Auch heute war die Skigebietswahl wieder nicht leicht, da das Wetter ja wieder Sachen machte.
Bereits gestern beobachtete ich, dass in Vals wohl Vollbetrieb gewesen ist, sodass ich dieses Skigebiet auch für heute weiter auf dem Schirm hatte. Angesichts sich nicht bietender Alternativen in der Surselva, fiel die Wahl dann schlussendlich auf dieses durchaus schöne Skigebiet.
Da man in meiner Unterkunft erst ab 09:00 Uhr auschecken konnte und sich das aufgrund eines kleinen Problems mit dem Zahlgerät auch verzögerte, kam ich heute erst um 10:10 Uhr an der Talstation an, was aber auch kein Problem war, da zu diesem Zeitpunkt eh noch nichts los war.
Die Zeit bis 09:00 Uhr nutze ich dann noch für eine Fahrt an der 4KSB in Brigels.
Das Skigebiet ist überraschend groß und vielseitig und wird durch eine EUB und drei SL erschlossen, wobei der oberste SL geschlossen war. Wahrscheinlich hat es hier einfach noch zu viel Schnee, denn der Wind war zumindest bis zur Dachberghütte unkritisch.
Über Nacht fiel einiges an Neuschnee. Auf meinem Auto in Brigels maß ich gute 20cm, in Vals waren es einige Zentimeter mehr, was man auch auf der Straße dorthin merkte, die mit meinem Fronttriebler durchaus abenteuerlich zu fahren war. Frappierend finde ich immer den Unterschied zwischen fester Schneefahrbahn, wie in Brigels im Ort, wo man problemlos auf Schnee am Berg anfahren kann, zu viel losem Schnee, wie es ihn auf der Straße nach Vals gab.
Die Pisten wurden zum Teil noch einmal frisch gepistet und waren dort ziemlich gut zu fahren. Andere Pisten wurden nicht gepistet und waren dann natürlich sehr tief.
Die Pisten sind aber allesamt sehr schön und vor allem verlaufen sie herrlich in schöner, hochalpiner Landschaft. Hiervon war ich sehr positiv überrascht.
Blöd ist aber, dass in Vals eigentlich jede Liftstation völlig fehlplatziert ist.
- Talstation EUB: Etwas ungeschickt abseits des Orts in einem Loch, aber das ging wohl nicht anders
- Bergstation EUB: Zu tief, denn zum nächsten SL und zur Talabfahrt muss man aufsteigen
- Talstation 1. SL: Einstieg erreicht man nur über einen Aufstieg vom Pistenende, da man um die Umlenkscheibe rum muss. Unverständlich, warum der Lift nicht im Uhrzeigersinn läuft, denn dann gäbe es dieses Problem nicht
- Bergstation 1. SL: Die passt ausnahmsweise
- Talstation 2. SL: Die lift-links gelegenen Pisten erreichen die Talstation nur nach einem Aufstieg
- Bergstation 2. SL: Völlig deplatziert, denn die lift-linken Pisten erreicht man nur nach einem langen Aufstieg. Warum hat man den Lift nicht einfach weiter links platziert, in etwa dort, wo die Piste Valser ist?
Zum 3. SL kann ich nichts sagen
Die Pisten- und Liftabfolge muss also gut geplant sein
Irgendwie scheint es, als ob sich da vor vielen Jahren bei der Planung und beim Bau des Skigebiets keiner so richtig Gedanken gemacht hat
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Nach einer Fahrt am ersten SL machte ich mich auf die schöne Talabfahrt

Blick auf Leis. Leider war die Talabfahrt nur bis dorthin präpariert worden. Danach war die Abfahrt noch völlig unbefahren und unpräpariert, was angesichts des Neuschnees sehr unschön war.

Auf der Tiefschnee-Talabfahrt mit Blick auf Vals

Es klärte bald auf. Hier der Ausblick von der Bergstation des 1. SL

Talstation des 2. SL. Die von hier links gelegenen Pisten kommen nur von unten über einen kurzen Aufstieg zum Einstieg zurück. Unverständlich, warum man nicht weiter oben eine Piste mit Liftkreuzung präpariert. Stattdessen sperrt man dies aber leider mit Flatterband ab

Auf der schönen Piste Bänder

Die Pisten sind eigentlich alle sehr schön gelegen und SL-bedingt auch immer leer

Blick auf die Zwischenstation 1./2.-SL

Wenn man auf die linksseitigen Pisten am 2. SL (oder zum 3. SL) will erreicht man erst an dieser Stelle nach einem durchaus nicht ganz kurzen Aufstieg den Start der Pisten Bergli, Neuvalser und Valser

Auf der Bergli-Piste


Schon schön hier im hintersten Teil des Valser Tals

Ausblick Bergstaion 2. SL

Die dritte Sektion der SL wäre ich auch noch gerne gefahren, denn das sieht dort auch interessant aus. Die Dachberghütte ist ja auch süß

Gegen 13:10 Uhr war die Talabfahrt dann besser zu fahren. Im steilen Schlusshang lag aber vor dem Neuschnee kaum Schnee, denn auch heute kam dann schon wieder ab und an der Untergrund durch.

Blick ins Dorf

Rückblick zur Gondelbahn
Fazit:
Trotz der Lift-Fehlplanungen war ich vom Skigebiet positiv überrascht. Die Pisten sind sehr schön abwechslungsreich und auch die Landschaft sieht vielversprechend aus. In den drei Stunden meines Besuchs war es für mich keineswegs langweilig, sondern ich hätte gut und gerne auch noch länger bleiben können. Wenn der oberste SL auch noch offen ist, bekommt man hier wahrscheinlich sogar einen ganzen Tag recht gut rum.