
Da es zuletzt immer wieder schneite und nun für diesen Donnerstag Schönwetter prognostiziert war, beschloss ich spontan einen Urlaubstag zu konsumieren, und diesen am Präbichl zu verbringen. Mein letzter Besuch in diesem durchaus netten Schigebiet liegt ziemlich genau drei Jahre zurück.
Wetter:
Bei Temperaturen zwischen -4 und +3°C war es überwiegend sonnig. Nur während der letzten beiden Betriebsstunden zogen einige Wolken auf. Der Wind wurde im Tagesverlauf stärker und war dann punktuell recht unangenehm. Kein Niederschlag.
Lift- und Pistenstatus:
Außer dem Weidtallift und den Pisten, die von diesem Lift bedient werden waren alle Lifte, Pisten und Routen geöffnet. Bei der Einfahrt in die Route Polsterrinne wies allerdings eine Tafel auf Lawinengefahr hin, daher dürfte diese Route wohl erst ab der Polsterwiese geöffnet gewesen sein.
Wartezeiten hatte ich nie mehr als zwei FBM (meist bin ich direkt zum nächsten Sessel durchgegangen), allerdings kam es am späten Vormittag am Grübl-Quattro sicher zu Wartezeiten von 7 bis 10 FBM, zu diesem Zeitpunkt bin ich aber am Polster geblieben.
Pistenzustand:
Morgens perfekte harte aber griffige Teppiche. Das obligatorische weich werden der Sonnenhänge am Polster dauerte diesmal etwas länger, als ich es von vergangenen Besuchen gewohnt war. Daher war auch die Sulzbuckel-Bildung nicht ganz so extrem. Am späten Nachmittag wurden diese Pisten wieder hart.
Auf der Grübl-Seite blieben die Pisten hart-griffig. Glatte Stellen kamen nur äußerst vereinzelt zum Vorschein und trübten das Schivergnügen nicht.
Bilder:
Erster Blick am Morgen von der Talstation zum Polster.

Bergfahrt mit der 4KSB Polster. Blick auf den Schi-Tunnel unter der Präbichl-Bundesstraße.

Überfahrt über die Bundesstraße.

Die Schiroute Zellerhang. Ob ich da zwischen den vielen Gräsern heute noch hinunter fahren werde?

Kurz vor der Bergstation. Die Panoramaabfahrt sieht vielversprechend aus.


Also, dann ab ins Tal auf dieser Piste.

Im unteren Teil ist die Abfahrt eher schmal. Bei Vollauslastung am Wochenende brauche ich so etwas nicht.

Die Variante Seitensprung im oberen Pistenabschnitt gefällt mir besser als die Panoramaabfahrt.


Vom Polster sieht man zum Weidtallift, der an diesem Tag leider nicht in Betrieb war.


Doch wechseln wir nun zur 4KSB Grübl. Bergfahrt.


Die Grübl-KSB bedient drei Pisten.
Die Fis-Abfahrt,…



…die Mittelabfahrt…


…und die Stockhangabfahrt.


Nachdem ich nun alle Pisten mehrfach gefahren bin, geht es nun zu den Routen. Die Route Polsterdreieck startete ursprünglich bei der Bergstation des ESL. Derzeit ist sie lediglich der Bereich neben dem ersten Abschnitt der Panoramaabfahrt.

Als nächstes geht es von der Bergstation der Polster KSB zur (als offen angegebenen) Route Polsterrinne. Dabei kreuzt man den ESL. Blick hinunter…

…und hinauf. Bei dieser Stütze ist das Förderseil nicht dort, wo es eigentlich hin gehört.

Bei der Einfahrt in die Polsterrinne, die eigentlich auch bei der ESL-Bergstation startet, steht dann dieses Schild.

Also über die Kehre wieder zurück zur Panoramaabfahrt.

Zumindest die Verlängerung der Polsterrinne, die Polsterwiese, ist ohne Lawinengefahr erreichbar.

Am Weg zur Polsterwiese kreuzt man wieder den ESL.

Auf der Polsterwiese. Blick hinunter…

…und hinauf.

Fragmente des Polster-Schlepplifts gammeln schon seit Jahren immer noch herum.

Nun passiere ich die Talstation des ESL.

Würde ich es aus diesem Forum nicht besser wissen, könnte man als Laie glauben, dass auch dieser Lift vergammelt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der ESL soll reaktiviert werden.


Lt. Pistenplan würde die Schiroute nun vorbei an den Hütten des Feriendorfs zur Panoramaabfahrt zurückführen. Da ich das aber als mühsamen langen, flachen Weg in Erinnerung habe, fahre ich weiter hinunter zur Bundesstraße, überquere diese, habe nur ein kurzes Flachstück entlang des Bahnhofs und komme bei der Bergstation des Arenalifts wieder auf die Piste.
Dort fahre ich gleich zur nächsten Schiroute.

Die Schiroute Schlumperwald ist durchaus für Kinder geeignet.


Mittlerweile wird es Zeit fürs Mittagessen. Was die Gastronomiebetriebe betrifft, so ist meiner Meinung nach am Präbichl noch Luft nach oben. Die meisten Häuser sind sehr klein und haben auch eine dementsprechend geringe Speisenauswahl, oft nur kleine Imbisse.
Da ist zunächst die Gaierhütte bei der Abzweigung der Fis-Abfahrt zum Weidtallift.

Dann ist da noch die Hütte am See.

Unüberhörbar beschallt die Juliushütte die Mittelabfahrt mit Radio Steiermark.

Größer als die drei bisher genannten ist dann die Arenastube bei den Talstationen der Lifte. Aber auch hier könnte die Speisekarte meiner Meinung nach eine größere Auswahl bieten.

Mein persönlicher Favorit im Schigebiet ist der Präbichlerhof.

Die Auswahl ist groß und die Qualität gut. Leider kommt es dort aber oft zu langen Wartezeiten. So hat diesmal meine Mittagspause über eine Stunde gedauert. Geschmeckt hat es aber ausgezeichnet.

Nach der langen Pause bin ich nun gestärkt für die nächsten Schirouten. Da ist zunächst einmal die Wilde,…

…die nichts anderes als die Lifttrasse der Grübl-KSB ist.

Nun fehlt nur noch der Zellerhang.

Diese Route war auf Grund der zahlreichen Gräser und Sträucher die Anspruchsvollste. Außerdem gab es auch noch keine Spuren, denen man hätte folgen können.




Wurden nun wirklich alle geöffneten Lifte, Pisten und Routen von mir befahren? Nein.
Es fehlt noch eine Fahrt mit dem Arenalift…

…und mit dem Seillift.

So, jetzt war ich aber wirklich überall.
Fazit:
Es war ein toller Schönwetter-Schitag bei geringer Besucherzahl. Von den Pisten gefallen mir die Fisabfahrt auf der einen Seite, sowie die Panoramaabfahrt mit der Seitensprung-Variante auf der anderen Seite am Besten. Letztere aber nur bei geringer Auslastung, die Panoramaabfahrt ist unten viel zu schmal.
Den besonderen Charakter erhält der Präbichl aber erst durch seine Routen. Daher hoffe ich auf eine baldige Revitalisierung des ESL.