Auch wenn das Bevölkerungswachstum abnimmt, nimmt die absolute Anzahl ja dennoch immer noch zu.Jan Tenner hat geschrieben: 11.02.2022 - 17:12 Genau das ist demografisch absoluter Quatsch, aber leider ein immergrünes Stammtischthema, dass sich ach so gerne gegenseitig erzählt wird, damit ja die anderen Schuld haben und sich diejenigen mit dem eigentlichen übergroßen ökologischen Fußbadruck auch gar keinen Deut ändern müssen.
Das Bevölkerungswachstum nimmt schon seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kontinuierlich ab und die Jüngeren hier im Forum werden aller Voraussicht auch noch erleben, wie die absolute Bevölkerungsanzahl auf de Erde ebenfalls zurück geht. Bei den jetzigen Geburten- und Sterberaten wird mit ziemlicher Sicherheit ungefähr ab den 2060er die Bevölkerungszahl abnehmen. Und das wird sie sogar ziemlich rapide tun, denn das Durchschnittsalter der Bevölkerung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm nach oben verschoben. Schon heute leben so ziemlich alle entwickelten Industriestaaten unterhalb der eigenen Reproduktionsrate, inklusive China. Das Kernproblemen der übernächsten und dann folgenden Generationen wird nicht die Überbevölkerung sein, sondern die in Teilen gravierende Überalterung der Gesellschaft. Das wir zu enormen Verwerfungen führen, damit ist nicht nur die umlagefinanzierte Rente gemeint.
Die auch hier von den großen Spezialisten vorgebrachte These, dass man ja den großen Ressourcen- und Klimaproblemen dadurch begegnen könne, dass man durch die eigene Kinderlosigkeit die Weltbevölkerung dezimiert, ist das größte und mieseste Feigenblatt für die eigene Tatenlosig- und Bequemlichkeit, die es gibt. Die Weltbevölkerung dezimiert sich sowieso schon von alleine selbst. Die Bevölkerungsteile auf der Erde, die mit hohen Geburtenraten überhaupt noch dafür sorgen, dass die Gesamtbevölkerung nicht jetzt schon schrumpft, haben sämtliche Ressourcen-, Vermüllungs- und Klimaprobleme nicht verursacht, verschärfen sie auch nicht und sind auch nicht der Schlüssel der Lösung. Das haben die Industrienationen ganz alleine hingekriegt und werden auch zukünftig der Schlüssel zur Lösung sein.
BTW: Die Kernaussage von dem zitierten User @Tiob wollte ich gar nicht widerlegen. Ich habe nur stellvertretend seinen Satz rausgepickt.
Meines Erachtens führt das schon zu Problemen, die allerdings verzögert aufschlagen. Aber klar ist auch, dass (aktuell) der Wohlstand und der damit verbundene Lebenswandel viel mehr Einfluss hat.
Bin mir auch sicher, dass über kurz oder lang auch intensiver über legale, aktive Sterbehilfe diskutiert wird, u.a. wegen der Überalterung.
Übrigens kann man auch zur (eigenen) Kinderlosigkeit stehen und trotzdem noch zusätzlich tätig sein. Das eine schließt das andere ja nicht automatisch aus
Ich finde es jedenfalls inzwischen schon lustig, wie einige Schnappatmung bekommen, sobald irgendwas über die "Grünen" geschrieben wird. Bestärkt mich auch in der Meinung, dass mit vielen Menschen ein konstruktives Diskutieren nicht (mehr) möglich ist.