Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

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Emilius3557
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Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Emilius3557 »

https://www.simagazin.com/si-magazin/sk ... ce=twitter

Ich hoffe, wir hatten das hier noch nicht...
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...

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ski-chrigel
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von ski-chrigel »

So was ähnliches hatten wir hier: viewtopic.php?f=35&t=65345
Möglicherweise ist die gleiche Untersuchung Grundlage für die Berichte, die sich sehr decken (und natürlich mit dem übereinstimmen, was wir Bündner immer schon sagten :wink: )
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Tannberg
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Tannberg »

Das ist keine Untersuchung, das ist Marketing.
Sinnlos.
“Wir von WC-Ente empfehlen WC-Ente”
Vergleich Tirol-Graubünden: lächerlich.
hch
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von hch »

Es ist ziemlich schamloses Marketing. Auch wenn die Grundmessage richtig sein dürfte.
Emilius3557
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Emilius3557 »

Vergleich Tirol-Graubünden: lächerlich.
Könntest Du bitte erklären warum dieser Vergleich Deiner Meinung nach lächerlich ist? Danke!
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
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ski-chrigel
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von ski-chrigel »

Das würde mich auch Wunder nehmen. Es sind zwei ähnliche Regionen. Die einen haben 20% Einbusse, die anderen 90%. Und trotzdem ist die Lage epidemiologisch nicht eskaliert.
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von molotov »

hch hat geschrieben: 02.06.2021 - 08:33 Es ist ziemlich schamloses Marketing. Auch wenn die Grundmessage richtig sein dürfte.
Natürlich hätte dieses Medium ein gegenteiliges Ergebnis nicht rumposaunt, aber kann auch ö keinen Fehler erkennen, dass jetzt zu tun. zeigt einfach nur die falsche Verbohrtheit deutscher und als Reaktion darauf auch österreichischer Politik. Die deutsche Panik war einfach völlig überdreht...
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Tannberg »

Warum vergleich Tirol-Graubünden lächerlich:
Antwort ist im Artikel: “Nur Oberengadin hatte grosser Verluste”
Also: nur Oberengadin hat richtig internationales Tourismus.
In Tirol wäre das: Arlberg, Paznaun, Inntal, Stubaital, Zillertal, Kitzbüheler Alpen.
Also überall!

Deshalb: lächerliche typisch Schweizer Nabelschau!
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von ski-chrigel »

Was hast denn Du für ein Problem mit der Schweiz? Welche Nabelschau? Und dann noch typisch schweizerisch? :nein:
Der Bericht zeigt doch relativ nüchtern auf, dass aus Bündner Sicht das Offenhalten der Schweizer Skigebiete und Hotels den wirtschaftlichen Schaden minimierte und die Fallzahlen trotzdem nicht höher waren, als in Tirol mit quasi stillgelegtem Tourismus. Dass der Anteil der ausländischen Gäste unterschiedlich ist, wird ja nicht bestritten, ändert aber nichts an der Aussage, dass der Entscheid in der Schweiz resp. in Graubünden rückblickend richtig war.
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Bergwanderer »

Tannberg hat geschrieben: 08.06.2021 - 09:02 Warum vergleich Tirol-Graubünden lächerlich:
Antwort ist im Artikel: “Nur Oberengadin hatte grosser Verluste”
Also: nur Oberengadin hat richtig internationales Tourismus.
In Tirol wäre das: Arlberg, Paznaun, Inntal, Stubaital, Zillertal, Kitzbüheler Alpen.
Also überall!

Deshalb: lächerliche typisch Schweizer Nabelschau!
Ich habe da zum Thema Schweiz im Vergleich zu A, D und F eine kurze Übersicht für Dich.
Wie Du sehen kannst, hat sich die Strategie der Schweiz - und das nicht nur im Tourismus und der gesamten Wirtschaft - im letzten Winter im Vergleich zu den genannten Staaten als recht ordentlich erwiesen, oder?
https://ourworldindata.org/explorers/co ... HE~AUT~FRA
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Highlander »

nach längerer Sommerpause melde ich mich auch mal wieder.. :biggrin:

bin einmal gespannt wie dieses Thema in den anderen Alpenländern angegangen wird....

https://vorarlberg.orf.at/stories/3117167/

Ich persönlich habe damit kein Problem.. ich bin bereits 2 Mal geimpft...

Aber in Deutschland wird dieses vermutlich schwierig, da es hier keine Impfpflicht gibt...
was ich persönlich gut finde, da hier an die Eigenverantwortung eines Einzelnen appelliert wird...

Was in vielen Fällen leider überhaupt nicht funktioniert...
Zum Beipiel im Bekanntenkreis eine Säuglingsschwester im Krankenhaus ist absolute Impfgegnerin...
In gleicher Weise wird es vermutlich unter den Skilehrern ebenfalls absolute Impfgegner geben...

Deshalb darf man gespannt sein, wie sich dieses Thema weiter entwickelt....
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von judyclt »

Highlander hat geschrieben: 16.08.2021 - 18:50 was ich persönlich gut finde, da hier an die Eigenverantwortung eines Einzelnen appelliert wird...
Was in vielen Fällen leider überhaupt nicht funktioniert...
Das trifft es leider ziemlich gut.
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von markus »

Also in Australien läuft momentan wieder das selbe Spiel wie letzten Sommer. Die meisten Skigebiete dicht wegen Lockdown. Und zwar von Woche zu Woche aufs neue. Ich beobachte das schon eine ganze Zeit, genau wie letztes Jahr. Und daraufhin beruhten meine Winterprognosen für uns. Die leider voll Eingetroffen sind.
Ich bleibe mal realistisch, wenn sich im Sommer wieder alle Partygänger fertig ausgelebt haben kommt der nächste Lockdown auch zu uns, bzw. die Schließung der Grenzen.
Die Österreicher haben bis heute Ihre Kontrollcontainer an der Grenze zwischen Reit im Winkl und Kössen nicht abgebaut. Warum wohl?
Ich denke uns blüht wieder nichts gutes....
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Highlander »

Also bei uns an einem kleineren Grenzübergang ist der Container verschwunden... und kommt auch hoffentlich nicht wieder.. :biggrin:

Nach den Verlusten im letzten Jahr, hoffe ich schwer das sie in Österreich nicht nochmals die Grenzen komplett dicht machen...
Skifahren wie im letzten Winter in der Schweiz oder Schweden wird hoffentlich möglich sein...
Insgesamt ist die Schweiz oder Schweden pandemiemässig nach dem Winter auch nicht schlechter dagestanden, als Deutschland, Österreich oder Italien...
und Starli ist auch nicht als Zombie aus Schweden zurückgekommen.. :biggrin:

Hoffen wir zumindest einmal, das die Politiker in der Hinsicht ein wenig lernfähig sind ... und nicht nochmals ein kompletter Lockdown kommt...
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von markus »

Hoffentlich.
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Ram-Brand »

Es gibt noch mehr als nur Geimpfte und Impfgegner.

Und ich seh auch schon, dass der Winter dieses Jahr in De vielleicht wieder so wird wie letztes Jahr.
:(
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freerider13
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von freerider13 »

Ich hab mich letzten Winter zwar beim ein oder anderen nicht beliebt gemacht damit, aber meine Aussage bleibt gleich - es blieb uns schlicht nichts anderes als lockdowns und Schließungen, solange wir keinen Impfstoff hatten.

Dieses Jahr ist die Situation jedoch eine völlig andere: es ist genug für alle da. Eine impfpflicht gibts zwar nicht, aber de facto wird die Impfung in immer mehr Bereichen notwendig sein.
Die Österreicher wollen sicher keinen weiteren Winter riskieren. Blicken wir noch mal ins letzte Jahr: Söder hat doch die Grenzen dichtgemacht, weil die Österreicher zu spät ind zu halbherzig reagiert haben.
Dieses Jahr?
In Österreich wird sogar ganz offen bereits über die Einführung von 1 G diskutiert - in Deutschland momentan undenkbar - und auch bei der 3 G Regel war Österreich schneller. Und es geht bei den jetzigen Maßnahmen ja nicht mehr um Schließungen, sondern um das hochtreiben der impfquote. Dies setzen die Österreicher momentan deutlich rigoroser durch als die deutschen - selbst rigoroser als Söder. Und darum ging’s ihm doch eigentlich letztes Jahr…

Ich wage daher folgende Prognose:
Die Österreicher behalten 3G bis Anfang des Winters bei, wechseln dann zu 2G - auch in den Skigebieten. 1G halte ich für unrealistisch, da du genesene in den ersten 6 Monaten ja noch nicht impfen kannst. Dafür gibts bislang keine wissenschaftliche Grundlage, die auszusperren.
Dazu kommt weiter eine maskenpflicht in Gondeln und geschlossenen Räumen, ob FFP2 oder chirurgisch ist für mich noch ungewiss.
Bayern wird wahrscheinlich nachziehen, aber eher später. In Deutschland steht die Wahl an, danach sieht man weiter. Aber egal, was dabei rauskommt: Österreich fährt die härteste Linie in puncto impfen, daran hat auch Söder nix auszusetzen. Und im eigensten Interesse werden die Österreicher das auch weiterhin tun.
Für Grenzschliessungen besteht daher - selbst aus söders Sicht - schlichtweg keinerlei Bedarf. Die bleiben offen. Und wer kein 2G hat (oder unter irgendwelche Ausnahmen fällt - klar - dann mit Test, zB. Kinder) der darf halt nicht mitspielen. Nicht im Hotel, nicht in der Bar und nicht im Skigebiet. Fertig.

Will betonen, dass ich meinen Beitrag ausdrücklich nicht wertend schreiben wollte jetzt. Hoffe, das kommt auch so rüber. Soll nur eine furztrockene Analyse der Situation sein mit meiner persönlichen Erwartung, was geschehen wird. :wink:

Schöne Grüße,
Jan

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ski-chrigel
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von ski-chrigel »

Dass die rigorosen Lockdowns mehr Schaden als Nutzen anrichte(te)n, dafür gibt es mittlerweile genügend Beweise. Die Schweiz hatte nur schwache Lockdowns und steht unter dem Strich nicht viel schlechter da als Deutschland. Australien beweist uns aktuell ebenfalls grad, dass es nicht funktioniert. Insofern teile ich den ersten Teil Deiner Aussage nach wie vor nicht.
Hingegen bin ich voll dabei, wenn 2G zur Regel wird. Es kann einfach nicht sein, dass Geimpfte irgendwelche Einschränkungen auf sich nehmen müssen, weil ein Teil unserer Bevölkerung sich nicht schützen lassen will. Und was mich jetzt in der Schweiz grad richtig sauer macht, ist, wenn dringende Operationen (Tumorentfernungen zB) aktuell wieder verschoben werden müssen, weil die Intensivstationen bei uns von Ungeimpften belegt sind. Nachdem wir gestern meine Ex-Frau und Mutter meines 13jährigen Sohnes nach langer Krebskrankheit zu Grabe getragen habe, habe ich erst recht kein Verständnis mehr.
Und am wenigsten Verständnis habe ich - um zum Topic-Titel zurückzukehren - wenn Skigebiete letztlich wegen Impfverweigerern geschlossen werden müssen.
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freerider13
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von freerider13 »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.08.2021 - 13:32 Dass die rigorosen Lockdowns mehr Schaden als Nutzen anrichte(te)n, dafür gibt es mittlerweile genügend Beweise. Die Schweiz hatte nur schwache Lockdowns und steht unter dem Strich nicht viel schlechter da als Deutschland. Australien beweist uns aktuell ebenfalls grad, dass es nicht funktioniert. Insofern teile ich den ersten Teil Deiner Aussage nach wie vor nicht.
Hingegen bin ich voll dabei, wenn 2G zur Regel wird. Es kann einfach nicht sein, dass Geimpfte irgendwelche Einschränkungen auf sich nehmen müssen, weil ein Teil unserer Bevölkerung sich nicht schützen lassen will. Und was mich jetzt in der Schweiz grad richtig sauer macht, ist, wenn dringende Operationen (Tumorentfernungen zB) aktuell wieder verschoben werden müssen, weil die Intensivstationen bei uns von Ungeimpften belegt sind. Nachdem wir gestern meine Ex-Frau und Mutter meines 13jährigen Sohnes nach langer Krebskrankheit zu Grabe getragen habe, habe ich erst recht kein Verständnis mehr.
Und am wenigsten Verständnis habe ich - um zum Topic-Titel zurückzukehren - wenn Skigebiete letztlich wegen Impfverweigerern geschlossen werden müssen.
Zunächst natürlich erst mal herzlichstes Beileid.

Was die Vergangenheit betrifft: da wird es immer wieder verschiedenste Ansichten geben, was nun richtig oder falsch war. Es lohnt sich in meinen Augen aber auch gar nicht mehr, zu diskutieren. Es ist einfach Schnee von gestern…
Und in meinen Augen genauso die Frage - den Bogen hatte ich vorhin vergessen, sorry - ob nun Skigebiete infektionszreiber sind/waren/werden.

Mit der Impfung hat sich die gesamte Betrachtungsweise geändert. Jetzt geht es darum, sich vorsichtig an die neue Situation heranzutasten. Beispielsweise schrittweise Reduzierung der maskenpflicht von FFP2 auf Stoff oder sogar kompletter Wegfall, wenn man sieht das nix passiert. Und Beobachtung, wie das unter 3G oder gar 2G funktioniert.

Wird alles kommen, uns aber den Winter sicher noch begleiten.

Die Betrachtung, ob irgendwas besondere „Treiber“ sind wird aber nach und nach wegfallen. Genauso wie es keine geschlossenen Skigebiete oder Grenzen mehr geben wird. Das wäre zum herantasten an eine neue Realität ja auch völlig kontraproduktiv.

Jan
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von flamesoldier »

freerider13 hat geschrieben: 28.08.2021 - 13:06 Ich wage daher folgende Prognose:
Die Österreicher behalten 3G bis Anfang des Winters bei, wechseln dann zu 2G - auch in den Skigebieten. 1G halte ich für unrealistisch, da du genesene in den ersten 6 Monaten ja noch nicht impfen kannst. Dafür gibts bislang keine wissenschaftliche Grundlage, die auszusperren.
Das ist nicht korrekt. In D wird mittlerweile ab 4 Wochen nach der Infektion eine einzelne mRNA Impfdosis empfohlen. Die 6 Monate waren nur ein Schutzabstand um den damals noch knappen Impfstoff nicht für "natürlich Teilimmunisierte" zu vergeuden. Wissenschaftliche Daten zur Wirksamkeit mit diesem Abstand liegen auch längst vor.
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

51 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Hintertux, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von freerider13 »

flamesoldier hat geschrieben: 28.08.2021 - 16:11
freerider13 hat geschrieben: 28.08.2021 - 13:06 Ich wage daher folgende Prognose:
Die Österreicher behalten 3G bis Anfang des Winters bei, wechseln dann zu 2G - auch in den Skigebieten. 1G halte ich für unrealistisch, da du genesene in den ersten 6 Monaten ja noch nicht impfen kannst. Dafür gibts bislang keine wissenschaftliche Grundlage, die auszusperren.
Das ist nicht korrekt. In D wird mittlerweile ab 4 Wochen nach der Infektion eine einzelne mRNA Impfdosis empfohlen. Die 6 Monate waren nur ein Schutzabstand um den damals noch knappen Impfstoff nicht für "natürlich Teilimmunisierte" zu vergeuden. Wissenschaftliche Daten zur Wirksamkeit mit diesem Abstand liegen auch längst vor.
Ah, ok. Sorry. Ist mir durch die Lappen gegangen…
Naja, ändert ja aber nix daran, dass man die Leute in dem Zeitraum eigentlich nicht ausschließen kann, wenn sie nachweislich nicht mehr infektiös sind.
Deshalb bleibe ich bei meiner Einschätzung „2G wird angewendet“. :wink:

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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von Theo »

In Österreich wird sogar ganz offen bereits über die Einführung von 1 G diskutiert
Mich, und die meisten andern sicher auch, interessiert nicht im geringsten über was man diskutiert wenn man vorher schon beschlossen hat dass man des dann doch nicht macht.
Das gibt es noch zahlreiche weiter Beispiele denn lügen ist in der Politik nichts neues.
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von freerider13 »

Theo hat geschrieben: 28.08.2021 - 16:47
In Österreich wird sogar ganz offen bereits über die Einführung von 1 G diskutiert
Mich, und die meisten andern sicher auch, interessiert nicht im geringsten über was man diskutiert wenn man vorher schon beschlossen hat dass man des dann doch nicht macht.
Das gibt es noch zahlreiche weiter Beispiele denn lügen ist in der Politik nichts neues.
Darum gehts doch gar nicht.
Im Kern gehts darum, dass die Österreicher eine strengere Linie fahren als die deutschen. Und aus dem Grund werden Grenzen und Skigebiete offen bleiben. Die Frage, ob Skigebiete pandemietreiber sein könnten wird damit obsolet.

Und darum gehts uns doch eigentlich hier… :wink:

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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von starli »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.08.2021 - 13:32 Es kann einfach nicht sein, dass Geimpfte irgendwelche Einschränkungen auf sich nehmen müssen, weil ein Teil unserer Bevölkerung sich nicht schützen lassen will.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ungeimpften diese Einschränkungen haben wollen. Den schwarzen Peter kannst also nicht uns Ungeimpften zuschieben. Eher indirekt insofern, dass die Politiiker, die in Wahrheit die Schuld tragen, versuchen, dies auf die Ungeimpften abzuschieben. Trotzdem soltest du dann nicht auf die Ungeimpften, sondern auf die Politiker losgehen.
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Re: Skigebiete sind keine Inzidenztreiber

Beitrag von icedtea »

@starli:
Da du weder in großer Gefahr bist infiziert zu werden, noch zu infizieren, nehme ich dich bei dem Vorwurf von Chrigel, den ich grundsätzlich teile, mal außen vor 😉
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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