Heute entschied ich mich für einen Skitag in Davos. Es ist immer schon im Vorfeld schön, sich eine Tour durch die Davoser Skigebiete zu überlegen, denn da gibt es ja so viele verschiedene Möglichkeiten.
Heute parkte ich mein Auto in Glaris und fuhr zunächst mit dem Bus zur Parsennbahn. Dort klapperte ich alles relevante im Skigebiet ab und fuhr dann nach Küblis ab, wo ich den 11:10 Uhr-Zug erwischte, um zur Madrisa zu wechseln. Auch dort wurde dann das schöne Kleinskigebiet nahezu komplett abgefahren und mit dem Bus um 12:55 Uhr an die Gotschnabahn gewechselt. Auf mehr oder weniger direktem Weg ging es dann über die Talabfahrt Meierhoftäli zum Wolfgangpass, von wo aus ich dann um 14:10 Uhr den Bus zum Rinerhorn nahm, wo ich bis zum Betriebsschluss blieb.
Details zu den Skigebiete folgen im Bericht dann jeweils separat.
Das Wetter war heute wunderbar. Erst nach 16:00 Uhr zogen ein paar harmlose Wolken auf, die nicht störten. Die Temperaturen waren frühlingshaft, sodass manche Pisten weich wurden. Andere Pisten blieben aber sehr hart. Dazu wehte der Wind spürbar.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Parsenn:
Bereits um 07:57 Uhr fuhr heute die erste Bahn, die ich mit meinem Bus knapp erwischte. Oben fuhr ich zunächst am Rapid, wo die Präparation sehr gut war. Wegen des Gegenwinds war die Abfahrt aber langsamer, als gewohnt.
Über eine Zwischentalabfahrt – Gipfel – Kreuzweg – Gotschna – Schifer fuhr ich dann alles, außer Meierhoftäli – ab. Die Pisten waren überall gut. Am Mähder und an der 2KSB waren die Pisten aber für meinen Geschmack etwas arg hart.
Wartezeiten hatte ich keine, wenngleich es auf der Piste am Furka-Zipper schon recht voll war.

Traumhafter Ausblick am Morgen von der Rapid-Bergstation, wo ich nun als erstes fuhr

Kurz oberhalb der Station Höhenweg. Die Pistenpräparation war absolut tadellos

Blick aus der Rapid-Sesselbahn

Den Skischul-Run konnte ich nun auch erstmalig fahren

Diese Abfahrt verlängerte ich gleich um eine Talabfahrt. Die schöne Talabfahrt nach Davos war aber deutlich schlechter präpariert, als die Pisten im Höhenskigebiet, was sicherlich an den hohen Temperaturen liegen dürfte.
Im Tal erwische ich direkt die SSB, die pausenlos fährt.

Nun nahm ich alle Davoser Seilbahnen und fuhr direkt hoch zum Gipfel, wo einen immer ein wunderbares Panorama erwartet. Leider muss man zu den Pisten von der Bahn aufsteigen.
Die Gipfel Nord war frisch präpariert, die Gipfel Ost nicht, weswegen ich sie auch ausgelassen habe.

Gipfel Nord war dafür aber ein absoluter Pulvertraum und hervorragend präpariert!

Über den SL Kreuzweg ging es nun an den Furka-Zipper, wo schon deutlich mehr los war. Der gelbe Skifahrer fuhr mir leider kurz zuvor ins Bild

Auch der SL Seetäli war eine Erstbefahrung für mich. Nicht schlecht, aber es gibt besseres.

Die Abfahrt am SL Mähder war für meinen Geschmack etwas zu hart. Sicherlich tat der Wind hier auch sein Unwesen

Die 45b bin ich auch noch nie gefahren. Auch diese Abfahrt hat mich sehr überzeugt

Vom Gotschna-Teilgebiet wechselte ich nun zur Schiferbahn, wo ich ca. 2 Minuten aufgrund Fülldisziplin warten musste.

Da ich am Weissfluhjoch die Gipfelbahn gerade um eine Person verpasste und ich vor meinem Zeitplan war, machte ich auch eine Fahrt am Hauptertäli

Und auch am SL Kreuzweg ging sich eine Wiederholung aus

Die Abfahrt zur Schiferbahn ging bis zur Mittelstation auch sehr gut. Unterhalb der Mittelstation taugt mir die Abfahrt selten. Auch heute war dies wieder der Fall, da die Piste in diesem Bereich schon wieder etwas abgerutscht war.
Die Mittelstation ist übrigens wieder geöffnet.
Nun ging es dann auf die Talabfahrt nach Küblis, die ich auch noch nie gefahren bin. Am Einstieg waren Schilder vor den schlechten Bedingungen, die im oberen Teil gar nicht so schlecht waren. Unten heraus gibt es aber schon ab und an ein paar unkritische apere Stellen und die Piste war in diesem Bereich wahrscheinlich schon lange nicht mehr präpariert worden. Stellenweise war die Piste auch etwas verweist, sodass die Abfahrt doch angenehm fordernd war.
Leider besteht die Talabfahrt auch oftmals aus Skiwegen. Schieben musste ich aber nie.

Der oberste Pistenteil war sehr gut zu fahren.

Die letzte Präparation ist schon eine Weile her, sodass die Piste sehr wellig war. Irgendwie machte das aber durchaus Spaß. Interessant auch, wie sich hier die Hangausrichtung wieder bemerkbar macht. Die andere Talseite war bereits komplett aper

Weiter unten kommen dann die ersten aperen Stellen zum Vorschein, die aber leicht zu umfahren sind.

Bald erreicht man dann das frühlingshafte Küblis

Zum Schluss muss man dann noch die Landquart auf einer Brücke überqueren. Von dort sind es dann noch ein paar Meter zu Fuß zum Bahnhof, wo ich ca. 7 Minuten vor der Zugabfahrt eintreffe. Die RhB kommt überpünktlich.

Mit dem Zug geht es dann nach Klosters Dorf
Madrisa:
Vom Bahnhof Klosters Dorf sind es nur wenige Meter zur Talstation der Madrisabahn, wo ich dann gegen 11:25 Uhr ohne Wartezeiten direkt in die Gondel einsteigen kann. Die Parkplätze sind allesamt belegt. Auch oben zeigt sich, dass die Madrisa heute wohl das vollste Skigebiet sein sollte. An der 6KSB muss man ab und an etwas warten, was man aber über die Singleline meistens umgehen kann. Auch die Pisten sind im Durchschnitt voller, als auf der Parsenn. Der Pistenzustand ist dennoch wahnsinnig gut – und das von ganz oben bis ganz unten. Apere Stellen sucht man völlig vergeblich.

Ausblick von der Schaffürgli-KSB. Zunächst machte ich die Hauptabfahrt, die fast schon etwas zu hart für meine Kanten war

Rückblick zur Bergstation der 6KSB. Leider schleicht die Bahn immer, auch bei größerem Andrang, ultra-langsam vor sich hin. Das mit den 5m/s darf den Jungs an den Stationen auch mal jemand sagen

Da man vom Madrisalift nur über die rote Abfahrt ins Tal kommt, machte ich heute zwischendurch auch die schwarze Abfahrt zur lahmen DSB

Die schwarze Abfahrt war, wie eigentlich immer, sehr gut zu fahren, wenngleich sie heute ungewohnt voll war

Weiter unten auf der schwarzen Hintenrum-Abfahrt, die bereits etwas weich war, was mir immer sehr viel Spaß macht

Völlig leer und absolut bombastisch, trotz der starken Querneigung, war die Abfahrt am ehemaligen SL
Aufgrund von Zeitmangel gibt es vom Madrisalift und der anschließenden Talabfahrt keine Bilder mehr. Ich erreichte den Bus gerade so ca. 10s vor Abfahrt. Perfektes Timing, wenn auch ziemlicher Stress. Um 12:55 Uhr ging es pünktlich zur Gotschnabahn
Parsenn, die Zweite:
Um 13:07 fahre ich dann mit der Gotschnabahn, die pausenlos verkehrt, nach oben. Oben fahre ich noch einmal am Schwarzseealp-Sessel, da es mir dort vorhin sehr gut gefallen hat. Anschließend geht es über den Furka-Zipper und den Totalp-Sessel zur Besenbinder-Talabfahrt nach Wolfgang

Wunderbare Abfahrt zur 2KSB Schwarzseealp

Blick auf die Parsennhütte, wo es erstaunlich ruhig blieb

Nun fuhr ich dann entlang der 4KSB Meierhoftäli talwärts

Die Abfahrt an der 4KSB Meierhoftäli ist eine sehr flache Angelegenheit

Unterhalb der Talstation der 4KSB wird es dann aber richtig interessant. Der Besenbinder ist eine wirklich knackige und anspruchsvolle Talabfahrt ohne direkte Liftanbindung. I like!

Wirklich steil geht es hier kanonenrohrmäßig runter in Richtung Wolfgangpass. Nach dem steilen Stück gleitet man dann noch gemütlich zur Passhöhe
Am Wolfgangpass treffe ich deutlich zu früh ein (14:00 Uhr). Angesichts dessen, dass mir die Abfahrt völlig unbekannt war, habe ich hier deutliche Reserven einkalkuliert. Der Bus zur Rinerhornbahn kam pünktlich um 14:10 Uhr
Rinerhorn:
Wie so häufig geht es für mich zum Tagesabschluss ans Rinerhorn, da hier die Pisten in der Regel sehr gut halten und das Licht lange bleibt. So auch heute.
Am Rinerhorn waren die Pisten aber doch auch ziemlich hart heute, sodass es den Skispaß im Carvingtraumhang Juonli doch etwas schmälerte. Zudem habe ich das Rinerhorn noch nie so „voll“ erlebt. Selbstredend muss man nicht anstehen, aber es waren doch tatsächlich andere Leute unterwegs. Am Rinerhorn konnte ich heute erstmalig die coole Brand-Talabfahrt befahren, die sogar frisch präpariert war.

Zu Beginn ging es natürlich an den Juonli-Lift. Die supergute Piste war auch heute gut, aber doch etwas abgeblasen-hart, was den Spaß reduzierte. Schade.

Blick zum Hubel vor Davos

Die rote Abfahrt am Hubel-SL ging gut

Und auch die blaue Abfahrt am Hubel machte Spaß

Die Trainer-Piste war auch heute kurz vor Betriebsschluss noch quasi jungfräulich. Leider hat auch hier der Wind sein Unheil vollrichtet und die Piste etwas abgeblasen

Auch die „Nebenabfahrt“ am Juonli konnte heute nicht vollends überzeugen

Ausblick von der roten Abfahrt am Nüllisch-SL

Von hier ging es dann auf die tolle Brand-Talabfahrt. Netterweise wurde die Abfahrt offensichtlich über Nacht mal wieder präpariert, sodass der Zustand sehr gut war. Nur ganz unten raus war die Abfahrt ein ziemlicher Acker mit einigen braunen Stellen

Weiter unten auf der Brand-Talabfahrt

Da die Rinerhornbahn ja noch bis 16:30 Uhr fährt, machte die „reguläre“ rote Talabfahrt auch noch zwei Mal sehr viel Spaß!
Fazit:
Cool, dass ich heute so viele neue Abfahrten kennenlernen durfte. Schön war auch, diese Abfahrten durch eine weitläufige und vielseitige Tour mit verschiedenen Skigebieten zu kombinieren. Überrascht war ich davon, dass für einen Sonntag heute nicht so viel los gewesen ist und ich nie, außer auf Madrisa, warten musste. Die Pisten waren überwiegend in einem sehr guten Zustand und der Wind hat nur punktuell Schäden angerichtet. Schade aber, dass das gerade für meine Lieblingspiste am Juonli galt.