren wissen. Darauf sollten die Anbieter (Skigebiete) jetzt reagieren.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von JohannesSKI » 13.01.2019 - 16:54

Lauberhorn hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:46
JohannesSKI hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:32
ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:18
Das sehe ich definitiv anders - Schilder gibt es eher zu viel als zu wenig (habe mir schon oft dumme Kommentare anhören müssen, weil Schilder vor völlig unkritischen Hängen standen). Den Tiroler Lawinenbericht gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Wer das nicht versteht und anwendet gehört entweder nicht ins Gelände oder nimmt sich einen Guide. Das sagt einem eigentlich auch der Hausverrstand. Verbote, zu viele (unpassende) Schilder und Überregulierung fördern langfristig nur die Verblödung.
Den LLB gibt es auf Englisch, jedoch finden viele Ausländer den gar nicht (suchen ihn erst gar nicht weil sie nicht wissen dass es sowas gibt) Gerade für Amerikaner Kanadier und Australier (von denen die ersteren es gewohnt sind, dass man alle Hänge im Skigebiet gefahrlos befahren kann) ist das ungewohnt, außerdem wissen die natürlich nicht was die Skala bedeutet etc. Der LLB müsste offensiver mitgeteilt werden durch die Hoteliers, Bergbahnen etc. Jeder Übernachtungsgast sollte eine Broschüre über Lawinengefahren, Warnstufen usw bekommen. Ich glaube, Prävention wirkt hier wirklich Wunder!
Ich bin eher der Meinung, die Skigebiet in Österreich (oder den Alpen) müssen sich in Zukunft bei der Lawinensicherung eher an den Gebieten in den USA und Kanada orientieren. Also innerhalb eines sehr deutlich gekennzeichneten Bereiches die Hänge sichern und nicht nur die präparierten Abfahrten. Außerhalb dieser Bereiche muss dann deutlich vor den Gefahren gewarnt werden (Schilder, Absperrungen...). Die Leute wollen nämlich im "Gelände" fahren also auf unpräparierten Abfahrten. In diesem Bereich wurde jetzt über Jahre mit intensiven Marketing eine Nachfrage erzeugt und so kommen immer mehr Leute auf den Berg die die tollen Bilder kennen aber wenig über die Gefahren wissen. Darauf sollten die Anbieter (Skigebiete) jetzt reagieren.
Eine sicherlich sehr interessante Lösung, jedoch frage ich mich, ob das praktikabel sein kann, da die Skigebiete in den USA meistens nur einen Berg umfassen, der komplett gesichert werden muss.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Florian86 » 13.01.2019 - 16:57

Lauberhorn hat geschrieben:
13.01.2019 - 16:46
Ich bin eher der Meinung, die Skigebiet in Österreich (oder den Alpen) müssen sich in Zukunft bei der Lawinensicherung eher an den Gebieten in den USA und Kanada orientieren. Also innerhalb eines sehr deutlich gekennzeichneten Bereiches die Hänge sichern und nicht nur die präparierten Abfahrten. Außerhalb dieser Bereiche muss dann deutlich vor den Gefahren gewarnt werden (Schilder, Absperrungen...). Die Leute wollen nämlich im "Gelände" fahren also auf unpräparierten Abfahrten. In diesem Bereich wurde jetzt über Jahre mit intensiven Marketing eine Nachfrage erzeugt und so kommen immer mehr Leute auf den Berg die die tollen Bilder kennen aber wenig über die Gefahren wissen. Darauf sollten die Anbieter (Skigebiete) jetzt reagieren.
Das wäre natürlich wünschenswert, aber ob das praktikabel ist sei mal dahin gestellt. Im Umkehrschluss hieße das ja auch, man müsste auch für Pistenfahrer, von denen es sicher deutlich mehr als Freerider gibt, viel öfter einzelne Lifte sperren, da das Gelände um die Piste(n) herum eben nicht lawinengesichert ist.

Ansonsten will ich noch erwähnen: Lawinen gehn auch - wie hier sicher alle wissen - gern mal aus heiterem Himmel ab, wie gestern in Lenzerheide aus einem Sessellift beobachtet. Das war zwar sehr steiles Gelände, wo die Lawine runter ging, aber sie endete dann doch ziemlich nah am geöffneten Funpark dran. Ein externer Auslöser war nicht zu erkennen. Für mich war das bewusst die erste größere Lawine, die ich abgehen hab sehen, und das fand ich schon sehr eindrucksvoll und erschreckend. Da hätt' ich definitiv nicht drin sein wollen. Also seid einfach vorsichtig.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Buckelpistenfan » 13.01.2019 - 17:01

Schorsch Lupus hat geschrieben:
13.01.2019 - 12:49
(...)

Ich kann mich nicht erinnern, sowas von einer offiziellen Werbeseite vom Arlberg mal gelesen zu haben!

(...)
Am Arlberg wird einfach viel zu wenig vor Lawinengefahren gewarnt!!!
Auf der Homepage zum Thema Freeriden: https://www.lechzuers.com/winter/skifahren/
Trotzdem empfehlen wir, das Gebiet abseits der Piste nur mit einem erfahrenen Ski-Guide zu befahren. Dieser zeigt Ihnen, je nach Wetter und Schneebedingungen, die besten Routen und Hänge. Die Skischulen bieten neben Skikursen auch Skiführer an, die Sie sicher und umsichtig führen. Sollten Sie noch Zweifel haben – Skifahren mit einem echten Local-Guide ist ein Erlebnis, das Sie nicht vergessen werden.

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Malli » 13.01.2019 - 17:09

die route war gesperrt, klar. aber der Lagebericht hat eine mäßige Lawinengefahr in Höhen unter 2200m ausgegeben. Nach der Reduktionsmethode wäre dieser Hang dann sogar fahrbar...
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von kaldini » 13.01.2019 - 17:34

Was ich generell den Marketingabteilungen der Skigebiete ankreide (da hatte ich mit Arlbergfan schon anders kurz diskutiert) ist, dass in der Werbung und auf den großen Homepages immer mit unberührter Natur und Tiefschnee geworben wird. Muss da einerseits schmunzeln, denn 90% der Zielgruppe für solche Werbung ist eh froh, auf den blauen und roten Pisten runter zu kommen. Andererseits fördert es aber den "es hat Neuschnee, egal was ist, raus und los!" Gedanken.
Finde da das Marketingvideo der Skiwelt Wilder Kaiser mal interessant, da gibts (Ausser Kaiserschmarrn) recht viele Bilder von Pistenskifahrten.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Arlbergfan » 13.01.2019 - 17:51

Bzgl. den Hinweisen im Skigebiet:
Hier finde ich, dass die meisten Skigebiete schon hinreichend auf die alpine Gefahren hinweisen. Herrscht hohe und sehr hohe Lawinengefahr, ist an den Pistentafeln eine Warnleuchte angebracht die blinkt. Dazu gibt es die allzu bekannten Warnschilder "Hier verlassen Sie den gesicherten Skiraum" oder "Lawinengefahr". Pisten oder Routen werden erst dann geöffnet, wenn sie sicher sind. Wenn sich jemand nicht auskennt, muss er sich also nur an die geöffneten Routen halten und ihm wird mit großer Wahrscheinlichkeit nichts passieren.

Und zum Punkt: Ausländische Gäste sind häufiger unter den Opfern - ich habe jetzt keine stichfeste Zahlen, aber gefühlt trifft es schon eher Deutsche oder Österreicher. Die 4 Unglücklichen sind schließlich auch Deutsche...

Skifahren ist ein Außensport - Abseitsfahren ein Extremsport - da gibt es keine 100%ige Sicherheit.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von flamesoldier » 13.01.2019 - 17:56

Aktueller Beitrag auf Instagram von @lechzuers beinhaltet diesen Text:
"Please pay attention to the risk of avalanches - the danger is very high! Stay in safe areas in the skiresort!"

Konnte ich die Wochen zuvor in keinem Posting lesen. Der gesamte Beitrag ist übrigens ausschließlich auf Englisch verfasst. Den Hinweis kann man nur begrüßen, genau über diesen Kanal erreicht man vermutlich am ehesten die gefährdete Zielgruppe derjenigen, die gerne offpiste fahren wollen, aber von Lawinenkunde noch nie wirklich was gehört haben und regt so eventuell mal einen Nachdenkprozess bei diesen an.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von ghostbikersback » 13.01.2019 - 18:04

Malli hat geschrieben:
13.01.2019 - 17:09
die route war gesperrt, klar. aber der Lagebericht hat eine mäßige Lawinengefahr in Höhen unter 2200m ausgegeben. Nach der Reduktionsmethode wäre dieser Hang dann sogar fahrbar...
Nach Reduktionsmethode komme ich auf 1.5 und damit auf STOP. Man kann den Hang nach den massiven Schneefällen nicht als vollständig befahren einstufen. Ich halte die Reduktionsmethode auch für extrem fehleranfällig (wie man an unseren divergierenden Einschätzungen wieder sehr schön sieht) und daher nicht geeignet. Es geht aus meiner Sicht viel einfacher: Beim 2er nicht steiler als 40 Grad, beim 3er nicht mehr als 35 Grad und beim 4er max. 25-30 Grad.

Dazu noch Gehirn einschalten (Triebschnee?, Nordhang?, eingeschneite Gleitschicht/Untergrund?, viel Neuschnee in den letzten Tagen?, Bauchgefühl?, Entlastungsabstände) und über 80% der tödlichen Unfälle würden nicht passieren. Wer mehr Risiko mag kann ein bisschen spielen aber wie das tragische Unglück in Lech zeigt, geht es mit dem Restrisiko dann sehr schnell nach oben. Deshalb: Keep it simple!
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von beatle » 13.01.2019 - 18:13

Gute rationale Analyse. Man sieht, dass hier viele gar nicht mit den Reduktionsmethoden vertraut sind. Es geht bei weitem nicht nur um die Hangneigung!!


Wenn ich ins Ausland zum Skifahren gehe, dann erkundige ich mich vor Ort über die örtlichen Begebenheiten, den örtlichen Lawinenlagebericht und nehme Kontakt zu Skischulen, Berführern oder anderen (erfahrenen) Freeridern auf. Bin ich der Sprache nicht mächtig oder kann nicht mit örtlichen Skischulen etc. kommunizieren, so habe ich der Sicherheit vorrang zu geben. So habe ich in Gulmarg / Kashmir in Indien auch vor Befahrung des Geländes mit Chris Werren (Anbieter und "Local" aus der Schweiz) gesprochen und einen Guide gehabt für zwei Tage. Dieser half uns die Situation besser einzuschätzen.

Kommen nun US-Amerikaner oder Kanadier oder andere Nationalitäten nach Österreich, so erwarte ich dasselbe, wenn sie das Pistengelände verlassen. Also dass sie sich über die Situation informieren. Das Skigebiet informiert über das Verlassen der Pisten, so dass nur geöffnete Pisten und Skirouten lawinensicher sind. All das ist in Lech-Zürs sowie in anderen Skigebieten der Fall: steht auf jedem Skiprospekt, auch der Webseite allgemein usw. und ist sicher in Österreich Pflicht und eine Sache der Haftung.

Das trifft für diesen Fall aber eh nicht zu: die Sprache war kein Problem, die Deutschen sind des "Österreichischen" mächtig gewesen.

Wasserschloss sagt mir jetzt nichts, ich kann die Hangneigung somit nicht einschätzen, allerdings ist es sicher nicht mehr im Einzugsbereich des Langen Zugs. Aber Spekulation von mir...
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Werna76 » 13.01.2019 - 18:15

Bezüglich Infopolitik der Bergbahnen
(weil Zell am See angesprochen wurde) hier läuft seit Tagen auf Deutsch und Englisch die Info auf dem TV-Infokanal, dass es VERBOTEN ist die Pisten zu verlassen.

Bezüglich Hinweistafeln:
Ich denke die könnte man drastischer gestalten, in den USA sind die Hinweistafeln mit Totenkopf gestaltet und es steht sinngemäß darauf, wenn du dich weiter als diese Grenze bewegst besteht die Möglichkeit dass du stirbst. Und wenn man dann wirklich gar keine Ahnung vom Gebiet hat, steht man dann schon vor dieser Tafel und geht nochmal in sich um zu überlegen ob das jetzt wirklich so ne gute Idee ist, da weiterzufahren.
Hab leider bei meinem USA-Trip kein Foto dieser Tafeln gemacht, hier gibts eines:
https://unofficialnetworks.com/2017/12/ ... -industry/
https://snowbrains.com/wp-content/uploa ... i-area.jpg
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von NeusserGletscher » 13.01.2019 - 19:18

ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 18:04
Nach Reduktionsmethode komme ich auf 1.5 und damit auf STOP. Man kann den Hang nach den massiven Schneefällen nicht als vollständig befahren einstufen. Ich halte die Reduktionsmethode auch für extrem fehleranfällig (wie man an unseren divergierenden Einschätzungen wieder sehr schön sieht) und daher nicht geeignet. Es geht aus meiner Sicht viel einfacher: Beim 2er nicht steiler als 40 Grad, beim 3er nicht mehr als 35 Grad und beim 4er max. 25-30 Grad.
Gibts für die Reduktionsmethode eigentlich keine App fürs Smartphone?
.... abgetaut 8O :? :wink:

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von grosser_garland » 13.01.2019 - 19:50

NeusserGletscher hat geschrieben:
13.01.2019 - 19:18
Gibts für die Reduktionsmethode eigentlich keine App fürs Smartphone?
z.B. für Android: Woodsie Lawinengefahr

Auch bei einer App muss man aber wissen was man tut!

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Arlbergfan » 13.01.2019 - 19:54

Was jetzt wieder bei der Berichterstattung etwas falsch geschildert wird, ist die Variante, die die Opfer gefahren sind. Dabei handelt es sich um eine extrem steile Rinne in der NÄHE vom Langen Zug. Allein da rein zu kommen muss man sich mühen, es ist KEINE Standard Variante. Bei sowas helfen auch alle Reduktionsmethoden bzw. Warnhinweise nichts mehr! Der Rettungseinsatz gestern Nacht war mehr als gefährlich!
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Beitrag von christopher91 » 13.01.2019 - 20:01

Wie kann man denn sowas bei der extremen Schneelage fahren und dann scheinbar auch noch zu viert auf einmal? Vollkommen unverständlich.

Bei der Rettungsaktion hätte ich dann wohl als Bergretter auf Eigenschutz geachtet und es abgeblasen aufgrund des Risikos, war doch eh quasi keine Hoffnung das noch wer lebt.
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