Wo wir hinfuhren entschieden wir spontan: ich meinte, dass ich gern mal wieder zur Kampenwand will. Peter hatte nix dagegen, war er doch sogar auch schon mal vor Jahren dort gewesen (damals war aber wohl die Talabfahrt nicht offen). Etwas spannend war das eh für mich, ist es doch über 15 Jahre her, dass ich im Familienurlaub mal mit Peter zusammen skifahren war... Und nebenbei wird ja die schöne, alte Zweiseilbahn irgendwann ersetzt, das muss man also jetzt noch ausnutzen solange es geht.
Da die A8 mal wieder sehr voll war, entschieden wir uns über teilweise sehr kleine Straßen nach Aschau zu fahren. Das dauerte zwar etwas länger als regulär, aber andererseits waren wir so auch um 10h an der Bahn, was für die Größe des Skigebietes ja durchaus ausreichend ist.
An der Kasse mussten wir vielleicht 3min warten, an der Gondel dann überhaupt nicht. In unserer Gondel waren dann noch zwei, die meinten, sie waren 10 Jahre nicht an der Kampenwand gewesen. Darauf konnte ich nur sagen: so viel wird sich nicht geändert haben.
Aus der Gondel gabs schon einen Blick zum Chiemsee.

Blick auf die Rückseite an der Bergstation der Gondel.

Zoom nach Hochkössen.

Die Sonnen-Alm machte ihrem Namen alle Ehre.

Was für ein geiler Blick!

Der begeisterte mich den ganzen Tag. Ich war zwar schon öfter bei Sonnenschein an der Kampenwand, aber irgendwie konnte man bei den anderen Malen dank Nebelmeer doch nicht so weit blicken.
Gondel kurz vor der Zieleinfahrt.

Es hat wirklich sehr viel Schnee.

Dann gings doch endlich mal los mit abfahren. Dabei wechselten wir ein bisschen ab: DSB Kaltwasser, dann 2-SL Steinling mit etwas Wartezeit (da musste man eigentlich immer etwas warten außer ganz am Ende) und daraufhin Einersessel Roßleiten.

Schöne Kuppen vor der Kampenwand.

Blick zurück.

Peter gefällts auch!

Gorialm.

Im weiteren Verlauf wars zwar etwas schattig, aber nicht kalt.

Oben wars dann etwas wellig.

Wieder mal Chiemsee und Flachlandpano.

Roßleitenlift mit Blick nach Aschau.

Schon anspruchsvoll, diese schwarzen Abfahrten.

Sonnige Abfahrten aus der Vogelperspektive.

Blick Richtung Steinling.

Ich kann mich daran einfach nicht satt sehen.

Letzten Endes fuhren wir dann trotz Blinklicht an der Talstation Kaltwasser mal weiter ins Tal. Das letzte Steilstück war zwar schon etwas ausgefahren, aber alles in allem waren das die besten Schneebedingungen, die ich bisher an der Kampenwand hatte. Wartezeit an der Talstation war auch minimal, vor der Kasse war zwar ne recht große Schlange, aber an diesen wartenden Leuten konnten wir ja vorbei.
Letzten Endes fuhren wir dann nochmal ne ähnliche Runde mit allen verschiedenen Liften. Nähe der Talstation Roßleiten sahen wir dann sogar zwei Mountainbiker den Berg erklimmen. Überhaupt waren ja auch elendig viele Tourengeher wieder unterwegs, aber das kennt man ja von der Kampenwand und anderen oberbayrischen Skigebieten...
Zum Einkehren sind wir nach Empfehlung dann auf die Steinling-Alm. Dort gabs dann leckere Kaaspressecken auf Kraut und dazu ein Bier. Mhm.

Blick zum Gegenhang.
Maria, Königin des Friedens (sagt zumindest openstreetmap)

Mal zur Abwechslung die andere Seite des Chiemsees.

Ich schlug dann vor, mal den Gegenhang zu fahren. Peter stimmte zu, aber es war vom Schnee her nur mäßig gut, irgendwie bremsig-sulzig. Aber generell war ich positiv von Peters Skikünsten überrascht, er fuhr anstandslos alles gut mit.
Im Schatten war der Schnee deutlich besser.

Durchs kleine Tal gings durch.

Hier wars dann wieder sulzig, ging aber ganz OK zu fahren.

Blick zurück.

Steinling-Schlepper

Dann gings mal wieder hoch mit der ESB Roßleiten. Es eröffnen sich immer wieder neue, alte Perspektiven.

Hab ich eigentlich schon betont, wie hübsch ich die bayerischen Alpen finde?
Wohl eine Materialseilbahn - oder Lawinensprengbahn?

Irgendwie findet man auch immer etwas andere Wege.

Etwas schattig vor der Einfahrt auf die präparierte Piste.

Die eh sehr spärlichen Pistenmarkierungen stecken tief im Schnee.

Zum Schluss ging sich noch einmal Steinling aus.
Bei der Einfahrt fädelte ich irgendwie ungünstig in die Absperrung ein, dafür stellten sich andere dann beim Liftfahren und Einsteigen etwas blöd an (was uns wiederum nicht passierte
Dann machten wir gemütlich die Talabfahrt. Peter wollte nicht nochmal hoch, aber ich "durfte" dann alleine nochmal. Also genug Zeit um die Gondel noch ein paar mal abzulichten.
In der Talstation.

Dieses Fenster darf man nicht öffnen.

Blick zurück zur nächsten Gondel.

Zum Abfahren bis zum Parkplatz hat der Schnee sogar gereicht.

Erste Stütze.

Immer wieder toll, dieses Spannfeld.

Gondel vor Laubbäumen.

Auch blau will abgelichtet werden.

Die Talabfahrt war unten schon etwas sulzig, aber nur ein klein wenig bremsig, ging echt bis zum Schluss gut.

Das Schloss Hohenaschau liegt auch schön.

Blick zurück.

Auch aus der Gondel blickt man ins Flachland.

Der Tee muss immer dabei sein.

Die Seilpositionen find ich auch immer toll.
Blick nach unten.

Kurz vorm Ziel.

Es fuhren auch einige mit der Gondel runter.

Ausfahrtsstütze.

Geht auch mit Gondel.

Noch ein Blick nach unten.

Es hat schon echt was, auf einem der ersten, "richtigen" Berge zu sein.

Die Heimreise war dann unkompliziert und nahezu staufrei. Somit war auch noch Zeit für nen Wochengroßeinkauf - wenn man eh schon mal im Auto sitzt... Und ich bereue es auch gar nicht, einen ganzen Tag an der Kampenwand verbracht zu haben (bisher war ich nachmittags dann immer noch am Hochfelln). Es wurde mir echt nicht langweilig, gerade wenn man zu zweit ist und zu Mittag einkehrt.
Am Sonntag gings dann übrigens noch mit nem anderen Freund, Domi, nach Kitzbühel, was eine Spontanentscheidung war, da Domi dort noch nie gewesen war. Flo fühlte sich leider immer noch nicht gut und blieb somit zu Hause.
War aber trotzdem ebenfalls ein schöner Tag, nur gabs dort tatsächlich Wartezeiten bis zu 10min. Da ging einiges an Skifahrzeit drauf. Teilweise konnte man durch alternative Lifte die Wartezeiten umgehen, nicht aber auf dem Rückweg von Pass Thurn. Wenn ich übrigens mit Flo skifahren geh ist er - insbesondere mit seinen neuen Ski - bei guten Verhältnissen sowie in Flachstücken schneller als ich. Sobald die Bedingungen aber etwas schlechter sind (voll, Buckel, sulzig) bin ich wiederum schneller. Das war mit Domi dann genau das Gleiche, am Vormittag überholte er mich regelmäßig, während ich am Nachmittag eigentlich immer die Nase vorn hatte. Das fiel ihm sogar auf: "Du fährst ja fast immer gleich schnell, egal wie die Verhältnisse sind." Das nahm ich durchaus als Kompliment.