Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

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ATV
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von ATV »

Mal vorausgesetzt, der Blick hat korrekt abgeschrieben, was ich bei folgender Satzzeile doch eher bezweifle.
Für reine Personentransporte sei die Luftmesseinrichtung auch gar nicht vorgeschrieben.
https://www.blick.ch/schweiz/graubuende ... 59617.html
OK in gewissen Kabinen währe eine Luftmesseinrichtung gar nicht mal so verkehrt zumindest in der aktuellen Situation.

BTW: Das bei kombinierten Personen und Materialtransporten eine Lastmessung verlangt wird war eine Folge von Betten 1972.

Motor im Schnee 2/74
Mangels Beweisen: die leidige Überlastung.
Zeugenaussagen und Lokaltermine vermochten zwar nicht eindeutigzu beweisen, daß die Luftseilbahn von Betten an Überlastung brach. Fest steht aber auf jeden Fall, daßtkeine andere Bahn in der Schweiztso große Transportleistungen zutvollbringen hatte. (Denn nach Bettenthinauf führt keine Straße.) Die Neukonstruktion erfüllt die neuentSicherheitsvorschriften der Regierung. Dort wird jetzt bel gemischter Personen/ Lastenbeförderung eine automatische Wiegeeinrichtung mit Überlastabschaltelnrichtung verlangt. Bern genügt seit dem Unfall die elektrische Überlastsicherung nicht mehr. Habegger stattete bereits die neuen Laaxer Kabinen mit einem sogenannte "Ein-Punkt-Waage-System aus. Das bedeutet, daß das Gewicht automatisch gesamthaft ermittelt wird .
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

gfm49
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von gfm49 »

Mal eine laienhafte Frage zu diesen Aussagen, die ich aufgrund der bisherigen Diskussion nachvollziehen kann:
Skipapi hat geschrieben: 20.01.2022 - 08:17...
2. Die Gondel hat einen geringen Bodenabstand, darum darf sie mit untergehängter Last nur mit 7,5 Tonnen beladen werden. Der beladende Mitarbeiter glaubte ein Betonklotz wiege 500 kg, tatsächlich ist es eine Tonne, so kam es zur Gesamtlast von 10,4 Tonnen. Die zulässige Gesamtlast (für Betrieb ohne Unterlast) war nicht wesentlich überschritten....
Christoph Lütz hat geschrieben: 20.01.2022 - 06:46...dann kommt man auf die im Bericht genannten 10500 kg Gesamtladung bei zulässigen 9600 kg, also fast eine Tonne Überlast.
Mt. Cervino hat geschrieben: 20.01.2022 - 09:38Bei 7,5t (mit untergehängter Last) haben wir aber letztlich eine Überladung von 2,9t, was ja nicht unerheblich (fast 40%) ist.
Die erhebliche Überladung bezieht sich auf Betrieb mit Unterlast. Dies soll Bodenbrührungen durch die Last verhindern - soweit ok. Für den Umstand, ob die Gondel mitten durch die Bäume rauscht, kommt es aber doch auf die zulässige Gesamtlast an (unabhängig von Unterlast). Die war aber - so habe ich es verstanden - zwar überschritten, aber noch im Rahmen denkbarer Toleranzen. Also muss noch ein anderes Problem hinzugekommen sein - sehe ich das richtig?
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von jens.f »

gfm49 hat geschrieben: 20.01.2022 - 13:09 Die erhebliche Überladung bezieht sich auf Betrieb mit Unterlast. Dies soll Bodenbrührungen durch die Last verhindern - soweit ok. Für den Umstand, ob die Gondel mitten durch die Bäume rauscht, kommt es aber doch auf die zulässige Gesamtlast an (unabhängig von Unterlast). Die war aber - so habe ich es verstanden - zwar überschritten, aber noch im Rahmen denkbarer Toleranzen. Also muss noch ein anderes Problem hinzugekommen sein - sehe ich das richtig?
Das hat mich ja auch schon sehr stutzig macht - wobei es natürlich verschiedene Möglichkeiten gibt:

1) Dynamischer Verhalten:
Man darf ja nicht nur das statische Gewicht betrachten, sondern muss auch das dynamische Verhalten betrachten - durch die Unterlast können hier z.B. nach einer Stützenüberfahrt ganz andere Pendelbewegungen entstehen, die wiederum andere dynamische Kräfte erzeugen

2) Verhacken der Unterlast in Ästen:
Evtl. hat sich auch zuerst nur die Unterlast erst etwas im Geäst verhakt und dadurch die Gondel weiter runtergezogen

Wobei ich persönlich auch von einer stärkeren Überladung ausgehe - aber das sind alles nur Mutmaßungen. Hier bräuchte man mehr Details... Aber da die Unterlast ja - so wie es sich mir darstellt - vor Eintreffen unabhängiger Ermittler abgeräumt wurde, wird es schwer werden, das genau nachzuvollziehen...
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Illhorn »

jens.f hat geschrieben: 20.01.2022 - 13:25 Aber da die Unterlast ja - so wie es sich mir darstellt - vor Eintreffen unabhängiger Ermittler abgeräumt wurde, wird es schwer werden, das genau nachzuvollziehen...
Neben den 3 Fehlern, die die Bahnbetreiber im NZZ Artikel zugeben, ist dieses Vorgehen ein weiterer und schlicht skandalös. Die Ausrede, dass das Material gebraucht worden sei, ist völlig deplatziert.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von keepar »

Danke für eure Diskussion und die gemachten Aussagen.
Was gar noch nicht diskutiert wurde: Ist es sicher, dass sich "nur" 35 Personen in der Kabine befunden haben? Schon 10-20 Personen mehr, würden das Gesamtgewicht bereits merklich beeinflussen.
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rush_dc
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von rush_dc »

Illhorn hat geschrieben: 20.01.2022 - 14:33
jens.f hat geschrieben: 20.01.2022 - 13:25 Aber da die Unterlast ja - so wie es sich mir darstellt - vor Eintreffen unabhängiger Ermittler abgeräumt wurde, wird es schwer werden, das genau nachzuvollziehen...
Neben den 3 Fehlern, die die Bahnbetreiber im NZZ Artikel zugeben, ist dieses Vorgehen ein weiterer und schlicht skandalös. Die Ausrede, dass das Material gebraucht worden sei, ist völlig deplatziert.
Nachdem sie das Material wohl nicht zum Spaß rauf bringen, werden sie es wohl tatsächlich gebraucht haben.
Mich würde aber auch interessieren was so etwas mit der Stütze macht, die muss es doch auch ordentlich wegdrücken.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Illhorn »

rush_dc hat geschrieben: 20.01.2022 - 20:40Nachdem sie das Material wohl nicht zum Spaß rauf bringen, werden sie es wohl tatsächlich gebraucht haben.
Da die Last ja höchst wahrscheinlich das Problem verursacht hat, darf doch nach diesem Zwischenfall nicht einfach entfernt werden - schon nur aus Spurensicherungs- und Ermittlungsrüden. Aber ok, der Autofahrer, der einen Crash verursacht, kann sich ja dann auch rausreden, wenn er wegfährt, dass das Auto ja gebraucht wurde.

Ne ne, sowas geht definitiv nicht.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Lagorce »

ATV hat geschrieben: 20.01.2022 - 09:55 Mal vorausgesetzt, der Blick hat korrekt abgeschrieben, was ich bei folgender Satzzeile doch eher bezweifle.
Für reine Personentransporte sei die Luftmesseinrichtung auch gar nicht vorgeschrieben.
https://www.blick.ch/schweiz/graubuende ... 59617.html
OK in gewissen Kabinen währe eine Luftmesseinrichtung gar nicht mal so verkehrt zumindest in der aktuellen Situation.
Die Journalierenden vom Blick sind bestimmt Seilbahnexperten :) , die haben es versehentlich mit der Luftdruckmessung (Variometer) bei einer grossen Winden-Pendelbahn mit elektronischer Ansteuerung der Fangbremse verwechselt (Spass bei Seite, mit MEMS Luftdrucksensoren kann man Höhenunterschiede im Bereich von 10 - 20 cm erfassen, was im besprochenem Falle zur Fahrtrichtungsdiskriminierrung dient, da bei einer Windenbahn bei Bergfahrtbewegung die Fangbremse nicht auslösen darf, wie genau die damals eingesetzten Sensoren sind, weiss ich allerdings nicht).


Back on-topic:

Könnte jemand den Ausschnitt des Längenprofils mit vertikaler Massstabreferenz von der kritischen Stelle posten? Wäre interessant zu sehen, wie gross der Bodenabstandsunterschied (vertikal gemessen) zwischem dem Leerseil und voll beladen an dieser Stelle ist, sowie der Mindestbodenabstand voll beladen.

Habe erst später gelesen, dass mit der Lastbarelle die Wanderlast reduziert werden muss damit der Mindestbodenabstand nicht unterschritten wird.
Sowas deutet eigentlich auf eine sehr kleine minimale Bodenabstandsreserve an der heikelsten Stelle der Strecke. Aufgrund dieser eher unüblichen Gegebenheite sieht es so aus, dass aufgrund der sehr knappen Reserven bereits bei relativ kleiner Überlast (bezogen auf die zulässige Wanderlast beim Einsatz der Lastbarelle, nicht auf die Überlast bzgl. maximal zulässige Wanderlast ohne Lastbarelle) diese Marge ausgeschöpft wird.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht Felsen oder sonstiges hartes Gelände direkt touchiert wird, sondern zuerst mal Baumkronen sowie die Schneedecke und dies wiederum mit der nicht druckübertragend ("kardanisch") aufgehängten Lastbarelle und nicht mit der Kabine selbst.

Selbst wenn die Lastbarelle den Schnee oder gar den Boden "pflügt" wäre sowas i.d.R. die für die Anlage noch bei weitem nicht kritisch, das System ist relativ elastisch und es sind grosse Sicherheitsreserven einkalkuliert, so dass es dann doch einiges braucht bist das Fahrzeug selbst beschädigt wird. Tragseile federn vertikale Bewegungen ab. Bis sowas wie das Gehängetragrohr, das Gehänge inkl. Kopf und Fuss oder die Zugstangen in einem gefährlichen Bereich überbeansprucht werden bedarf es doch recht krasse dynamische effekte.

Bzgl. Belastung der Tragseisätteln der Stützen ist der Zwischenfall völlig bedeutungslos. Kritisch könnte z.B. eine abrupte Blockierung nach Teilentgleisung eines Laufwerks bei Stützenüberfahrt sein, bei 20 t Wanderlast und zudem noch das Fahrzeug auf der anderen Spur sowie das Zugseilsystem, der Hauptantrieb und die Umlenkrollen, usw., ist die gesamte bewegte auf das Zugseil reduzierte Masse doch recht hoch so dass u.U. die Stütze sogar katastrophal versagen könnte. Ein solches Ereignis ist jedoch in der Praxis sehr unwahrscheinlich.

Meiner Einschätzung nach wurden bei diesem Zwischenfall weder Personen noch die Seilbahn wirklich gefährdet, lediglich war es nicht ausserordentlich klug (und dazu noch ohne funktionstüchtige Lastmessung verboten), den Materialtransport zusammen mit Fahrgästen durchzuführen.

Die defekte Lastmessung ist letzendlich zwar eher eine reglementarische Frage, logischerweise hätte man dann keine gemischte Transporte durchführen sollen (oder allerhöchstens mit kleinen gut einschätzbaren Lasten wobei dies eigentlich formal trotz allem verboten wäre, kann mit dennoch vorstellen, dass man dann halt in der Praxis doch mal mit kleineren Unterlasten fährt, z.B. um die Restaurants zu beliefern, zudem ist es sicherer die Waren in der Barelle zu befördern als in der Kabine selbst). Na ja, befürworte sicher nicht vorschriftswidrige Handlungen, nur in der Praxis besteht auch keine Gefährtung wenn man mit defekter Lastmessung und kleiner gut einschätzbarer Unterlast Mischtransporte durchführt.
Gesetzewidrig für den Juristokraten, ohne Gefährdung für den Sachverständigen...

Für mich weiterhin ein "viel Lärm um nichts (oder zumindest nicht viel)" Zwischenfall, der durch die Medien irationnell instrumentalisiert wurde.

Formal betrachtet kann ich aufgrund der verfügbaren Informationen keine nicht unwesentliche Gefährdung von Personen oder der Anlage feststellen. Dass sich jemand leicht aufgrund der Notbremsung leicht am Finger verletzte ist in etwa vergleichbar mit einer Notbremsung bei einem Bus obwohl eine Seilbahn weniger brutal abbremst (die maximal zulässige Verzögerung ist vorgeschrieben).
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intermezzo
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von intermezzo »

Ich möchte und werde mich hier hier gar nicht gross einbringen, da mir die notwendige Fachkompetenz dazu fehlt. Ganz einfach. Einzig die beiden user ATV und Christoph Lütz scheinen mir dazu befähigt zu sein. Und zwar aufgrund ihrer langjährigen Wortmeldungen - sowie zumindest bei ATV seinem ehemaligen beruflichen (seilbahntechnischen) Hintergrund.

Nichtsdestotrotz finde ich es schon etwas erstaunlich, dass sich gewisse User, wie etwa „Illhorn“ nach monatelanger, wenn nicht gar jahrelanger Abstinenz hier im Forum hier zu Worte melden, und zwar urplötzlich, und dann Zeter und Mordio schreien.

Wohl verstanden: ich bin zu 100 Prozent dafür, dass dieser Zwischenfall lückenlos aufgeklärt wird, gerade in Laax.

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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Illhorn »

intermezzo hat geschrieben: 20.01.2022 - 21:50Nichtsdestotrotz finde ich es schon etwas erstaunlich, dass sich gewisse User, wie etwa „Illhorn“ nach monatelanger, wenn nicht gar jahrelanger Abstinenz hier im Forum hier zu Worte melden, und zwar urplötzlich, und dann Zeter und Mordio schreien.
Was genau ist jetzt dein Problem?
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von intermezzo »

Ich habe kein Problem. Auch nicht mit Dir. Wüsste nicht warum. Ich staune einfach, dass Du immer wieder - nach monatelanger Abstinenz - dann Dich hier subito wieder reinhängst und Sachen anprangerst, sehr pauschal übrigens, ohne ins Detail zu gehen. „Skandalös“, „unverantwortlich“ etc. Die Wörter sind zwar nicht von Dir, aber ich ich kann gerne nachreichen. Diese „Betroffenheitskultur“ finde ich ziemlich lächerlich. Mir ist schon klar, dass Du hier einen Contra-Punkt setzen willst. Für mich okay und auch akzeptabel, grundsätzlich. Frag mich nur, was das letztlich bringen soll. Albe 5.0?
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icedtea
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von icedtea »

Auch ein Laienkommentar; es gab einen, wenn auch offensichtlich übersichtlichen,
Personenschaden nach einem auch nicht üblichen Vorfall. Damit kann ich meiner Meinung nach nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und einfach mal die gesamte Beweissituation "bereinigen". Wenn du bei einem Vorfall z.B. in einem Bus im ÖPNV einen Verletzten hast, dann kommt erst mal die Polizei und der Bus steht🤷‍♂️
Aber ein hippes Boarder-Event ist dann halt für die WAG wichtiger 🤔
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Wurzelsepp »

Und wenn es wirklich, wirklich, WIRKLICH nicht anders geht, dann machst du 1000 Bilder der Ladung aus jeder theoretisch möglichen Position und wägst jedes Teil aufs Milligramm genau. Dann hast du zwar die exakte Ladung nicht (mehr), aber immerhin Zahlen, die etwas zeigen können oder auch nicht.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von icedtea »

Wurzelsepp hat geschrieben: 20.01.2022 - 22:34 Und wenn es wirklich, wirklich, WIRKLICH nicht anders geht, dann machst du 1000 Bilder der Ladung aus jeder theoretisch möglichen Position und wägst jedes Teil aufs Milligramm genau. Dann hast du zwar die exakte Ladung nicht (mehr), aber immerhin Zahlen, die etwas zeigen können oder auch nicht.
Vielleicht etwas übertrieben; aber ja, Dokumentation wäre das mindeste. Wir wissen nicht, inwieweit das passiert ist (abgesehen von dem einen Foto mit den Betonblöcken).
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Wurzelsepp »

Klar überspitzt, aber 50 Bilder und die Teile (und Gesamtladung) genau genug wägen, wäre halt nicht zu viel verlangt... in einer Zeit, wo sowieso jeder dauernd ein Handy herumträgt ist zumindest ersteres auch ohne grossen Aufwand möglich.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Ams »

Lagorce hat geschrieben: 20.01.2022 - 21:37 Für mich weiterhin ein "viel Lärm um nichts (oder zumindest nicht viel)" Zwischenfall, der durch die Medien irationnell instrumentalisiert wurde.

Formal betrachtet kann ich aufgrund der verfügbaren Informationen keine nicht unwesentliche Gefährdung von Personen oder der Anlage feststellen. Dass sich jemand leicht aufgrund der Notbremsung leicht am Finger verletzte ist in etwa vergleichbar mit einer Notbremsung bei einem Bus obwohl eine Seilbahn weniger brutal abbremst (die maximal zulässige Verzögerung ist vorgeschrieben).
Ich widerspreche dir nicht darin, dass der aktuelle Zwischenfall selbst eher unkritisch war, abzüglich mangelndem hinzuziehen der Behörden für die Dokumentation.

Was mich aber sehr stört (neben der Reaktion vom Management) ist das Potential für einen deutlich schwereren Unfall. So wie der Ablauf bisher bekannt wurde, hätte die Bahn genauso mit noch 1-2 t mehr losfahren können (ich denke der Überlastschutz des Antriebs ist da nicht so feinfühlig bei 20 t Wanderlast) und sie wäre mit dem Kabinenbegleiter trotzdem bis Bodenberührung gefahren. In diesem Fall besteht aufgrund des knapp kalkulierten Bodenabstands dann die Chance, dass nicht nur die Lastbarelle, sondern auch noch die Gondel aufsetzt. Bei den üblichen 10 m/s Gechwindigkeit irgendwo im Spannfeld zusammen mit einer gewissen Reaktionszeit reicht unter Umständen ein Stop seitens des Kabinenbegleiters bei Aufsetzen der Unterlast nicht, bevor auch die Gondel am Boden hängt. Die sichtbare Schleifspur war ja so schon lang genug. Das könnte je nachdem, ob und wie die Gondel hängen bleibt, auch ohne Entgleisung oder schwere Beschädigung der Gondel alleine durch den Schlag einen größere Menge an Verletzten geben und macht eine Talfahrt unmöglich. Bisher kann niemand sicher sagen, dass dieser Fall ausgeschlossen ist.

In der Luftfahrt würde so ein Zwischenfall vermutlich eine große Untersuchung und einiges Drama mit sich ziehen, einfach weil die gleiche Fehlerverkettung mit ungünstigeren Umständen einen schweren Unfall möglich macht. Vielleicht kann das den Seilbahnbetrieben im Gegensatz zur Luftfahrt aber auch egal sein, solange nur das Potential für einen schweren Unfall bestand, es im aktuellen Fall jedoch nicht dazu gekommen ist. Daher bin ich sehr interessiert, was die SUST am Ende in ihrem Bericht stehen hat und wie unproblematisch sie das Ganze bewerten. Ich bezweifel doch stark, dass der Betreiber diesen Sachverhalt selber gut bewerten kann (Sachverständnis) oder will (würde ja deren Sicherheitskonzept in Frage stellen).
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von jens.f »

Also, so klein würde ich den Vorfall gar nicht reden. Wenn noch andere unglückliche Faktoren dazugekommen wären, hätte deutlich mehr passieren können.

Wenn z.B. die Unterlast (oder gar die Gondel) sich irgendwo an einem Felsen/Baum verkeilt hätte (anstatt nur über den Boden zu schleifen) hätte einiges passieren können:

a) Ein FullStop bei 10 m/s (sind immer 36 km/h) kann schon zu schwereren Verletzungen führen.
Wenn man z.B. mit 30 km/h gegen eine Wand fährt, treten Kräft von ca. 20g auf.
Ich weiß nun nicht, wie flexibel die Anbringung der Unterlast ist und kann daher nicht abschätzen, in wie weit hier die Aufhängung einen Teil der Kräfte aufgefangen hätte.

Aber man darf einen Stop bei 30 km/h auf keinen Fall unterschätzen!


b) Wenn die Unterlast sich verkeilt, würde die Gondel ja erst noch ein Stück weiterfahren - bis der Motor wegen überlast abschaltet oder jemand die Notbremse zieht.
Mit Glück reißt dann die Aufhängung der Unterlast - mit Pech wird die Gondel dadurch schräg gestellt, so dass die Menschen übereinderpurzeln.
Aber auf beim Reißen der Aufhängung würde die Gondel wahrscheinlich gewaltig ausgelenkt werden - da die Leute ja stehen, könnte das auch schon ganz schön übel ausgehen

Mit ganz viel Pech bricht dann noch die Scheibe raus (wie beim Unglück in Sölden) - dann hätte es Tote gegeben

Oder man stelle sich vor, dass durch die Kräfte der Boden der Kabine reisst...


c) Ein plötzliches verkeilen der Unterlast kann natürlich zu einem Zugseilriss führen. Wenn dann noch, wie bei der Bettmeralp, die Fangbremse aufgrund der Überlast versagt...


d) Wenn sich die Unterlast verkeilt, die Gondel dann heruntergezogen wird und dann plötzlich die Aufhängung bricht, schnellt die Gondel ja (wie bei einer Zwille) durch die Seilspannung nach oben - und könnte im Extremfall sogar entgleisen.
Auch hier muss man an Sölden denken:
Der Betonkübel hat ja NICHT die Kabine getroffen, sonder "nur" das Seil - die plötzliche Auslenkung des Seils reichte aber, dass eine Gondel abgestürzt ist!
Klar, das war eine EUB mit nur eine Klemme und keine Großkabine mit einem kompletten Laufwerk, das ist also nicht mal ansatzweise Vergleichbar - aber wer weiß, was in so einem Fall alles passieren kann.

Klar, es müssten noch weitere unglückliche Zufälle dazukommen - aber die meisten schweren Unfälle sind nunmal solche Verküpfungen.
Von daher ist eben ganz wichtig, bereits die ersten (Kontrollierbaren) Faktoren zu eliminieren.

Nochmal: Ich will nun nicht sagen, dass sich die Passagiere in Lebensgefahr befunden haben - das sind jetzt alles "Mal den Teufel an die Wand" Projektionen - aber genauso kommen oftmals schwere Unglücke zustande.

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Christoph Lütz
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Christoph Lütz »

Die Bodenabstände betragen bei beladener Kabine (mit 10 Prozent Überlast) in den Seilfeldern teilweise nur wenige Meter. Vorgeschrieben ist soweit ich weiß ein Mindestabstand zu Bäumen und Gelände von 1,5 m. Bei Verkehrswegen, Liftkreuzungen und Pisten beträgt der Mindestabstand von deren Lichtraum 1,5 m. Der Unterschied des Seildurchhangs in Feldmitte beträgt bei einer Länge von ca. 1000 m zwischen Voll- und Leerseil 30 bis 40 Meter. Da es keine Rettungsbahn gibt, beträgt die maximal zulässige Höhe der gering beladenen Kabine 100 m, um das Abseilen von Personen zu ermöglichen. Der maximale Bodenabstand bei dieser Bahn knapp 90 m. Entsprechend anspruchsvoll war die Planungsaufgabe für das Längenprofil, bei der wie bereits geschrieben auch fahrdynamische Belange zu berücksichtigen waren, um die maximal zulässige Geschwindigkeit von 10 m/s effektiv ausnutzen zu können.

Ich bin auch entsetzt über die Sicherheitskultur bei der WAG, die sich sonst immer sehr gerne als Premiumdestination präsentiert. Für mich ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wie man auf die Idee kommen kann, bei defekter Lastmesseinrichtung Unterbodenlasten zu transportieren, dann noch mit Gästen in der Kabine. Der Transport hätte problemlos auf der anderen Fahrbahn mit intakter Sicherheitseinrichtung erfolgen können. Bei der vom Defekt betroffenen Kabine hätten die vier Befestigungsseile zur Befestigung der Unterbodenlasten durch den Betriebsleiter zwingend entfernt werden müssen, damit auch versehentlich nichts transportiert wird.

Im schlimmsten Fall wären bei einer Blockade der Last am Boden folgende Unfallereignisse denkbar gewesen:
- Riss des bergseitigen Zugseils - hier hätte vermutlich die Tragseilbremse eine Katastrophe verhindern können
- Riss der Befestigungsseile unter der Kabine - in diesem Fall hätte die Kabine nach Abriss der schweren Lastbarelle durch das geringere Eigengewicht nach oben schnellen und von den Tragseilen entgleisen können

Eigentlich ist die Seilbahn in Laax sehr robust konstruiert. Infolge des Unglücks von Betten hat Habegger im Jahr 1973 aus Sicherheitsgründen die untere Sektion Laax - Crap-Sogn-Gion (Baujahr 1968) mit neu entwickelten Laufwerken ausgestattet, die eigentlich für die obere Sektion nach Crap Masegn bestimmt waren. Die neuen Laufwerke verfügen über einen bergseitigen Bremswagen und eine Befestigung der Zugseile über Poller. Auch wenn es sich technologisch immer noch um einer der besten Laufwerke handelt, die je konstruiert wurden, sollte man die Sicherheitseinrichtungen nicht vermeidbar herausfordern. Die alten Laufwerke von 1968 kamen übrigens in die obere Sektion, die keine größeren Neigungs- und Höhenunterschiede aufweist.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Illhorn »

jens.f hat geschrieben: 21.01.2022 - 12:13Nochmal: Ich will nun nicht sagen, dass sich die Passagiere in Lebensgefahr befunden haben - das sind jetzt alles "Mal den Teufel an die Wand" Projektionen - aber genauso kommen oftmals schwere Unglücke zustande.
Christoph Lütz hat geschrieben: 21.01.2022 - 13:27Im schlimmsten Fall wären bei einer Blockade der Last am Boden folgende Unfallereignisse denkbar gewesen:...
Danke den beiden für ihre Einschätzung. Sie bestärken meinen Eindruck, dass das Ereignis alles andere als harmlos war ("Ist ja nix passiert").
Gruss vom Illhorn
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von jens.f »

Illhorn hat geschrieben: 21.01.2022 - 15:34 Danke den beiden für ihre Einschätzung. Sie bestärken meinen Eindruck, dass das Ereignis alles andere als harmlos war ("Ist ja nix passiert").
Jaein. So, wie das Ereignis verlaufen ist (Last ist nur etwas über den Boden geschlittert) war es in der Tat relativ harmlos.
Es wäre eben nur dann anders gewesen, wenn sich die Last irgendwo verhakt hätte.

Oder natürlich, worüber noch gar nicht gesprochen wurde: Was wäre, wenn hier ein paar Freerider gestanden wären? Sieht man ja öfters, das Leute Lifttrassen zum Freeriden benutzen.
Da ich jetzt nicht genau weiß, wo die Stelle genau war, ist das schwer zu mutmaßen.

Aber wenn einen tonnen-schwere Last mit 36 km/h anfliegt - ob man da noch rechtzeitig zur Seiten springen kann?
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Christoph Lütz »

Die Stelle kennen wir inzwischen sehr genau dank des Fotos, dass ATV gepostet hat. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Bereich zwischen den Stützen 3 und 4. Im normalen Betrieb sind außerhalb von Skipisten, Straßen und Liftkreuzungen Abstände zwischen Kabine und Boden von nur 1,50 m zulässig.
Also: Freerider Augen auf!

Die kritischen Bereiche mit geringem Bodenabstand werden in der Regel freigehalten von Bäumen und Aufbauten. Ganz so dramatisch war es also nicht, wenn man im Schnee aufsetzt.
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von standseilbahnen.ch »

ATV hat geschrieben: 20.01.2022 - 09:55 Mal vorausgesetzt, der Blick hat korrekt abgeschrieben, was ich bei folgender Satzzeile doch eher bezweifle.
Für reine Personentransporte sei die Luftmesseinrichtung auch gar nicht vorgeschrieben.
https://www.blick.ch/schweiz/graubuende ... 59617.html
OK in gewissen Kabinen währe eine Luftmesseinrichtung gar nicht mal so verkehrt zumindest in der aktuellen Situation.
Luftmesseinrichtung :wink:
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von icedtea »

Zugegeben; ein solcher "Autoergänzungsfehler" ist mehr als peinlich 🙈.
Dennoch muss nicht alles vom Rest falsch sein 🤷‍♂️
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Neandertaler »

Bezug nehmend auf diesem Beitrag viewtopic.php?f=35&t=66295&start=50#p5347266 haben wir ihn hier:
Brückenanfahrschaden KKEK / KKES - diverse Umleitungen
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... sg-9976946
Kurz zusammengefasst: Lkw mit unzulässiger Höhe beschädigt eine Eisenbahnbrücke in Koblenz so, das Brücke und Straße darunter für mehrere Tage gesperrt sind. Ursache waren einige wenige cm.
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

Grüße aus Rockcity
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Re: Last an Luftseilbahn in Laax hängt zu tief

Beitrag von Christoph Lütz »

Hier gibt es die Pressemitteilung der Weissen Arena Gruppe ohne offensichtliche Schreibfehler:
https://www.schneehoehen.de/artikel/unfall-gondel-laax

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