





Zu manchen Gebieten kommt man irgendwie Jahre lang nicht. Ich weiß gar nicht, warum ich das Tannheimer Tal so lange unbesucht links liegen gelassen hatte, denn besonders weit weg ist es ja von München nicht. 2018 ergab sich dann einmal ein Besuch in Zöblen und Tannheim selbst, 2019 endlich ganz hinten in Nesselwängle, einem etwas im Abseits liegenden Kleingebiet genau nach meinem Geschmack.

In Zöblen hatte ich mich noch über mich selbst geärgert, durch die unnötige Tannheimertalvermeidung den Rohnenlift verpasst zu haben, aber in Nesselwängle konnte man das entspannter sehen, weil sich dort seit 1988 nichts mehr getan hat und so fuhr ich an jenem sonnigen Februartag gut gelaunt „da hinter“. Am Parkplatz war zwar ein bisserl was los, aber Anstehen musste man nur mäßig bis gar nicht.


Der Tennenberglift (Bj. 1965), ein besserer Übungslift und daneben die 1988 errichtete DSB Krinnenalpe, die seinerzeit einen ESL bzw. SL (Kombilift) ersetzt hat.




Hinter der DSB Talstation steht noch diejeniger des Vorgängers...


Gehört zu einem Nesselwängle-Bericht dazu – der Blick auf die alte Trasse direkt neben dem Tennenberglift. Nach 31 Jahren immer noch erkennbar.

(später direkt unterhalb der alten Waldschneise neben dem Schlepperausstieg aufgenommen)



Auffahrt mit der alten, „modernen“ DSB – bei so einem Wetter ist die gemütliche Auffahrt natürlich gut zu ertragen.



Man schwebt durch den steilen Bergwald hinauf und hat hernach eine herrliche Abfahrt – für einen halben Tag incl. Zwischenabstecher zum Neuschwandlift gegenüber wirklich ganz nett.

Oben angekommen...




Ein bisserl die Kamera aufgewärmt – wobei die Temperaturen sehr passend waren.

Weiter hinten noch die alte ESL/ SL -Bergstation


Oben hat es noch genau einen einzigen Schlepper – irgendwie schon kurios. Sessellift rauf, oben als Beschäftigungsanlage einen Schlepper und unten noch allenfalls den obgligatorischen Dorflift. Hier ist halt schade, dass der Almbodenlift recht kurz ist. Aber dafür ein schöner, alter Lift in idyllischer Lage.


Die Piste...


War mal ein Dieselantrieb und wurde schon vor 2015 verdammt.





Von der Länge halt überschaubar, aber gut.... hierher fährt man nicht wegen der Höhenmeter...

Das Liftlerhäusl gab ein gutes Motiv ab.






Zoom zum Füssener Jöchl. Ich überlegte kurz, dorthin noch am Nachmittag zu fahren, doch dann blieb ich lieber länger in Nesselwängle und suchte statt dessen noch woanders einen Einzellift auf. Bis 1998 gab es am Füssener Jöchl noch eine lange DSB und auf der Rückseite zwei Schlepper – alles weg...


Auf der Fahrt ins Tal.

Als Schmankerl gibt es hier noch einen Lift auf der anderen Talseite – eine Art Sonnenlift, wie sie früher öfters in den Gebieten vorhanden waren. Ich suchte denn recht bald auf, denn der Schnee wurde dort natürlich recht bald nass und schwer.

Der Lift ist recht flach, aber für Anfänger gut geeignet und kaum einer verirrt sich dort hinüber. Zwischendrinn muss man anschieben und auch einen Seillift benutzen.

Die Bergstation des Kurvenschleppers in Reutte habe ich dann auch noch mal zufällig im Telezoom entdeckt.

Auf dem Weg zum Neuschwandlift...

Lt. Liftworld 1976 erbaut


Retro...








Idylle am Lift gegenüber....

Der Almbodenlift...


Zoom zur Piste neben dem Tennenberglift


Da war ich fast ein Jahr zuvor Ski fahren.... Zoom ins Skigebiet oberhalb von Tannheim (Gundlifte)

Neben der DSB-Talstation holte ich mir später dann noch mein Mittagessen...

...und ergatterte draußen einen feinen Platz in praller Sonne.

Noch eine Fahrt mit dem Tennenberglift...

… ehe ich dann ins Auto stieg und auf dem Rückweg, nachdem ich das quirlige, stressige Objoch passiert hatte, in Unterjoch rechts ran steuerte und den Kombi über enge Dorfstraßen in ein malerisches Tal direkt an der Grenze steuerte. Dort hatte ich mal in den 2000ern schon einen Lift gesehen, der dem LSAP-Virus bislang stand gehalten hat – trotz der abgelegenen Lage.


Am Sonnenhanglift ließ ich den Tag noch obergemütlich ausklingen...





Für einen Einzellift ganz passabel, aber dazu die absolut urige Umgebung und dazu der Retro-Faktor beim Schlepper selbst – eine schöne Stunde, die sich da noch vor der endgütligen Rückfahrt ergab.






Zoom zum längeren der beiden Spieserlifte direkt an der Bundesstraße von Unterjoch nach Oberjoch.




Sah LSAP-verdächtig aus, aber ganz ohne Piste macht das keinen Sinn.


Ein entspannter Skitag ging zu Ende – ich fuhr zum Schluß noch auf der anderen Seite des Schleppers ab, um ohne Anschieben zum Auto zu gelangen. Immer wieder blieb ich stehen und genoss die letzten Sonnenstrahlen. Ich war froh, statt zum Füssener Jöchl noch nach Unterjoch gefahren zu sein, dem Gegenteil von Oberjoch mit den vielen KSB'en und Menschenmassen.