Nach viel zu langer Corona-Maßnahmen bedingter Zwangspause konnte ich heute endlich am ersten Tag nach dem Freitesten wieder auf den Skiern stehen. Eigentlich war der Skitrip schon mit Beginn am Donnerstag geplant und der Blick auf die Webcams in der Quarantäne-Woche war wirklich Folter.
Spontan entschied ich mich heute für ein Klein-Skigebiete-Doppel, nachdem ich nach ca. 15min Fahrt noch einmal umkehren musste, da ich die GraubündenCard zuhause vergessen hatte…
Da Sarn aber erst um 09:00 Uhr öffnet, machte mir der 30-minütige Zeitverlust dann nichts aus.
In Sarn zeigte ich heute vorbildlich meine GraubündenCard. Wirklich was wissen davon wollten die aber nicht, denn es wurde auch so nichts notiert und eine Ersatzkarte erhält man auch nicht. Das läuft dort oben wirklich alles zu 100% auf Vertrauensbasis. Schön, dass das wohl noch zu funktionieren scheint.
Heute gefiel es mir in Sarn nicht so gut, wie bei meinem Erstbesuch früher in der Saison. Es wurden nicht mehr alle Pisten frisch präpariert und ein Skiclub belegte doch recht prominent zwei Pisten, was bei der Pistenvielzahl am SL aber kein Weltuntergang ist.
Neu für mich war heute die zweite Talabfahrt nach Sarn, die mir sehr gut gefallen hat. Auch die beschneite Haupttalabfahrt war noch in wunderbarem Zustand. Oben am SL und auf der unbeschneiten Talabfahrt gab es hier und da ein paar braue Stellen, die aber nicht tragisch waren. Für morgen (letzter Betriebstag) reicht der Schnee noch massig.
Los war deutlich weniger, als bei meinem letzten Besuch. Warten musste ich bestenfalls ein paar wenige Bügel.
Gegen Mittag wechselte ich dann nach Splügen.
Leider habe ich dort am Talstationsparkplatz geparkt. Von dort sind es aber durchaus einige Höhenmeter zur Talstation, die etwas deplatziert wirkend im nichts ist. Besser wäre es gewesen, die Splügenpassstraße bis zu ihrem Ende zu fahren. Dort hat es auch einen Parkplatz mit direkter Pistenanbindung.
In Splügen war quasi auch nichts los. Auch von diesem Skigebiet wurde ich positiv überrascht. Insbesondere die Abfahrt an der EUB sowie an der 6KSB taugen was. Der Rest ist aber eigentlich für die Katz.
Interessanterweise war es in Splügen merklich kälter. Im Tal zeigte mein Autothermometer „nur“ noch 1,5 Grad an, während es in Sarn noch 8 Grad waren. In Splügen pfiff auch ein unangenehm eisiger Wind durchs Skigebiet.
Die Pisten waren daher an manchen Stellen abgeweht und damit relativ hart. Mit besseren Kanten wäre das aber kein Problem gewesen. Besonders abgeweht war die schwarze Piste an der oberen Sektion der EUB. Deutlich besser war dahingegen die direkte Abfahrt an der 6KSB.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Sarn-Heinzenberg:

Morgens war es am oberen SL in Sarn noch etwas milchig

Die Bodensicht war aber natürlich gut und so machten die Pisten, die in der Früh, bis sie dann leicht anfirnten, noch etwas hart waren, Spaß.

Blick auf die „Mittelstation“

Blick nach oben entlang des Sls


Die Pisten waren auch heute angesichts der unzähligen Pistenvarianten wieder immer leer

Start in die schöne, unbeschneite Talabfahrt. Die wenigen aperen Stellen waren kein Problem

Weiter unten auf dieser Abfahrt

Auch die „Haupttalabfahrt“ machte sehr viel Spaß. Aufgrund der Beschneiung gibt es hier nirgendwo apere Stellen. Der Licht-Schatten-Wechsel stört den Fahrspaß aber etwas.
Schön wars wieder am Heinzenberg, wenn auch der letzte Besuch mehr Spaß gemacht hatte.
Splügen:

Blick entlang der unteren Sektion der EUB in Splügen. Die Talstation ist etwas im nichts gelegen. Nicht auf dem Parkplatz direkt an der Autobahnausfahrt parken, sondern am Ende der Splügenpassstraße!

Ausblick von der Bergstation der EUB. Hier oben windete es, genauso wie auch an der Talstation, stark

Schöne steile Abfahrt zur Mittelstation. Leider war die Abfahrt aufgrund des starken Winds heute etwas abgeblasen

Talabfahrt zur Talstation oberhalb von Splügen

Der lahme 3er-Tambo-Sessel ist in einem sehr schönen Kessel gelegen. Die Pisten dort sind nicht nach meinem Geschmack: entweder flach oder sehr wellig. Die Föhnwalze drückt hier imposant rüber

Start der Verbindungspiste vom Tambo-Sessel zur 6KSB

Abfahrt an der 6KSB Bodemstafel, die mir hier in diesem Gebiet am besten gefallen hat, auch wenn es hier hinten doch deutlich bewölkter war, als im Hauptgebiet

Blick nach oben an der 6KSB

Pistenstart an der 6KSB

Föhnimpressionen

Blick Richtung Tambo

Die direkte Abfahrt am Tambo-Sessel taugte mir nicht so richtig.
Fazit:
Eigentlich waren heute zwei Gebiete fast zu wenig. Zeitlich wäre locker noch Platz für ein drittes Kleinskigebiet gewesen. Das kann ich mir für die nächsten Besuche merken.
Sarn überzeugte mich heute nicht so ganz. Auch Splügen hat noch viel Potential nach oben, wenn die Pisten weniger stark abgeblasen sind, denn dann kann man an der EUB und der 6KSB viel Spaß haben.