Diese Eindrücke wollte ich euch nicht vorenthalten.
Am Tag vorher hat es bei einem Frontdurchgang bis auf 2000m runter geschneit. Aber nachdem die Wettervorhersage gut war, wollte ich meinen Töchtern ein besonderes Erlebnis vermitteln und wir haben den Furgler in Angriff genommen, obwohl der Anblick vom Lazid aus eher winterlich wirkte: Der Wanderweg oberhalb der Scheid Richtung Tieftalsee ist kaum zu erkennen, aber nachdem ich schon oft genug dort gegangen bin, war es nicht wirklich ein Problem: Die Steinböcke sind aus den steilen Rinnen auf die tiefer liegenden Hänge ausgewichen, wo sie noch Gras finden konnten: Meinen drei Grazien taugt es offenbar - auch wenn nicht alle Schuhe wasserdicht sind: Der Tieftalsee ist noch fast gänzlich zugefroren: Die leichten Kletterstellen sind etwas schwieriger als sonst, aber auch kein Problem: Leider hat sich die Sonne hinter einer Wolke versteckt bzw. hat die Wolke den Gipfel eingehüllt - just als wir oben waren: So wenig Leute sind da selten oben. Wir waren ca. 30min ganz alleine. Nachdem es knapp unter Null Grad hatte, sind wir bald wieder abgestiegen: Hinunter ging es aber rasant, da noch viel Schnee vorhanden war, der sich perfekt zum Rutschen geeignet hat: Wenn man es kann auf den Beinen, sonst halt am Hintern: Da muss ich gleich dazu sagen, dass ich immer nur dann über so steile (30-35°!) Schnee- oder Firnfelder rutsche, wenn es klar ist, dass diese nicht bei Abbrüchen oder sonstigen Hindernissen enden. Wenn man das Gleichgewicht verliert und am Popo rutscht, geht es zwar noch schneller, aber irgendwann wird es flacher und es ist damit nicht gefährlich.
Was aber schon passieren kann, ist dass man eine "Kolke" übersieht und bis zum Bauch im Schnee steckt und die Schuhe im Schmelzwasserbach stecken...
Solche Wanderungen bleiben einem sicher sehr lange in Erinnerung! Die Kinder schwärmen immer noch davon.