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Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

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Chense
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Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Chense » 03.02.2019 - 18:17

Leider gibt es ja heuer keinen Thread zum Skisprung Weltcup daher auf diesem Wege ...

Ich verfolge den Skisprung Weltcup seit Zeiten von Ahonnen und Malysz ... Es gab immer Dinge zu diskutieren aber erst heuer fällt mir etwas sehr speziell auf ...

Stefan Kraft bekommt immer extrem gute Noten, das auch für Sprünge die mir persönlich als ziemlich hingenudelt erscheinen ... früher gab es einen Michi Neumayer der zwar 10 Meter weiter als die Konkurrenz sprang aber halt aufgrund seiner Landung nur die gleichen Noten erhielt ... Heute erhält ein Stefan Kraft für 10 Meter kürzere Sprünge sogar bessere Noten als die Konkurrenz ... ich finde nur ästethisch keinen Grund dafür ... kann mir jemand weiterhelfen woher das kommt? Wo zaubert er (der ja wirklich schon tolle Sprünge hatte) so sehr, dass die Jury etwas deutlich besseres findet als bei der Konkurrenz? Ich kann es ehrlich gesagt nicht finden...
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Roymarcoi » 05.02.2019 - 10:12

Ich habe im Skisprung-Weltcup grundsätzlich die Meinung, dass es hier nach Standing geht. Ein Athlet, der lange Zeit gute Sprünge gezeigt hat und somit auch gute (bis Best-) Noten erhalten hat, erhält diese auch jetzt noch deutlich leichter als jemand der nur gelegentlich mal in einen entsprechenden Weiternbereich kommt. Nur wer regelmäßig in die Weitenbereiche springt und auch konstant gut landet, erhält auf Dauer entsprechende Noten.
Fällt mir beispielsweise auch immer wieder bei Simon Ammann auf. Der hat eine gewisse Zeit vollständig auf den Telemark verzichtet. Heute werden ihm an manchen Tagen noch immer die Punkte abgezogen, selbst dann wenn er den Telemark macht. So als würden die Sprungrichter nicht hinsehen, nach dem Motto, der landet ja eh nur normal, kann ich die Eingabe schonmal vornehmen.

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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von icedtea » 05.02.2019 - 10:18

Roymarcois Eindruck deckt sich mit meinem. Wobei aus meiner Sicht auffallend ist, dass ein einmal entstandener negativer Eindruck länger vorzuhalten scheint, als ein positiver :?
Wo ich schon war:
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Chense » 05.02.2019 - 18:34

Roymarcoi hat geschrieben:
05.02.2019 - 10:12
Ich habe im Skisprung-Weltcup grundsätzlich die Meinung, dass es hier nach Standing geht. Ein Athlet, der lange Zeit gute Sprünge gezeigt hat und somit auch gute (bis Best-) Noten erhalten hat, erhält diese auch jetzt noch deutlich leichter als jemand der nur gelegentlich mal in einen entsprechenden Weiternbereich kommt. Nur wer regelmäßig in die Weitenbereiche springt und auch konstant gut landet, erhält auf Dauer entsprechende Noten.
Fällt mir beispielsweise auch immer wieder bei Simon Ammann auf. Der hat eine gewisse Zeit vollständig auf den Telemark verzichtet. Heute werden ihm an manchen Tagen noch immer die Punkte abgezogen, selbst dann wenn er den Telemark macht. So als würden die Sprungrichter nicht hinsehen, nach dem Motto, der landet ja eh nur normal, kann ich die Eingabe schonmal vornehmen.
Genau das meine ich - Ein absolutes Beispiel war ja auch Michi Neumayer ... der konnte nach dem anfänglich grausigen Landungsstil noch so sehr dran arbeiten ... mindestens 1.0 Punkte schlechter als die anderen war Standard
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von siri » 12.02.2019 - 10:43

Alle Sportarten wo ein Punktrichter ect. oder Wetter im Spiel sind, sind meistens irgendwo ungerecht

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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Sebald Breskac » 12.02.2019 - 11:48

Dabei wär´s doch so einfach: Wer am weitesten kommt, gewinnt. Ohne Punktrichter, ohne "Promi-Bonus", ohne Geschiebe...

Chense
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Chense » 12.02.2019 - 12:29

Sebald Breskac hat geschrieben:
12.02.2019 - 11:48
Dabei wär´s doch so einfach: Wer am weitesten kommt, gewinnt. Ohne Punktrichter, ohne "Promi-Bonus", ohne Geschiebe...
Das wäre aber auch langweilig bzw. unfair da nunmal der Stil ein Teil des Springens ist.

Und natürlich kann keine absolute Fairness hergestellt werden, aber interessant ist es eben schon woher das Phänomen kommt, dass bei manchen Springern wohl abgespeichert ist "immer perfekter Stil" und bei anderen "der kann doch eh ned landen"
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Martin_D » 12.02.2019 - 17:03

Sebald Breskac hat geschrieben:
12.02.2019 - 11:48
Dabei wär´s doch so einfach: Wer am weitesten kommt, gewinnt. Ohne Punktrichter, ohne "Promi-Bonus", ohne Geschiebe...
So einfach ist das nicht. Dann wäre Skispringen viel gefährlicher, weil ohne Haltungsnoten insbesondere für die Landung dann die Springer die Vorbereitung zur Landung so lange wie möglich herauszögern würden und dann könnte es gefährlich werden. Die Haltungsnoten tragen also auch zur Sicherheit im Skispringen bei.
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von siri » 13.02.2019 - 18:24

würd ich gerade bei der Landung nicht behaupten. Der Telemark muss unbedingst sitzen, sonst Punktabzug. So riskiert mancher eine sichere Landung und geht auch ab und zu schief

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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Chense » 10.03.2019 - 15:41

Heute wieder ganz extrem ... Huber setzt einn wunderschönen Telemark - Klar Kraft im Flug schöner dafür halt breitbeinig und nicht toll anzusehen aber diese Punktunterschiede bei ähnlicher Weite ... schob sehr komisch ... alleine weil ein guter ruhiger Flug ohnehin über die Weite bonifiziert wird
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von wallack » 15.03.2019 - 10:16

Also ohne Punkterichter - das kann ich mir bei Skispringen nicht vorstellen.

Etwas vom Schönsten bei diesem Sport ist doch die herrliche Ruhe und perfekte Haltung während des Sprunges-
verbunden mit einer sicheren, schönen Landung.
Das ist es schon Wert unterschieden zu werden...

Ob die Vermutung stimmt (wie hier geschrieben) das bei manchen Springern sowieso immer
nur gute Noten vergeben werden , egal wie der Sprung war, möchte ich bezweifeln.
Der Japaner der jetzt schon 12 Springen gewonnen hat, bekommt bei weitem nicht immer
nur gute Noten....gewinnt halt wegen der enormen Weiten.

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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Roymarcoi » 15.03.2019 - 10:32

wallack hat geschrieben:
15.03.2019 - 10:16
Der Japaner der jetzt schon 12 Springen gewonnen hat, bekommt bei weitem nicht immer
nur gute Noten....gewinnt halt wegen der enormen Weiten.
Gestern wieder so geschehen. Ein super anzusehende Flug, Tagesbestweite, eine Landung wie in Stein gemeißelt....einmal 19,5 als Bestnote

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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Chense » 29.12.2019 - 22:35

Heute im 2. Durchgang für mich wieder so ein Fall ... a Kacherl vom feinsten wo er fast am Arsch hockt da kriegen andere 15.5 und sind froh drüber für einen Kraft zieht man bis zu 17 raus.
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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Südwand » 30.12.2019 - 06:23

Chense hat geschrieben:
29.12.2019 - 22:35
Heute im 2. Durchgang für mich wieder so ein Fall ... a Kacherl vom feinsten wo er fast am Arsch hockt da kriegen andere 15.5 und sind froh drüber für einen Kraft zieht man bis zu 17 raus.
Du magst den Kraft nicht so gern, oder? :lol:

Ich hab den besagten Sprung leider nicht gesehen, also will ich Dir da gar nicht widersprechen. Die Antwort ist also eher allgemein zu verstehen.
Ich denke, die Art es zu sehen ist immer subjektiv und hat auch viel mit dem eigenen Patriotismus zu tun. Nicht selten merkt man das sogar bei den Juroren selbst, wo man Tendenzen für die eigene/gegen die andere Nation erkennen kann. Dafür wird ja schließlich auch gestrichen.

Explizit fällt mir jetzt z.B. Ammann ein, der ja hier schon einmal genannt wurde. Vorweg: Er ist mir nie wirklich sympathisch gewesen, was sicher zu meiner Meinung beiträgt. Zu seinen Spitzenzeiten vor ca 10 Jahren hat er häufig extrem weite Sprünge hingezaubert, die zu dieser Zeit nur Schlierenzauer ähnlich konstant geschafft hat. Bei den Landungen hat man oft - vor allem in Wiederholungen - gesehen, dass es stinknormale Kacherl waren, die er danach in kürzester Zeit in eine Telemarkstellung brachte. Die Noten waren zwar nicht berauschend, aber es waren trotzdem immer wieder 18.0 oder 18.5 dabei, die mit dieser Landung nicht möglich sein dürften. Damals sind ihm also einige auf den Leim gegangen, heute hängt ihm das bei oft wesentlich schöneren Landungen nach. Einem Loitzl, der für mich stilistisch zu den saubersten Springern der letzten Jahre zählt, ging es oft gegenteilig. Sehr ruhig in der Luft, enger Telemark und manchmal auch "nur" 18.0.

Es liegt halt immer im Auge des Betrachters. Mir fallen gerade diese Beispiele ein, weil ich Österreicher bin und klarerweise die anderen kritischer betrachte, während man bei den eigenen Springern doch manchmal ein Auge zudrückt. Sowas brennt sich auf Dauer ins Gedächtnis ein. Bekanntlich haben ja auch immer die anderen Nationen Glück mit dem Wind :wink:

Im Prinzip lebt der Sport ja gerade davon, weil es einen nicht objektiv zu bewertenden Graubereich gibt, genauso wie im Fußball mit (vermeintlichen) Fehlentscheidungen.
Skitage 2014/15: 36x Serfaus - Fiss - Ladis, 5x Flachau, 2x Hochkönig, 1x 4-Berge-Skischaukel

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Re: Skisprung Weltcup oder die Noten des Stefan K.

Beitrag von Chense » 30.12.2019 - 17:34

Südwand hat geschrieben:
30.12.2019 - 06:23
Chense hat geschrieben:
29.12.2019 - 22:35
Heute im 2. Durchgang für mich wieder so ein Fall ... a Kacherl vom feinsten wo er fast am Arsch hockt da kriegen andere 15.5 und sind froh drüber für einen Kraft zieht man bis zu 17 raus.
Du magst den Kraft nicht so gern, oder? :lol:

Ich hab den besagten Sprung leider nicht gesehen, also will ich Dir da gar nicht widersprechen. Die Antwort ist also eher allgemein zu verstehen.
Ich denke, die Art es zu sehen ist immer subjektiv und hat auch viel mit dem eigenen Patriotismus zu tun. Nicht selten merkt man das sogar bei den Juroren selbst, wo man Tendenzen für die eigene/gegen die andere Nation erkennen kann. Dafür wird ja schließlich auch gestrichen.

Explizit fällt mir jetzt z.B. Ammann ein, der ja hier schon einmal genannt wurde. Vorweg: Er ist mir nie wirklich sympathisch gewesen, was sicher zu meiner Meinung beiträgt. Zu seinen Spitzenzeiten vor ca 10 Jahren hat er häufig extrem weite Sprünge hingezaubert, die zu dieser Zeit nur Schlierenzauer ähnlich konstant geschafft hat. Bei den Landungen hat man oft - vor allem in Wiederholungen - gesehen, dass es stinknormale Kacherl waren, die er danach in kürzester Zeit in eine Telemarkstellung brachte. Die Noten waren zwar nicht berauschend, aber es waren trotzdem immer wieder 18.0 oder 18.5 dabei, die mit dieser Landung nicht möglich sein dürften. Damals sind ihm also einige auf den Leim gegangen, heute hängt ihm das bei oft wesentlich schöneren Landungen nach. Einem Loitzl, der für mich stilistisch zu den saubersten Springern der letzten Jahre zählt, ging es oft gegenteilig. Sehr ruhig in der Luft, enger Telemark und manchmal auch "nur" 18.0.

Es liegt halt immer im Auge des Betrachters. Mir fallen gerade diese Beispiele ein, weil ich Österreicher bin und klarerweise die anderen kritischer betrachte, während man bei den eigenen Springern doch manchmal ein Auge zudrückt. Sowas brennt sich auf Dauer ins Gedächtnis ein. Bekanntlich haben ja auch immer die anderen Nationen Glück mit dem Wind :wink:

Im Prinzip lebt der Sport ja gerade davon, weil es einen nicht objektiv zu bewertenden Graubereich gibt, genauso wie im Fußball mit (vermeintlichen) Fehlentscheidungen.
Mit mögen oder nicht hat das nichtmal was zu tun - ich mag den Kraft sogar gerne, er hat oft schöne Sprünge und ist kein derartiger Unsympath wie es ein Schlierenzauer in seiner Hochzeit einmal war ... dennoch fällt mir bei ihm (unf er soll ja nur ein Beispiel sein solche Sonderfälle gibts immer wieder) halt extrem auf was er teilweise für Kacherl hinzaubert und dafür an Noten bekommt - auch ein Widhölzl war so einer ... ein Loitzl den du nennst oder ein Neumayer waren da das Gegenteil die konnten tun was sie wollten sie hatten immer 2m Handicap dabei

Und sagen wir es mal so ... mir wird nie das süffisante Grinsen eines Herrn Hofer aus dem Kopf gehen als Siegel letztes Jahr bei völlig irregulären Bedingungen in den Krankenstand geschickt wurde, genausowenig wie in Seefeld mit der Kleinschanzenlotterie (um mal nur 2019 herzunehmen) ... ein bisschen zum Verschwörungstheoretiker mag man da ja fast werden
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