Für meine bessere Hälfte und mich ging is in diesem Jahr wieder einmal 3 Tage zum Wandern ins Meraner Land, genau genommen in den kleinen Ort Schenna.
Auf dem Weg zum Gardasee bietet sich diese wettersichere Ecke immer gut für einige Touren an. Doch nun zum Thema:
Tag 1: kleiner Ifinger über Oswaldscharte
Zum Auftakt wollten wir eine Tour nah von unserer Unterkunft starten. So begannen wir den Tag mit einer Bergfahrt mit der Taser-Seilbahn, welche sich direkt neben dem Hotel befindet.

Da für den Tag ohnehin knapp 1400hm anstanden, wollten wir uns die zusätzlichen 600hm sparen. an der Bergstation angekommen zeigt sich ein guter Blick auf das Meraner Becken

Anschließend ging es noch recht gemäßigt am Berg entlang in Richtung Streitweider Alm


Das Ziel des heutigen Tages

Zunächst geht es noch durch dichteren Bewuchs

Bis sich das Gelände öffnet und der Blick frei wird

Rückblick ins Passeier

nach knapp 2h ab der Streitweider Alm waren wir oben

Hier rücken nun kleiner und großer Ifinger in den Fokus

Der Weg geht dabei immer am Grat entlang

Blick auf unsere morgendliche Aufstiegsroute

Eigentlich haben wir den Aufstieg auf den großen Ifinger geplant, jedoch war der Weg entgegen meiner Internetrecherchen relativ ausgesetzt und als Klettsteig ausgebaut.
Die Ausrüstung lag allerdings nun leider Zuhause. Also begnügten wir uns mit dem kleinen Ifinger, der mit 2552m nur 29m kleiner ist, als sein großer Nachbar.
Den Klettersteig werden wir dann im nächsten Urlaub hier absolvieren.

Am Gipfel öffnet sich der Blick über Meran ins Vinschgau und Ultental

Beim Blick Richtung Bozen kann man die markante rote Bergstation der Seilbahn Meran 2000 erkennen.

Der Abstieg verläuft in Richtung des hinteren Skigebietsteils von Meran 2000

Vorbei an der Oswaldbahn inkl. Kapelle

Auf leichten Wegen geht es zur Bergstation der Seilbahn Meran 2000

Danach nehmen wir die gnadenlos überfüllte und überhitzte Bahn ins Tal und ärgen uns, nicht über die Ifingerscharte zurück gegangen zu sein.

Allerdings bot sich so noch die Zeit und Gelegenheit, den Tag am Hotelpool zu beenden

Tag 2: Hönigspitze
Am zweiten Tag haben wir die Hönigspitze im Hirzer Wandergebiet ins Auge gefasst.
Mit ca. 900hm keine konditionelle Herausforderung, jedoch im oberen Bereich technisch anspruchsvoller.
Gestartet sind wir mit der 15 Personen Kleinseilbahn ab Verdins. In der Region existieren bekanntlich viele dieser kleinen Bahnen

Danach ging es weiter mit dem ESL Obertall, welcher offensichtlich einer Rundum Erneuerung unterzogen wurde

An der Bergstation zeigt sich das LSAP-Gebiet Hirzer

vorbei an Weidezäunen....

...gewinnen wir schnell an Höhe

Blick Richtung Ifingerscharte

Hier sind wir gestern aufgestiegen

Am Grat wird der Weg nun zunehmend ausgesetzter


Wir erreichen den ersten Vorgipfel

Nach ein wenig Kletterei


erreichen wir die Hönigspitze (2695m), welche selbst recht flach daher kommt.

Nun sollte es weiter Richtung Hirzer gehen. Das Wetter wurde jedoch zunehmend schlechter, für den Nachmittag waren Gewitter gemeldet und es begann bereits zu donnern.
Der Hirzer selbst versteckt sich schon in den Wolken

Somit traten wir den Abstieg entlang des E5 an

Noch einmal die drei überstiegenen Gipfel von unten

Pause!

Angekommen an der ESL Bergstation besserte sich das Wetter, sodass wir hier noch eine kleine Rast einlegten

Gegen 16Uhr traten wir dann trotzdem die Talfahrt an.


Dies zeigte sich als richtige Entscheidung, denn kurz nach Ankunft im Hotel zog uns ein eindrucksvolles Gewitter aus dem Vinschgau entgegen


Tag 3: Taufenscharte und Spronser Seen
Die heutige Tour wird mit knapp 1500hm und der längsten Entfernung die konditionell anspruchsvollste Tour werden
Der Tag begann mit einer Auffahrt mit der Hochmuthbahn in Dorftirol. Ursprünglich eine Hölzl-Anlage, welche von Doppelmayr überholt wurde


Durch das gestrige Gewitter lag noch viel Feuchtigkeit in der Luft und einige Wolken hingen noch sehr tief.

Zunächst ging es entlang des Hans Frieden-Felsenwegs bis zur Leiteralm.

Auf eine Auffahrt mit ESL und Korblift verzichteten wir aufgrund der unsicheren Wettervorhersagen
Nach der Leiteralm beginnt der Meraner Höhenweg in Richtung Vinschgau

Diesen verlassen wir jedoch nach kurzer Zeit, um zur Taufenscharte aufzusteigen

Der Weg verläuft einige 100hm nur durch dichten Wald

Am Fuße der Scharte öffnet sich der Blick Richtung Vinschgau

Das gilt es noch zu bewältigen

Oben angekommen ein herrlicher Tiefblick ins Vinschgau. Leider wird durch die Wolken der mögliche Blick Richtung Ortlergruppe verdeckt

Blick auf die andere Seite der Scharte

Wir folgen dem Hochtal in Richtung Spronser Seen

Das Tagesziel rückt in Sicht: die Oberkaser Alm

Das ist verdient

Die Oberkaseralm ist direkt am See herrlich gelegen und bietet ebenfalls Schlafquartiere. Sie bildet somit den idealen Standort um noch weiter und höher in die Texelgruppe vordringen zu können.
Dies werden wir beim nächsten mal mit Sicherheit wahrnehmen.
Wetterbesserung auf dem Rückweg. Wieder ein Blick ins Passeier. Heute jedoch von der gegenüberliegenden Bergseite

Rückblick in die Texelgruppe

Blick auf den Ifinger

Zoom in die Dolomiten mit Rosengarten und Latemar

Weiter unten ist der Weg ausgebaut, was nicht heißt, dass sich dieser Belag gut laufen lässt...

Meran und Etschtal rücken wieder in das Sichtfeld

Ein letzter Blick ins Vinschgau...

bevor es wieder auf die Talfahrt geht

Fazit: Die Berge um Meran bieten eine Vielzahl an Wandertouren. Durch die zahlreichen Seilbahnen besteht die Möglichkeit, schnell in Regionen über 2000m aufzusteigen und dort aussichtsreiche Touren zu wandern. Hinzu kommt das meist schönere Wetter als in Nordtirol und natürlich werden bei den Bewohnern als auch in der Küche schon die angenehmen südlichen Einflüsse erkennbar.
Für uns war es jedenfalls nicht der letzte Urlaub hier. Vor allem, da Meran in diesem Jahr nur eine Zwischenstation unseres Urlaubs war.











