Fab schrieb:
Dass du die Europäer mit den Bananrepubliken in Mittelamerika gleichsetzt - nun ja........
Würdest Du Vietnam oder den Irak als Bananenrepublik bezeichnen?
Fab schrieb:
In D wurde das natürlich auch diskutiert. Es gibt aber wohl Probleme mit der Eigententumsgarantie des Grundgesetzes.
Es wäre mir neu, dass so was in den letzten Jahren mal auf breiter Front diskutiert worden wäre. Und Einwände bez. Grundgesetz sind meist nur vorgeschoben und halten einer Prüfung durch Verfassungsrechtler nicht stand. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten schließlich auch alle die gleiche medizinische Leistung, unabhängig von der Beitragshöhe. Warum sollte das bei RV und AV nicht auch funktionieren?
scratch schrieb:
Bin vorgestern zufällig über diese Seite gestolpert:
https://steuermythen.de/mythen/mythos-5/
Keine Ahnung, ob das jetzt alles so stimmt wie es dort steht, da ich mich damit nicht beschäftigt habe, aber ich fand es interessant. Dies würde aber den Ausführungen von Neusser etwas widersprechen.
Autsch! Du verweist auf eine Statistik über die Staatsquote (in diesem Fall Steuern- und Abgaben am BIP). Und ich meine die Belastung von
Arbeitseinkommen mit Steuern und Abgaben im internationalen Vergleich.
Preisfrage: Wenn die mittlere Steuer- und Abgabenlast gemessen am BIP im internationalen Vergleich eher im Mittelfeld liegt, die Belastung von Arbeitseinkommen dagegen auf dem zweiten Platz nach Belgien, welche Schlußfolgerung ist dann die richtige?
a) Deutschland ist ein Niedrigsteuerparadis
b) Deutschland ist ein Niedrigsteuerparadies für Konzerne und Couponschneider
c) Deutschland ist eine Steuer- und Abgabenhölle für Arbeitnehmer
(mehrere Antworten möglich)
Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wäre die Belastung von Arbeit, Kapitaleinkünften und Vermgögen ähnlich gerecht wie sie mal bis Ende der 1970er war und würde man für sein Geld auch einen angemessenen Gegenwert erhalten, würde ich kein Wort darüber verlieren.
Aber dass mir dieser Staat effektiv 2/3 meines Einkommens wegnimmt und mir nur noch ein Taschengeld von 1/3 zugesteht, diverse Kreise daran arbeiten, meine Steuerlast noch weiter zu erhöhen, während die gleichen Kreise Konzerne und Couponschneider drastisch entlastet haben und der Gegenwert in den letzten Jahren immer kleiner geworden ist (Verfall der Infrastruktur, Bildungswesen nur Mittelfeld, Gesundheitswesen nur Mittelfeld etc), das passt für mich überhaupt nicht zusammen.
Parlamentarier leisten sich oft eine private Krankenversicherung und schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Ich könnte mir letzteres trotz gutem Gehalt nicht leisten, demzufolge habe ich auch keine Kinder.

Oder zumindest eine weitere Ausrede.
Pancho schrieb:
Und um die Kurve zum Thema zu bekommen
Das ist einfach. Würde der Staat nicht so viel Geld für Unsinn aufgeben und Konzerne wie Couponschneider angemessen besteuern, könnten wir den ökologischen Umbau viel einfacher finanzieren. Weil die Mehrbelastung für die Bevölkerung finanzierbar wäre und der Staat genügend Geld für Forschung und Investionen übrig hätte.