In Frage kamen für mich letzten Endes nur Skigebiete in Oberbayern, insbesondere solche, die auf Naturschnee angewesen sind. Denn man kann sich ja nie sicher sein, wann und für wie lange sie überhaupt geöffnet sind. Also sollte es entweder Kampenwand + Hochfelln (wie schon öfter), Wendelstein, oder Kranzberg + Herzogstand werden. Letzten Endes hatte ich den Eindruck, dass die Wettervorhersage für die letztere Kombi am Besten war und außerdem kannte ich diese Skigebiete noch nicht, also entschied ich mich dafür.
Stressen wollte ich mich auch nicht, also war der Plan zwischen 8:45 und 9:00 loszufahren, und am Kranzberg einen Skipass von 10:30 bis 13:00 zu nehmen. Aber am Autobahnende bei Eschenlohe war mal wieder Stau angesagt, also bin ich halt auch am Hinweg den Walchensee entlang gefahren.

Wie einige andere auch. Stau gab es aber nicht.
Kurz vor dem Ziel lag recht viel Schnee neben der Straße.

Auch wenn es dann doch schon kurz vor 11 war, als ich am Skigebiet (Pistenplan) ankam, kam trotzdem nur besagter Skipass von 10:30 bis 13:00 für 20,50€ in Frage.
Gestartet bin ich dann am Luttenseelift und wollte erstmal das Skigebiet erkunden (was vielleicht ein Fehler war, dazu aber später mehr). Hier die obere Umlenkrolle.

Ausstieg und schneebedeckte Hütte.

Leider bin ich zunächst auf der "falschen", linken Seite ausgestiegen.

Ein Blick auf den Pistenplan verriet mir dann, dass ich zum längeren Korbinianlift doch in die andere Richtung muss.
Der Einstieg dort war etwas verzwickt, da er fast direkt bei der Umlenkrolle war. Somit kamen die Bügel überraschend, einige hatten Probleme damit, bei mir hats aber gut geklappt. Im Lift.


Im Anschluss nahm ich den direkt anschließenden Sonnenhanglift.

Von dort gings über ne recht flache Piste zum Wildensteinlift. Leider war der Schnee sehr nass und bremsig, so dass man selbst im leichten Gefälle anschieben musste.

Im Wildensteinlift.

Seitenblick in Richtung Talstation Gipfellift.

Dieser Lift ist zu Recht nur für Geübte, relativ steil und hat zusätzlich einen etwas schwierigen Einstieg.

Seitenblick aus dem Lift, da hat sogar die Sonne etwas durchgespitzt.

Neben dem bremsigen Schnee waren auch noch ziemlich häufig irgendwelche Trainingskurse ausgesteckt, was auch etwas nervig war.
Ein romantisches Hüttchen, auch als Schanze nutzbar.

Es wurde steil, und unter den Stützen wars auch immer feucht.

Oben dachte ich über Bilder nach, aber dann fiel mein Handy in den Schnee und sauste die schwarze Abfahrt runter. Ich war dann aber doch schneller auf Ski und habs nach ein paar Metern wieder gehabt.
Dann gibts halt erst von weiter unten Bilder. Da ich zum Sessellift wollte hielt ich mich möglichst weit rechts.

Diesen Weg entlang der (ehemaligen) 10-PB nahm ich nicht.

Statt dessen gings schön zwischen Bäumen durch.

Danach war die Frage: schwarz oder rot. Ich nahm die schwarze Buckelpiste.

Sicher eine reizvolle Landschaft, vor allem wenn man noch etwas mehr sehen würde.

Um zum Sessellift zu kommen gings über ein elendiges Flachstück...

...sogar mit "schönem"darauffolgenden Anstieg.

Wobei ich glaube, dass die Verbindungen deutlich besser klappen, wenn der Schnee eben nicht so bremsig ist. In diesem Fall war das echt eine Qual.
Und weiter gehts, wenigstens etwas mehr Gefälle.

Auch die Talabfahrt im Anschluss war dann eher flach, aber man musste nicht ganz so viel ski-ben wie im oberen Stück.

Zwischen Laubbäumen durch.

Mal wieder flach nach hinten und nach vorne.


Rum um die Kurve

Man könnte meinen, die Szenerie wiederholt sich.

Zum Schluss gabs mal wieder etwas mehr Schwung.

Und relativ plötzlich taucht der Kranzberg-Einersessellift auf.

Leider muss man die Ski abschnallen und so recht wusste ich net, wohin damit. Also Rucksack, Stöcke und Ski auf dem Oberschenkel, sowie die Kamera um den Hals. Immerhin die Stöcke konnte ich dann am Sicherheitsbügel aufhängen. Fußrasten gabs natürlich auch keine, braucht man ja auch net. An sich schon ein schöner Lift, immerhin von 1950, hat aber gerade mal 240 Höhenmeter auf eine Länge von 1424m.
Ich wagte einen Blick zurück.

Hinter mir saßen dann leider ein paar Drecksblagen, die es lustig fanden, auf den Sesseln ordentlich zu hüpfen. Dieses Schaukeln hat sich natürlich auf einige weitere Sessel übertragen. So richtig hoch ist der Sessel zwar net, aber besonders spaßig fand ichs trotzdem nicht. Nach ca. 2/3 der Strecke wars dann immerhin dem Vater auch zu bunt und es gab ne Ermahnung. Nach dieser Gruppe kam dann noch eine Mutter mit ihrer sichtlich geängstigten Tochter oben an...
Seitenblick nach Süden.

Ich hoffte ja immer noch, dass es aufreißt.
Schon schön, so ein entschleunigter Nostalgie-Lift.

Das Gelände ist schon sehr flach.

Das mit den Schlitten sah auch etwas verkrampft aus.

Stütze 12.

Kurz vor der Bergstation.

Der Ausstieg war dann ähnlich schwierig dank den vielen Sachen, die ich in der Hand hatte, es hat aber dennoch gut geklappt.

Was man nicht alles braucht.

Kranzbergbahn leider geschlossen.

Von hier gings zur Talfahrt.

Auch vom Sessellift aus waren wieder dieselben Flachstücke zu überwinden.

Links rot, rechts blau - flach war beides.

Leider war mir dieser schöne Hang nicht vergönnt.

Dann kam ich an der Bergstation Korbinianlift vorbei.

Allerdings nahm ich den Sonnenhanglift.

Von dort gings - mal wieder über das bekannte Flachstück - zum Gipfellift. Oben war es dann noch etwas nebliger als zuvor.

Ausstieg.

Rot oder schwarz?

Am Gipfellift machte ich dann 3 Wiederholungsfahrten. Die Varianten waren an sich ganz schön zu fahren, manchmal allerdings etwas bremsig. Einmal erwischte ich einen J-Bar nach deutscher Art.

Danach gings zurück, dieses Mal aber über die rote Piste und über die Bergstation Wildenseelift. Wobei ich fast glaube, dass sich in diesem Fall das Rot auf den Anstieg bezieht, der war nämlich noch etwas steiler als jener auf der anderen, blauen Piste.

Danach nahm ich je noch einmal den Korbinianlift, den Sonnenhanglift und den den Luttenseelift, diese Pisten sagten mir dann auch wieder zu.
Um kurz vor 13h gab ich dann meine Liftpass wieder ab, ich wollte ja auch noch vom Herzogstand etwas haben. Zusätzlich hatte mich das Skigebiet - zumindest gestern - nicht so ganz überzeugt. Ich würde es aber nicht gleich auf meine (nicht-existente) Streichliste setzen, sondern dem Ganzen nochmal ne Chance geben, wenn der Schnee schneller ist. Außerdem würde ich tendenziell mehr Wiederholungsfahrten machen und seltener die Skigebietsteile wechseln.


















































































