Quelle: Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommtWie sieht es in den Bergen aus, wenn die letzten Skifahrerinnen und Skifahrer abgereist und die Sommergäste noch nicht da sind?
Auf diese Frage suchte der Schweizer Fotograf Simon Walther Antworten, als er die Berglandschaften während seinen ausgedehnten Reisen in den Alpen mit der Kamera einfing. Was er fand, war ein Gefühl der trostlosen Verlassenheit und etwas glückselige Stille.
Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommt
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 15993
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 249 Mal
- Danksagung erhalten: 3435 Mal
- Kontaktdaten:
Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommt
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
-
Lagorce
- Rigi-Kulm (1797m)
- Beiträge: 1886
- Registriert: 20.12.2006 - 09:16
- Skitage 25/26: 0
- Hat sich bedankt: 5 Mal
- Danksagung erhalten: 266 Mal
Re: Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommt
Von der erwähnten Fotostrecke halte ich eigentlich nicht viel.
"Artistisch" betrachtet eher uninteressant (solche Fotos kann jeder machen) und dokumentarisch ist sie auch nur bedingt aussagekräftig, da sie eigentlich auch tendenziös wirkt.
Kurz nach Wintersaison-Ende ist halt einiges noch nicht aufgeräumt.
Ich bestreite nicht, dass der Tourismus die Landschaft beeinträchtigen kann, gewisse Kompromisse muss man dennoch in Kauf nehmen. Ohne Tourismus würden gewisse Bergregionen schnell aussterben.
"Artistisch" betrachtet eher uninteressant (solche Fotos kann jeder machen) und dokumentarisch ist sie auch nur bedingt aussagekräftig, da sie eigentlich auch tendenziös wirkt.
Kurz nach Wintersaison-Ende ist halt einiges noch nicht aufgeräumt.
Ich bestreite nicht, dass der Tourismus die Landschaft beeinträchtigen kann, gewisse Kompromisse muss man dennoch in Kauf nehmen. Ohne Tourismus würden gewisse Bergregionen schnell aussterben.
- Harzwinter
- Wildspitze (3774m)
- Beiträge: 3824
- Registriert: 10.03.2004 - 19:58
- Skitage 25/26: 11
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Ettlingen
- Hat sich bedankt: 425 Mal
- Danksagung erhalten: 1532 Mal
Re: Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommt
Der Herr Walther muss als Freelancer Geld verdienen, also tut er das, indem er mit dem Finger auf Andere zeigt und dazu ein paar Halbwahrheiten verbreitet. Das ist nämlich am einfachsten. Selbst schuld, wer drauf reinfällt, wie hier swissinfo.ch.
Wie schon User Lagorce angemerkt hat: Die gezeigten Fotos sind nichtssagend. Etwas Infrastruktur, die gerade nicht in Betrieb ist - das gibt es überall auf der Welt. Herr Walther hätte auch Freibäder, Waldseilgärten oder Freizeitparks im November fotografieren können. Ansonsten zeigen die beispielhaft ausgewählten Fotos lediglich Landschaft im Übergang der Jahreszeiten.
Nach der Saison ist vor der Saison.
Natürlich schmilzt der verdichtete Schnee auf Skipisten etwas langsamer. Es gibt aber Resorts, die die Pistenoberfläche nach Saisonschluss per Raupe sogar aufbrechen, damit der Maschinenschnee schneller schmilzt. Der Schnee, der zuletzt schmilzt, ist der von schattigen Nordkaren, von natürlichen Geländesenken und von Lawinenkegeln, alles außerhalb von Skipisten.swissinfo.ch hat geschrieben:Oftmals schmilzt jener Schnee zuletzt, der während der Saison die Skipisten bedeckt und von Pistenfahrzeugen präpariert und verdichtet worden war.
Aha. Die technischen Revisionen der Bergbahnen funktionieren also ohne Strom und Personal ... das wusste ich noch gar nicht. Die ganzen Pistenmarkierungen und Schneilanzen bauen sich ebenso von selbst ab, wie die Vorbereitungen auf die Frühsommersaison wie z.B. Instandsetzung von Wanderwegen und Bikeparks und Aufbau von Sommer-Infrastruktur in der kurzen Zwischenphase ganz von allein funktionieren. Gästeunterkünfte und sonstige Infrastruktur müssen natürlich auch nicht gewartet, renoviert oder instandgesetzt werden ... Richtig ist, dass Hilfspersonal wie z.B. in der Gastronomie teilweise in die Pause geht, bis die Haupt-Sommersaison loslegt.swissinfo.ch hat geschrieben:Wenn das lange Wochenende [Ostern] vorbei ist, wird der Strom für die Ski-Infrastruktur, von den Bergbahnen bis zu den Schneekanonen, abgeschaltet. Dann verlassen auch Tausende von Mitarbeitenden, die für die Bergbahnen arbeiten und die Pisten warten oder die Gäste in Restaurants und Hotels bedienen, die Ferienorte.
Immerhin wird da überhaupt Umsatz erzielt, und die lokale Bevölkerung hat ein Einkommen und kann vor Ort überleben. Wer wissen möchte, wie es in Alpengegenden ohne Tourismus aussieht, der muss lediglich in etwas abgelegenere italienische Alpentäler fahren und kann sich dort Geisterdörfer und puren Verfall als Ergebnis der Abwanderung anschauen.swissinfo.ch hat geschrieben:In den Schweizer Alpen macht die kurze Wintersaison fast drei Viertel des Jahresumsatzes aus, der insgesamt in Berggebieten erzielt wird.
Wie schon User Lagorce angemerkt hat: Die gezeigten Fotos sind nichtssagend. Etwas Infrastruktur, die gerade nicht in Betrieb ist - das gibt es überall auf der Welt. Herr Walther hätte auch Freibäder, Waldseilgärten oder Freizeitparks im November fotografieren können. Ansonsten zeigen die beispielhaft ausgewählten Fotos lediglich Landschaft im Übergang der Jahreszeiten.
Nach der Saison ist vor der Saison.
-
Latemar
- Nebelhorn (2224m)
- Beiträge: 2330
- Registriert: 15.07.2008 - 12:11
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 419 Mal
- Danksagung erhalten: 295 Mal
Re: Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommt
Man sollte jetzt nicht so empfindlich darauf reagieren.
Klar sieht ein Skigebiet im Übergang von Wintersaison auf Sommersaison nicht "schön" aus. Es spricht ja nichts dagegen das in Bildern fest zu halten. Sollche Bilder bedürfen einem Auge und Sinn für Melancholie. Ich empfinde Skigebiete schon in den letzten Tagen als melancholisch, aber ich mag das auch.
Aber, und das fehlt in Beitrag und Bildern, die allermeisten Skigebiete präsentieren sich in der Sommersaison aufgeräumt und begrünt. Ich bin oft erstaunt wie wenig "Skigebiet" noch zu sehen ist.
Gruß!
der Joe
Klar sieht ein Skigebiet im Übergang von Wintersaison auf Sommersaison nicht "schön" aus. Es spricht ja nichts dagegen das in Bildern fest zu halten. Sollche Bilder bedürfen einem Auge und Sinn für Melancholie. Ich empfinde Skigebiete schon in den letzten Tagen als melancholisch, aber ich mag das auch.
Aber, und das fehlt in Beitrag und Bildern, die allermeisten Skigebiete präsentieren sich in der Sommersaison aufgeräumt und begrünt. Ich bin oft erstaunt wie wenig "Skigebiet" noch zu sehen ist.
Gruß!
der Joe
16/17 47T Dolomiti
17/18 48T Dolomiti
18/19 44T Dolomiti
19/20 22T Dolomiti (leider dann Corona-Schließung)
20/21 0T Corona-Schließung
21/22 17T Carezza/Latemar
22/23 8T Sella Ronda, 17T Carezza, 3T Alpe Lusia/P. Pellegrino, 2T San Martino/Rolle, 6T Latemar, 1T Catinaccio, 1T Civetta
23/24 10 Tage rund um die Sella, 1T Carezza
17/18 48T Dolomiti
18/19 44T Dolomiti
19/20 22T Dolomiti (leider dann Corona-Schließung)
20/21 0T Corona-Schließung
21/22 17T Carezza/Latemar
22/23 8T Sella Ronda, 17T Carezza, 3T Alpe Lusia/P. Pellegrino, 2T San Martino/Rolle, 6T Latemar, 1T Catinaccio, 1T Civetta
23/24 10 Tage rund um die Sella, 1T Carezza
↓ Mehr anzeigen... ↓
- 3303
- Matterhorn (4478m)
- Beiträge: 4592
- Registriert: 21.08.2006 - 22:38
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 371 Mal
- Danksagung erhalten: 595 Mal
Re: Wenn der letzte Skifahrer geht und in den Alpen die grosse Leere kommt
Ich mag ja die Zwischensaison.
Die Fotos zeigen wie ich finde recht gut die Stimmung.
Ich finde sie auch nicht übertrieben kritisch.
Die Fotos zeigen wie ich finde recht gut die Stimmung.
Ich finde sie auch nicht übertrieben kritisch.
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n, Dass sie vor dem Guten und Schönen, das ihnen oft beschwerlich ist, murren.“
[Johann Wolfgang von Goethe]
[Johann Wolfgang von Goethe]