Heute entschied ich mich erneut für einen Skitag in Davos. Zum Einen war der Aufenthalt gestern auf Parsenn angesichts des straffen Zeitplans doch etwas stressig und unvollständig und zum Anderen wollte ich mir auch mal das Skigebiet Schatzalp anschauen. Den krönenden Abschluss durfte dann wieder das Rinerhorn geben.
Auch heute war das Wetter wieder kaiserlich bei Temperaturen oberhalb der Nullgradgrenze.
Auf Parsenn war der Andrang heute etwas geringer als gestern, am Rinerhorn etwas größer. Mehr dazu später in den Details zum jeweiligen Skigebiet.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Parsenn:
Die Parsennbahn ab Davos startete „leider“ erst pünktlichst nach Fahrplan um 08:15 Uhr. Oben erwarteten mich sehr gut präparierte Pisten an den Haupt-Sesselbahnen Rapid und Furka (Totalp nehme ich immer nur als Verbindung) sowie an der Schifer-EUB. Auch die Gipfel Ost war hervorragend, die Gipfel Nord wurde jedoch leider nicht frisch präpariert und war daher teilweise haufig. Die Pisten an der Schwarzseealp und Mähder waren gut, aber erforderten viel Kanteneinsatz.
Heute war auch die 4KSB Meierhoftäli für mich erstmals geöffnet. Gestern war diese Anlage geschlossen. Akute Unlust oder zu viele Quarantänefälle?
Der SL Seetäle ist weiterhin geschlossen, obwohl er am Wochenende geöffnet war.
Andrang war heute auf der Parsenn etwas weniger als gestern. Ich musste nie warten, musste aber dennoch das FBM fast immer teilen. Auch auf den Pisten waren einige Leute unterwegs was kein Wunder ist, wenn es i.d.R. je Lift nur eine Piste gibt.

Traumhaft gute Pistenverhältnisse am Morgen an der 6KSB Rapid. Ich fuhr gleich 4 oder 5 Mal, da es so gut war!
Generell ist die Rapid-Abfahrt eine tolle Abfahrt zum Skifahren

Blick aus dem Rapid-Sessel

Blick aus dem Rapid-Sessel

Blick auf die Station Höhenweg

Hauptertäli. Den SL bin ich weder gestern, noch heute gefahren, lohnt aber auch nicht wirklich.

Persönliche Erstbefahrung Meierhoftäli, eine gemütliche blaue Piste. Leider ist in der Fortsetzung die schwarze Abfahrt zum Wolfgangpass noch nicht geöffnet

Piste unterhalb der Parsennhütte zur Gruobenalp, bzw. Talstation Furka-Zipper

Auch die Abfahrt am Furka-Zipper ging gut

Blick auf die Parsennhütte

Blick über den SL Kreuzweg und die Schiferbahn ins Prättigau

Die Abfahrt zur Schiferbahn liegt am Morgen noch im Schatten. Da die Abfahrt aber tadellos präpariert war, war der Schatten auch gar kein Problem und die Abfahrt machte viel Spaß. Das letzte Stück vor der Talstation der Schiferbahn war heute etwas härter als gestern

Ausblick vom Weissfluhgipfel

Die Gopfel Nord wurde nicht frisch präpariert und war daher sehr unschön zu fahren

Vom Gipfel ging es direkt hinab nach Klosters. Wieder oben am Gotschnagrat angekommen ging es nun zur 2KSB Schwarzseealp.
Die an sich schöne Abfahrt war leider etwas hart-glatt

Selbiges gilt für die Abfahrt zum SL Mähder

Blick ins Hauptgebiet rund um die Parsennhütte

Dieser schöne Pistenabschnitt befindet sich zwischen dem Gotschnagrat und der Talstation Schiferbahn, bzw. der Talabfahrt nach Klosters

Nach einer Runde Schiferbahn – Gipfel Ost – Kreuzweg – Totalp ging es nun pünktlich nach Davos auf den 12:32 Uhr-Bus, um zur Schatzalp zu wechseln.
Schatzalp:
Die Schatzalp fristet inmitten der bekannten Davoser Skigebiete ein Schattendasein. Ohne richtige Talabfahrt erschließen am Berg eine DSB und ein SL an sich schöne, aber unbeschneite Pisten.
Aufgrund der schlechten Schneelage gab es daher auf den Pisten, vor allem entlang der weiter unten gelegenen DSB, einige apere Stellen, auf die man aufpassen musste. Oben am SL waren die Pisten aber eigentlich wirklich perfekt.
Überrascht hat mich die sehr gute Pistenpräparation. Auch nach 13:00 Uhr waren auf allen Pisten noch die frischen Präparationsspuren zu erkennen. Als Pistenraupenfahrer muss man sich hier doch irgendwie verarscht vorkommen, jeden Abend eine frische Abfahrt neu zu präparieren.
Der Andrang im Skigebiet ging gegen null. Die Anzahl der anderen Skifahrer schätze ich auf etwa 15.
Die GraubündenCard wird an den speziellen Kartenlesern der Schatzalpbahn nicht gelesen. An der Karte wird die GraubündenCard aber problemlos freigeschalten. Immerhin laufe ich so schonmal nicht Gefahr, ohne Absicht kleine Bergbahnen, die einen super Job machen, beinahe um ihre wohlverdienten Einnahmen zu prellen.
Der Besuch an der Schatzalp war für mich ein Erstbesuch im Winter. Bei besserer Schneelage komme ich gerne wieder, denn v.a. die Abfahrt an der DSB scheint cool zu sein.

Blick vom SL zur Hütte am Strelapass, die scheinbar nur umständlich auf Ski zu erreichen ist.

Blick entlang der Trasse des SL und der leeren Pisten dort

Der Pistenzustand am SL war auf allen drei Varianten echt gut. Alle drei Pistenvarianten sind gemütliche blaue Pisten

Blick nach oben an der mittleren Variante am SL

Der obere SL, der im oberen Bereich auch deutlich steiler wäre, wird leider nicht mehr betrieben und ist auch auf den Pistenplänen nicht mehr zu finden. Die ehemalige Talstation ist hier rechts im Bild.

Start in die eigentlich sehr schöne Abfahrt zur DSB, die zum Carven einläd. Dies war aufgrund der zahlreichen aperen Stellen heute aber nicht sorgenfrei möglich.

DSB-Abfahrt im unteren Bereich
Ich nahm die SSB ins Tal und erreichte dort den Bus um 13:53 Uhr zum Rinerhorn.
Rinerhorn:
Beim Rinerhorn ist im Vergleich zu gestern eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Die Pisten waren auch heute wieder in sehr guten Zustand, auch wenn die von unten rechte Juonli-Piste und die Rote am Nüllisch heute ziemlich glatt waren.
Andrang war heute etwas mehr als gestern, aber weiterhin nicht der Rede wert.

Ausblick von der roten Abfahrt am SL Nüllisch

Rote Abfahrt am SL Nüllisch, die leider etwas glatt war

Die blaue Abfahrt am SL Nüllisch war deutlich besser und absolut griffig

Nun ging es aber natürlich an den Hang der Hänge am Juonli-SL. Auch heute lies sich der Hang wieder nicht lumpen und war in astreinem Zustand

Die gleiche Piste von oben

Blick Richtung Hubel

So wie gestern auch nahm ich die beiden Abfahrten am SL Hubel auch mit. Hier die rote Abfahrt.

Besser am Hubel war aber wieder die blaue Abfahrt

Die Juonli-Nebenpiste vermochte heute nicht zu überzeugen, da ziemlich glatt.

Nach dem Betriebsschluss der Skilifte am Berg ging es dann bis 16:30 Uhr noch ingesamt 3 Mal ins Tal. Die Talabfahrt machte auch heute wieder viel Spaß und war nur ganz unten im Talbereich bei den letzten Abfahrten schon sehr schattig
Fazit:
Auch heute war wieder ein super Tag auf den Bündner Pisten, auch wenn der gestrige Tag leicht die Nase vorn hat. Parsenn am Morgen war besser, als gestern gegen Mittag, da hier alle Pisten noch frisch waren. Die Schatzalp ist eigentlich ein schönes Skigebiet mit attraktiven Pisten, jedoch sehr stark von der Schneelage abhängig. Da die Schatzalp unverständlicherweise nicht im Davoser Regionskipass inkludiert ist, wird der normale Davos-Urlauber hier wahrscheinlich nie fahren.
Zum Rinerhorn ist eigentlich schon genügend gesagt: für ein paar Stunden am Nachmittag mit Abstand das beste Skigebiet in den DKM.