An sich waren nun sonnseitig gute Firnverhältnisse unterhalb etwa 2000m zu erwarten. Dafür hatte ich mir in Kitzbühel einige Hänge zurechtgelegt. Nun hatte ich ja vor einer Woche aus dem KWT gemeldet, dass das entsprechende Gelände im Talbereich sich noch in dem Prozess der Umwandlung von den zerhackten Hängen des Winters hin zu den homogenen Frühjahrshängen befindet. Teilweise ging es aber schon ziemlich gut.
Im Kitzbüheler Höhenskigebiet hat dieser Prozess noch gar nicht begonnen. Zwar hatten wir nun zwei Strahlungswochen, wobei aber die Nullgradgrenze erst vor Kurzem an die 2000m ging. Das habe ich falsch eingeschätzt. Somit waren die SO-S seitigen Hänge an Hochsaukaser und Trattenbach nicht spassvoll fahrbar. Wenigstens konnte ich eine schöne Variante am Talsen finden - ebenfalls SO-seitig, aber sehr tief, sodass ich das erst am zweiten Tag sinnvoll ausfahren konnte.
Das gleiche gilt für die Westhänge des Pengelsteins am Hieslegg, wo schlichtweg auch der Schnee fehlt (abgeblasen). Hier konnte ich aber eine Möglichkeit finden, die gut fahrbare Aschauer Route im oberen Bereich durch Rückfahrt über die Usterkaralm zu wiederholen.
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Die Schwarze Piste am Hochsaukaser sah ganz nett aus, aber ich bin ja nicht zum Pistenfahren gekommen. Auf dem Papier ideale Firnhänge, aber eben noch total umgegraben.
Eigentlich schöne Variante im südlichen Kar, aber heute nix. Dabei hätte es vom Firnfenster von etwa 10-11h heute gut gepasst.
Man könnte auch noch weiter von Richtung Schwarzkogel kommen, da sollte man aus dem Bereich der Aschauer Route mit etwas Aufsteigen gut hinkommen. Wäre vielleicht mal bei gutem Powder interessant, dafür mag ich solche flachen Hänge. Aber Kitzbühel im Winter ist vom Stresslevel her natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer als jetzt…
Dann rüber mit der 3S-Bahn. Hier mit Rückblick zur Route Pengelstein, wäre sicher auch mal nett.
Am Talsen konnte ich aber eine gute Variante finden. War halt um 11 zu spät, in dieser tiefen Lage werde ich morgen so früh wie möglich dran sein.
Fotogen geht es dem Kleinen Rettenstein entgegen
Am Trattenbach - war zwar zwischen 12-13 Uhr im Firnfenster aber leider auch hier nur mit Mühen fahrbar. Am Arlberg wäre das wenigstens eine Buckelpiste
Im Firngelände ist im Frühjahr ja kaum jemand unterwegs, dabei würde das sogar helfen, das Gelände zu glätten. So muss man eben auf den natürlichen Umwandlungsprozess warten, wobei bis dahin in den Kitzbühelern heuer der Schnee wohl weitgehend weg sein wird. Oft gab es diese etwas merkwürdige plattige Firnstruktur. Zum Vergleich: April 2019. Das Gelände war weitgehend geglättet, aber leider war die Abstrahlung in der Nacht nicht gut. Es soll wohl nicht sein mit dem Trattenbach… 3 Versuche gab’s dennoch - eigentlich nette Hänge mit einigen Varianten, unten muss man halt früh genug zurückkehren, denn das Tal unten scheint recht tief eingeschnitten zu sein. Zustände an der Talsenpiste, weit drüben die guten Firnhänge für morgen Aussicht auf dem Pengelstein
Die Aschauer Route, wird nicht mehr gewalzt und hat hier oben ein paar leicht erdige Stellen. Teils recht hart, teils nett aufgefirnt. Insgesamt ganz spassig fahrbar, sicherlich besser als alles andere an Piste was ich heute gefahren bin oder gesehen habe.
Etwas oberhalb eines großen Schildes kann man hier zur Usterkaralm queren, wo ein präparierter Fahrweg mit gutem Gefälle zurück zur Piste und schließlich zur Hiesleggbahn führt. Die schneearmen Westhänge unterm Pengelstein
Nach ein paar Wiederholungen ging es dann die Route nach Aschau runter. Steilere Hänge wechseln mit Fahrwegpassagen. Insgesamt gut fahrbar, unten raus zunehmend weich aber nicht verbuckelt und Steine lassen sich gut umfahren.
Man kommt in Aschau am Dorfschlepper raus, der aber gerne länger sein dürfte. Ist halt ein Übungslift. Besser rechts davon schon abbiegen, dann kommt man direkt am Bus raus, der etwa alle halbe Stunde zurück fährt.
Fortsetzung folgt…