Seit Freitag war ich mit mir am Ringen, ob ich am Sonntag einen Tagesausflug ins Salzburger Land machen sollte, schließlich war ja gutes Wetter angesagt und das in Verbindung mit dem recht großen Angebot für die Jahreszeit soll ja insbesondere aktuell, wenn man nie weiß, wie lange Skigebiete noch offen haben, jeden Skitag zu nutzen. Den Ausschlag gab dann die Tatsache, dass durch die Zeitumstellung, die uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt, die Nacht eine Stunde länger ist und es daher nicht so schlimm, wenn ich so früh raus musste.
Leider kann ich die von tom321 beschriebenen Verhältnisse so nicht bestätigen. Den Schnee- und Pistenzustand empfand ich als ziemlich schlecht. Die Pisten wurden unsauber präpariert (sehr unruhig) und die Pisten selbst waren sehr hart und teilweise eisig. Das Zusammenspiel zwischen der schlechten Präparation und dem eher gewöhnungsbedürftigen Schneezustand, war der Skispaß leider eingeschränkt, auch wenn Skifahren natürlich immer besser ist, als nicht Ski zu fahren.
Es zeigte sich leider, dass es doch weiter hoch als gehofft geregnet hatte. Leider konnte ich es mir unter der Woche nicht einrichten, runter zu fahren, denn da waren die Bedingungen wohl weitaus besser.
Angesichts des guten Wetters mit sehr milden Temperaturen war es auch wieder sehr voll. Es war zwar an den Liften nicht so voll, wie letzten Sonntag, dennoch gab es an den Liften wieder lange Wartezeiten, welche man nur über die Kristall-, Sonnenkar- und Schmiedingerbahn vermeiden konnte. Von den Wartezeiten waren wieder Gletscherjet 3+4 und die Kitzlifte betroffen.
Es ist aber beim Anstehverhalten anzumerken, dass dieses (wie bei allen meinen anderen Besuchen auch) sehr gesittet war und größere Abstände zwischen den Skifahrern gegeben waren, als üblich. Auf die Maskenpflicht wurde von den Liftlern hingewiesen. An den „offenen“ Liften jedoch nur an der Talstation, denn an der Bergstation einer (K)SB oder SL braucht ja nun wirklich keiner mehr eine Maske, wenn man z.B. in einer gemeinsamen Gruppe unterwegs war.
Da mir die Bedingungen leider nicht so recht zusagten, entschied ich mich, auf ca. 13:30 Uhr schon wieder ins Tal zu fahren und an den Resterkogel zu wechseln, wo ja seit Samstag wieder die Depotschneepiste geöffnet war. Leider verpasste ich so das kleine Forumstreffen u.a. von Stäntn und obertauern93.
Dort war es dann quasi menschenleer und die Piste selbst gut in Schuss. Die Piste war eine (sehr) harte Unterlage mit weichen, kleinen Haufen, was an sich sehr angenehm zu fahren war, da anders als am Kitzsteinhorn nichts los war. Am Gletscher und auf der AC-Abfahrt musste man dort nämlich immer Angst haben, von irgendeiner Seite über den Haufen gefahren zu werden.
Nach 7 Abfahrten am Resterkogel habe ich es dann aber auch dort sein lassen, denn ich hatte ja wieder ein gutes Stück nach Hause zu fahren.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Morgendlicher Blick auf die Piste am Alpincenter unter dem Gletscherjet. Wie man sieht, war die Präparation eher schlecht, was natürlich aber auch am Wetter lag

Rückblick zum Alpincenter

Blick über die AC-Abfahrt zur Kristallbahn, die noch nicht betriebsbereit war

Abfahrt an den Kitzliften, die leider durch die Knollen und die unruhige Präparation unschön zu fahren waren

Die Abfahrt am ehemaligen Keeslift war im oberen Teil gut, unten raus aber ebenso schlecht, wie auf der anderen Seite der Kitzlifte

Kitzlifte über dem Nebel

Blick aus dem „Steil“hang an den Kitzliften, die nicht so schön zu fahren waren, auf die Mittelstation des Gletscherjet 3+4

Mittelstation Gletscherjet 3+4 über dem Nebelmeer. Wie man gut sieht, waren die Warteschlangen an den Kitzliften sehr luftig

Imposante Stütze des Gletscherjet 4 vor dem ?Dachsteinmassiv?

Zoom zur Schmittenhöhe, die auch schon über dem Nebel herausragte

Abfahrt ins Sonnenkar, die langsam etwas ansulzte

Talstation der Sonnenkarbahn I

Blick über die Trasse der Sonnenkarbahn auf die Talstation der Schmiedingerbahn

Am Alpincenter staute es sich wieder ordentlich an den Zugängen zum Gletscherjet 3+4, Der Schlusshang zum Alpincenter wurde sehr schnell abgerutscht

Auf der Abfahrt zur Kristallbahn, die eigentlich ganz gut zu fahren war

Ausblick von der Talstation der Kristallbahn

Trasse der Kristallbahn

Ausblick von der Bergstation der Kristallbahn

Auf der Abfahrt an der Schmiedingerbahn, die wohl die schlechteste Abfahrt des Tages war

Blick zur Talstation der Schmiedingerbahn

Blick auf die imposante Stütze der Gipfelbahn

Stütze im Detail

Rückblick auf die Schmiedingerabfahrt

Kabine der Gipfelbahn über dem Nebelmeer

Die Dimmensionen Kabine – Stütze sind bei der Pendelbahn schon beeindruckend

Und noch einmal bei der Überfahrt

Von links nach rechts Gipfelbahn, Schmiedingerbahn und Gletscherjet 4

Blick aus dem Gletscherjet 3 auf den Gletscherbereich

Gegen Mittag wurde es dann leerer, sodass es nur noch an den Kabinen des Gletscherjet 3+4 Wartezeiten (sowie an den Kitzliften) gab

Blick zur Bergstation der Kristallbahn

Kristallbahn über dem Alpincenter

Auch den Aussichtsplattformen habe ich wieder einen Besuch abgestattet

Blick auf das Gletscherskigebiet von der Aussichtsplattform auf der Bergstation der Pendelbahn

Im Laufe der Zeit lichtete sich der Nebel mehr und mehr, sodass auch der Zeller See zum Vorschein kam

Der See im Zoom

Auch auf der durch den Tunnel zugänglichen Plattform gab es herrliche Aussichten

Blick zum Rettenstein auf der rechten Seite, wo man auch ein paar Beschneiungsversuche der Kitzbüheler sieht.

Blick zum Magnetköpfllift, den ich angesichts der Wartezeiten und der ultralangsamen Geschwindigkeits des Lifts nicht gefahren bin

Bergstation Gletscherjet 4

Die Abfahrt vom Magnetköpfllift zur Schmiedingerabfahrt war auch eine der Besten heute. Leider ist diese Piste aber ja nur sehr umständlich zu erreichen

Die letzte Abfahrt am Kitzsteinhorn wurde dann noch einmal an der Kristallbahn gemacht
Gegen 13:30 Uhr folgte dann der Wechsel an den Paß Thurn, wo ich ca, 45min später wieder auf Skiern stand.

Winterbetrieb?

Ja! Die Kitzbüheler haben wieder ein Depotschneeband hergerichtet, welches mir heuer breiter, kompakter und dicker vorkam. Wie man sieht war die Piste zwar auch schon gut ausgefahren, aber dafür war es so extrem leer, dass das im Gegensatz zum Kitzsteinhorn, nicht störte

Blick zu den Beschneiungsversuchen im restlichen Resterhöhe-Gebiet

Zoom zum Kitzbüheler Horn, das wieder schneefrei ist

Blick zur Talstation der 4SB Resterkogel. Auch hier, nix los

Blick zum großen Rettenstein
Fazit:
Auch wenn das gestern skitechnisch sicherlich kein Highlight war, so war es einfach wieder schön, am Berg auf den Skiern zu stehen. Am Kitzsteinhorn ist nach wie vor sehr viel los (gut, selbst schuld, am Nationalfeiertagswochenende zu gehen) und der Schnee- und Pistenzustand war doch eher von der schlechteren Sorte, sodass ich die „Flucht“ wagen musste. Der Wechsel an den Resterkogel hat sich aber definitv gelohnt, denn ich finde es immer wieder cool, was die Kitzbüheler dort zaubern. Gerne könnte dieses Angebot auch weiter ausgebaut werden oder von anderen Gebieten adaptiert werden, sodass sich im Herbst nicht alle Menschen auf den Gletschern tummeln müssen.
Hoffentlich folgen (auch im Herbst) noch zahlreiche weitere Skitage