NIC war auch an dem Tag im Skigebiet, wir hatten aber wenig geredet, weil ich sehr mit Filmen beschäftigt war und auch früher abreisen musste. Außerdem war ich vom Vortag (Tagestrip nach Prag) noch ordentlich müde, da wenig Schlaf. Dank NIC wusste ich jedoch Bescheid, dass das die Gelegenheit ist, um die Videos gut hinzubekommen. Ähnlich wie 2015, wo ich am besagten Tag um 3:30 aufstand, um die 550 km bis zum Kreuzberg zu fahren, weil es die Gelegenheit für den Dreitannenlift war.
Wetter: Kaiserwetter von der Früh an, kein Wind, also besser geht es nicht.
Anfahrt: Ca 70 Minuten brauchte ich. A21 in Alland verlassen und dann über Bundesstraßen bis zum Unterberg. Über Kleinzell usw wollte ich nicht fahren, da war ich auf der Autobahn besser aufgehoben.
Rückfahrt: Fast ident. Paar Minuten auf oder ab sind möglich.
Wartezeiten: Am Schneidlift vl 3 Minuten, an den Gipfelliften maximal 2-3 Bügel und am Karnerbodenlift hatte man weitgehend freie Fahrt in dem Sinn, dass man gar nicht von Wartezeiten sprechen kann.
Geöffnete Lifte/Pisten: Alle/alle.
Schnee: Insgesamt sehr guter Zustand. Ich bin ja nicht so viel gefahren, aber es ging überall sehr gut. Die Waldabfahrten haben ihren eigenen Charme. Die Abfahrt beim Schneidlift war am besten. Nicht wirklich sulzig, dafür auch gar nicht eisig. Letzteres war beim Karnerboden ein bisschen heikel, da wurde man von manch Eisplatte überrascht, was aber vermutlich von der Schattenlage kommt. Selbst die Talfabfahrt ging so gut, dass ich da bei mehr Zeit sogar eine Wiederholungsfahrt gemacht hätte. Einzig die letzte Linkskurve, bevor man den Schwung zum Parkplatz mitnehmen muss, war gefährlich, da komplett vereist. Diesen Punkt habe ich mir für künftige Besuche gut gemerkt, damit ich hier ggf Tempo herausnehme.
Gefallen:
Nicht Gefallen:
Vorgeschichte zu dem Bericht: Den Skilehrer vom Unterberg habe ich 2021 im August beim Berglaufcup hier in der Gegend kennengelernt. Der Lauf in Mitterbach wurde wegen Schlechtwetter abgesagt, doch ich war dennoch direkt hingefahren, weil ich sowieso teilgenommen hätte. Bei dem Wetter wäre das vermutlich der blanke Horror gewesen, also kann ich die Veranstalter schon verstehen. Als Ersatz lief ich dann in Annaberg auf den Tirolerkogel, wo 3 Wochen später sowieso der entsprechende Wettkampf war. Dort traf ich einen anderen Läufer, der auch in Mitterbach starten wollte und ebenfalls umsonst hingefahren war. So machten wir ein gemeinsames Training in Annaberg. Dieser Jemand war der Skilehrer vom Unterberg. Er hat mich für Sonntag bei den Liftlern angekündigt, sodass ich das nur kurz beim Kartenkauf erwähnte und die Kassadamen die Kollegen am Berg informierten, während ich im Bus saß. Nun zu den Fotos:
Heute stand bisschen Skifahren/Filmen und Eisbaden am Programm. Hatte ich bisher noch nie an einem Tag auf einmal gemacht gehabt, dementsprechend war mein Kofferraum mit Skisachen, Bojen und Wechselgewand angeräumt.
Erste Auffahrt in der Früh mit dem rechten Gipfellift. Der Kollege links daneben stand noch, doch das sollte sich bald ändern.
Oben links ausgestiegen. Hier Blick von oben auf die Michaela Dorfmeiste Piste.
Talstation + Trasse vom Karnerbodenlift.
Detailblick auf seinen Antrieb. Wurde bereits von Diesel auf Elektro umgerüstet.
Bergstation Karnerbodenlift.
Nun ging es für mich zu den Gipfelliften zurück, wo nun beide liefen. Karl erinnerte sich noch an mich, als wir 2013 bereits viel über die Lifte philosophierten. Diesmal mit deutlich besserer Kamera und bei weitaus schönerem Wetter als 2013 vor Ort. Bei diesem Foto stand ich oben zwischen den 2 Antrieben und blickte auf die Trassen. Schon ein unglaublicher Anblick, dieser Stemaglift mit seinem Panorama. Von hier aus konnte man sogar die Umlenkungen am Berg erkennen.
Antrieb Gipfellift rechts.
Vermutlich die letzte Stemag-Parallelanlage in Österreich.
Antrieb vom linken Gipfellift.
Bis dato dachte ich, alle Rollenbatterien seien schon von Doppelmayr, doch dem war nicht so. Jeweils die Einfahrtsrobas an den beiden Talstationen sind noch von Stemag...
die Ausfahrtsrobas allerdings von Doppelmayr. Dieses Detail fand ich hoch interessant. Beim schnellen Hinschauen denkt man sofort, dass nur mehr Stützen und Stationen original sind (Antrieb bereits elektrifiziert). Die Existenz so mancher Stemagrollen an dieser Anlage hat mich sichtlich überrascht.
Talstationen der Gipfellifte, hier könnt ihr nun obige Erkenntnis beim rechten Lift gut sehen.
Bergstationen mit Unterberg-Gipfel
Eines meiner Lieblingsmotive. Da hat man wirklich das Gefühl, dass die beiden Lifte ordentlich am Arbeiten waren. Ich finde das mit dem Ausstieg cool gelöst, dass man in der Mitte einfach absperren kann, sobald man den 2.Lift anwirft. Bzw man unter der Rampe dennoch auf die andere Seite wechseln kann, wenn man mit dem linken Lift fuhr, aber auf die rechte Abfahrt möchte.
Diese Lifte und dieses Wetter, was soll man dazu noch sagen.
Nun hatte ich schon etwas Zeitdruck und machte mich am Weg zum Schneidlift. Hier ein Zoom zurück zum Gipfel, wo man nochmals schön die Umlenkung vom Doppellift sieht.
Blick auf die blaue Verbindungspiste Gipfellifte -> Schneidlift.
Bergstation Schneidlift.
Die Stimmung hier im Laubwald fand ich auch besonders schön. Passte zum gemütlichen Lift dahinter.
Einstieg + Trasse Schneidlift.
Talstation + Trasse Schneidlift.
Der Schneidlift besitzt noch seinen Dieselantrieb.
Nun musste ich den Skitag beenden, um noch einigermaßen rechtzeitig bei der Eisbadeclique anzukommen. War ein tolles Gefühl, sich direkt nach dem Skifahren in den See zu begeben.
Am Heimweg von Gaissau sah der Hintersee auch so verlockend aus, doch leider war ich zu dem Zeitpunkt alleine und somit ließ ich es gemäß safety first sein. Diesmal war jedoch alles anders und ich erinnerte mich im kalten Wasser schwimmend (See hatte 3°) an den Schnee vom Unterberg zurück. Bin so ca 6 min geschwommen, ging sehr gut.
Abschließend noch ein paar Gedanken, wie ich den Unterberg mit Aflenz verglich. Die Busfahrt in der Früh war dahingehend nervig, dass sich unser Fahrer unnötig Zeit ließ, obwohl schon sehr viel los war. Während wir da standen, habe ich an Aflenz gedacht, wo es die DSB als Talzubringer gibt. Die wäre mir in dem Augenblick hier sehr willkommen gewesen. Andererseits hat der Unterberg eine echte Talabfahrt, die nicht nur ein Ziehweg ist und sich somit auch für Wiederholungsfahrten eignet.
Der Unterberg ist im Sommer sicher gut zum Berglaufen geeignet. Ich habe mir während der Busfahrt überlegt, wie ich da die Talabfahrt bis zum Karnerbodenlift hochrenne, dann dessen Trasse weiter, beim Ausstieg rechts zu den Gipfelliften, die linke Trasse hoch, zum Gipfel nach vorne, hinüber zum Schneidlift, dessen Trasse hinunter und dann auf der Busstraße zurück zum Parkplatz.
Mir fiel auf, dass viele Leute nicht wirklich sicher mit dem Schlepplift fahren konnten, obwohl der Unterberg ein reines Schleppliftgebiet ist. Das war vor allem beim Schneidlift deutlich zu sehen, der oftmals sogar unnötig bremste. Habe den Eindruck, dass der Schneidlift am ehesten der "Übungslift" dort oben ist. Gefühlt bei jedem, der nicht wirklich sicher am Ski stand, wurde der Dieselmotor leiser. Ein Kollege aus der Eisbadeclique meinte nur, dass es gut war, wie wir es lernten. Wir fielen oft hin, wurden manchmal vom Bügel mitgeschliffen, der sich in der Skijacke verhing etc. Dafür ist es uns heute egal, wie lange, steil und schnell so ein Schlepplift ist - wir kommen sowieso hinauf. Die Lifte am Unterberg fahren alle bei weitem nicht auf Anschlag. Wenn ich mich an den Eichenhof2 aus St.Johann in Tirol zurückerinnere, so weiß ich genau, wie sich Fullspeed bei einem Schlepplift anfühlt. Karl hat eh neckend gemeint, dann würden 2/3 der Leute während der Liftfahrt hinausfallen, wenn sie schneller fahren täten. Von dem her kennen die Liftler dort diesen Aspekt selbst genauso. Am Glungezer wurde mir 2014 auch gesagt, dass sie den Kombilift genau deshalb nie auf Vollgas laufen lassen können.