Todtnau-Muggenbrunn 16.Januar 2022 - endlich dort gewesen!
Anfahrt: Kandel - Iffezheim - A5 Freiburg – Oberried - Notschrei - Muggenbrunn in 2 Stunden.
Wetter: Sonne und leichte Bewölkung, immer wechselnd, + 2 Grad
Schnee: Ca. 10-40 cm Pulver + Altschnee.
Anlagen in Betrieb: alle - Köpfle-Lift offiziell nur als Zubringer
Wartezeit: 2-3 Minuten - gelegentlich an den Winkel 5 Minuten und später am Franzosenberglift wegen einer Störung ca. 10 Minuten.
Gefallen: Endlich wieder Skifahren mir nur mit einfacher Maskenpflicht, dazu die Liftvielfalt und komplett auf Naturschnee.
Nicht gefallen: etwas wenig Schnee am Köpfle-Lift (war aber bekannt) und die technischen Ausfälle am Franzosenberg. Kamera-Akkus trotz Vollade-Zustand leer.
Punkte: 5 von 6 Mittelgebirgspunkten
Der ursprüngliche Plan war am Sonntagnachmittag ein paar Abfahrten an der Zuflucht (einer meiner letzten noch nicht besuchten NSW-Hänge) zu absolvieren und Abends ein Eishockey-Spiel im Alb Tal zu schauen. Nachdem aber am Freitagnachmittag die Info vom Betrieb des Köpfle-Liftes in Muggenbrunn und des Scheuermatt-Liftes in Todtnauberg bekannt gegeben wurden und der Wetterbericht auch einen sonnigen Tag prognostizierte habe ich einfach mal umgeplant und bin nach kurzer Nacht um 07:30 Uhr bei meinen Eltern vom Hof gerollt. In Freiburg wurde schon wieder der Rückstau am Feldberg im Verkehrsfunk bekannt gegeben und in Kirchzarten bog ich dann links nach Oberried ab und am Notschrei war schon die Hölle los. Mir schwante schon übles und auch an den Wasenliften war schon Großkampftag mit Parkplatz-Chaos. 1 Kilometer weiter, habe ich aber noch einen der letzten Parkplätze direkt am Köpfle-Lift erwischt und bin somit um kurz nach 09:30 Uhr mit dem freigeschalteten Skipass an einem der letzten Schwarzwälder Stangenschlepper in den ersten Skitag der Saison gestartet.
Erster Blick zu den Winkelliften im Kessel, über die Verbindung die kurz später auch nutzen sollte.
Bevor jetzt jemand von Euch nach Detailbildern fragt, dem sei gesagt, dass leider meine in der Kamera befindlichen Akkus trotz vollem Ladezustand nicht funktionieren wollten und ich dann mit Smart-Phone vorlieb nehmen musste.
Die Köpfle-Abfahrt, die offiziell geschlossen und natürlich nicht präpariert war.
Blick zum Franzosenberglift, an dem auch beide Pisten links und rechts präpiert waren.
Wieder oben am Köpfle, natürlich darf auch ein Bild der Umlenkung nicht fehlen.
An der Bergstation der Winkel-Doppelschlepper, mit Blick in Richtung Alpenkette.
Die Winkel-Lifte vom Franzosenberg aus
und der Blick über den oberen Teil von Todtnau-Muggenbrunn. Am oberen Waldrand verläuft der Köpfle-Lift.
Der obere Teil vom Franzosenberg-Lift und trotz das es hier nur Naturschnee gibt, waren die Pisten teilweise besser als drüben in Todtnauberg.
Leicht dießiger Blick in Richtung Alpen, das war der einzige Minuspunkt beim Wetter, die Fernsicht fehlte leider...
Muggenbrunn lag am Vormittag noch unten im Schatten,
während oben schon die Sonne scheinte und auch die braunen Stellen hielten sich, trotz der geringen Schneedecke in Grenzen.
In der Mitte über dem Dorf müsste doch der Stübenwasen zu erkennen sein?
Ich habe, "Back to the Roots" als Titel gewählt, da ich gebürtig aus dem Wiesental stamme und auch mehrfach als kleiner Steppke, der nicht wirklich Skifahren wollte, mit meinen Eltern hier oben in beiden Todtnauer Skigebieten gefahren, oder eher gerutscht bin. Aber leider habe ich es danach, zwischen 2004 und 2006, als ich regelmäßig im Schwarzwald gefahren bin, nie nach Muggenbrunn oder Todtnauberg geschafft, da für mich eine Anfahrt auch nur mit dem Köpfle-Lift und Vollbetrieb in Todtnauberg Sinn machte...
Ausstieg am Franzosenberg und Umlenkung im Wald gelegen.
Beide Haupt-Pisten am Franzosenberg, waren trotz des wenigen Schnee sehr griffig und gut, ohne Knollen zu fahren. Ein Lob an die Raupenfahrer.
Nachdem es leider einige technische Probleme, ich glaube an einer Rollenbatterie im Mittelteil, mit längeren Standzeiten gegeben hatte, bin ich für die letzten Abfahrten wieder rüber zu den Winkel-Liften, wo die meisten Leute sowieso mit ihrer Mittagspause beschäftigt waren.
Die letzte Abfahrt des Vormittags, nach gemütlichen 3 Stunden zum Einfahren (es war ja der erste Skitag der Saison) führte dann über den Ziehweg zurück zum Köpfle und nach ein paar weiteren Fotos runter zum Parkplatz zum Auto...
Unten waren inzwischen natürlich alle Parkplätze komplett voll, so dass sich der ein oder andere Spätstarter über meinen Parkplatz gefreut hat und ich dann raus aus den Skischuhen und mit dem Auto erst in Richtung Todtnau und dann weiter hoch nach Todtnauberg gefahren bin.
Todtnau-Todtnauberg 16.Januar 2022 - hat eine zweite Chance verdient!
Anfahrt: Muggenbrunn Köpflelift - L 126 - Todtnauberg Scheuermattlift in knapp 10 Minuten
Wetter: Sonne und ein paar Wölkchen + 2 Grad
Schnee: Ca. 10-50 cm Pulver- Alt + Kunstschnee
Anlagen in Betrieb: alle - Bucklift steht alleine auf der anderen Talseite.
Wartezeit: 2-5 Minuten, wobei die längsten Wartezeiten am Stübenwasen herrschen
Gefallen: Endlich in Todtnauberg gefahren und die Vielfalt des Gebietes mit wenigen Liften rund um das Dorf. Pulverschnee am Scheuermatt!
Nicht gefallen: Sehr harte, teilweise eisige Pisten am Stübenwasen. Fast nicht vorhandenes Gastronomie-Angebot im Skigebiet. Mein tierischer Muskelkater....
Punkte: 4 von 6 Mittelgebirgspunkten
Nach knapp 10 Minuten Fahrt parkte ich auf dem nicht benützten Eisplatz am Schneuermatt-Lift in 2. Reihe und startete hier in die "Berg-Runde" wobei zum Beginn erstmal mehrere Wiederholungs-Abfahrten am besagten Lift machte, da hier schönster Pulverschnee herrschte und der Lift heute erst zum 2. Mal in diesem Winter lief.
Danach wechselte ich rüber zum Kapellen-Lift, wo einen am Nachmittag zwei schöne, top aufgefirnte Carving-Pisten zum Speedfahren erwartete. Denn trotz Sonntag und Kaiserwetter, da es hier sonniger war, blieben auch hier die Maßen aus und die meisten Leute hielten sich am Stübenwasen auf.
Auf der Verbindungsabfahrt vom Kapellenlift zum Stübenwasen, wo man leider bisschen Stockschub brauchte.
Am Stübenwasen war leider am meisten los und die Pisten am schlechtesten von beiden Gebieten. Hier soll, laut dem Werbe-Sessel an der Talstation eine KSB (oder durch nur eine SB?) in der Zukunft gebaut werden.
Die Pisten hier links und rechts vom Lift, waren hart, eisig, sehr knollig und sehr unruhig und nur mit viel Kanteneinsatz zu fahren. Der untere Teil der Pisten wird ja mit Lanzen und Kanonen beschneit, aber die Verhältnisse waren die schlechtesten des ganzen Tages. Ich habe nix gegen harte und leicht eisige Pisten, aber der Spaßfaktor kam hier nicht wirklich zum tragen...
Oben auf dem Stübenwasen angekommen, im Hintergrund ist der Gipfel-Lift zu sehen, den ich einmal gefahren bin, da nur der obere Teil der Gipfelabfahrt geöffnet war und man ab der Mitte wieder über die Loipe zum FIS-Hang queren musste.Der untere Teil war wegen Schneemangel gesperrt und ich wollte ihn auch nicht ausprobieren....
Das Starthaus der FIS-Rennstrecke.
Der obere Teil der FIS-Abfahrt, wo man leider die schlechte Schneequaliät und dann den leicht aperen Steilhang noch nicht gesehen hat. Ich will nicht zu sehr "schimpfen" da an Neujahr selbst die beschneiten Pistenteile fast komplett grün waren und ich froh um den Skitag, abseits vom Feldberg war.
Von hier oben gibt´s natürlich auch den "Gegenblick" rüber nach Muggenbrunn
und die beste Piste am Stübenwasen war heute die Familien-Abfahrt mit allen Verbindungen bis zum Scheuermatt-Lift, die auch mehrfach und als letzte des Tages gefahren bin.
Und mit diesem stimmungsvollen Bild um kurz vor 16:30 Uhr beende ich meinen ersten Schwarzwald-Bericht nach vielen, vielen Jahren....