Fakten
Wetter:
Sonne-Wolke-Mix
Um die 0°C
Wenig Wind
Schneehöhe:
0 cm - 100 cm
Geschlossen:
Unbeschneite Talbafahrten in Unterbäch
Schwarze Abfahrt am SL Unners Senntum - Seefeld
Pistenzustand:
Präpaprierte Pisten gut (hart oder pulvrig)
Unbeschneite Pisten um Striggen sehr schneearm
Wartezeiten:
In Eischoll waren <10 Skifahrer
In Unterbäch waren ~20-30 Skifahrer
-> Keine
Gefallen:
Leere
Wetter
Pistenbedingungen wo frisch präpariert
Nicht gefallen:
Fehlende Beschneiung in Eischoll
Sparsame Präparierung in Unterbäch
Bilder und Bericht
Alpenblick auf dem Weg Richtung Lötschberg-Autoverlad.
Pünktlich für eine Nachmittagskarte stand ich mit den Ski um 11:45 an der Kasse in Eischoll. Auf dem Parkplatz stand nur eine Hand voll Autos und die Talabfahrt sah noch nahezu unbefahren aus. Vom Sessel konnte ich den Talblick genießen - dank etwas Neuschnee sah es schön winterlich aus.
Leider ist der neue fixgeklemmte Sessel Eischoll - Striggen ähnlich langsam wie der "Mossalp-Express" nebenan in Bürchen. Oben angekommen dann etwas Unerwartetes: Der kurze Verbindungsweg zum SL ist auf den ersten 50 m schneefrei und es gibt keine Alternative. Etwas punktuelle Beschneiung würde an dieser Stelle wirklich gut tun...
Zum Glück ist der Weg kurz und so stand ich kurz darauf vor dem SL Striggen - Erez. Mit etwas unter 600 Höhenmetern ein sehr ordentlicher Schlepplift, der mehrere schöne Abfahrten erschließt.
Nach der Bergfahrt erwartete mich zum frühen Nachmittag eine nahezu jungfräuliche Abfahrt und der Blick hinüber ins (noch) verschneite Bürchen.
Alle anderen Zufahrten zum Lift waren noch schneebedeckt, wenn auch der braune Untergrund bereits hier und da sichtbar und Pistentypisch mit Rillen versehen war
Nach 2 Abfahrten nahm ich als erster Skifahrer an diesem Tag den Weg hinüber nach Unterbäch. Selbst auf dem Rückweg können den Spuren nach nicht mehr als 2-3 weitere Leute zwischen den Gebieten gewechselt sein. Leider ist trotz guter Bedingungen in beide Richtungen ziemlich viel Schieben angesagt. Besser als keine Verbindung...
Auf der anderen Seite angekommen fuhr ich direkt ins Tal. Mangels Schnee war nur die beschneite schwarze Talabfahrt offen, die nicht frisch präpariert war. Einige der Kuppen waren abgeblasen eisig und in den Kuhlen dazwischen lagen dann 10 cm Pulver. Trotzdem noch gut fahrbar.
2 lahme Sesselbahnen und ein Schlepplift später war dann Zeit für das Mittagessen, gefolgt von einigen Abfahrten am obersten SL. Leider war die schwarze Piste gesperrt und zudem eine der roten Varianten unpräpariert. Da es aber nur 10 cm Neuschnee gab, die Temperatur unter dem Gefrierpunkt blieb und generell wenig lost war, ließen sich diese Varianten trotzdem gut fahren. Hier war ich zur Abwechslung nicht gänzlich allein unterwegs.
Nach ein paar Fahrten nahm ich den Rückweg nach Eischoll, um dort bis kurz vor Betriebsschluss am SL zu fahren. Ich habe ab diesem Zeitpunkt nur noch einen weiteren Skifahrer gesehen, ansonsten war ich alleine unterwegs. Auf Dauer merkte ich zudem die Liftfahrten. Fast der komplette Höhenunterschied wird in einem durchgehenden Steilstück überwunden, dass es definitiv in sich hat. Der längere Lift in Bürchen kam mir längst nicht so anstrengend vor. Jede Bergfahrt wurde dafür mit einer traumhaften Abfahrt belohnt.
Normalerweise macht man so ein Bild am Anfang eines Skitages... hier konnte ich es während der letzten Abfahrt machen
Auf einem durchgehenden Schneeband von den SL-Abfahrten zur Bergstation der SB, und damit an den Beginn der Talabfahrt, zu kommen war zwar eher schwierig, aber zumindest noch möglich. Der Schneemenge nach sollte die Talabfahrt aber zumindest noch bis Saisonschluss eine Woche später gehalten haben. Die Verbindung von SL zu SB dagegen eher nicht.
Alles in allem und trotz der Kritik war das ein wirklich schöner Ski-Nachmittag. Es hat sich definitiv gelohnt dieses Gebiet anzufahren. Ich wusste ja, dass mich langsame Sesselbahnen erwarten und bin trotzdem in Unterbäch ins Tal gefahren. Während in Unterbäch etwas an der Pistenpräparierung gespart wurde, haben sie sich in Eischoll dafür umso mehr bemüht und trotz der teils dünnen Schneelage das Beste daraus gemacht. Zusammen mit der gähnenden Leere (alle Fotos hier im Bericht zusammen zeigen grob 10 andere Skifahrer) und den dadurch bis Liftschluss fast perfekten Pisten empfand ich diesen Nachmittag zusammen mit dem Vormittag in Bürchen am Abfahrtstag (Bericht folgt noch) als den besten "Skitag" des ganzen Zermatt-Skiurlaubs.