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Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

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Kris
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Kris » 17.01.2019 - 00:19

Habe mir die Inside Laax App mal installiert...

Auffällig ist zunächst die schwere Dateigrösse von 57 MB für eine doch recht banale App. Zum Vergleich, die Navigationssoftware Locus Maps kommt mit etwa 26MB aus, bietet aber ein zigfaches an Funktionalität (und ebenso auch einen Shop en passant).
Angesichts des Leistungsumfanges der Laax App wären etwa 5 MB zu erwarten gewesen.

Kommt eine simple App besonders aufgeblasen daher, so ist dies ein Hinweis auf zahlreiche eingebundene Module fremder Hersteller.

Habe mir die Inside Laax App (Android) deshalb mal ein wenig von Innen angesehen.


Da die Usertracking-Datenerhebung von Google halbwegs "geordnet" abläuft, binden App Hersteller gerne Fremdmodule ein, die "mehr können", spricht ungeniert im Hintergrund so ziemlich alles mitloggen und agregieren können, was ihnen Spass macht.

Eingebunden ist in der Laax App beispielswesie "AppBoy", welches von der Firma "Braze" kommt. Diese ist lt. wikipedia "a mobile marketing company based in New York City, with additional offices in San Francisco, London, and Singapore. It develops customer relationship management and mobile marketing automation software that businesses use to manage their mobile applications."

Das Teil "Appboy" findet (bzw befand- falls es mittlerweile anders sein sollte) sich vielen populären App, so auch Tinder und Opera. Relevant ist das, weil Braze damit das Benutzerverhalten in all diesen Apps miteinander aggregieren kann und damit besonders "wertvolle" Userprofile erstellen kann.

Der Apphersteller kann so ziemlich alles orchestrieren:
https://www.braze.com/product/lifecycle ... estration/


Beachte die Geofence und die Geotracking Option, die der Marketer bequem von jedem seiner Kunden abrufen kann:
"At the core of Braze’s real-time location offering is the concept of a “geofence.” A geofence is a virtual geographic area, represented as latitude/longitude pairs combined with a radius, forming a circle in a specific position on the globe. Geofences can vary in size from the size of a building to the size of an entire city. ... . Campaigns can be delivered in real-time to users as they exit or enter geofences, or sent as followups hours or days later. As users enter or exit your geofences, Braze’s location analytics also add a new layer of user data that can be used for segmentation and re-targeting. Geofence-specific analytics also generate insight on the activity of particular locations of interest....
Braze geofences work even when your app is closed, at all hours of the day."

(Das heisst jetzt keinesfalls dass die WAB dieses akkufressende schnüffel-äh feature verwendet, zeugt aber davon, aus welcher m.A.n. Schmuddelecke Braze zuhause ist)

Das dient zur direkten Monetarisierung der User-Daten, oder aber in der "nobleren" Variante auch dazu, die "Kundenbindung zu erhöhen", indem dem Kunden basierend auf seinem Daten "optimierte" (=zumeist teurere) Angebote oder sonstige "Incentives" unterbreitet werden können. Schafe zB. blöken gerne, also bieten wir diesen eine Blöck-CD an o.dgl.

Auch sind in der Laax App die üblichen Module von Facebook enthalten. Selbst Nicht-Facebook Mitglieder, die Facebook aus Adressbucheinträgen Drittter (Freunde etc.) kennt, können dadurch als User identifiziert und getrackt werden.
Da Facebook dem Kunden nichts direkt verkauft, ist klar wozu diese Module Daten liefern, Zuckerberg hats vorgemacht in den letzten Monaten.


Die App bietet eine SOS-Funktion, sehr clever, denn dank dieser "braucht" die App ja Permissions zur Geolokalisierung. Bingo.

All dies ist freilich nur eine dilettantische Mutmaßung von mir, und für die Laax App mit ihren 57MB gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Für mich liegt die App so zwischen Bloatware und Scam.

[edit: Passus mit "login bevor man zu Skipasspreisen gelangt" entfernt, da nicht zutreffend. Danke danimaniac für den Hinweis]
Zuletzt geändert von Kris am 17.01.2019 - 17:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von tafaas » 17.01.2019 - 10:27

Dass die Laax-App eine Daten-Krake ist, bestreitet auch niemand.
Ist ja auch genau die Grundidee dieser ganzen Bonuspunkte-Geschichte (Daten gegen Prämien).
(Siehe dieses Interview mit Gurtner: https://www.watson.ch/schweiz/wirtschaf ... einfuehren )
Als reine Info-Quelle ist die App nicht gedacht.
Im Gegensatz zu FB kann ich hier immerhin direkt von meinem Daten-Striptease profitieren. Mit günstigeren Skipasspreisen und gratis Bier in der Kneipe. 8)
Und getrackt werde ich Skigebiet beim Gang durchs Drehkreuz ja sowieso ständig.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 17.01.2019 - 11:12

Ich musste mich da nie anmelden in der App um die tagesaktuellen Preise zu sehen.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Kris
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Kris » 17.01.2019 - 17:25

danimaniac hat geschrieben:
17.01.2019 - 11:12
Ich musste mich da nie anmelden in der App um die tagesaktuellen Preise zu sehen.
Danke für die Korrektur, in der Tat kommt man in die Kalenderansicht (mit den Preisen) ohne sich zu registrieren.
Auf der Seite "Plan your trip" gibt es zwei untereinanderliegende breite aber wenig hohe Zeilen die als Button wirken. Deren touch-sensible Fläche berührt sich ohne "Sicherheitsraum" dazwischen, d.h. tippt man wie ich offenbar wenig genau, tippt man die falsche Zeile an, und unter "Dates" befindet sich der Button "Yout Groups", der dann zum Login Bildschirm führt.
Habe die App vorher nochmals installiert, um das zu prüfen. Meine Schuld, war vielleicht auch Null Uhr Neunzehn. Aber dennoch schlechtes UI-Design irgendwie ( die Zeilenhöhe sollte grösser sein, + Zwischenraum).

Dieser Samstag kostet Laax in der App also 80.- , der Sonntag einen Franken weniger.
Der reguläre Preis an der Kassa ist 85 Franken.
Buche ich das darauf folgende Wochenende, also 8 Tage im Voraus und somit ohne sinnvolle Wettervorhersage, kostet es jeweils immerhin noch 77 Fr.
Die Option "Premium-Vordrängeln" kostet in der App 31 Franken extra, egal wann.

Nunja, ich falle eh aus der Zielgruppe "Laax-Kids" raus, insofern...
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 17.01.2019 - 18:34

tafaas hat geschrieben:
17.01.2019 - 10:27
Und getrackt werde ich Skigebiet beim Gang durchs Drehkreuz ja sowieso ständig.
Nicht, wenn Du in Bar bezahlst. Und Gesichterkennung funktioniert mit Helm und Skibrille auch nicht wirklich.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ThomasZ » 26.01.2019 - 16:35

Heute ist ein Artikel zum Thema in der SZ:

https://www.sueddeutsche.de/reise/schwe ... -1.4299293

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ThomasZ » 31.01.2019 - 22:17

Nun beleuchtet auch schneehoehen.de das Thema

https://www.schneehoehen.de/artikel/dyn ... d5iXfvKMbs

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 01.02.2019 - 08:04

Das Fazit aus dem Bericht wird hier wohl nicht jedem gefallen :-D
[...]Die Vorteile überwiegen: [...]
Hier der Link auf den Preisvergleich Vorsaison zu dieser Saison:

https://www.schneehoehen.de/artikel/ski ... hweiz-5157
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 01.02.2019 - 08:33

danimaniac hat geschrieben:
01.02.2019 - 08:04
Das Fazit aus dem Bericht wird hier wohl nicht jedem gefallen :-D
Ich gehöre wie viele andere auch zu den Menschen, die sich lieber ihr eigenes Urteil bilden. Und, hey, wenn Dynamic Bescheissing am Ende nur Vorteile bringen sollte, wäre ich der letzte, der nicht einen Irrtum zugeben würde. Nur bin ich nicht so naiv, Produkte alleine am Preis zu beurteilen. Ich beziehe grundsätzlich alle für mich relevanten Faktoren mit ein, soweit sie mir bekannt sind. Also auch Flexibilität, Ausfallrisiko, Datenschutz, Transparenz, Berechenbarkeit etc. Und in diesen Punkten schneidet Dynamic Bescheissing grundsätzlich schlechter ab.

Außerdem sagt mir der Instinkt, je lauter für irgendeine super tolle Neuerung geworben wird, desto mehr ist für den Verbraucher der Wurm drin. Erst recht, wenn der Kunde mehr oder weniger dazu genötigt wird, auf das neue System umzusteigen. Und sei es nur, in dem man frech die Zahl der offenen Kassen reduziert.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von pat_rick » 01.02.2019 - 08:44

Da musstest du beim Schreiben ja selber lachen, oder? :mrgreen:

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 01.02.2019 - 08:48

Ich wusste ja der Trigger funktioniert.
Und gelacht hab ich auch, so ein bisschen, heimlich, in mich rein. ;-)


Als nur maximal 2 Stunden vor Liftöffnung bucheneder verpufft für mich der Frühbucher-Vorteil ja auch.
Trotzdem hab ich dieses Jahr noch nicht mehr 60CHF für ein Skiticket bezahlt. (Andermatt, Davos, Laax)

Dafür muss ich natürlich etwas "Arbeit" investieren und als quasi Frühbucher bei ticketcorner 100CHF Gutscheine mit 25% Rabatt einkaufen. Sonst geht die Rechnung klar nicht auf. Oder Hotelangebote inkl. Skiticket benutzen. Da darf die Nacht dann aber auch nicht mehr als 80 CHF kosten.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 01.02.2019 - 11:50

danimaniac hat geschrieben:
01.02.2019 - 08:48
Ich wusste ja der Trigger funktioniert.
Ach, Du schreibst Beiträge um zu provozieren anstatt zu informieren? Schäm Dich! :wink:

Mein letzter Urlaub hat mich auch nur ca. 170 SFr pro Tag incl. ÜF, Skipass und Kurs gekostet. Ohne Dynamic Reising. Es macht für mich bei der langen Anreise aus dem Rheinland auch keinen Sinn, mich mit vermeintlichen Schnäppchen bei Ticketcorner einzudecken. Die teuersten Schnäppchen sind diejenigen, die man am Ende nicht braucht.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Jan Tenner » 01.02.2019 - 11:54

Da kennt jemand den Unterschied zwischen einem Stöckchen hinhalten und einer Provokation nicht :wink:

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 01.02.2019 - 12:01

NeusserGletscher hat geschrieben:
01.02.2019 - 11:50
danimaniac hat geschrieben:
01.02.2019 - 08:48
Ich wusste ja der Trigger funktioniert.
Ach, Du schreibst Beiträge um zu provozieren anstatt zu informieren? Schäm Dich! :wink:
Der Link ist interessanter als der Trigger. Aber wenn der Ball im 5m Raum liegt, dann tret ich in ins Tor.
:wink:

Edit: Rechtschreibfehler
Zuletzt geändert von danimaniac am 01.02.2019 - 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 01.02.2019 - 13:27

^^ Du auch? :wink: :wink:

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von pierr » 07.02.2019 - 19:45

Hallo,

Entschuldigung, ich benutze Google translate.

Ich wohne im Engadin und habe eine Saisonkarte (1 ganzes Jahr für 700 CHF!). Aber ein Freund besucht mich zum Skifahren. Der Skipass mit Schnee- und Bahntickets (von Samedan nach Celerina) ist günstiger als der normale Skipass (72 CHF vs. 87 CHF, und der Preis würde morgen wahrscheinlich steigen).

Könnten Sie mir bitte sagen, ob ich nur das Schneeticket kaufen kann und dann zum Skipassbüro gehe?

Danke für die Hilfe



Original in English:

Hello,

sorry I am using Google translate.

I live in Engadin and have a season pass (1 whole year for 700 CHF!) but a friend is coming to visit me for skiing. I see that for Saturday the skipass with snow &
rail ticket (from Samedan to Celerina) is cheaper than the normal skipass (72 CHF vs 87 CHF, and the price would probably increase tomorrow).

Could you please tell me if I can just buy the snow & rail ticket and then go to the skipass office without going to take an unnecessary train?

Thank you for help

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Wurzelsepp » 10.02.2019 - 21:57

Mindestens Andermatt-Sedrun zieht positive Bilanz aus dem Dynamic Pricing:

https://www.blick.ch/news/wirtschaft/du ... 61946.html

Natürlich müssen sie das, sonst würden sie es schliesslich nicht machen... aber auch ich glaube, dass es dem Skigebiet tatsächlich Vorteile bringt. Ob es dem Gast Vorteile bringt, hängt sehr vom Gast und der Situation ab, aber wer schlau plant, kann sicher etwas günstiger auf die Piste.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 10.02.2019 - 23:33

Allerdings hat Andermatt auch einen Maximalpreis von 78 Franken und keine Mondpreise wie St. Moritz mit Preisen im dreistelligen Bereich...
Saison 17/18 [41]: 6x Sellaronda, Gitschberg-Jochtal, 2x Kronplatz, Madonna di Campiglio, Skiwelt, Courmayeur, Grand Massif, Grimentz-Zinal, Aletscharena, Monterosa Ski, 2x 4 Vallees (Verbier etc.), Villars-Gryon-Les Diablerets, Chamonix (Brevent-Flegere+Les Houches), Les Sybelles, 2x Trois Vallees, 2x Paradiski, Les 2 Alpes, Alpe d'Huez, Val d'Isere/Tignes, Portes du Soleil, Brandnertal, Hochoetz+Kühtai, Arosa-Lenzerheide, Damüls-Mellau, Pitztaler Gletscher-Rifflsee, Sölden, Mayrhofen, SFL, Arlberg, Ischgl-Samnaun, Zillertal Arena, Davos-Klosters (Parsenn)
Saison 18/19 [6]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, ...

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von albe-fr » 11.02.2019 - 15:16

...und nun ist Andermatt auch nicht St. Moritz...
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Rüganer » 11.02.2019 - 15:25

Ich hab gestern mal beim snow-deal geschaut, da kosteten 6 Tage im Engadin Ende März 240 SFR.
Attraktiver Preis. da kann man nicht meckern.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 11.02.2019 - 19:19

Guter Beitrag über dynamische Preise auf SRF (Schweiz aktuell): https://www.srf.ch/sendungen/schweiz-aktuell/sendungen (in Kürze online abrufbar)
In Zermatt scheinen Bahnen und Gäste damit zufrieden zu sein.
2018/19:82Tg:13xLaax,13xDolo,12xKlewen,10xA’mattSedrunDisentis,9xH’tux,5xZ’matt,4xSölden,3xPitztaler,2xTux,2xMoritz,je1xLHArosa,Ischgl,SFL,SHLF,Z’arena,Titlis,Aletsch,Gurgl,Monterosa
2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo, je1xPitztal,Tux,K'bühel,Stelvio,S.Fee,Sedrun,Nauders+Scuol,Pizol,O'saxen+Brigels,Arlb,Kauni
2014/15:121Tg 2013/14:65Tg 2012/13:48Tg 2011/12:62Tg 2010/11:83Tg

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von benjamin » 12.02.2019 - 09:16

Andermatt als "Beweis" für die Vorteile des Dynamic Pricing aufzulisten, ist insofern fragwürdig, als sich die Zahlen durch die Neuerschliessung des Gebiets nicht mit Vorjahreswerten vergleichen lassen.

Orginalartikel aus der NZZ am Sonntag (welche diverse Medien zitieren): https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/skifahr ... ld.1458601

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 12.02.2019 - 09:21

Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!

Wenn du ordentlich investierst und neue Bahnen und Pisten baust und sogar noch was verbindest und so eine richtige Reise durch die Bergwelt ermöglichst, dann kommen Leute. Das ist attraktiv.

Wenn die Preise offensichtlich gedeckelt sind, und höchstens mal günstiger sind, fühlt sich niemand auf den Schlips getreten wenn er den "Vollpreis" zahlt, und alle anderen fühlen sich richtig gut, weil sie was gespart haben.
Hey, letzten Mittwoch hab ich niemanden sich beschweren hören, obwohl die Wartezeiten echt extrem waren. Aber so Sparfüchse fahren vielleicht sonst nach AT und sind das Warten soweiso gewöhnt.
Ich fand es zwar ätzend, so viel zu warten, beschweren würde ich mich aber nicht, was will man erwarten, bei zehn Franken.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von benjamin » 12.02.2019 - 09:47

danimaniac hat geschrieben:
12.02.2019 - 09:21
Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!

Nur ist der 10-Franken-Tag etwas speziell - den könnte man auch machen, wenn man sonst fixe Preise hat. Bei Andermatt erscheint mir, dass z.B. das Wetter im Gegensatz zu den Verlautbarungen nicht angemessen berücksichtigt wird: Auch wenn Mitte Woche fürs Wochenende sehr, sehr schlechtes Wetter angesagt ist, bleiben die Preise hoch (d.h. bei ca. 65 CHF).

Sörenberg hat fixe Preise - war jedoch vor Weihnachten flexibler als Andermatt: Man hat deutliche Rabatte gegeben, weil noch nicht alles offen war.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 12.02.2019 - 09:57

benjamin hat geschrieben:
12.02.2019 - 09:47
danimaniac hat geschrieben:
12.02.2019 - 09:21
Andermatt kannst du auf jeden Fall als Beweis zählen lassen für:
Wenn das Ticket nur 10 Franken kostet kommen ALLE!

Nur ist der 10-Franken-Tag etwas speziell - den könnte man auch machen, wenn man sonst fixe Preise hat. Bei Andermatt erscheint mir, dass z.B. das Wetter im Gegensatz zu den Verlautbarungen nicht angemessen berücksichtigt wird: Auch wenn Mitte Woche fürs Wochenende sehr, sehr schlechtes Wetter angesagt ist, bleiben die Preise hoch (d.h. bei ca. 65 CHF).

Sörenberg hat fixe Preise - war jedoch vor Weihnachten flexibler als Andermatt: Man hat deutliche Rabatte gegeben, weil noch nicht alles offen war.
Hmmm... ich bin im November in Andermatt für 35 oder 39 Franken am Gemsstock gewesen. Ist zwar viel für die Gurschenpisten, aber auch nicht der Vollpreis.
Unflexibel find ich das nun auch nicht. Und ein deutlicher Rabatt ist es wohl auch...
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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