Kamikatze hat geschrieben: 07.03.2020 - 17:39
So sehr ich die Panikmache der Boulevardmedien hasse... die Formulierungen, die man dort liest regen mich ähnlich auf:
Die routinemäßigen behördlichen Abklärungen, um mögliche weitere Kontaktpersonen zu identifizieren, seien bereits im Laufen.
Es dürfte wohl jedem klar sein, dass die Prozesse das so vorsehen. Aber hey, lieber noch mal extra betonen, dass das "routinemäßig" sei.
"Wir haben die Lage im Griff, es gibt keinen Grund zur Beunruhigung", betonte LH Günther Platter am Samstag erneut.
Wenn ein Politiker sowas sagt, dann bin ich nachher beunruhigt, egal wie ruhig ich vorher war. Das ist wie im Horrorfilm, wenn dort der Strom ausfällt und einer der Protagonisten versucht, die anderen zu beruhigen "ist nur etwas windig, da kann schon mal der Strom ausfallen."
Nee mal im Ernst: Ich empfinde solche "runterspielenden" Formulierungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer etwas befremdlich. Und können Politiker nicht bitte endlich mal aufhören, solche abgedroschenen Phrasen zu verwenden?
oerx hat geschrieben: 07.03.2020 - 14:07
Ergänzung, aktuell aus dem Gesundheitsministerium in Deutschland:
..hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dazu aufgerufen, Risikogebiete zu meiden. Wenn es nicht notwendig sei, sollte man auf Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen verzichten. ..
Warnung vor Reisen nach Südtirol ... Das Auswärtige Amt erweiterte unterdessen seine Hinweise für Italien und rät nun auch von Reisen nach Südtirol ab. ..
Quelle:
tagesschau.de
Ja witzig. Aber der Fußball - wo auch große Massen nach NRW fahren - darf natürlich nicht beeinträchtigt werden. Brot und Spiele für's deutsche Volk - oder was?! Messen werden abgesagt usw.; aber nein, den Fußball kann man den Deutschen ja nicht wegnehmen

Das ist objektiv gesehen ne richtig dumme Idee, das dürfte jedem klar sein. Nur, dass hier wirtschaftliche und politische (?) (niemand möchte der Buhmann sein?) Interessen dann doch plötzlich überwiegen. Über Südtirol und das gefühlte "wer nicht testet, der nichts findet" regen wir uns auf. Aber vor unserer eigenen Haustür sollten wir genauso mal kehren.