02.03.2020 | Kühtai + Hochoetz | Die Höhe ist kein Vorteil

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WackelPudding
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02.03.2020 | Kühtai + Hochoetz | Die Höhe ist kein Vorteil

Beitrag von WackelPudding »

02.03.2020 Kühtai + Hochoetz:

Eigentlich wollte ich heute Richtung Gurgl fahren. Jedoch entschied ich mich aufgrund des vorhergesagten Wetters lieber für die eher ungeliebten Skigebiete Kühtai und Hochoetz, bei denen ich mit beiden nicht so recht warm werde.

Die Acherkogelbahn in Oetz öffnete bei passablem Wetter bereits um 08:30 Uhr. Oben ging dann erstmal noch kein Lift weiter. Da die Ochsengartenbahn lief, entschied ich mich, zuerst dorthin abzufahren. Jedoch war auch hier noch kein Einstieg möglich. Ich schaute jedoch ums Eck, um zu sehen, wann der nächste Bus ins Kühtai fährt. Da der Anzeiger 1 Minute anzeigte, disponierte ich spontan um, und fuhr zuerst im Kühtai, was sich im Nachhinein wahrscheinlich als absolut richtig herausgestellt hat.

Um kurz nach 09:00 Uhr war ich dann oben in Kühtai und begann dann den Skitag endlich richtig an der Hohemutbahn. Anschließend fuhr ich alle Lifte und Abfahrten im Gebiet und nahm den 13:00 Uhr-Bus zurück nach Ochsengarten. Leider waren ausnahmslos alle Pisten in Kühtai absolut enttäuschend. Auf der Nordseite waren die Pisten zum einen sehr steinig. Zum anderen waren die Pisten ein unschönes Gemisch aus präparierter Piste und windverfrachteten, schweren Neuschnee. Fahrspaß kam nur sehr spärlich auf. Nur einzelne Pistenabschnitte, auf denen es keine Verwehungen gab, waren gut zu fahren. Auch Eis kam verbreitet heraus.
Auf der Südseite gab es zwar wenig Steine, aber die Pisten waren sehr knollig. Wahrscheinlich lag es daran, dass hier die Pisten ständig der Sonne ausgesetzt sind.
Grundsätzlich ist die Schneelage in Kühtai absolut prekär. Wenn das so weiter geht, halten die Pisten lange nicht bis Ostern, wobei die Bergbahnen natürlich fahren werden, denn die Bergbahnen Kühtai habe ich bislang noch nie als kunden- und qualitätsorientiertes Unternehmen wahrgenommen. Die Höhenlage macht sich in Kühtai einfach null bemerkbar.

Als ich gegen 13:15 Uhr in Hochoetz ankam, war es hinsichtlich des Pistenzustands wie ein Unterschied von Tag und Nacht. Während es in Kühtai eine absolute Katastrophe war, war ein Hochoetz in allen Gebietsteilen absolut top. Die Pisten waren gut pulvrig-griffig und noch nicht zerfahren. Steine oder Eis gab es in Hochoetz nirgendwo. Einfach verwunderlich, wie die Bergbahnen hier so viel bessere Bedingungen hinbekommen, als die Kollegen oben im Kühtai.

Am Nachmittag hätte es wahrscheinlich in Kühtai nur Eis und Steine gegeben.

Der Andrang war in beiden Gebieten sehr überschaubar. Nur an der Dreiseenbahn und bei der Talfahrt nach Oetz gab es kurze Wartezeiten. In den Gebieten waren überwiegend Skikurse unterwegs.

Das Wetter war heute wieder ziemlich in Ordnung. Es war zwar den ganzen Tag überwiegen bewölkt, aber die Bodensicht war dennoch die ganze Zeit gut und die Sonne kam ab und an durch die Wolken durch. Der Wind war bis ca. 16:00 Uhr kein Thema. Man merkt einfach, das beide Gebiete äußerst windgeschützt liegen. Im Tal zu Betriebsschluss war es dann wesentlich windiger, als oben am Berg.

Gefallen:
:D Wetter besser als gedacht
:D Guter Pistenzustand in Hochoetz
:D Wenig Andrang in beiden Skigebieten
:D TSC

Nicht gefallen:
:-( Miserabler Pistenzustand im Kühtai
:-( Viele Steine im Kühtai
:-( Keine abendliche Talabfahrt möglich

Daher: :D :D :D von :D :D :D :D :D
Wenn man nur den Tagesteil in Hochoetz betrachten würde, wäre die Bewertung deutlich besser, nur für Kühtai viel schlechter. Nur für Kühtai würde ich einen Punkt geben, für Hochoetz 3,75 Punkte.

Bilder:

Morgendliche Verbindungsfahrt:

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Morgendlicher Ausblick entlang der Bergstation der Ochsengartenbahn. Da das die einzige Bahn war, die lief, fuhr ich dorthin zuerst.

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Am Kühtaile

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Am Balbach-Wiesenlift. An der Ochsengartenbahn war dann leider auch kein Einstieg möglich, sodass ich mich für den Skibus ins Kühtai entschied.

Kühtai:

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Da der Bus entgegen der Fahrplanauskunft nicht am Busterminal hielt, stieg ich im Ort aus und fuhr über die Abfahrt an der Dreiseenbahn ins Gebiet.

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Im untersten Teil der Hohemutbahn waren die Pisten noch gut zu fahren, da hier der Neuschnee gleichmäßig auf den Pisten liegt

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Ausblick von der Bergstation der Hohemutbahn. Auf der Südseite sieht man die prekäre Schneelage.

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Blick ins Skigebiet

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Weiter unten an der Hohemutbahn

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Blick auf das hässliche Hoteldorf von der Dreiseenabfahrt

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Am Wiesberglift. Auf der Südseite an der Hochalterbahn liegt im Gelände kaum noch Schnee.
Die rote Abfahrt zum Wiesberglift war vollgeweht mit schwerem Schnee, die schwarze Abfahrt extrem steinig.

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Am Gaiskogellift. Auch hier waren die Pisten entweder vollgeweht oder steinig.
Schneefangzäune wären mal sinnvolle Anschaffungen in Kühtai.

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Die äußere schwarze Abfahrt zum Gaiskogellift war auch extrem steinig.

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Nun der Sprung auf die Südseite zur Kaiserbahn. Im Gegensatz zur Nordseite waren die Pisten hier zwar nicht steinig, aber dafür sehr knollig.

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Blick aus der knolligen Rinne zur Talstation der Kaiserbahn

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Auch am SL auf der Südseite bin ich kurz gefahren.

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Blick auf die Startbahn, die ich natürlich nicht gefahren bin

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Ausblick von der Bergstation der Hochalterbahn. Da die Sonne etwas besser durch die Wolken kam, wurde es im Gebiet etwas heller.

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Blick auf den Start der Flutlichtpiste, wo es etwas besser zu fahren war. Unten heraus waren aber auch diese Pisten knollig und teilweise eisig

Hochoetz:

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In Hochoetz machte ich dann zuerst eine Abfahrt an der 3SB Kühtaile. Der Qualitätsunterschied der Pisten war eklatant. Ich war regelrecht begeistert vom Pistenzustand, v.a., wenn man diesen mit den Pisten im Kühtai vergleicht.

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Kühtaile nach oben

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Zufahrt zur 6KSB. Auch hier waren die Pisten noch in einem sehr guten Zustand

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Zuerst fuhr ich aber noch die schwarze Abfahrt an der DSB Mohrenkopf. Die Piste waren in einem super Zustand und absolut leer.

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Blick zur Bergstation der DSB Mohrenkopf

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Schöner Ausblick von der Bergstation der 6KSB. Die schwarze Abfahrt an der 6KSB war leider nur als Buckelpiste geöffnet. Da man bereits aus der Ferne einige Steine sah, habe ich auf eine Befahrung verzichtet.

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Blick über den schönen Schlusshang zur Talstation der 6KSB. An der 6KSB machte ich zahlreiche Wiederholungsfahrten

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Die Abfahrt zur DSB Acherkogel II war grundsätzlich auch gut zu fahren, aber deutlich härter, als die übrigen Pisten im Gebiet. Mich hat das aber nicht gestört. Die DSB lief auch mit einer guten Geschwindigkeit, sodass die Bergfahrt trotz der langen Fahrstrecke recht zügig vonstatten ging.

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Blick zu den Pisten an der 4KSB, die, wie eigentlich immer, trotz mangelnden Andrangs mit voller Geschwindigkeit fuhr. Generell ist die recht hohe Geschwindigkeit der kuppelbaren Lifte in Hochoetz positiv hervorzuheben.

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Auf der Abfahrt zur Talstation der 4KSB hat man zahlreiche Liftanlagen im Blick.

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Blick auf den Bergstationskomplex der Gondelbahnen. Bei der finalen Talfahrt mit der Gondel nach Oetz musste man dann leider noch ein paar Minuten warten.

Fazit:
Der Unterscheid zwischen den beiden Gebieten war heute sehr auffällig. Eigentlich sollte man ja vermuten, dass Kühtai aufgrund seiner Höhenlage klar im Vorteil wäre. Dies war aber rein gar nicht der Fall. Die Pisten in Hochoetz waren super, während die Pisten im Kühtai nur sehr unschön zu fahren waren und zudem sehr steinig und knollig waren. Es war also doch gut, morgens die da bereits schon schlechten Pisten im Kühtai gefahren zu sein, denn später müssen die Pisten dort der Horror gewesen sein.
Auch der heutige Tag, bei dem die Gebietswahl nur eine Notlösung war, bestätigt meinen Eindruck, dass ich v.a. mit dem Gebiet im Kühtai überhaupt nicht warm werde und weiterhin zu den, oder sogar dem schlechtesten Skigebiet in Tirol zähle.
Durch die gute Performance des Skigebiets Hochoetz ist dieses aber heute deutlich im Ansehen bei mir wieder gestiegen, auch wenn mich das Gebiet nach wie vor nicht vom Hocker reißen wird.

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Re: 02.03.2020 | Kühtai + Hochoetz | Die Höhe ist kein Vorteil

Beitrag von Gleitweggleiter »

Krass wie abgeweht zB der Große Mugkogel auf der Kühtaier Südseite ist. Wenn da nochmal ein paar Tage die Sonne draufscheint ist die Gipfelflanke zu Fuss möglich und auch unten im Zustieg hat es auf der Südseite auf den Rippen ja kaum noch Schnee. Letztes Jahr erst so Anfang/Mitte Juni möglich. Generell dürften damit aus bergsteigerischer Sicht schon früh höhere Ziele möglich sein, wenn man sich konsequent an die abgewehten Rücken und Flanken hält. Wobei jetzt im Frühjahr natürlich immer nochmal die eine oder andere Packung Neuschnee, auch mit weniger Windeinfluss, kommen kann.

Kühtai ist zwar bekanntermaßen föhngeschützt aber ich denke mal bei West-Stürmen wie zuletzt zieht es da doch ganz ordentlich durch. Hochötz dürfte demgegenüber durch die Kessellage wohl etwas besser geschützt sein, teils auch durch den Wald. Ist aber nur eine Vermutung.
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Re: 02.03.2020 | Kühtai + Hochoetz | Die Höhe ist kein Vorteil

Beitrag von Widdi »

Hmm da hast aber ziemlich Pech gehabt. Ich war auch erst neulich im Kühtai und da waren eigtl. kaum Steine zu sehen. Hier und da gabs welche, aber die sah man gleich. Die 9b war bei mir ja eigtl. zu ging aber gut, nur da wars steinig. Aber vermutlich lags auch am Diffusen Licht, wenn bewölkt ist Kühtai nicht die beste Wahl, da wars am Samstag auch so, dass ich tw. ned viel gesehen hab. Und das was du da als Südseite benennst sind die Südhänge also die Nordseite. Die Südseite sind die Nordhänge, da das Gebiet ja von Ost nach West ausgerichtet ist. Der wenige Schnee im Gelände ist mir auch aufgefallen, aber das lag eher an dem ständigen Westwind heuer, der geht da wie eine Düse hinein und verbläst etwaigen Schnee sonst wo hin. Nervig war bei mir Nachmittags, dass es an der Hohen Mut komplett abgeblasen war und dann fuhr man auf Eis. Schnee liegt meines Erachtens Ausreichend im Kühtai, die 130 zu 160cm kommen hin. Die Frage ist halt nur wo es den Schnee mit der Westlage hingeweht hat. Hochötz ist auch sehr föhnsicher, aber es ist eben weil Kessellage nicht so anfällig bei Westwind und dazu kommt halt auch die Lage, weitgehend unter der Waldgrenze die schützt das zusätzlich.

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