2-SBF Fürstalm & Seetal

Lost Places im Schnee: Historische Seilbahnen, geschlossene Skigebiete (LSAP) und die Geschichte alter Liftanlagen in den Alpen.
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Philipp2
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2-SBF Fürstalm & Seetal

Beitrag von Philipp2 »

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Mt. Cervino
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Re: Ein paar Kleinigkeiten aus dem Archiv

Beitrag von Mt. Cervino »

Sehr schön.
Ich mag ja diese ganzen aufgeständerten Stationen sehr gerne, wie sie bei der ersten Bahn zu sehen sind. Das baut man ja heute leider nicht mehr so, da beim Bau von Liften heutzutage viel mehr Erde bewegt und Geländeanpassungen vorgenommen werden. Nett anzusehen sind die Bilder vor allem auch wegen der hellen und frischen Holzverkleidung der Stationen, die ja sehr schnell dunkel werden.
Und die Kurvenstützen der Goldeckbahn sind natürlich eine Klasse für sich.
Die Spitzdachbergstation erinnert mich stark an Graffer Liftstationen, die häufig sehr ähnlich ausgeführt waren.
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Philipp2
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Re: Ein paar Kleinigkeiten aus dem Archiv

Beitrag von Philipp2 »

Siehe oben.
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Dieseltom
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Re: Ein paar Kleinigkeiten aus dem Archiv

Beitrag von Dieseltom »

Danke für die tollen Bilder. Hat ziemlich Staub aufgewirbelt die Entgleisung bei der Baco-Scheibe. Angeblich hat Haselsteiner nix investiert, und angeblich war ein Mechaniker schuld .....
Wer die Natur liebt und die Berge muss dieselben respektieren mit allen ihren Eigenheiten.
Absoluter Liebhaber von WOLF& SWITZENY , WIEN , HÖLZL - LANA Anlagen ; STEURER ESL und WITO Anlagen samt ihren einzigartigen Gehängen.

WEGE SIND DA UM GEGANGEN ZU WERDEN - Franz KAFKA

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Philipp2
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Re: Ein paar Kleinigkeiten aus dem Archiv

Beitrag von Philipp2 »

Dieseltom hat geschrieben: 08.01.2021 - 16:16 Danke für die tollen Bilder. Hat ziemlich Staub aufgewirbelt die Entgleisung bei der Baco-Scheibe. Angeblich hat Haselsteiner nix investiert, und angeblich war ein Mechaniker schuld .....
Du kennst offenbar nur die Version aus der Boulevardpresse.
Ich kann dazu nur ganz neutral aus dem mir vorliegenden dreiseiteigen Auszug aus dem 15 Seiten und 38 Beilagen umfassenden Gutachten des Sachverständigen E. Chorazza vom 29. Jänner 1997 zitieren:
[…] fallen die hochgehobenen Seilauflageklötze aufgrund ihrer Eigenmasse wieder in ihre Normallage zurück. Nachdem dies auch bei ordnungsgemäßer Wartung, z.B. infolge Rauhreif- oder Eisbelagbildung, nicht immer gewährleistet ist, wurde in die Seilscheibenabdeckung nach etwa ¾ des Umfanges, bezogen auf jenen Bereich, an welchem das Förderseil mit den Seilauflageklötzen im Eingriff steht, ein „Kulissendeckel“ angeordnet. Dieser Kulissendeckel ist mit einer Art Niederhaltebügel ausgerüstet, welcher die Aufgabe hat, jeden Seilauflageklotz beim Durchgang wieder in die Normallage zurückzudrücken. Wie unter […] eindeutig nachgewiesen werden konnte, war dieser Kulissendeckel um Zeitpunkt des Unfalles falsch montiert, d.h. der Deckel war so auf der Radabdeckung montiert, daß die Kulisse nicht in den Radraum reichte, sondern nach außen schaute […]
[…] Zum Zeitpunkt des Unfalles waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehrere Seilauflageklötze nicht mehr in der Normallage. Die Seilentgleisung erfolgte 8,65 m nachdem der Sessel mit der Nummer 115 die Ablenkscheibe passierte, d.h. nach dem Durchgang des Sessels Nr. 115 drehte sich die Seilscheibe noch um etwa 333° bis es zur Entgleisung kam. Daraus folgt, dass bereits vor dem Einfahren des Sessels Nr. 115 mehrere Seilauflageklötze das Seil nicht mehr übernommen haben. Durch den Sessel Nr. 115 sind zwei bis drei weitere Seilauflageklötze hoch gehoben worden, wobei diese während des Umlaufes nicht mehr in die Normallage zurückgefallen sind. Dadurch waren etwa 6 bis 7 hintereinander folgende Seilauflageklötze nicht mehr zur Übernahme des Förderseiles vorhanden, wodurch es in der Folge zur Entgleisung kam.
Es steht somit fest, daß für das Auslösen des Unfallvorganges eindeutig der falsch montierte Kulissendeckel maßgebend war. […]
[…] Die aufgezeigten Wartungsmängel, wie festgestellter unzulässiger Verschleiß an den Seilauflageklötzen, sowie eine geringe Spurabweichung beim Auslauf stehen in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Seilentgleisung. Das gleiche gilt auch für die nicht optimal eingestellten Führungsrollen beim Ein- und Auslauf an der Bachmann-Seilscheibe. […]
Es konnte nach meinem Kenntnisstand nie festgestellt werden, warum der Techniker der Wartung den Kulissendeckel falsch herum eingebaut hat. Der Prozess war 2000, ist im RIS jedoch nicht auffindbar.
Finde es im Übrigen faszinierend, dass in Österreich solche Gutachten nie komplett bzw. überhaupt veröffentlicht werden. In anderen Ländern ist das selbstverständlich.
Von "Staub aufgewirbelt" kann keine Rede sein, immerhin hat man die BACO-Seilscheiben in der Schweiz, im Gegensatz zur DSB Seetal, bis heute nicht mit zusätzlichen, auch bei belastetem Seil zuverlässig funktionierenden Seilfängern nachgerüstet. Da haben der Seilscheibenabsturz bei der DSB Hirschberg oder der Bordscheibenbruch bei der Tröglbahn weit mehr bewirkt.
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