
Wie ging es nun nach unserem Umkehren am Seegatterl aufgrund des dortigen Andrangs weiter? (siehe dortiges "aktueller Zustand"-Topic.
Wir entschieden uns dafür nach Walchsee/Durchholzen zu fahren, um das kleine Gebiet am Zahmen Kaiser auszuprobieren (https://www.zahmerkaiser.com/winter/), an dem wir schon dutzende Male vorbeigefahren waren, aber niemals zum Pistenskifahren angehalten hatten (im Sommer war ich von hieraus einmal über das Winklkar auf der Pyramidenspitze, im Frühjahr einmal als Skitour durchs Eggersgrin auf dem gleichen Gipfel). Zur Wahl hatte noch St. Johann/Eichenhof gestanden, aber das wäre von der Rückfahrtsdauer sicherlich länger gewesen und als recht großes Gebiet überdimensioniert für den heutigen Übungstag mit den Kindern gewesen (an der Winklmoosalm wollten wir auch nur den bayerischen Teil befahren).

Parkplatz Durchholzen und Talstation der 4-SB Zahmer Kaiser.
Um 10.45 Uhr kamen wir dann am Parkplatz in Durchholzen an (noch freie Plätze, 3 Euro Gebühr) und kauften uns 11 Uhr-Karten. Impfstatuskontrolle (inkl. Booster) problemlos.
Schneelage: 40 auf 100, relativ hart, aber griffig, nachmittags unten fast schon weich werdend.
Wartezeiten: keine.

4-SB Zahmer Kaiser (rechts) gesehen von der Talstation. Links die blaue, hier unten gar nicht so flache Talabfahrt, die hier eher roten Charakter hat. An der Hangkante rechts ist die Mittelstation der 4-SB mit dem Start der Sommerrodelbahn.

Skigebiet Zahmer Kaiser. Namensgebendes Massiv im Hintergrund. Bergstation der 4-SB rechts der Bildmitte neben dem markanten Haus.

Auf Piste 4 oder 5 am Zahmen Kaiser (es gibt dort keinerlei Pistenbeschilderungen oder gar Nummerierungen. Markierungsstangen, das ja).

Auf der Ötz-Piste. Ganz rechts außen die Talstation des gleichnamigen Bügel-Schleppliftes, links in Bildmitte die 4-SB.

Hier sieht man den SL Ötzlift, hinten den zugefrorenen Walchsee.

Starthang der Abfahrten 1 und 2, links die 4-SB kurz vor der Bergstation.

Verzweigung von Abfahrten 1 und 2.

Skigebiet Zahmer Kaiser oberhalb der Mittelstation. Rechts die 4-SB, links der SL Ötzlift.

Blick zurück zur Mittelstation der 4-SB.

Nähe Mittelstation der 4-SB. Man sieht an den Rillen im Schnee, dass es zuvor hineingeregnet haben muss.

Und hier haben wir die schwenkbare Mittelstation. Wir befinden uns auf dem Rückbringer-Skiweg von der Aschinger Alm bzw. hier identisch mit der Winterrodelbahn, die dann ab der Mittelstation unterhalb der 4-SB Trasse parallel zu ihrem Sommerpendant verläuft.

In diesem Bereich führen sämtliche Abfahrten dann ins steilere Schlussstück zusammen. Auf den Hügel im Mittelgrund führt der Amberglift – an diesem Tag auch ganz ordentlich besucht, fast mehr Autos als am „Zahmen Kaiser“.
Von der Bergstation der 4-SB führt ein recht breiter Ziehweg mit Abfahrtscharakter Typ „nahegelegene Waldabfahrt“ nach Westen in Richtung Aschinger Alm (im ersten Teil mit der Winterrodelbahn) – jedoch ohne ein Hinweisschild, wo man hinkommt, dass dort sich noch ein kleiner Lift befindet und eine bewirtschaftete Hütte. Den Kindern gefiel diese schattige Zufahrt mit schönen Kurven durch den verschneiten Winterwald sehr gut: einfach mal laufen lassen, Tempo aufnehmen.

Nach dem schönen Waldziehweg kommt man zum kurzen Riedalm-Tellerlift, der eine kurze sehr flache Abfahrt bedient und ursprünglich wohl der Zubringer zum SL Aschinger Alm war. Dieser ist laut Aussage der Kassiererin nun schon seit drei Jahren außer Betrieb und sie könne mir weiters auch keine Auskünfte dazu geben… (man merkt, das Sudelfeld ist nicht weit weit


Durchaus hochalpines Ambiente. Der Zahme Kaiser überragt das Skigebiet um fast 1000 Hm.

Rückbringer Ziehweg von der Aschinger Alm. Nicht sichtbar, aber nicht ohne Zwischenaufstieg fahrbar. Daher unser Gequere im Mittelgrund.
Die Rückfahrt gen Münchner Südosten war dann problemlos und staufrei, da noch vor 15 Uhr gestartet.
Fazit: Wir hatten dann doch noch einen sehr schönen Skitag. Hätten vielleicht besser von Anfang an hierher fahren sollen, für unsere Zwecke völlig ausreichend. Wenig los, angenehme Stimmung. Der unterste Steilhang war sicherlich anspruchsvoller als es der Scheiblberg gewesen wäre, so dass die Kinder auch skitechnisch Fortschritte gemacht haben und es ihnen viel Spaß bereitet hat. Und das ist die Hauptsache. Eingekehrt sind wir nicht. Beide Restaurants (bei Bergstation 4-SB und die Aschinger Alm hatten keine besonnte Terrasse mehr zur Tageszeit als wir dort waren; an der Talstation gibt es gar keine Einkehr- oder gar Sitzmöglichkeiten, die wir wahrgenommen hätten). Das Skigebiet macht einen durchaus sympathischen Eindruck, es wirkt alles eine Spur weniger professionell als man es aus Österreich kennt – vermutlich färbt da die nahe bayerische Konkurrenz am Sudelfeld ab…