Glacier 3000, 4.5.2019 // Das ist kein Frühjahr

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starli
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Glacier 3000, 4.5.2019 // Das ist kein Frühjahr

Beitrag von starli »

Sa, 4.5.2019

Wie schon beim Bericht von letzter Woche geschrieben: "Ob man bei Schlechtwetter zum Skifahren fährt, liegt immer auch daran, wann man sich mehr ärgert: wenn man nicht fährt und es wäre lt. Webcams besser gewesen, oder wenn man fährt und es bleibt schlecht."

Die Wettervorhersagen für dieses WE blieben leider auch wieder recht schlecht, aber zumindest Samstag Vormittag könnte sich etwas besseres Wetter am Glacier 3000 ausgehen, außerdem ist es das letzte offizielle Betriebs-WE und wer weiß, ob man heuer - wie in den Vorjahren - noch an einem der nächsten WE aufsperrt. Also stand ich um 2:30 Uhr auf und machte mich auf den Weg.

Am Walensee kam ich wie üblich an der alten Raststätte entlang, die schon lange geschlossen hat und wo man mittlerweile leider nicht mal mehr den Parkplatz anfahren darf, sonst hätte ich endlich mal ein paar Fotos gemacht, denn mir gefällt der Bau. Jedes Mal beim Vorbeifahren hab ich mich gefragt, warum das so gebaut wurde, so wie es gebaut wurde. Im Nachhinein zu diesem Bericht hab ich endlich mal gegoogelt: Die nördliche Fahrbahn der Autobahn hier (die südliche ist ja im Tunnel) war früher vor der Autobahn-Klassifizierung die in beiden Richtung befahrene Landstraße. So machte der Bau der Raststätte Sinn. Leider ist es wohl schon seit 2003 geschlossen :-(

Bilder: https://www.google.ch/search?q=rastst%C ... s&tbm=isch

Um 9:10 Uhr erreichte ich die Talstation der PB. Während gestern Abend der Lift/Pistenstatus mal wieder alles ausser Reusch als offen zeigte (!!), war es um 9:15 an der Talstation wieder andes: Oldenabfahrt samt Rückbringer-4KSB fix zu, rest auf Gelb ..

Welchen Grund es hier braucht, damit die Lifte von Gelb auf Grün gehen, weiß ich nicht. Sicht? Anzahl Skifahrer? An der 4SB oben gab es tollen Pulver, an der 4KSB war eine harte Grundlage über etwas Neuschnee, griffig zwar und mehr Sicht, aber ich wär doch lieber den Pulver an den SL gefahren. Die bleiben leider zu. Wobei es auch an der 4KSB offpiste gut ging, aber bei der teils schlechten Sicht hatte man selten gute Kontraste. Im Laufe des Vormittags gab's oben an der 4SB Eisregen/Graupel, später starken Schneefall und der Nebel wurde dichter.

Als die Olden-4KSB fuhr, dachte ich, dass jetzt vielleicht mehr gehen würde und fuhr nochmals bis rauf. Oben angekommen waren die SL nun definitiv auf Rot und sogar die (neue) Abfahrt runter von der 4SB runter zur 4KSB war jetzt geschlossen. Na Nerv. Damit hätte sich das Skigebiet einen Eintrag auf der Sperrliste verdient. Sauhaufen hier, wegen des bisschen Nebels und/oder Schneefalls das halbe Skigebiet nicht öffnen. Wenn man das am Hintertuxer auch so machen würde, könnte man das halbe Jahr geschlossen bleiben. Nebenbei waren ein paar Assis da, die in der PB ihre lauten Lautsprecher in Betrieb nehmen mussten.

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^ Zufahrt noch recht sonnig

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^ Oben bereits Nebel; die SL sind noch orange, ab Mittag waren sie dann rot.

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^ Immerhin lief die 4KSB

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^ Die schöne rote Abfahrt von der PB-Sektion 2 war später ab Mittag leider zu. Und im Nebel davor auch nicht mehr sehr angenehm zu fahren.

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^ 4KSB

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^ 4SB

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^ 4SB, nun zum (mind.?) dritten Mal diese Saison hier in der Südwestschweiz beobachtet - bei Regen oder Schnee werden die Sessel weder hochgeklappt noch abgekehrt.

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^ Reusch sind auch einige gefahren, die untere 4KSB bewegte sich auch mal, die Außenrum-Olden-Abfahrt blieb aber zu.

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^ Offpiste gings an der 4KSB egtl. ganz gut, aber durch den Nebel hatte ich oftmals Probleme

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^ Blau: die 2 vorherigen Besuche im Mai 2016+2018, Orange die heurige Wintersaison mit Rot 4.5.2019. In Summe 1. sehr enttäuschend heuer und 2. einen Hirsch samt Geweih gezeichnet ;)

Um 14:40 ging's zurück zum Auto und ich checkte die Wettervorhersagen für morgen ... es scheint sinnlos zu sein, morgen hier nochmals her zu fahren, denn mehr als heute wird bei dem schlechter gemeldeten Wetter ja wohl auch nicht offen haben. Nerv. Hatte mich so auf ein paar nette Frühjahrstage hier oben mit dem Magicpass gefreut, und jetzt war letztes und dieses WE komplett im Eimer. (Und die Hoffnung, dass nächstes oder übernächstes schön werden würde und man nochmal in Betrieb gehen würde, scheiterte jedesmal an den weiterhin schlechten Wettervorhersagen.)

Auch sonst im Osten überall morgen starker Schneefall gemeldet, Mölltal, Hintertux, Sulden, Tonale, auch in CH wie Titlis oder Engstligenalp. Weniger Schneefall hier am G3000 (dafür -15° gemeldet! Hallo? Anfang Mai? Frühjahr?), in Cervinia (dafür Sturm) und Tignes, etwas Chancen auf Sonne in Prali. Alles zu unsicher und/oder kosten- bzw. streckenmäßig nicht lohnenswert.

Bin trotzdem noch nach Frankreich gefahren und war etwas früher dort, hatte somit Zeit, 2 Supermärkte zu besuchen - und zwischendrin im Buffalo essen zu gehen.

Leider scheint es darauf hinaus zu laufen, entweder morgen gar nicht Ski zu fahren, oder es nochmal am G3000 zu probieren, in der Hoffnung, dass wenigstens die 4KSB wie heute in Betrieb wäre - allerdings wurde die Liftstatusanzeige im Web um 15 Uhr aktualisiert, dass alle Pisten geschlossen sind, das war, als ich um 18:20 nachgeschaut hab - das könnte also für morgen gelten. Tignes sind 250km in die falsche Richtung, Prali 400 oder so.

Ich bin dann noch heimgefahren. Starker Schneefall auch im Flachland gleich nach dem Genfersee, später mal Regen, mal Schnee, mal nix. Um 3 Uhr war ich wieder daheim von diesem äußerst zweifelhaften Ausflug, der wohl mein bisher weitester Tagesausflug (von daheim aus) gewesen sein wird, mit über 1.000 km.

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^ Schneefall und schneebedekte Autobahn im schweizer Flachland Anfang Mai. Gut, dass ich noch die Winterreifen drauf hab.

Am Sonntag im Netz nachgesehen: G3000 blieb bei seinem Geschlossen-Status. Prali hatte schon morgens blauen Himmel (besser als gemeldet), auch in Tignes gab's morgens Wolkenlücken und blauen Himmel (also auch besser als gemeldet gewesen), das hätte sich vielleicht dann doch noch gelohnt, von den ca. 400-450km Umweg mal abgesehen (ca. 550km hatte ich von Thonon heim).

Ob ich, wenn ich mir nochmal irgendwann den Magicpass kaufen sollte, nochmal das G3000-Add-On um 200 CHF kaufen würde, bleibt fraglich nach den heurigen Erlebnissen: Nicht lohnenswert im Herbst, Wetter-Reinfall zum Saisonende. Weiß auch nicht, ob ich mir so eine weit entfernte Saisonkarte wie den Magicpass überhaupt noch mal antun werde.

Wobei es mich auch nach mehreren Wochenenden nicht wirklich gestört hat, Samstags um 2-4 Uhr los zu fahren oder diese Strecken überhaupt bzw. so häufig zu fahren, denn ich hatte ja egtl. nur selten mal Stau und es gab genug Varianten. Und zumindest für 1x war das schon richtig so, gab ja ein paar nette Skitage, ein paar nette Skigebiete, ein paar neue Skigebiete. Wettermäßig war's wohl nicht immer ganz so sonnig wie man es für's Wallis erwarten würde. Und es war natürlich etwas blöd, dass ich die 5-Berge&Co-Karte im gleichen Jahr hatte, hätte den MagicPass doch erst 2019/20 nehmen sollen.

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^ Fahrstrecken Jan-Mai 2019 (ohne Appennin und Skandinavien), ca. 14.600 km lt. GPS-Track-Editor-Software.

Falls ich nächste Saison die Lombardei-Saisonkarte kaufe, wären die Skigebiete zwar wesentlich näher, auch die Fahrstrecken wesentlich kürzer, zeitlich aber nur wenig schneller.

hhenne
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Re: Glacier 3000, 4.5.2019 // Das ist kein Frühjahr

Beitrag von hhenne »

Wie machst du es, dass du nach Hinfahrt, Skifahren auch noch die Rückfahrt am gleichen Tag ohne Schlaf schaffst? 500km pro Strecke in den Bergen ist ja auch nicht ganz ohne, auch wenn wohl viel Autobahn gewesen ist. Hast du da Tipps für lange, anstrengende Autofahrten?
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starli
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Re: Glacier 3000, 4.5.2019 // Das ist kein Frühjahr

Beitrag von starli »

hhenne hat geschrieben: 18.07.2019 - 08:22 Hast du da Tipps für lange, anstrengende Autofahrten?
Naja, das, was ich immer sag:
- lange, interessante Hörbücher
- ggf. abwechselnd mit lauter Musik "aus der 5-Sterne-Playlist"
- positiv auch immer wieder: abwechslungsreiche Strecken, z.B. in CH Abschnitte mit einspuriger Autobahn, oder Passstraßen, generell find ich Landstraßen weniger ermüdend als Autobahnen.
- in meinem Fall (das natürlich anderes Gefahrenpotential hat und vmtl. nicht wirklich erlaubt ist): Tin Whistle spielen
- was mir auch schon manchmal geholfen hat, Knabberzeug möglichst langsam zu essen (z.B. Erdnüsse/Cashews mit den Zähnen "abschaben")

Bei dieser Fahrt war ich dann irgendwann nach Mitternacht natürlich auch recht müde, weil ich dann ja irgendwann 24h wach war. Hätte aber ja mein Bett im Auto gehabt und hätte schlafen können, wenn es gar nicht mehr gegangen wäre.

Energy-Drinks hab ich jedenfalls noch nie getrunken und dass das Koffein vom Cola irgendeine aufputschende Wirkung hätte, hab ich auch noch nie festgestellt..
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Re: Glacier 3000, 4.5.2019 // Das ist kein Frühjahr

Beitrag von David93 »

In dem Fall halt schade dass der Skitag bei den ganzen Strapazen nicht besser war. Wenn man dafür nen Traumtag hat lohnt sich die Fahrerei wenigstens...

Hab dieses Jahr auch einen persönlichen Tages-Kilometerrekord aufgestellt. Ca. 650 km in Summe nach Gurgl und zurück. Kilometermäßig noch weit weg von dem was du da gefahren bist. Aber im nachhinein hat sich jeder Kilometer gelohnt. Und am nächsten Tag auch frei gehabt, dann ists auch nicht ganz so schlimm. Bin auch mehrmals so grenzwertige Strecken gefahren diese Saison (Ischgl / SFL, sind auch jeweils > 600 km).
Zudem fallen mir solche Fahrten im Frühjahr wesentlich leichter, besonders nach der Zeitumstellung wenns fast so lange hell ist bis ich daheim bin. Kein Vergleich zum Dezember wenn man im Skigebiet ins Auto einsteigt und es keine halbe Stunde später stockdunkel ist.
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