Heuer spürte ich schon öfter nach dem Skifahren meinen Lendenbereich mehr oder weniger deutlich. Einen Tag später war aber alles wieder normal. Nach dem 17.01. in der Z-Arena letzte Woche dauerte die Regeneration schon 3 Tage. Da ja alles passte, buchte ich die Startunterkunft in Pfunds sowie 2 Nächte in Sulden. Aber bereits während der langen Autofahrt bei der Anreise zwickte der Rücken. Am nächsten Morgen war es trotz Infrarotkabine am Abend eher schlechter. Toll, das kann ja heiter werden. Trotzdem fahre ich jetzt mal gleich in der Früh nach Schöneben, wo um 8:30 noch gähnende Leere am Parkplatz herrschte. Ich nehme mir vor, auf alles was den Rücken belastet zu verzichten. Ich durfte den Oberkörper also nicht Hangparallel, sondern musste ihn Skiparallel halten. Außerdem war natürlich nach vorne beugen und ein zu starker Hüftknick untersagt - Also im Grunde alles, was Spaß macht. Außerdem ist eine Komplettumstellung der Technik gar nicht so einfach. Ich musste sehr viel umdenken. Aber jetzt zum ersten Tag in Schöneben Haideralm:

Die Trasse der EUB Piz Schöneben ist ziemlich flach, bietet aber eine interessante Aussicht zum Reschensee.

Als erstes geht es zur Jochbahn.

Der Tag war ja überwiegend bewölkt gemeldet. Dementsprechend schlecht war die Bodensicht.

Die Präparierung fühlte sich aber perfekt an - auch an der Fraitenbahn.

Die neue Piste - naja für mich war jede neu - am Höllental war genial.

Dito.

Das Panorama gefällt mir sehr. So etwas hatte ich bisher beim Skifahren noch nicht. Man fährt quasi auf den Reschensee zu.

Da ist dann auch eine EUB ganz vorteilhaft, da man so bequem nach "hinten" blicken kann.

Mittlerweile war etwas mehr Betrieb an der Jochbahn - aber auch nur dort. Das lag hauptsächlich an Skikursen. Ich musste sogar eine Minute anstehen.

Ziemlich einsam war es dagegen an der Rojenbahn.

Selbst um 11:00 war es hier unten noch sehr entspannt.

Die rote Variante schlängelt sich ganz cool durchs Gelände.

Einmal baute ich auch den fixen 3er ein, der während der Bergfahrt sehr unangenehm schwingt.

Die Piste sieht super aus.

Wäre sie auch. Ich merke aber mittlerweile immer mehr, dass ich in meinem Zustand solche Pisten nicht geschnitten fahren darf. Das mindert den Spaß ziemlich.

Etwas flacheres musste her. Dazu probierte ich mal die Talabfahrt.

Wie während der Bergfahrt mit der EUB bereits vermutet, ist diese angenehm flach.

Letzte Kurve vor der Ankunft am Ufer. Das gefällt mir nach wie vor gut.

Der Parkplatz war doch gut gefüllt an diesem Samstag.

Wieder oben im Skigebiet lichten sich die Wolken mehr und mehr

So machte die direkte Piste an der Rojenbahn gleich mehr Spaß. Leider kann ich sie nicht durchziehen. Das befriedigt mich einfach nicht. Blaue Flachstücke traue ich mir noch zu, sie ohne Hüftdrehung und nicht zu tief zu carven, die Steilstücke muss ich aber gezwungenermaßen driften bzw. rutschen - Nicht weil es zu sehr wehgetan hätte, das war eine reine Vorsichtsmaßnahme, da ich gerade im Sitzen immer wieder dieses Drücken im Rücken spürte.

Ginge es mir heute gut, ich wäre hier ein ums andere Mal runtergecarvt.

Die Rojenbahn kommt höher raus als die beiden 6 KSBs. Ich finde es übrigens super, dass hier bei den Bergstationen überall das schlichteste Design herrscht - viel besser als die in Mode gekommenen riesigen Bunker (egal ob aus Holz, Beton oder Glas) in vielen anderen Gebieten.

Auch die hinten zu sehende neue EUB hat eine ganz schlichte Standard-Station.

Um 12:00 wurde es dann sogar an der zuvor viel bevölkerten Jochbahn ziemlich leer. Allerdings muss erwähnt werden, dass die letzen Meter zur Bahn immer glatter wurden.

Dito.

Und dasselbe Bild an der Fraiten-KSB. Diese Steilheit kann ich immerhin noch sehr kraftsparend und rückenschonend "carven".

Seitenblick. Eigentlich hätte es laut Wettermodellen heute gar nicht so schön werden sollen. Ich konnte es aber verschmerzen.

Nochmal die Höllental-Piste.

Denn ich wollte noch kurz zur Haideralm. Dazu fährt man einen langen Ziehweg.

Ähm ja, er ist lang und zieht sich.

In St. Valentin angekommen geht der Blick zum Ortler, wo ich hernach gleich hinfahren werde.

Während der Bergfahrt mit der 6 EUB ein Foto vom Haidsee.

Die Piste selbst ist zwar ganz nett, aber doch hin und wieder ziemlich rutschig.

Hier vermutlich die Trasse einer LSAP-Piste. Schade drum.

So bietet dieser Bereich hier nicht viel (außer dem Ausblick nach Süden).

Darum fahre ich zurück mit der Seeblick-Bahn... oder so ähnlich

Zurück an den schönen und ebenen Pisten. Es ist aber gar nicht so leer, wie es scheint. Plötzlich ist an der Jochbahn zwar nichts mehr los, dafür aber an der 6 KSB daneben, wobei deren Piste einfach noch am besten war.

So, es ist zwar erst 15:00, aber angesichts meines Rückenproblems und der Tatsache, dass ich noch nach Sulden weiterfahren musste, passt das schon. Die Talabfahrt war um diese Uhrzeit mittlerweile eine einzige Eisplatte.

Der Tag zusammengefasst:
Das wäre heute ein klasse Tag gewesen, wenn ich nicht Rücken gehabt hätte.
Während der Fahrt musste ich noch kurz an der Attraktion schlechthin stehen bleiben, habe ich sie selber ja auch noch nicht live gesehen.

In Sulden angekommen, machte ich mir ernsthafte Gedanken und google auch nach meinem Rücken-Problem. Dass das bei irgendwelchen körperlichen Beschwerden nicht die klügste Idee ist, war mir klar. Was ich las gefiel mir natürlich nicht. Hoffentlich keine Bandscheibe

Der Morgen macht jedenfalls Lust auf mehr. Blick zum Ortler vom Balkon aus.

Nach einer kurzen Busfahrt vom Hauptort zum "Seilbahn"-Zentrum fahre ich erst einmal die Rosin-EUB, da mir die PB gerade vor der Nase davon fuhr.

Gewaltige Landschaft hier oben.

Ich rutsche ganz vorsichtig die eigentlich tollen Waldabfahrten hinab. Was aber auffällt: Die Präparierung war in Schöneben um längen besser. Hier ist es eher gutes österreichisches Niveau - und das in Südtirol.

Danach erwischte ich die PB perfekt. Hier im Bild die gesamte Trasse samt Mittelstation. Offensichtlich können aber Sektion 1 und 2 nicht unabhängig voneinander betrieben werden. So mussten wir in der Mittelstation nach dem Umsteigen warten bis unten wieder genug Leute eingestiegen sind. So ein System ist doch deppert. Da gefällt mir das an der Marmolada oder in Davos Parsenn schon deutlich besser. Dort steigt man um und sofort geht es weiter.

Oben um halb 10 an den Sesselbahnen so gut wie gar nichts los. Ich sitze in der Madritschenbahn, links Schöntauf 2, daneben Schöntauf 1.

Alle oberen Pisten werden im Prinzip vom kuppelbaren Schöntauf 2 erschlossen.

Der fixgeklemmte Schöntauf 1 daneben ist dagegen fast sinnlos.

Naja, nicht ganz. Er ist noch gut für ein Foto.

Schöne Stimmung hier oben - zu sehen der lange Ziehweg. Das ist der obere Teil der Piste 1.

Die 1a liegt noch im Schatten, war aber 1a - nur leider war sie nicht auf voller Breite frisch präpariert. Anscheinend muss Geld gespart werden, was aber bei dem günstigen Tagespass von 42,50€ nicht verwundert.

Die Ortlergruppe derweil noch in Wolken gehüllt.

Der Rücken verhielt sich gut - besser als gestern zumindest. Daher blieb ich etwas in diesem Bereich, da es 1. sonnig war und 2. auch um 10:30 noch sehr leer.

Rote 8, die schwarze 7 war nicht präpariert bzw. nicht mal erkennbar.

Noch einmal ein Stimmungsbild von der Leitner 4 KSB.

Die schwarze 9 ist die einzige Piste, die von der 4SB erschlossen wird. Hierhin kommt man von der 4 KSB nur mit etwas Schieben, was ich mir aber gespart habe.

Der untere Teil der 4 war miserabel präpariert, das störte mich mit meinem Lendenbereich natürlich extrem.

Da es um 11:00 tatsächlich etwas voller wurde (aber von Wartezeiten weit entfernt), nahm ich die 1b zur Mittelstation - eine ganz nette Piste.

Der Ortler tritt schön langsam auch in Erscheinung.

Weiterer Verlauf der 1b.

Landschaftlich sehr ansprechend.

Blick zurück.

Dito. Der letzte Kilometer der Piste ist ein flacher Ziehweg.

Kurz vorm Mittag war der maximale Füllungsgrad erreicht. Zu sehen hier die Hauptpiste Nr. 1

Die beiden oberen Bahnen sind davon aber kaum berührt.

Um 13:00 nach der Mittagspause war die Hauptanlage Madritschen gänzlich verlassen.

Da es mittlerweile ziemlich warm wurde, setzte ich mich auf eine Anhöhe neben der Bergstation der Schöntaufer 2 und beobachtete das Treiben. Es ist schon erstaunlich, wie die meisten Skifahrer nach dem Aussteigen aus der Bahn trödeln und einfach herumstehen. Das geht bis zu 5min. Dafür hätte ich absolut keine Muße.

Ich drehe mich um. Links der Ortler, rechts unten Sulden. Hier starre ich jetzt einfach mal eine halbe Stunde hinab.

Talblick nach Sulden mit dem Kanzelgebiet.

Insgesamt bin ich dort 1 Stunde gesessen. So viel Zeit hatte ich mir noch nie genommen während eines Skitages. Heute hat es aber gut getan. Skifahren war eh nichts Gescheites, also musste zur Bespaßung eben die Natur herhalten. Schließlich begebe ich mich doch hinab.

Wieder die Piste 1. Die war so schön flach. Genau nach meinem Geschmack in diesen Tagen.

Ich fahre ins Tal. Der Fokus liegt auch hier auf der Natur.

Blick zurück zur Mittelstation.

Wo die 1c schwarz sein sollte, bleibt aber das Geheimnis der Bergbahnen. Jaja: "Solo per esperti"

Am Ende muss man über den Parkplatz laufen, um zu den Bahnen zurückzukommen. Etwas unglücklich gelöst.

Nochmal die Rosin-Bahn.

Was wären die Pisten hier in einem guten Zustand. Das wäre alles noch einwandfrei zu carven.

Dito.

Blick über Sulden.

Rückblick zur DSB, die nächstes Jahr einer EUB weichen soll.

Das Schiebestück wäre gar nicht so schlimm, wenn man fit wäre.

Die 2 Liftfahrten zum Langenstein mache ich jetzt auch noch, dann habe ich alles gesehen. In der DSB mit steiler Trasse.

Die Sicht wurde leider zunehmend schlechter. Hier die kurze 4SB Des Alpes, die 4 Pistenvarianten erschließt.

V.a. die Talabfahrt wäre noch so genial gewesen.

Ich weiß nicht was mehr weh tut: Mein Rücken oder dass ich hier nur unmotiviert runterrutschen durfte.

So das war's leider. Rückblick hoch zum Ortler.

Der Tag zusammengefasst:
Das wäre eigentlich der 2. Tag in Folge mit voller Punktzahl geworden, so werden es aber nur
Noch schlimmer war eigentlich der nächste Tag. Ich habe ja nochmal übernachtet, da das Zimmer gebucht war und musste am nächsten Tag mit diesem Blick zum Ortler die Heimfahrt antreten

Es ist ein sehr befremdliches Gefühl, wenn man heimfährt während alles bei perfekten Bedingungen Ski fährt. Noch ein Rückblick über den Reschensee zum Ortler. Ich muss dort auf jeden Fall nochmal hin. Jetzt aber hoffe ich erstmal, dass es nichts Schlimmes ist und ich bald wieder fahren kann.