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Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

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Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Kapi » 10.12.2019 - 11:19

...ist online. Ich stelle mir schon mal Popcorn hin.

https://www.alpenverein.de/der-dav/pres ... 34371.html

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Che » 10.12.2019 - 16:50

Für die Alpenvereine ist klar: Neuerschließungen in Zeiten der Klimaerwärmung sind ein Tabu.
Und ein Zug fährt schneller als auf Schienen...
Der Zusammenhang ist mir ehrlich gesagt nicht so klar.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Rüganer » 10.12.2019 - 17:58

Immerhin haben sie das Riedberger Horn gerettet.

Und jetzt retten sie demnächst Pitz- und Ötztal.

BTW :
Vom Prinzip her ähnliches passiert gerade in Südtirol im Obervinschgau, ebenfalls in den Ötztaler Alpen. Dort sorgt der geplante grenzübergreifende Zusammenschluss Langtaufers-Kaunertal für Zündstoff. Im weitgehend naturbelassenen Melagtal soll ein komplett neues Skigebiet aus dem Boden gestampft werden
Wow, ein komplett neues Skigebiet, ist irgendwie an uns vorbeigegangen.

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von tauernjunkie » 10.12.2019 - 18:30

Pressemitteilung Cipra Deutschland (die dort auch verlinkt ist :rolleyes: ):
„Die meisten Seilbahnerneuerungen sind mit Kapazitätssteigerungen verbunden. Doch die Ruheräume der bayerischen Alpen kommen immer mehr unter Druck. In einigen Regionen droht ein Verkehrskollaps. Daher kann ein quantitatives Wachstum des Tourismus kein Ziel für die bayerischen Alpen mehr sein. Vielmehr ist eine qualitative Weiterentwicklung nötig“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.
Wie stark war denn das quantitative Wachstum des Skitourismus in den bayerischen Alpen bislang, dass es kein Ziel mehr sein könne? Denn darum geht es immerhin vorwiegend bei der Seilbahnförderung.
Und wie sollen sich die Gebiete qualitativ weiterentwickeln, ohne dass neue Gäste kommen? Berge für die Schönen und Reichen?
Ein weiterer zentraler Kritikpunkt ist die Förderung von Beschneiungsanlagen über die aktuelle Richtlinie.
Bei denen es sich doch eigentlich um ziemlich #nachhaltig e Investitionen handelt. Bestehendes erhalten, keine Neuerschließungen usw.
„Die Förderung von Beschneiungsanlagen ist aus der Seilbahnförderrichtlinie zu streichen. Schneekanonen und neue Speicherbecken sollen nicht mehr durch Steuergelder subventioniert werden. Das ist in Zeiten des Klimawandels und der damit verbundenen Neuorientierung des Alpentourismus das falsche Signal“, so DAV-Vizepräsident Manfred Sailer.
Dann kann man den Rest der bayerischen Skigebiete gleich mit zu machen (Grüße nach Bayrischzell).
Die Alpenvereine bekennen sich zum alpinen Wintersport
Da könnte man aber verkehrte Schlüsse ziehen, wenn der DAV sowas als gemeinsame PM verlinkt.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Pancho » 10.12.2019 - 21:36

Also ganz ehrlich, ich finde den Standpunkt des DAV so verkehrt nicht.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Widdi » 10.12.2019 - 23:13

Und ich schäm mich da langsam (wenn auch nur wenig aktives) Mitglied zu sein, aber nen Zusammenschluss und da ist eh das meiste Verbaut ist doch kein "Neues" Schigebiet. Es gibt in den Ötztaler Alpen noch genug wenig erschlossene Ecken, man muss halt dann einfach sich nen Berg aussuchen, der eben nicht so erschlossen ist.
Klar passts denen ned, dass die da 40m Fels einebnen wollen, passt mir auch ned, aber das ist ne Ecke da komm ich im Sommer, weil eben erschlossen nur selten hin. Für mich dienen Bergbahnen im Sommer ausschliesslich als Abkürzung für einen hohen Einstieg, weil ich keinen Bock hab bei Affenhitze erst noch lang aufsteigen zu müssen. Und wer eben keine Schigebiete durchqueren will findet in den Alpen noch genug Futter, aber da steht halt dann eben keine Hütte in der man seinen Frühschoppen oder seinen Mittag machen kann. Da muss man sich selber Jause und Bier mitbringen (oder natürlich auch andere Getränke) Also wer nicht in nen Hocherschlossenes Eck will muss da auch nicht hingehen, es gibt genug "unberührte" bzw. nur mit einzelnen Schutzhütten bestückte Ecken, man muss halt dann eben mal Suchen.
Und für mich gehört eine Einkehr am oder nahe am Weg (30min Umweg sind ok) das kann auch nur ne Einfache Alm sein, die im Sommer Brotzeiten anbietet dazu! Naja da sind einfach zu viele Naturschützer mit drin. Vor allem such ich ja leidenschaftlich gerne nach Alten Steigen und wenn ich die Finde begehe ich die auch sehr gerne (vor allem in den Voralpen), solang von denen noch was über ist. Und da hat man selbst in den Münchner Hausbergen noch wenig frequentierte Ecken man muss halt einfach nur danach Suchen. Ich sag nur Bodenschneid letzten Oktober, da war Ich die meiste Zeit allein unterwegs, ok Wochentag war auch noch aber den Steig hat schon der Wildschütz Jennerwein benutzt vor fast 150 Jahren und heute kennt den Steig außer ein paar Individualisten eh keiner mehr, ist aber mit einer der schönsten Kammwege in den Münchner Hausbergen.

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Wooly » 11.12.2019 - 01:21

Pancho hat geschrieben:
10.12.2019 - 21:36
Also ganz ehrlich, ich finde den Standpunkt des DAV so verkehrt nicht.
kann mich da nur anschließen ... und Widdi, es freut mich sehr das du auch erkannt hast wie wertvoll unerschlossene Ecken sind ... auch wenn dann da in den Alphütten die ganzen Naturschützer rumhocken und dir die Jause wegfuttern ... :biggrin:
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von ski-chrigel » 11.12.2019 - 03:50

Wooly hat geschrieben:
11.12.2019 - 01:21
Pancho hat geschrieben:
10.12.2019 - 21:36
Also ganz ehrlich, ich finde den Standpunkt des DAV so verkehrt nicht.
kann mich da nur anschließen ...
Wenn ich Mitglied wäre, wäre das nun der Zeitpunkt, auszutreten. So viel Mist habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Und ich bin mir nicht sicher, ob sich der DAV damit einen Gefallen tut...
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Pancho » 11.12.2019 - 08:04

Ich versteh den gefühlt wahrgenommenen Schaum vor dem Mund nicht.

Ich lese da ein eindeutiges "JA" zum alpinen Skisport aber gleichzeitig eine Mahnung, das Augenmaß zu behalten. Natürlich kann man jetzt alles kleinhacken und sich daran aufhängen, ob durch Zusammenschlüsse ein neues Skigebiet entsteht oder nicht - de jure sicher nicht, de facto kann man den äquivalenten Flächenverbrauch, insbesondere bei Erschließung neuer Pisten, schon auch vereinfacht so beschreiben.

Man muss das nicht alles Wort für Wort so unterschreiben, der Tenor, die Mahnung vor immer "weiter, größer, schneller, mehr", stimmt in meinen Augen aber schon und ist den einen oder anderen Gedanken durchaus wert.

Übrigens nicht nur aus der Sicht des Umweltschutzes. Auch für das - ganz egoistische - Skierlebnis waren so zwei, drei der zuletzt erlebten Verbindungen nicht nur und immer von uneingeschränkten Vorteil. Man muss aufpassen, dass man nicht den klassischen Sündenfall der touristischen Entwicklung begeht und das antastet, weswegen die Menschen EIGENTLICH herkommen.

Aber vermutlich vertrete ich damit hier einen Minderheitenstandpunkt. Macht aber nix...
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Pancho » 11.12.2019 - 08:19

Che hat geschrieben:
10.12.2019 - 16:50
Für die Alpenvereine ist klar: Neuerschließungen in Zeiten der Klimaerwärmung sind ein Tabu.
Und ein Zug fährt schneller als auf Schienen...
Der Zusammenhang ist mir ehrlich gesagt nicht so klar.
Man darf sich z.B. schon fragen, wozu angesichts der immer kürzer werdenden Saisons unterhalb einer bestimmten Höhe jetzt noch da Neuerschließungen erfolgen sollten? Übrigens auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Vernunft und anstehendem Rückbau nach Verfalldatum - wenn die Träger Pleite sind und nicht mehr existent, fällt das auf den Steuerzahler zurück...
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Che » 11.12.2019 - 08:57

Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 08:19
Che hat geschrieben:
10.12.2019 - 16:50
Für die Alpenvereine ist klar: Neuerschließungen in Zeiten der Klimaerwärmung sind ein Tabu.
Und ein Zug fährt schneller als auf Schienen...
Der Zusammenhang ist mir ehrlich gesagt nicht so klar.
Man darf sich z.B. schon fragen, wozu angesichts der immer kürzer werdenden Saisons unterhalb einer bestimmten Höhe jetzt noch da Neuerschließungen erfolgen sollten? Übrigens auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Vernunft und anstehendem Rückbau nach Verfalldatum - wenn die Träger Pleite sind und nicht mehr existent, fällt das auf den Steuerzahler zurück...
Es geht mir um diese pauschalisierte Aussage. Schwarz-Weiß-Denken ist sicherlich nicht zielführend. Sieht man schon allein daran, dass auch du eine bestimmte Höhe ansprichst. Sprich auch du versuchst zu differenzieren. Dazu sind die Alpenvereine jedoch leider nicht in der Lage.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Pancho » 11.12.2019 - 10:37

Che hat geschrieben:
11.12.2019 - 08:57
Schwarz-Weiß-Denken ist sicherlich nicht zielführend.
Ja, sicher. Aber das ist, wenn man diesen Thread mal so überfliegt, kein Monopol des DAV... :D :wink:
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Wooly » 11.12.2019 - 10:51

ski-chrigel hat geschrieben:
11.12.2019 - 03:50
Wenn ich Mitglied wäre, wäre das nun der Zeitpunkt, auszutreten. So viel Mist habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Und ich bin mir nicht sicher, ob sich der DAV damit einen Gefallen tut...
Ich als DAV Mitglied kann die sagen, das das Zielich genau die Haltung der Mitglieder wiederspiegelt, von daher weiß ich nicht warum der DAV hier anders vorgehen sollte ... vor allem wenn er ja inzwischen durchaus für eine große Menge von Menschen spricht, nicht nur für seine Mitglieder ... hier kippen die Positionen gerade deutlich, was noch vertretbar oder sinnvoll ist ... zum Glück !!


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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von tauernjunkie » 11.12.2019 - 13:28

Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 08:04
Man muss das nicht alles Wort für Wort so unterschreiben, der Tenor, die Mahnung vor immer "weiter, größer, schneller, mehr", stimmt in meinen Augen aber schon und ist den einen oder anderen Gedanken durchaus wert.
Jetzt bitte noch den Bezug auf die bayerischen Alpen. Immer weiter, größer, schneller :lach:
Ich lese da ein eindeutiges "JA" zum alpinen Skisport aber gleichzeitig eine Mahnung, das Augenmaß zu behalten.
Man liest oben in der Überschrift ein "Die Alpenvereine bekennen sich zum alpinen Wintersport" und darunter besonders in der verlinkten Cipra-PM alles, was das alpine Skifahren in Bayern auf kurz oder lang verunmöglicht. Du nennst es "Mahnung, das Augenmaß zu behalten". Wenn ich mir die Skigebiete in Oberbayern anschaue, dann sehe ich so viel jahrzentelanges Augenmaß beim Neubau von Bergbahnen und dem Ausbau der maschinellen Beschneiung, dass ohne Förderung mit öffentlichen Mitteln der riesige Investitionsstau nicht mehr aufgelöst werden könnte. Wobei man sich, finde ich, schon fragen kann, ob man diesen Sparern jetzt wirklich den verschlafenen Ausbau der Skigebiete fördern sollte. Da muss ich der Cipra schon Recht geben.

Was Österreich angeht:
Das Thema Pitztal-Sölden (und ich hab dazu auch meine kritische Meinung) wird gern als Aufhänger für alle möglichen Skigebietsverbindungen genutzt. Im Hochalpinen ist die Situation eine ganz andere. Beim "geretten" Riedberger Horn reden wir über ganz andere Dimensionen. Reden wir hier von Gigantomien (weiter, größer, schneller)? Und ich mache nochmal darauf aufmerksam, dass das hier vom Deutschen Alpenverein ist! Was will man jemanden entgegensetzen, der jetzt die Auffassung vertritt, dass der DAV hier mit dem "Negativbespiel" Pitztal-Sölden bezogen auf den Deutschen Alpentourismus gezielt verblenden will?
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von tauernjunkie » 11.12.2019 - 13:47

Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 08:04
Übrigens nicht nur aus der Sicht des Umweltschutzes. Auch für das - ganz egoistische - Skierlebnis waren so zwei, drei der zuletzt erlebten Verbindungen nicht nur und immer von uneingeschränkten Vorteil. Man muss aufpassen, dass man nicht den klassischen Sündenfall der touristischen Entwicklung begeht und das antastet, weswegen die Menschen EIGENTLICH herkommen.

Aber vermutlich vertrete ich damit hier einen Minderheitenstandpunkt. Macht aber nix...
Nein, da bin ich völlig bei Dir. Ich versuche aber immer zu überlegen, was denken diejenigen, die diese PM verfasst haben, wirklich. Was sind deren Absichten? Und was ist die Strategie dahinter?

Ich glaube nämlich nicht, dass Deine Position mit der des DAV hier wirklich gleicht, bzw. ähnelt.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Jan Tenner » 11.12.2019 - 15:33

Und ich mache nochmal darauf aufmerksam, dass das hier vom Deutschen Alpenverein ist!
Irgendwie verstehe ich deine Einlassung nicht so ganz. Der DAV bezieht sich doch nicht nur auf die Bayrischen Alpen und nennt auch keine Negativbeispiele für Gigantismus in Bayern? Außerdem kommt es mir nicht so vor, als wenn der Österreichische oder Italienische Alpenverein ganz andere Ansichten oder Argumente vertritt als der DAV.

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Che » 11.12.2019 - 17:03

Wooly hat geschrieben:
11.12.2019 - 10:51
ski-chrigel hat geschrieben:
11.12.2019 - 03:50
Wenn ich Mitglied wäre, wäre das nun der Zeitpunkt, auszutreten. So viel Mist habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Und ich bin mir nicht sicher, ob sich der DAV damit einen Gefallen tut...
Ich als DAV Mitglied kann die sagen, das das Zielich genau die Haltung der Mitglieder wiederspiegelt, von daher weiß ich nicht warum der DAV hier anders vorgehen sollte ... vor allem wenn er ja inzwischen durchaus für eine große Menge von Menschen spricht, nicht nur für seine Mitglieder ... hier kippen die Positionen gerade deutlich, was noch vertretbar oder sinnvoll ist ... zum Glück !!
Zum Glück? Also ja, Schwarz-Weiß-Denken, radikale Meinungen und keinerlei Diskussionen zulassen kommt aktuell wieder immer mehr in Mode. War vor 80-90 Jahren ja bereits mal in Mode in unseren deutschen Landen, irgendwann kommt (leider) jeder Trend wieder zurück.
Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 10:37
Ja, sicher. Aber das ist, wenn man diesen Thread mal so überfliegt, kein Monopol des DAV... :D :wink:
Siehe oben, leider ein genereller Trend und zwar egal welche Meinung man vertritt. Bei denen, die versuchen, Ihrer Meinung nach politisch korrekt sein zu wollen/müssen, jedoch deutlich präsenter. Dieser Widerspruch wird dann eben leider nicht erkannt.

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Julian96 » 11.12.2019 - 17:21

Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 08:19

Man darf sich z.B. schon fragen, wozu angesichts der immer kürzer werdenden Saisons unterhalb einer bestimmten Höhe jetzt noch da Neuerschließungen erfolgen sollten? Übrigens auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Vernunft und anstehendem Rückbau nach Verfalldatum - wenn die Träger Pleite sind und nicht mehr existent, fällt das auf den Steuerzahler zurück...


Vermutlich liegt das daran, dass sich in den meisten Regionen seit den 60er 70er Jahren die Wintersaison deutlich verlängert hat. Nüchtern betrachtet war die Technik(Schneekanonen und Depots) bisher einfach schneller als der Klimawandel. Erst in den letzten Jahren wirds mit dem Kanonenschnee auch schwieriger und man setzt auf mehr Depots. Ein paar Jahre wirds schon noch gehen aber grundsätzlich bin ich da auch bei dir. Um so absurder finde ich es ja gegen eine Erweiterung in Hochlagen zu sein, wo man doch weiß weiter unten hats keine Zukunft mehr.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Wooly » 11.12.2019 - 19:08

Che hat geschrieben:
11.12.2019 - 17:03
Zum Glück? Also ja, Schwarz-Weiß-Denken, radikale Meinungen und keinerlei Diskussionen zulassen kommt aktuell wieder immer mehr in Mode. War vor 80-90 Jahren ja bereits mal in Mode in unseren deutschen Landen, irgendwann kommt (leider) jeder Trend wieder zurück.
Ich wüsste nicht was jetzt hier so "radikal" anmutet .. Es gab schon immer die Befürworter eines schnellen Ausbaus der Alpen, und es gibt jetzt immer mehr Menschen, die sich eher für einen schonenderen Umgang aussprechen ... wobei die Zweiten immer mehr die Oberhand gewinnen und mehr Projekt stoppen können ... nennt man Demokratie.

Ich sage mit keinem Wort, das die Befürworter nicht ihre Meinung kundtun können, ich freue mich nur darüber das immer Menschen so denken wie ich und auch so wählen ... ist doch vollkommen legitim und nicht "politisch korrekt".


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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von noisi » 11.12.2019 - 19:37

Che hat geschrieben:
11.12.2019 - 17:03
Zum Glück? Also ja, Schwarz-Weiß-Denken, radikale Meinungen und keinerlei Diskussionen zulassen kommt aktuell wieder immer mehr in Mode. War vor 80-90 Jahren ja bereits mal in Mode in unseren deutschen Landen, irgendwann kommt (leider) jeder Trend wieder zurück.
Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 10:37
Ja, sicher. Aber das ist, wenn man diesen Thread mal so überfliegt, kein Monopol des DAV... :D :wink:
Siehe oben, leider ein genereller Trend und zwar egal welche Meinung man vertritt. Bei denen, die versuchen, Ihrer Meinung nach politisch korrekt sein zu wollen/müssen, jedoch deutlich präsenter. Dieser Widerspruch wird dann eben leider nicht erkannt.
In Mode ist wohl vor allem charakterliche Eigenschaften (alternativ Tugenden) wie Ehrlichkeit, Moral oder Politische Korrektheit als etwas schlechtes abzutun und selbiges dann als radikal oder als Trend zu bezeichnen.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Che » 11.12.2019 - 19:41

Wooly hat geschrieben:
11.12.2019 - 19:08
Che hat geschrieben:
11.12.2019 - 17:03
Zum Glück? Also ja, Schwarz-Weiß-Denken, radikale Meinungen und keinerlei Diskussionen zulassen kommt aktuell wieder immer mehr in Mode. War vor 80-90 Jahren ja bereits mal in Mode in unseren deutschen Landen, irgendwann kommt (leider) jeder Trend wieder zurück.
Ich wüsste nicht was jetzt hier so "radikal" anmutet .. Es gab schon immer die Befürworter eines schnellen Ausbaus der Alpen, und es gibt jetzt immer mehr Menschen, die sich eher für einen schonenderen Umgang aussprechen ... wobei die Zweiten immer mehr die Oberhand gewinnen und mehr Projekt stoppen können ... nennt man Demokratie.

Ich sage mit keinem Wort, das die Befürworter nicht ihre Meinung kundtun können, ich freue mich nur darüber das immer Menschen so denken wie ich und auch so wählen ... ist doch vollkommen legitim und nicht "politisch korrekt".
Dass wegen des Klimawandels Neuerschließungen tabu sind, ist nichts als reiner Populismus. Das ist so beschränkt, dass kein Mensch, der bei klarem Verstand ist, die Positionen des Alpenvereins für voll nehmen kann. Damit macht man sich unglaubwürdig und driftet auf ein Niveau ab, wo man wohl kaum landen möchte. Man kann gegen Neuerschließungen sein, keine Frage, aber nicht mit dieser Begründung. Wenn ich mir deine weiteren Postings so ansehe, kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen, dass du das nicht so siehst wie ich und weiterhin blind dem Populismus hinterherrennst. Wie gesagt, ist leider ja auch kein Einzelphänomen, du befindest dich da in bester Gesellschaft.

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Che » 11.12.2019 - 19:45

noisi hat geschrieben:
11.12.2019 - 19:37
Che hat geschrieben:
11.12.2019 - 17:03
Zum Glück? Also ja, Schwarz-Weiß-Denken, radikale Meinungen und keinerlei Diskussionen zulassen kommt aktuell wieder immer mehr in Mode. War vor 80-90 Jahren ja bereits mal in Mode in unseren deutschen Landen, irgendwann kommt (leider) jeder Trend wieder zurück.
Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 10:37
Ja, sicher. Aber das ist, wenn man diesen Thread mal so überfliegt, kein Monopol des DAV... :D :wink:
Siehe oben, leider ein genereller Trend und zwar egal welche Meinung man vertritt. Bei denen, die versuchen, Ihrer Meinung nach politisch korrekt sein zu wollen/müssen, jedoch deutlich präsenter. Dieser Widerspruch wird dann eben leider nicht erkannt.
In Mode ist wohl vor allem charakterliche Eigenschaften (alternativ Tugenden) wie Ehrlichkeit, Moral oder Politische Korrektheit als etwas schlechtes abzutun und selbiges dann als radikal oder als Trend zu bezeichnen.
Noisi, bitte genau lesen. Ich habe extra „Die Ihrer Meinung nach politisch korrekt sind“ geschrieben. Gegen politisch korrekt an sich habe ich nichts. Es kann auch jeder seinen eigenen Standpunkt haben, aber schlicht gegen alles zu sein, aufgrund des Klimawandels, ist nichts als Schwachsinn. Wenn man Naturräume erhalten möchte oder sonst was kann man da gerne drüber diskutieren, da hat jeder seine eigene Meinung. Aber die Begründung des Alpenvereins ist Populismus und der schadet jeder Debatte!

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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von noisi » 11.12.2019 - 19:52

Che hat geschrieben:
11.12.2019 - 19:45
Noisi, bitte genau lesen. Ich habe extra „Die Ihrer Meinung nach politisch korrekt sind“ geschrieben. Gegen politisch korrekt an sich habe ich nichts. Es kann auch jeder seinen eigenen Standpunkt haben, aber schlicht gegen alles zu sein, aufgrund des Klimawandels, ist nichts als Schwachsinn. Wenn man Naturräume erhalten möchte oder sonst was kann man da gerne drüber diskutieren, da hat jeder seine eigene Meinung. Aber die Begründung des Alpenvereins ist Populismus und der schadet jeder Debatte!
Sehe ich nur teilweise so. Sicher sind solche Begründungen Gift für die Debatte. Andererseits habe ich dich noch nie so vehement gegen genauso populistische Begründungen von der anderen Seite argumentieren sehen.
Ich hab bereits im Pitztaltopic geschrieben, dass die Zukunft für mich das einzige Pro-Argument dieser Verbindung ist.
Bei keiner "Neuerschließung" (die gibt es ja per se garnicht mehr) ging es um den Klimawandel. Denn die meisten Skigebiete tun doch (in der Öffentlichkeit) so, also würde dieser gar nicht stattfinden.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von tauernjunkie » 11.12.2019 - 20:37

Julian96 hat geschrieben:
11.12.2019 - 17:21
Pancho hat geschrieben:
11.12.2019 - 08:19

Man darf sich z.B. schon fragen, wozu angesichts der immer kürzer werdenden Saisons unterhalb einer bestimmten Höhe jetzt noch da Neuerschließungen erfolgen sollten? Übrigens auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Vernunft und anstehendem Rückbau nach Verfalldatum - wenn die Träger Pleite sind und nicht mehr existent, fällt das auf den Steuerzahler zurück...


Vermutlich liegt das daran, dass sich in den meisten Regionen seit den 60er 70er Jahren die Wintersaison deutlich verlängert hat. Nüchtern betrachtet war die Technik(Schneekanonen und Depots) bisher einfach schneller als der Klimawandel. Erst in den letzten Jahren wirds mit dem Kanonenschnee auch schwieriger und man setzt auf mehr Depots. Ein paar Jahre wirds schon noch gehen aber grundsätzlich bin ich da auch bei dir. Um so absurder finde ich es ja gegen eine Erweiterung in Hochlagen zu sein, wo man doch weiß weiter unten hats keine Zukunft mehr.
Genau diese Meinung teile ich z.B. nicht. Um im hochalpinen Gelände Skipisten anzulegen sind nämlich tiefgreifende Eingriffe notwendig, ganz im Gegensatz zu den Grasbergen in den Tuxer, Zillertaler oder Kitzbüheler Alpen. Einfach mal im Sommer nach Ischgl fahren und mit Kitzbühel vergleichen. 2 fällt Dir bis auf die Schneileitungen gar nicht auf, dass dort Skipisten angelegt sind bei 1 bekommt man beim Anblick aus Schock einen Herzstillstand.

Die Kitzbüheler Depotschneepisten sehen zwar in Form eines riesigen Mattenbergs im Hochsommer total bescheuert aus, sind aber 1000 mal umweltverträglicher.
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Re: Die Position des DAV zum alpinen Skifahren...

Beitrag von Julian96 » 11.12.2019 - 21:41

tauernjunkie hat geschrieben:
11.12.2019 - 20:37

... 2 fällt Dir bis auf die Schneileitungen gar nicht auf, dass dort Skipisten angelegt sind bei 1 bekommt man beim Anblick aus Schock einen Herzstillstand....
Mal davon abgesehen, dass ich das jetzt nicht so schockend finde... Es ist bei weitem nicht so schockierend, wie wenn man mal alle wasser, abwasser, strom und gasleitungen unter uns an die Oberfläche verlegen würde. Ich war auch schon im Sommer am Gletscher in Sölden... Gleicht einer Baustelle, aber um mich zu schockieren brauchts schon etwas mehr als ein paar planierte Kieswege auf den Baumaschinen fahren. :wink:

Beispielsweise der Müll den Skifahrer und Wanderer hinterlassen, der fällt mir deutlich negativer auf als die eingeebnete Fläche. Und der wäre so leicht vermeidbar, wenn die Leute nicht solche Idioten wären.
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher


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