Der erste Beitrag über das erfolgreiche Flugwochenende bei Andy und Chrigel in Emmetten soll das gemeinsame Abendessen mit Weinbegleitung abdecken
Nachdem es gegen 17 Uhr einen Wolkenbruch mit Hagel gab, nutzte ich eine kurze Regenpause um gegen kurz vor 7 bei den beiden einzutreffen.
Die Weine hatte Chrigel schon am Freitag übernommen, damit er sie passend temperieren konnte
Zum Apero hatte ich einen 2020er Rheingau Weißburgunder von Peter Flick mit angenehmen 12,5 Vol% mitgebracht. Weiß ist ja nicht so die Sache der beiden Gastgeber, aber wie im letzten Jahr konnten Sie sich zum Einstieg dafür erwärmen
Danach starteten wir mit gemischtem Salat und hatten den ersten Roten im Glas: 2018 Rheingau Spätburgunder von Corvers-Kauter mit ebenso schlanken 12,5 Vol%.
Ob des typischen hellen Rot des Weines wurde der Wein erneut kritisch beäugt, aber schon beim ersten Riechen und erst recht nach dem ersten Schluck kippte die Einschätzung meiner Gastgeber ins positive

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Im Duft eine Mischung aus klassischer Kirschfrucht und Cassis-Anklängen; runde Tannine und leichte Schiefernoten im recht langen Abgang. Eleganz und trotz des geringen Alkohols dennoch eine gewisse Fülle, wie es ein Wein aus vermutlich zum großen Teil Assmannshäuser Lagen ausmacht.
Und damit bestens geeignet, das von Andy auf dem Grill perfekt gebratene Lamm und Rind mit Gemüsespießen und mediterranen Kartoffeln zu begleiten.
In der zweiten Runde tauschten wir dann den eigentlich geplanten Südtiroler gegen den neulich von Chrigel fotografisch vorgestellten Weinheimer Spätburgunder der Bergsträßer Winzer.
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Selber Jahrgang, aber mit 14,5 Vol% sehr viel wuchtiger und auch farbstärker. Es zeigte sich aber, dass Alkohol und Farbe beim Rotwein nicht entscheidend für den Trinkgenuss sind. Vor allem war der Alkohol nicht so gut eingebunden, so dass der Wein leider eine leicht brandige Note hatte. Einstimmig erklärten wir den Rheingauer Pinot Noir zum Gewinner des Vergleichs.
Zum Dessert (Eis mit Früchten) genossen wir dann den vor allem von Chrigel freudig erwarteten Riesling Eiswein

2015er Udenheimer Sonnenberg vom Weingut Fauth mit 7,5 Vol%. Rassige Säure ergänzte die hohe Süße dieses typisch dunkel ausgefallen Dessertweins, so dass der fast schon ölig ins Glas fließende Tropfen nicht "babbisch" wird, wie ich zum Amüsement der Schweizer in breitestem hessisch meinte
Stiegenhaushof Honig-Williams, Röteli und Zillertaler Radler als Abtrunk beendeten diesen erneut schönen Abend, für den ich mich bei Andy und Chrigel erneut herzlich bedanke
Zum Abschluss nun noch die drei mitgebrachten Weine präsentiert auf dem Emmetter Präsentationsbrett und dort (soweit wettertechnisch möglich auf der Terrasse) von Andy ins rechte Licht gesetzt. Flug- und Wanderbericht folgen.