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Skischuh Problem - Sohlenbrennen

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Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von SchCh » 14.04.2019 - 21:13

Guten Tag liebe Forengemeinde,

ich bin neu hier und versuche mein Glück bezüglich meines Skischuh/Fuß Problem.

Ganz kurz zu mir, fahre schon sehr lange Ski. so ca. 30 Jahre regelmäßig und seit ich sehr nahe zu den Bergen wohne, ist die Anzahl meiner Skitage pro Saison deutlich gestiegen. Ich fahre gerne kurze Schwünge und bin auf der Piste sowie im Gelände unterwegs. Würde mich als sportlichen Skifahrer einstufen. Bin 178 cm groß und wiege 83 kg.

Nun zu meinem Problem. Ich bekomme furchtbar schmerzendes Fußsohlenbrennen, insbesondere im Vorderfuß - beidseitig. Inzwischen habe ich eine Ochsentour hinter mir und weiß nicht weiter. Langsam verliere ich auch die Lust am Skifahren. Manchmal sind die Schmerzen so stark, dass ich die Schuhe wieder ausziehen muss und meine Füße massieren muss…stehen ist dann echt eine Qual.

Eine kurze Zusammenfassung: Alter Head Raptor Supershape 110 (rot) – war nach 9 Jahren durch. Neuer Skischuh muss her.
1. Sportgeschäft. Neue Schuhe probiert - Ergebnis Tecnica Mach 1 130 mit 100 Leistenbreite --> Schmerzen im Vorfuß...wurde geweitet und gefräst...keine Besserung. Die Lösung eine angepasste Sohle würde mir helfen. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Fan von Sohlen bin, ich halte das für Geldmacherei. Ich hatte mich überreden lassen - 80 € Bootdoc Sohle - keine Besserung. Fersenkeil, Footboard abschleifen  keine Besserung. Sportgeschäft ratlos!
2. Sportgeschäft in Tirol. Schuh würde soweit passen. Vorfuß erstmal egal...wichtig andere Sohle mit anderem Verfahren hergestellt...also neue Sohle...eine Superfeet am hängenden Fuß angepasst ---> keine Besserung. Neuer Schuh der individuell angepasst wird z.b. Lange RS 130. War keine Option für mich…noch eine Meinung einholen.
3. Sportgeschäft in Tirol. Tecnica wäre viel zu breit im Vorfuß, darum kein Halt und die Folge ich bekomme Krämpfe. Ein schmalerer Schuh muss her...und die Sohle sei nicht optimal, müsste was anderes her. Ergebnis Tecnica verkauf (mit ordentlich Verlust). 10 Skischuhe probiert gutes Gefühl im Nordica Dobermann 140 gehabt...hatte Bedenken geäußert bzgl. Flex. Flex ist nicht so wichtig, als sportlicher Skifahrer sei das kein Problem. Resultat, wieder Sohlenbrennen. Keine Besserung. Wieder zum Bootfitting, Fersenkeil, Kunststoffe aufgeklebt...hilft alles nichts...ich habe noch immer Fußschmerzen und der Bootfitter ist genervt von mir, weil es nicht besser wird und er keine Idee hat...seine Lösung: einen dünnen Socken anziehen... und die Schnallen nur leicht schließen...ich bin gefrustet und trau mich dort auch nicht mehr hin.

Ich möchte nicht ausschließen, dass durchaus auch mein Fahrstil der Grund für das Problem sein könnte.

Was kann ich noch zu meinem Problem sagen. Eigentlich habe ich einen sehr schmalen und kleinen Fuß - Größe 41. Dafür habe ich einen Knick-, Senk- Spreizfuß...also nicht so geeignet für Skischuhe. Ein 26er Schuh passt von der Länge sehr gut. Natürlich bin ich auch immer wieder am rumexperimentieren, um herauszufinden was genau mein Problem besser oder schlechter macht.

Schlechter: Schließe ich die oberste Schnalle und den Powerstrap wird das Problem schlimmer und der Mittelfuß schmerzt. Dafür bleibt die Ferse aber schön satt im Schuh und ich kann den Druck gleichmäßig über die Sohle verteilen.

Besser: Fahre ich mit offenen Schnallen. Ist es wesentlich besser, dafür ist es sau schwer im Schuh sauber zu stehen. Oft hebt sich die Ferse und ich fahre viel auf dem Vorfuß...viel schlechtere Kontrolle und Schmerzen im Vorfuß...aber in einer etwas anderen Form.

Ich bin echt ratlos und würde gerne wieder schmerzfrei Skifahren. Hat(te) jemand ein ähnliches Problem mit Sohlenbrennen und was war die Lösung?

Ich denke, dass sowohl der Mach 130 als auch der Dobermann 140 viel zu hart für mich sind.

Könnte es sein, dass Ramp Angle und Foward Lean nicht zu meinem Fuß passen? Gibt es eine Möglichkeit das zu ermitteln?

Kennt jemand im Großraum Rosenheim einen guten Bootfitter der gleichzeitig auch Orthopädietechniker ist? Vielleicht kann sich der mal meine Füße anschauen.

Ich danke für eure Kommentare und Ideen :)

Grüße
Chris


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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von NeusserGletscher » 14.04.2019 - 22:14

Einen guten Bootfitter zu finden ist manchmal auch ein Lotteriespiel. Mir hat unlängst ein renomiertes Fachgeschäft Sohlen angepasst, zum Vorzugspreis von 180 Euro. Obwohl ich extra nach einer unterstützenden Sohle gefragt hatte, haben sie was völlig anderes gebaut. Außerdem war der Fußgewölbeansatz einen satten Zentimeter zu nah an der Ferse. Nach drei Tagen habe ich meine alte Sohle wieder reingepackt und hatte weniger Probleme. Das Geld haben sie mir dann zurück erstattet. Ein anderer Bootfitter hat dann eine Sohle genau nach meinen Angaben gefertigt und die passte auf Anhieb.

Zu Deinem Problem. Mögliche Ursachen sind:

- Druck von der Seite auf die Zehengelenke
- ungünstige Belastung, Verhältnis Ferse - Ballen
- zu weiter Schuh, dadurch "Krallen" mit dem Fuß, um den fehlenden Halt zu kompensieren
- falsch angepasste Sohle
- ....

100mm Leistenbreite waren bei einem schmalen Fuß augenscheinlich zu weit. Wie groß ist jetzt das seitliche Spiel, wenn du ohne Innenschuh in die Schale steigst? Neben der Leistenbreite gibt es bei Skischuhen auch unterschiedliche Fußformen. Manche sind vorne breiter, andere schmaler. Der Dobermann hat eine Leistenbreite von 98mm. Wäre ggf. ein 96er besser?

Und, btw, gute Sohlen sind keine Geldschneiderei. Geldscheiderei sind nur die thermisch verformbaren Wellpappen, die man ohne weitere Anpassung dem Kunden als Bootfitting verkauft.

Bei meiner Sohle hat der Bootfitter einen Unterbau aus Kork drunter gesetzt. Die Sohle wird so schnell nicht die Form verlieren. Für leichtere Fahrer würde man vermutlich EVA oder ähnliches nehmen.

Hat Deine Sohle eine Unterstützung unter dem Fußgewölbe? Wurde die Sohle mit Ballen- und Zehenabdruck gefertigt?


Wie fühlt sich der Schuh denn aktuell an? Hast Du direkt nach dem Einsteigen seitlichen Druck? Wenn Du die Schnallen leicht schließt, kannst Du dann in Vorlage noch die Ferse heben oder sitzt die fest? Wieviel Spiel ist über dem Spann?

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von Werna76 » 15.04.2019 - 00:22

https://gelenk-klinik.de/fuss/tarsaltun ... -fuss.html

Die Beschreibung klingt danach als ob irgendwo ein Nerv eingeklemmt ist.
Und Fahren mit offenen Skischuhen würd ich sofort lassen, es sei denn du trägst gerne Gips oder Knieschiene.
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von Lukaaas » 15.04.2019 - 08:47

Keine Garantie dass es klappt, aber versuchs mal mit nem anderen Ski.
Ich hatte ne Zeit lang immer wenn ich den älteren meiner Skier gefahren bin auch Sohlenbrennen (allerdings war das der kürzere).
Leih dir einfach mal einen aus... und versuchs

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von NeusserGletscher » 15.04.2019 - 08:58

BTW, hat die Sohle ggf. eine sog. "Pelotte", also eine Erhebung im Vorfußbereich? Vielleicht kannst Du von der Sohle mal ein Foto einstellen, auf dem man die Struktur erkennen kann.

Deine Probleme können auch dadurch kommen, dass Du die Schnallen zu eng zumachst. Was mich wundert ist der von Dir beobachtete Zusammenhang mit der oberen Schnalle und dem Booster. Fährst Du den Booster über dem Innenschuh oder über der Schale? Den Fersenhalt regulierst Du bei einem 4-Schnaller normalerweise mit der unteren Schnalle am Schaft.

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von valdebagnes » 15.04.2019 - 14:30

Ich fahre auch schon seit mehr als 35Jahren, oft Kurzschwünge eher im klassischen Stil.
Diese Odysee habe ich vor Jahren beendet, mich entschieden mit dem Skifahren weiterzumachen und mir Schuhe schäumen lassen.
Im Sportgeschäft vereinbahren, wer die Kosten trägt. wenn man nicht zufrieden ist, beim Bezahlen hat man dann noch mal große Schmerzen, aber die vergisst man dann in den nächsten Jahren wieder schnell.
Habs nun zum 3ten Mal gemacht und würde es wieder tun...
"Das ist so schrecklich, dass heute jeder Idiot zu allem eine Meinung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demokratie falsch verstanden worden: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten." - Dieter Nuhr, Nuhr nach vorn, 1998, "Fresse halten"

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von Martin_D » 15.04.2019 - 19:34

Ich habe meine Probleme mit Skischuhen, darunter auch Sohlenbrennen mit folgenden Maßnahmen weitgehend in den Griff bekommen.

1. Ein Skischuhlüfter, der für hundertprozentig trockene Schuhe am morgen sorgt.
2. Einlegesohlen von einen echten Orthopäditechniker. (viel besser als die vom Sportgeschäft, obwohl die auch schon individuell angepasst waren.)
Wenn du in der Umgebung von München wohnst, könnte ich dir einen Orthopäditechniker empfehlen.
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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von Meckelbörger » 15.04.2019 - 19:44

Ich fahre im Moment den Tecnica Mach 1mit 130er Flex, das Sohlenbrennen tritt bei mir nur auf, wenn ich die Schnallen am Spann zu doll zugeballert habe. Wenn ich dann einmal kurz den Schuh öffne, weite und vorschitig die Schnallen wieder schließe ist bei mir das Sohlenbrenn wieder weg. Ich vermute mal, dass du dir mit dem Nordica -Schuh nicht wirklich einen anderen Schuh gekauft hast. Nordica gehört ja anscheinend zum Tecnica-Konzern. Da wird die Schalenform wohl die gleiche sein.

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von markus » 15.04.2019 - 21:53

Probiere es mal in Reit im Winkl in der Skihütte .

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von SchCh » 16.04.2019 - 00:16

Guten Abend zusammen,
wow – so viele Antworten und Leidensgenossen. Sehr interessant zu lesen.

@NeusserGletscher: 180 € für eine Einlegesohle – das ist ganz schön heftig. Meine erste Sohle hat 80 € gekostet, war eine Bootdoc. Die zweite ist eine Superfeet. Superfeet ist nicht weit verbreitet macht aber Sinn. Die wird am hängenden Fuß per Vakuum gemacht. Kein Zehenabdruck. https://www.youtube.com/watch?v=RuBWvplwAqQ genau so 😊. Hat 110 € gekostet. Die Sohle hat der Danler in Neustift gemacht. Wo ist denn dein Bootfitter der die Einlagen nach deinen Wünschen anfertigte?

- Druck von der Seite auf die Zehengelenke
Kann ich fast ausschließen. Wenn ich in die Schale ohne Liner steige ist rechts und links noch gut Platz. Berührt mein großer Zeh die Box, habe ich hinten 1-2 cm. Platz. Den Schuh kaufte ich beim H&N in Reith.

- ungünstige Belastung, Verhältnis Ferse – Ballen
Bin ich ganz bei dir…aber, weder ein Fersenkeil, noch Vorfußkeil haben geholfen. Evt. den Ramp Angle rausnehmen…dabei ist der Dobermann da eigentlich recht harmlos mit 12,5° Forward Lean und 3,7° Ramp Angle. Wenn ich in Vorlage gehe, habe ich das Gefühl, dass mein Körpergewicht auf dem Vorfuß ist. Bei „angenehm“ geschlossenen Schnallen würde ich sagen, dass ich die Ferse ½ - 1 cm anheben kann. Vorlage drückt meine Ferse aber in den Schuh – der Stand wird stabil.

- zu weiter Schuh, dadurch "Krallen" mit dem Fuß, um den fehlenden Halt zu kompensieren
Bin ich auch bei dir, der Schuh sitzt schon sehr fest und dass obwohl die Schnallen nicht fest zu sind. Manchmal habe ich das Gefühl, als würde mein kleiner Zeh nach außengedrückt, also die Füße driften nach außen und drücken gegen die Schale.

- falsch angepasste Sohle
Für mich irgendwie schwer zu beurteilen – bin ja kein Experte.

Der Head Raptor hat glaube ich eine 96 Leiste. Darin habe ich mich jedoch nicht wohl gefühlt. Die Frage ist in welchem Zustand misst man überhaupt die Leistenbreite? Wenn ich mich hinstelle und in die Knie gehe kannst bei mir 100+ messen, Knickfuß eben…richtest du den Fuß auf wird er schmaler < 98. Der H&N hatte meine Fuß per 3D-Scanner vermessen und alle Schuhe rausgesucht die infrage kamen.

Über dem Spann ist etwas Platz, wenn ich den Schuh leicht schließe. Der Bootfitter hatte auch die Vermutung, dass die mittlere untere Schnalle den Fuß plattdrückt und er deswegen schmerzt. Ich merke das Kribbeln im Sitzen und besonders im Stehen und es kommt immer nach 10-15 min. Ich kann die Uhr danach stellen. Der Bootfitter wollte mir das nicht glauben. Der ist echt verrückt geworden mit mir. Beim Tecnica hatte er sogar das Board abgeschliffen, um etwas mehr Platz zu machen…war aber auch quatsch…dadurch wurde der Schuh noch weiter.

Eine Pelotte hat meine Einlage nicht. Suche welche zum aufkleben. Einfach um es zu testen. Mein Fuß ist eine Pelotte nicht gewohnt. Sowas kann ggf. zu anderen Schmerzen führen. Ich bin jetzt erstmal ein paar Tage nicht daheim. Bilder der Sohle werde ich nachliefern. Über Ostern bin ich bei den Schwiegereltern…aber danach.

Zum Thema Schnallen. Die vorderste Schnalle ist eigentlich locker. An kalten Tagen muss ich sie etwas „fester“ machen, sonst werden die Zehen kalt. Aber „Fest“ ist was anderes. Die zweite Schnalle ist locker handgelenksfest. Die zwei Schaftschnallen kann ich nur ganz leicht schließen. Den Booster fahre ich über der Schale. Mein Liner ist keiner zum Schnüren. Spoiler ist demontiert.

@Werna76 ich glaube langsam auch, dass es eher was einklemmt als dass es die Sohle ist. Ich habe schon überlegt diese Schienbein Pads von BD zu kaufen, um den Druck anders zu Verteilen. Mit offenen Schnallen geht übrigens gut. Aber ich mache das nur bei schönem Wetter 😉 Solange du balanciert bist ist das bei einem Skischuh der passt gut möglich. Die Performance leidet aber total…

@Lukaaas: Schon probiert ☹

@valdebagnes: Bei allen Bootfittern sprach ich das Thema geschäumter Innenschuh an. KEINER wolle mir das verkaufen. Alle meinten damit würde sich das Problem nicht lösen. Ich hätte lieber den geschäumten Schuh gezahlt statt der Sohle. Wo hast du deinen schäumen lassen und welchen Hersteller hast du?

@Martin_D: Hab wirklich so ein Lenz Lüfter gekauft, weil ich in dem Nordica Liner super viel schwitze. Von Rosenheim ist egal, ob ich bis München oder bis Innsbruck fahre.

@Meckelbörger: Der Mach 1 ist was Forward Lean und Ramp Angle betrifft anders. Unterschied ist von 100 mm auf 98 mm Leiste. Volumen hab ich leider kein Plan. Aber ich denke das hat sich verringert.

@Markus: schau ich mir an

Kennt jemand die Skischuh Klinik Bad Endorf oder den Achmüller in Steinach? Kennt die wer?

Ich bin gespannt wieviel Geld ich noch ausgeben muss bis ich wieder schmerzfrei fahren kann.

Vielen Dank für die vielen Kommentare 😊 Mich ermutig das weiter zu machen…

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von NeusserGletscher » 16.04.2019 - 07:49

Ach, ich wusste gar nicht, dass Superfeet für seine Custom Sohle auch in Österreich einen Vertriebspartner hat. Der Store Locator bietet da offenbar nur sehr lückenhafte Informationen. Der Vorgänger, die Custom Kork, war mal gut. Die hatte für mich die Qualität einer orthopädischen Sohle. Da musste der Händler aber nach der Anpassung am Fuß am Bandschleifer viel Kork abschleifen. Der Nachfolger hat wie Du schon schreibst leider keinen Ballen- und Zehenabdruck. Ich habe mir so eine Sohle auch mal selbst im Backofen aufgewärmt und mit dem Vakuumiergerät über einer vorhandenen Sohle als Positivform zusammengebacken. Funktioniert tadellos und ist besser als manche Sohle, die einfach nur erwärmt wird. Aber es geht auch besser.

Ich habe bei meinem aktuellen Schuh unter der Ferse 10 mm aufbauen lassen. Teilweise als Keil auf dem Bootboard, teilweise unter der Sohle. Der Bootfitter hat zwar nur mit dem Kopf geschüttelt, aber im Endeffekt funktioniert es. Ziel war es, den Knöchel auf die Höhe der werksseitig vorgesehen Stelle in der Schale zu bringen. Und gleichzeitig den Spann soweit anzuheben, dass er Kontakt zur Schale bekommt, ohne die Schnallen übermässig schließen zu müssen. Damit die Ferse von der unteren Schnalle am Schaft in die Fersenbox gedrückt wird. Mein Problem bei Skischuhen ist meist ein viel zu weiter Schaft. Dadurch muss ich die Schnallen am Schaft sehr eng schließen. Dadurch wird der Schaft aber auch härter. Ich habe dann zwar eine bessere Kraftübertragung, brauche aber auch mehr Kraft, weil der Schuh härter wird. Außerdem bedeudet dies meist einen Domino-Effekt. Hat man einmal alle Schnallen richtig zu, kann man vorne wieder anfangen.

Zu Deinen Problemem. Dein Gefühl unmittelbar nach dem Einsteigen ist sehr wichtig. Wenn Du da das Gefühl hast, dass es irgendwo drückt, dann bist Du auf der richtigen Spur. Aus der Ferne kann man das schlecht beurteilen und selbst der Bootfitter ist auf Deine Rückmeldung angewiesen. War es eigentlich bei Deinen Abfahrten eher kalt oder warm? Ein Skischuh fühlt sich bei Plusgraden ganz anders an als bei knackig kalten Temperaturen.

Aufgrund Deiner Schilderungen würde ich vermuten, dass sowohl Bootdoc als auch Superfeet die faschen Sohlen für Dich sind. Mit Pelotte habe ich selbst nur schlechte Erfahrungen gemacht. An Deiner Stelle würde ich mir eine orthopädische Sohle von einem Fachmann anfertigen lassen. Ggf. mit Ballen- und Zehenabdruck. Pelotte solltest Du vorher probieren, sonst hast Du die nächsten Euros in den Schnee gesetzt. Danach die erforderlichen Anpassungen an der Schale vornehmen. Und zum Schluß, wenn alles passt, den Schuh ggf. Schäumen. Das setzt aber voraus, dass es für Deine Schale einen passenden Liner gibt. Schäumen macht eigentlich nur Sinn wenn Du das Gefühl hast, dass der Innenschuh über den Skitag nachgibt. Eine zu weite Schale bekommt man damit nicht ausgeglichen. Jedenfalls nicht, wenn man einigermaßen sportlich unterwegs sein will.

Bei der Sohle würde ich noch darauf achten, dass diese nicht zu weich ist. Nichts ist schlimmer als ein geschäumter Schuh, bei dem dann eine Sohle sich um einen oder zwei Millimeter setzt. Dann sitzt der Knöchel nicht mehr in der dafür vorgesehehen Stelle und die Probleme fangen erst richtig an.

Abschleifen von Bootboard ist übrigens auch keine gute Idee. Bei den modernen Schuhen liegt der Innenschuh im Vorfußbereich zu 1/4 bis 1/3 auf der Schale auf. Schleift man da am Bootboard zu viel weg. verformen sich Sohle und Fuß konvex und liegen nicht mehr plan auf.

Du schreibst, dass Du gefühlt den meisten Druck auf dem Vorfuß spürst. Das könnte auch eine Erklärung für Deine Probleme sein und das solltest Du auf jeden Fall mit dem Sohlendoktor durchsprechen. Bei mir ist es so, dass obwohl ich unter der Ferse 10 mmm aufgebaut habe, von der Gewichtsverteilung trotzdem mehr Druck auf der Ferse als auf dem Ballen habe.
Zuletzt geändert von NeusserGletscher am 16.04.2019 - 08:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von me62 » 16.04.2019 - 08:35

Ich denke, du solltest einen Orthopäden konsultieren, bevor du weiter an den Skischuhen herumbastelst.
Ich verspüre neben anderen Symptomen ebenfalls ein Brennen in den Fußsohlen, mal stärker, mal schwächer. Die Ursache sind Abnützungen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule. Geringe Änderungen in der Form der Lendenwirbelsäule haben bei mir große Auswirkungen bei den Symptomen in den Beinen und Füßen. Bei mir ist es zum Glück so, dass die Haltung beim Skifahren (abgewinkelte Knie und der Hüftknick, dadurch Verringerung des Hohlkreuzes) zu einer Entlastung der problematischen Stellen an der Lendenwirbelsäule führen.
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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von valdebagnes » 16.04.2019 - 14:26

SchCh hat geschrieben:
16.04.2019 - 00:16
@valdebagnes: Bei allen Bootfittern sprach ich das Thema geschäumter Innenschuh an. KEINER wolle mir das verkaufen. Alle meinten damit würde sich das Problem nicht lösen. Ich hätte lieber den geschäumten Schuh gezahlt statt der Sohle. Wo hast du deinen schäumen lassen und welchen Hersteller hast du?
Naja, da auch schon andere Marken genannt wurden. Habe nun den dritten Strolz, der erste war aus St. Anton, der zweite aus Ischgl und der aktuelle aus dem Pitztal. Kostet jedoch 'etwas' mehr als die von dir beschriebene Sohle, aktuell muss man wohl so mit gut 850.- rechnen, es geht je nach Schale aber auch teurer.
Wenn dir das jedoch keiner verkaufen will, dann wird das nix, der Händler kann sich danach ja immer hinstellen und behaupten, er hätte es ja gleich gesagt.
Ich mag den Schuh aus zwei Gründen:

1. Die Passform am Fuss selbst, hier gibt es einen gleichmäßigen und keinen punktuellen Druck auf den Fuß was ich sehr angenehm empfinde und trotdem eine gute Kontrolle über den Ski habe.
2. Als Besitzer recht dünner 'Thomas-Müller-Waden' habe ich immer das Problem, das oberhalb der Knöchsel zu wenig Fleisch/Fett den Druck puffert. Die Haut drückt oft die Blutgefäße direkt an den Knochen, so das ich oft 'taube' Füße bekommen. Das geht mir in vielen hohen Schuhen (Wander, Schlittschuh, Inline) so. auch hier finde ich das sich der Druck durch den Schaum gleichmäßiger verteilt und damit der Effekt unterbunden wird.

Sicher, wenn ich den Schuh morgens zu fest schnalle, dann kann man auch darin Schmerzen bekommen. Also in der Regel eher gemäßig anfangen und im Laufe des Tages immer mal einen kleinen Raster nachziehen, dann passts.
Ich kann mir selbst nicht vorstellen dass Kollegen die Skischuhe morgens zuknallen und den ganzen Tag nicht nachziehen müssen. Scheint aber solche zu geben.

Aber wie gesagt, man sollte einen Verkäufer finden, der nach Begutachtung davon so überzeugt ist, das er dir die Rücknahme anbietet. War bei den ersten beiden so, beim dritten hatte ich dann genug Vertrauen.
Und so planen, das man nachmittags vorbeigehen und am nächsten Morgen nach Korrektur wieder testen kann, ggf. mehrfach.
"Das ist so schrecklich, dass heute jeder Idiot zu allem eine Meinung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demokratie falsch verstanden worden: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten." - Dieter Nuhr, Nuhr nach vorn, 1998, "Fresse halten"


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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von extremecarver » 16.04.2019 - 17:56

Also ich halte nicht viel von Superfeet, Bootdoc, Conformable und Co Einlagesohlen - a gscheite Korksohle aufgebaut mit Negativabdruck und ausgefräßt aus dem Korkrohling vom Spezialisten - dass ist noch immer unübertroffen (hab da 30€ selbstbeteiligung gezahlt, Rest die Krankenkasse) - beim Matschi in Gaming. ABER ACHTUNG - das Problem bei Druckschmerzen ist - dass sie nicht unbedingt dort auftreten wo der Druck ist!!! Und der Bootfitter muss wissen was er tut - weil bei mir hat er weniger geform als mein Fuß auf Negativdruck erlauben würde - sprich die perfekt stützende Sohle ist bei meinem Fuß zu viel Unterstützung und problematischer als so eine 0815 Wegwerfsohle.

Ich hab etwa länger das Problem gehabt - dass ich dachte der Schuh ist zu schmal - dabei hats mir von obem (im geschäumten Schuh - allerdings war der Aussenschuh einfach nicht hoch genug für meinen Fuß mit geschäumten Innenschuh samt geschäumter Zunge) eine Ader/Vene so weggedrückt - dass ich seitlich Schmerzen bekam. Erst dass qausi entfernen der Zunge in dem Bereich (nur etwas Leder übrig gelassen) - und dann waren die Schmerzen seitlich weg... Aber echter Rennskischuh ist mangels Volumen einfach viel mehr Zeit für Anpassung wie ein normaler Schuh - wo sowas eigentlich nicht vorkommen dürfte - sprich wenn geschäumt und vorher schon Engstellen/Druckstellen mit Standard Innenschuh beseitigt an der Schale - dann sollte es auch gut passen. Dass die Schmerzen aber evtl woanders sind wie wo das Problem liegt - wird oft so sein. Vor allem mal nach langem Skitag schauen ob/wo der Fuß gerötet ist - dort hat es dann wohl ein Problem was auch anderswo hin ausstrahlen kann.

Ein guter Bootfitter zeichnet sich dadurch aus - dass du da in der Werkstatt mindestens 10 Geräte siehst - wo du nicht weißt wofür die da sind - aber halt für Skischuhe... Und wenn der Laden keine Korksohle aufbauen kann, würde ich einen anderen Suchen. Nachdem ich ja schon bei einigen der großen Namen war - mein Favorit ist derzeit das Schuhlabor in Steinach am Brenner (jetzt der Achmüller, Nachfolger vom sehr sehr bekannten Herbert Auer) - danach kommen für mich von denen wo ich war der Matschi in Gaming, und der Danler in Neustift. Vorteil Danler - extrem viel modernes Equipment und Druckpunktmessungen, sowie sauberes Arbeiten. Vorteil Matschi - der "Handwerker" schlechthin, im Vergleich günstig, - und einfach die besten Korksohlen. Der Achmüller ist für mich aber der beste insgesamt.

Generell IMHO mit Problemfüßen - die schnelle gute Lösung ist ein Skischuh mit Intuition Liner oder halt geschäumt. Wer halt die Performance vom Rennskischuh mit Problemfuß haben möchte - der wird viele Termine beim Bootfitter brauchen bis der Schuh mal perfekt passt (und dann ist die Schale hoffentlich nicht schon hinüber/am brechen weils so lange gebraucht hat). Wenn mal ein Schuh von der Performance/Komfort super passte und hinüber ist - mit der Schale zum Bootfitter - der kann das recht schnell in eine neue reinkopieren - selbst wenns das Schalenmodell nicht mehr gibt (die meisten Schalen gibts um die 5-10 Jahre lang - also schon sehr lang, es wird halt jedes Jahr neue Farbe, neue Schnallen, evtl mal leicht anderer Innenschuh verkauft - aber da die Molds für die Schalen sehr teuer sind - ändert sich da jahrelang oft gar nichts. Die guten Bootfitter kennen sich da aber eh genau aus.)

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von Skimarkus » 16.04.2019 - 21:09

Ich bin Orthopädietechnikermeister und kann dir zuerst einen Besuch beim Orthopäden nur empfehlen. Denn bei 26 Knochen plus 2 Sesambeinen pro Fuß kann sich gerne mal was verschieben und im Skischuh zu Problemen führen. Besonders bei Knick/Senk/Spreitzfuß. Je nach Diagnose, ums röntgen wirst wohl nicht rumkommen, könnte er dir Einlagen verordnen. Aber lass dir keine propriozeptiven Einlagen aufschwatzen. Die funktionieren gut, aber nicht im Skischuh.
Dann such einen guten OT-Schuhtechniker, der sich mit Einlagen und Skischuhen auskennt. Der baut dir eine Quer- und Längsgewölbestütze ein. Aber nicht in den Innenschuh sondern auf diese Sohle, welchen den Fußauftritt glatt macht im Skischuh. Ich würde mit halber Untetstützungshöhe anfangen.

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von NeusserGletscher » 17.04.2019 - 07:18

extremecarver hat geschrieben:
16.04.2019 - 17:56
a gscheite Korksohle aufgebaut mit Negativabdruck und ausgefräßt aus dem Korkrohling vom Spezialisten
Kann beim Fräsen auch ein Zehen- und Ballenabdruck mit eingebaut werden?

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von extremecarver » 17.04.2019 - 07:22

Ja,

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von SchCh » 20.04.2019 - 10:53

@NeusserGletscher: Superfeet macht u.a. der Danler in Neustift. Da sind auch meine her. Der hat sich auch sehr viel Zeit genommen, um meine Einlagen anzufertigen. Der Horngacher in Wörgl mach auch Superfeetsohlen.

Wie muss ich mir das mit einem Ballen und Zehenabdruck vorstellen. Sieht man dann in meiner Sohle wirklich jeden einzelnen Zeh und meine Ferse? So eine Sohle hatte ich noch nie...geschweige denn gesehen.

Im ersten Moment dachte ich auch als ich las, 10 mm unter der Sohle? Das ist ja ein DamenPumps 😉 Mein Problem ist – so glaube ich – dass ich für meine 41er Schuhgröße richtig dicke Waden habe. Ich merke das oft beim Hosenkauf. Ich komme dann nicht mehr durchs Hosenbein. Ich glaube auch dass ich einen sehr voluminösen habe. Was ich daran merke, dass der Schuh richtig gut gefüllt ist nach dem einsteigen.

Wie gesagt ich testete gefühlt 20 Skischuhe, von Replika-Race bis zu Allmountain und Lightweight Skischuhe. Nach 10-15 min fängt das bizzeln in den Schuhsohlen an – egal welcher Schuh. Der Bootfitter wollte dann immer auf die Sohle raus und mein im Laden stehen ist kein Vergleich zum Skifahren. Da ich über die Saison verteilt Skifahren gehen ist immer alles dabei von knackig Minus bis frühlingshaft Plus. Ich kann jedoch keinen Zusammenhang feststellen.
Mit Pelotten machte ich in der Vergangenheit auch eher negative Erfahrungen. In Lauf und Straßenschuhe führte das oft zu Krämpfen die dazu führten, dass ich die Einlagen wieder aus den Schuhen nehmen musste.

Das mit dem Knöchel ist ein guter Tipp. Ich werde das mal evaluieren. Der Knöchel müsste so ungefähr auf der Höhe der Cantingschauben sitzen. Ich könnte das zum Spaß mal eine Unterlage aus Korkplatten in den Schuh basteln. Mehr als Schmerzen kann ich nicht bekommen :D

Also ich meine gelernt zu haben, dass der Druck tendenziell auf der Ferse liegt, zur Kurveneinleitung und zur Kurvenkontrollen sich nach vorne verschiebt und dann wieder zurück auf die Ferse. Also immer eine „Wellenbewegung“ stattfindet. Das ist eben auch nicht so leicht umzusetzen.

Das mit dem Footboard wusste ich nicht – finde ich aber interessant. Das hat bisher noch kein Bootfitter gesagt. Um mehr „Platz“ zu schaffen, haben zwei mein Footboard abgeschliffen. Einer das Ganze der andere nur den Vorfuß.

@me62: steht eh auf dem Plan. Da ich Rückenprobleme habe. Insbesondere am Morgen nach dem Aufstehen. Ich achte beim Skifahren auf einen geraden Rücken. Nicht, dass mein Problem daher kommt.

@extremcarver: das hört sich interessant an. Was meinst du mit. Dein Aussenschuh war einfach nicht hoch genug für deinen Fuß. Was waren das für Schmerzen. Kannst du vielleicht mal ein Bild von dieser Zungenmodifikation machen? Gerötet ist mein Fuß eigentlich nicht mehr. Nur gescheuert vom Socken und vom Schweiß.
In der Zwischenzeit weiß ich wofür die 10 Geräte sind. Steinach am Brenner werde ich mal ins Auge fassen. Da werde ich mal einen Ausflug nach Innsbruck machen mit der Frau. Ist von Rosenheim ne Stunde. Der Danler wie gesagt sehr netter Bootfitter aber die Superfeetsohle hat mich jetzt wirklich nicht überzeut. Ich glaube der macht auch gar keine Korksohlen so wie ihr das hier beschreibt. Aber vom Wissen sehr kompetent. Ist halt nach Neustift auch immer ein gejuckel.
Intuition? Ist das der Hersteller der Liner? Das hat mir der Danler damals auch gesagt mit den Schalen der Schuhe. Der hatte auch gar nicht viele Skischuhe da. Er meinte damals, dass die Schale auch nicht mehr das wichtigste sei. Ein Lange RS 130. Den kann er so flexibel bearbeiten, dass er am Ende passt. Fräsen, Weiten, Weichermachen. Fertigt der Achmüller in Steinach so Sohlen wie du sie vorschlägst an?

@Skimarkus: Was meinst du mit „verschieben“ – glaubst bei meinen Füßen ist was kaputt? Röntgen? Was sind denn propriozeptive Einlagen? OT-Schuhtechniker? Du meinst der Aufbau kommt unter den Liner aufs Footboard?

Bisher hat noch niemand was zum Punkt Flex geschrieben. Der Dobermann 140 ist also nicht zu hart für mich?

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von NeusserGletscher » 21.04.2019 - 08:08

SchCh hat geschrieben:
20.04.2019 - 10:53
Das mit dem Footboard wusste ich nicht – finde ich aber interessant. Das hat bisher noch kein Bootfitter gesagt. Um mehr „Platz“ zu schaffen, haben zwei mein Footboard abgeschliffen. Einer das Ganze der andere nur den Vorfuß.
Damit schafft man zwar in der Höhe Platz. Gleichzeitig aber ändert sich die Lage des Fußes zur Schale. Schalen werden nach unten hin schmaler. Wenn man eh im Vorfußbereich in der Breite am Anschlag ist, darf man IMHO am Bootboard überhaupt nicht mehr schleifen. Und mehr als einen Millimeter sollte es grundsätzlich nicht sein, weil sich sonst wie beschrieben der Fuß nach unten "durchwölbt", da er seitlich weiter auf der Schale aufliegt.

Zehen und Ballenabdruck helfen in meinem Fall, den Halt im Schuh zu verbessern. Außerdem schaffen sie in der Höhe etwas Platz, ohne am Bootboard etwas zu verändern. Superfeet stellt die Korksohlen leider nicht mehr her und mit dem Nachfolger Custom Carbon ist ein Abdruck vorne nicht mehr möglich. Ein typisches Beispiel dafür, wie man ein gutes Produkt kaputtsparen kann. Die mir bekannten marktüblichen "Custom" Sohlen kann man ohne fachmännische Nachbearbeitung nicht als angepasste Sohle bezeichnen. Das sind oft nur Placebos, die den Geschäften schnellen Umsatz bringen aber dem Kunden nicht helfen.

Der Tip, erst einmal Deine Füße vom Fachmann checken zu lassen, ist bei den beschriebenen Problemen sicher nicht verkehrt. Dann kannst Du Dich um eine neue Sohle bemühen und ggf. sind danach die Probleme mit der jetzigen Schale verschwunden. Allerding würde ich dazu wieder ein originales Bootboard verwenden. Wenn alles nicht hilft, dann geh im Oktober mit Deiner Sohle (!) in die Geschäfte und suche Dir einen neuen Schuh. Wenn am Ende alles zusammen passt, dann kannst Du auch über einen geschäumten Liner nachdenken. Diesen Aspekt solltest Du vor dem Kauf der Schale klären. Wichtig ist halt, dass vor dem Schäumen die Schale passt und die Sohle sowieso. Nach dem Schäumen kannst Du beides nicht mehr grundsätzlich ändern.

Was den Flex anbelangt, wenn der Schuh gut sitzt und Du keinen Leerlauf hast, dann sollte der passen. Aber mit Schmerzen in den Füßen ist jeder Schuh zu hart.


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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von SchCh » 05.05.2019 - 12:56

Guten Tag zusammen,
also war gestern in Steinach im Schuhlabor von Herrn Achmüller. Bin ohne Voranmeldung hin - wir wollten sowieso nach Innsbruck, also bot sich das an.
Herr Achmüller, wirkte sehr kompetent und professionell. Alles sehr sachlich.
Er hat sich meinen Skischuh und meinen Fuß angesehen und meinte, da passt gar nichts zusammen. Die Footboards sind miserabel und die Arbeit extrem schlecht. Auch vorgenommenen Arbeiten sind allesamt sinnfrei. Das haute mich erstmal um. Letztendlich hat er gemeint, dass die Arbeit vom H&N und die Sohle von Superfeet einfach nur quatsch ist.
Er stellte meine Füße auf ein Pauspapier und umfuhr meinen Fuß mit einem Stift bei verschiedenen Stellungen.
Dann kamen wir auf das Thema Sohlen. Auch hier wieder – ich brauche unbedingt ein gutes Fußbett und eine gute Sohle. Korksohle ist nicht mehr. Ist wohl nicht mehr State-of-the-Art. Stattdessen gibt es etwas CNC gefrästes. Sieht interessant aus. Ist aus sehr porösem Material und wird dann noch überzogen. Kostenpunkt 150 €. Heftig! Da musste ich erstmal schlucken. Als gebranntes Sohlenkind ist das echt wieder ne Hausnummer. Das bearbeiten der Schale und anpassen kostet nochmal um die 150 € - finde ich auch echt krass. Da ich echt schon einiges in den Skischuh investiert habe.
Immerhin passt die Schale zu meinem Fuß. Die kann ich weiterhin nutzen. Er würde mir sogar noch zu einer geschäumten Zunge raten. Kostenpunkt 200 €! Das ist aber erst der nächste Schritt.
Nach längerem hin und her entschloss ich mich dazu es machen zu lassen. Mit Schmerzen lässt sich eben Geld verdienen.
Ich durfte dann auf einen Kasten steigen um einen Fußabdruck anzufertigen. Mein Fuß wurde mit so Pins abgetastet. War schon spannend. 2-mal pro Fuß. Erst in der geknickten „normalen“ Stellung und dann in der „korrigierten“ Stellung unbelastet. Das war es dann auch schon. Hat ca. 1h gedauert. Ich fühle mich mit der Entscheidung überhaupt nicht wohl. Das ist echt wieder ne Stange Geld dich ich investiere und eine Pass-Garantie gibt es keine. Aber welche alternative habe ich. Skifahren mit Schmerzen oder Skifahren aufgeben.
In ca. zwei Wochen werde ich wieder hinfahren und dann werde ich sehen wie das Ergebnis ist.

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Re: Skischuh Problem - Sohlenbrennen

Beitrag von NeusserGletscher » 05.05.2019 - 14:02

Hört sich für mich alles plausibel an. Die Anfertigung einer Sohle geht weit über das hinaus, was viele Shops als "Maßanfertigung" anbieten. Neben dem nötigen Gerät braucht man auch ein gutes Produkt und die nötige Erfahrung, dies individuell auf den jeweiligen Kunden anzupassen. An den letzten beiden Punkten mangelt es oft. Wenn es am Ende funktioniert, dann ist es gut investiertes Geld.


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