Neandertaler hat geschrieben: 15.03.2022 - 18:12 Die Trasse leicht verschwenkt zu dem linken Schlepplift oder eben ein Piste von diesem zum Lift. Beides sollte möglich sein.
Ein Verbindungsziehweg vom SL Freina wäre sicherlich möglich, hab ich mir manchmal auch schon gewünscht. Nur bin ich mir auch da nicht sicher, wer den überhaupt nutzen würde.
- Leuten wie ich, die kein Problem mit Tragödienhängen haben, aber keine Lust auf Laufen haben, wäre der Fußweg zum SL Freina immer noch zu weit.
- Anfänger / schwächere Fahrer würden diese "Alternativroute" erst gar nicht finden und sich immer auf offizielle Beschilderungen verlassen
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
Ich bin in dieser Woche die Sellarunde zum ersten Mal gefahren und empfand Wolkenstein (Ciampinoi) als guten Einstiegspunkt. Man hat die vielen Lifte auf der Nordseite des Sellamassivs dann am Ende der Runde und kann die Abfahrt Dantercepies bei Müdigkeit durch eine Liftfahrt ersetzen.
Es war sehr sonnig und rund um Arabba war neben den Pisten viel grün bzw. braun. Manche Abfahrten waren schwieriger als erwartet (direkt am Anfang vom Ciampinoi herunter oder die Abfahrt nach Corvara) und die Runde war anstrengend. Aber man kann sie an einem Tag gut schaffen.
IronDome hat geschrieben: 16.03.2022 - 20:48
Manche Abfahrten waren schwieriger als erwartet (direkt am Anfang vom Ciampinoi herunter
Statt der dirketen Abfahrt "Ciampinoi 5" lieber über die "Ciampinoi 4" auf die "Ciampinoi 6" fahren. Diese ist wesentlich weniger steil und weniger anspruchsvoll. Eigentlich gibt es nur eine anspruchsvollere Stelle dort (direkt nach der Bergstation des nicht mehr in Betrieb befindlichen Zweier-Sessels), aber diese lässt sich früh morgens auch problemlos meistern. Erst wenn die Piste voll in der Sonne liegt, und die ersten Hundertschaften durchgepflügt sind, kann es dann dort auch unangenehm werden. Ist aber nur ein kurzes Stück. Die "Campinoi 5" am frühen morgen als erste Abfahrt würde ich auch nur dann machen, wenn ich mich vorher irgendwie irgendwo anders aufgewärmt hätte ...
Die Ciampoinoi 6 ist allerdings zu Beginn der Saison noch nicht zwingend fertig / offen, da sie bei der Beschneiung wohl nur unter Prio 2 läuft.
IronDome hat geschrieben: 16.03.2022 - 20:48
oder die Abfahrt nach Corvara)
Ja, die Piste 1 ist nach dem Abzweig der Piste 2 teilweise relativ steil, und als ich vorletzte Woche dort war auch recht eisig. Es hatte dort auch direkt einen Sturz gegeben, wo die Pistenrettung zu Hilfe kommen musste (scheinbar aber keine schwere Verletzung). Laut manchen Pistenplänen müsste es hier aber eine blaue Umfahrung 1A geben. Dazu muss man an der Verzweigung zunächst ein Stück der Piste 2 folgen, und dann links in die 1A einbiegen. Das bin ich aber noch nie gefahren, da es mir in dem Moment so auch nicht bewusst war. Daher weiß ich nicht, ob es diese Variante faktisch überhaupt gibt, und ob sie was taugt.
Hier gibt es aber auch noch eine ganz andere Variante. Statt mit dem neuen Costaratta Richtung Boé hochzufahren, kann man aus der Sella Ronda ausscheren, und zunächst mit dem Vierer-Sessel Cherz auf den Cherz fahren, auf der anderen Seite entspannt blau runter, weiter mit Masarei auf Pralongiá, und von dort entspannt über die Piste 8 blau nach Corvara.
Ich fand vor zwei Wochen in die andere Richtung vor allem die Abfahrt von Porta Vescovo zum Fodom anstregend. Die Abfahrt ist zwar - außer im ersten Teil, wo es eine Umfahrung gibt - nicht besonders steil, aber an vielen Stellen war sie zu dem Zeitpunkt arg aufgeworfen / hügelig. Und dort gibt es leider keine (mir bekannte) Alternative. Vielleicht war es aber auch einfach deswegen anstrengend, weil mir zu dem Zeitpunkt schon die Abfahrt vom Marmolada in den Beinen steckte ...
Wenn man sich vor Ort (noch) nicht so gut auskennt, fällt es sicherlich schwer, mögliche Varianten und Alternativen alle im Auge zu haben, und vor Ort auch zu finden. Gerade die oben geschilderte Variante am Ciampinoi ist, wenn man noch nie dort wart, nicht sofort zu finden, bzw. vom Gipfel aus überhaupt nicht einsehbar.
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.
Danke für die hilfreichen Anregungen! Das Gebiet Prolongià scheint auch unabhängig von der Runde interessant zu sein.
Mir fällt aber noch eine schwierige Stelle ein, und zwar auf dem Weg vom Sellajoch nach Pian de Fataces. Wenn man von Westen kommt, gibt es an einer Stelle eine Gabelung und links geht es steil hinunter. Wo kommt man hin, wenn man dort rechts fährt?
Ans gleiche Ort. Die beiden Pisten kommen weiter unten wieder zusammen. Ausser Du meinst den Abzweiger nach Canazei. Der wäre dann eine Sackgasse resp. ein Fussmarsch zur Bahn.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
IronDome hat geschrieben: 16.03.2022 - 20:48
Ich bin in dieser Woche die Sellarunde zum ersten Mal gefahren und empfand Wolkenstein (Ciampinoi) als guten Einstiegspunkt. Man hat die vielen Lifte auf der Nordseite des Sellamassivs dann am Ende der Runde und kann die Abfahrt Dantercepies bei Müdigkeit durch eine Liftfahrt ersetzen.
Es war sehr sonnig und rund um Arabba war neben den Pisten viel grün bzw. braun. Manche Abfahrten waren schwieriger als erwartet (direkt am Anfang vom Ciampinoi herunter oder die Abfahrt nach Corvara) und die Runde war anstrengend. Aber man kann sie an einem Tag gut schaffen.
Wo hattest du denn dein Quartier?
Nach dem, was du alles als schwierig für dich beschreibst, würde ich dir die Seiser Alm als das richtige Skigebiet für dich empfehlen.
2016/2017: 461.598 Höhenmeter und 2.484 km in 31 Tagen
2017/2018: 507.804 Höhenmeter und 2.691 km in 33 Tagen
2018/2019: 625.912 Höhenmeter und 3.253 km in 37 Tagen
2019/2020: 386.376 Höhenmeter und 1.993 km in 22 Tagen
2020/2021: ein renoviertes Wohnzimmer
2021/2022: 206.361 Höhenmeter und 1.115 km in 13 Tagen
2022/2023: 421.114 Höhenmeter und 2.429 km in 33 Tagen
2023/2024: 295.977 Höhenmeter und 1.701 km in 25 Tagen
2024/2025: 310.241 Höhenmeter und 1.684 km in 24 Tagen
Beim Skifahren gibt es kein schlechtes Wetter, nur interessante Verhältnisse.
Am Eingang des Grödnertals. Genau, die Pisten auf der Seiser Alm empfand ich insgesamt auch als einfacher bzw. für mich geeigneter. Die Sellarunde wollte ich einfach mal ausprobieren.
meine tochter ist die ronda in beide richtungen mit 5 jahren gefahren und wir wohnen nicht in den alpen. ich kann da keine einzige schwere abfahrt identifizieren, die zwingend nötig ist. voll je nach saison sicher, aber nicht schwer.
tom75 hat geschrieben: 17.03.2022 - 20:09
meine tochter ist die ronda in beide richtungen mit 5 jahren gefahren und wir wohnen nicht in den alpen. ich kann da keine einzige schwere abfahrt identifizieren, die zwingend nötig ist. voll je nach saison sicher, aber nicht schwer.
Also, tom75, dass es dort keine einzige schwierige Abfahrt gibt an der Sellaronda, das zu behaupten finde ich schon ziemlich überheblich. Ich habe da auch keine Schwierigkeiten - sehe das aber immer auch mit den Augen meiner Frau, die sicherlich keine sichere Skifahrerin ist. Wie immer hängt die Schwierigkeit stark von den aktuellen Verhältnissen ab. Wenn es nicht voll ist, und die Pistenverhältnisse super, ist die Sella Ronda in der Tat in beide Richtungen für jeden mit mittlerer Kondition zu schaffen, solange er oder sie kein blutiger Anfänger ist. Aber die Piste 1 vom Boè nach Corvara war zum Beispiel vor 2 Wochen gerade an den steilsten Stellen extrem glatt, so dass man hier nur mit starkem Kanteneinsatz heil runter kam. Das kann unsichere Fahrer schnell überfordern. Vom Boè in die andere Richtung, in Richtung Arraba Piste 22, ist die Abfahrt bei viel Betrieb sehr schnell sehr extrem aufgeworfen. Da dürften die Hügel in der Hochsaison Ende Februar / Anfang März schnell höher werden als Deine 5-jährige Tochter damals groß war. Zudem hat die eigentlich rote Abfahrt hier - wie man auf OpenSkiMap einfach prüfen kann - ein Teilstück, welches durchaus "schwarz" ist mit 65% Gefälle. Allerdings gibt es auch hier eine weniger steile Variante - aber wenn man die nicht kennt? (N.b.: die schwarze "Vallon" hat übrigens laut OpenSkiMap max. 47% Gefälle).
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.
lieber barmuc, bitte genau lesen. ich habe geschrieben, keine einzige abfahrt, die ZWINGEND nötig ist. du kannst doch alles umfahren. boe abfahrt z.b. übers blaue meer, auch anders rum kommst du über col alt usw. oder costa de l ega usw zum campolongo ohne boe, dantercepies die rote ist nicht schwer, ciampinoi/saslong über monte pana usw.
selbstverständlich geht es auch direkt und immer stur den schildern sella ronda lang, dann mag die ein oder andere steilere stelle drin sein, aber mit hilfe der sehr guten pistenpläne der einzelnen talschaften ist bei normaler schneelage und normaler befüllung doch nix schweres zwingend notwendig.
sella ronda heißt für mich "einmal um den sella stock", mit gleichem start- und zielort, nicht unbedingt den schildern hinterher.
Ich finde nicht, dass man als nicht so sicherer Skifahrer in Gröden nur auf der Seiser Alm fahren kann oder soll. Wie gerade oben bereits geschrieben, schaue ich auf die Pisten auch immer mit den Augen meiner Frau, die gerade keine sichere Skifahrerin ist. Und bevor ich mit ihr bedenkenlos irgendwo hinfahre, gucke ich mir das im Zweifel vorher zweimal oder dreimal an.
In Gröden ist der gesamte Bereich zwischen und inklusive Monte Pana bis hin zum Col Rodella (was schon Val die Fassa ist, aber noch im Gröden Skiticket inkludiert ist) hervorrangend auch für nicht so gute Skifahrer geeignet. Wenn man ein paar Pisten auslässt. Namentlich natürlich alles, was schwarz ist, also z.B. Alpha, Paprika, oder Piz Sella 5 - aber das versteht sich ja von selbst. Zum Einfahren in den Bereich unterhalb vom Langkofel (mit Comici & Co) würde ich prinzipiell die Pendelbahn Piz Sella der Umlaufbahn Piz Seteur bevorzugen - mit Abfahrt vom Piz Sella in Richtung Bergstation Comici I. Denn vom Piz Seteur dort runter gibt es auch eine Stelle, die bei viel Betrieb sehr schnell recht anspruchsvoll werden kann. Alle anderen Pisten in dem Bereich sind tatsächlich unproblematisch. Ciampinoi sollte man lieber außen vor lassen, mit Ausnahme der o.g. Ciampinoi 6, die man braucht, wenn man von Wolkenstein aus kommt.
Auch Dantercepies sollte für jeden zu schaffen sein, wenn man im oberen Bereich zunächst auf dem Grat fährt, und dann am Panorama-Schlepplift runter. Da dürfte vielfach - auch wieder in Abhängigkeit von Pistenverhältnissen, Uhrzeit und Menschenmassen - die blaue Verbindung in den Ort nach Wolkenstein rein schwieriger sein als die Abfahrt vom Dantercepies. Selbst am Seceda kommt man als nicht so sicherer Skifahrer gut klar, wenn man den unteren Teil der La Longia wiederum in Abhängigkeit von Pistenverhältnissen, Uhrzeit und Menschenmassen am Nachmittag eher meidet.
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.
tom75 hat geschrieben: 17.03.2022 - 20:58
ich habe geschrieben, keine einzige abfahrt, die ZWINGEND nötig ist. du kannst doch alles umfahren.
Ja, das stimmt wohl, da hast Du recht. Aber wenn man sich dort (noch) nicht gut auskennt, ist einem ja nichtmal bewusst, welche Stellen eventuell problematisch sein *könnten*.
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.
tom75 hat geschrieben: 17.03.2022 - 20:58
ich habe geschrieben, keine einzige abfahrt, die ZWINGEND nötig ist. du kannst doch alles umfahren.
Ja, das stimmt wohl, da hast Du recht. Aber wenn man sich dort (noch) nicht gut auskennt, ist einem ja nichtmal bewusst, welche Stellen eventuell problematisch sein *könnten*.
korrekt. und das ist ein grundsätzliches problem. deshalb bin ich als meine kinder noch nicht so gut fuhren wie jetzt jede schwarze immer erst 1x alleine gefahren, bevor sie mit sind oder wir eben eine andere route genutzt haben. das hat sich zb. an der piculin oder in faloria bestens bewährt.
Dantercepies hätte ich auch als machbar eingeschätzt, also morgens oder so mit hinreichend Kondition. Oder auch die Abfahrt vom Col Raiser, die ebenfalls nicht zu schwierig aussieht. Am Sellajoch lag im Gegensatz zu manch anderen Teilen der Runde noch ordentlich Schnee.
Auf der Seiser Alm war übrigens am Mittwoch das Problem, dass der Schnee teilweise schon am Vormittag sulzig war. Auf den sehr flachen Stücken kommt man dann kaum vorwärts. Aber die Alm ist einfach landschaftlich sehr schön.
barmuc73 hat geschrieben: 17.03.2022 - 21:04
..., schaue ich auf die Pisten auch immer mit den Augen meiner Frau, die gerade keine sichere Skifahrerin ist.
viele sehen das nicht so oder wollen es nicht sehen. deshalb auch die vielen "Tragödienhänge" weil jeder meint er (sie) müsse unbedingt die Runde fahren ohne es richtig zu beherschen. Es gibt viele andere Bereiche wo man als ungeübter Spaß haben kann
Die Runde wird aber doch allgemein so vermarktet, dass sie fortgeschrittene Anfänger gut meistern können. Warum wird auf die möglichen Problemstellen nicht explizit hingewiesen?
tom75 hat geschrieben: 17.03.2022 - 20:58
aber mit hilfe der sehr guten pistenpläne der einzelnen talschaften
Da musste ich jetzt sehr schmunzeln. Selten in einem Großskigebiet so schlecht wie auch ungenaue Pistenpläne gesehen, wie in den Dolomiten. Ich bin ohnehin nach intensiver Vorarbeit zuhause ein intuitiver Skifahrer vor Ort. Also - wenn ich jetzt gerade irgendwo speziell hin will - mach ich spontan Wiederholungen, Abstecher, probier mal Varienten aus und schau wo ich da hinkomme. Das wiederum klappt in den Dolomiten so gut wie selten wo. Das ist schon großartig. Aber die Pistenpläne - zum vergessen...
@Problemstellen... ja, das stimmt schon, man könnte zumindest einige Alternativen explizit ausweisen.
Ich komme inzwischen wahrscheinlich an die 2000 Skitage rund um die Sella ran und bin mit den unterschiedlichsten Skifahrern dort unterwegs gewesen. Kann durchaus bestätigen, dass insbesondere am Nachmittag auf jeden Fall zwei Stellen, die eben nicht bzw. nich offiziell umfahrbar sind für weniger versierte Skifahrer problematisch sind:
- "grüne Richtung", Ciampinoi, v.a. seit die DSB nicht mehr in Betrieb ist: Keine der beiden Varianten richtung Plan de Gralba ist nachmittags wirklich geeignet
- "orange", Arabba => Pordoi: offiziell muss man ja über die Salere. Das ist nachmittags - abgesehen von Neben- und Zwischensaison - idR besonderer Quark. Man kann dies auf dem Forstweg der ehem Pista Alpenrose von Bergstation Portados zum Fodom leicht umfahren. Aber offiziell ist dies teils wg Lawinengefahr (Teilstück zw Fodoma und Salere) und teils wg der gefährlichen Pistenkreuzungen eben gesperrt (gab dort vor gut 20 Jahren mal einen tödlichen Unfall).
Es ist nicht so, dass man perspektivisch daran nichts ändern könnte. Wäre teilweise sogar leicht möglich. Aber offenbar hat das bei den maßgeblichen Liftgesellschaften nicht so hohe Priorität.
Habe daher trotz aller Liebe zu diesem Gebiet durchaus Verständnis für die geäußerte Kritik!
@Pistenpläne: hm, da kann ich nichts dran finden. Die Pistenpläne der Talschaften sind m.E. Standard wie überall in den Alpen, teilweise sogar besser/schöner. Für die gesamte Sellaronda ist dies natürlich aufgrund der Größe des Gebietes und "Zirkularität" der Liftanlagen eigentlich nicht mit einer perspektiven sondern nur mit einer quasi-orthogonalen Projektion abbildbar. Daher eignen sich halt Pläne, die an topographische Karten angelehnt sind, am besten.
Die Komplexität kommt halt am ehesten durch die komplizierte Topographie - auch bei so leichten Gebieten wie Pralongia - zustande.
Endless days of summer, longer nights of gloom, Waiting for the morning light
Scenes of unimportance, photos in a frame, Things that go to make up a life
As we relive our lives in what we tell you; Let us relive our lives in what we tell you
Ich war von Montag bis Freitag gemeinsam mit 3 Kumpels im Skigebiet, Standort war Arabba, gefahren sind wir von Dienstag bis Donnerstag.
Leute waren mäßig viele unterwegs, an der Sellaronda wurde es mal etwas voller, abseits oft sehr leer. Nach dem Mittagessen hatte man auf nicht-Sellaronda Pisten teilweise ein Privatskigebiet.
Am Dienstag gab es durch die kühlsten Temperaturen der Woche und die dicken Wolken inkl. Saharastaub die ganztags besten Pistenverhältnisse. Glücklicherweise blieb zudem, trotz der Bewölkung, auch die Sicht gut, sodass man bis zum Liftschluss richtig Spaß haben konnte. Highlights des Tages waren eine Privat Gran Risa zur Mittagszeit, die Abfahrt vom Vallon sowie die letzte Abfahrt des Tages, von der Carpazza Bergstation via Sourasass und Ornella runter nach Arabba, auf der uns ebenso kein Mensch begegnete. Gefahren sind wir an dem Tag in Arabba, Alta Badia und am Belvedere oberhalb Canazei. Mittagessen gabs an der Neigherhütte / Capanna Nera (Empfehlenswert!)
Am Mittwoch war es deutlich sonniger, aber leider auch deutlich wärmer, sodass die Pisten ab Mittags sämtlich zu Tragödienhängen wurden. Insb. Südseitig in den Tälern war das für die meisten Skifahrer quasi unfahrbar. Meine Begleiter brachen entsprechend um 13Uhr ab, ich zog noch bis 14:30 durch. Vormittags dennoch tolle Pistenverhältnisse und grade die Marmolada, die wir an dem Tag besuchten (Um 10:30 in Malga Ciapela etwa 20min Wartezeit), konnte mit einer absoluten Traumabfahrt bei (dunstigem) Kaiserwetter überzeugen. Die beste Abfahrt des Tages war entsprechend die von der Marmolada bis runter zum Passo Fedaia, ab da dann brutale Sulzschlacht. Nachmittags konnte dann noch der obere Bereich der Fodoma in Arabba überzeugen, die als einzige Piste nicht komplett zerfahren war. Im unteren Bereich, unterhalb Talstation Carpazza, auch hier dann allerdings gruselig. Gefahren sind wir an dem Tag in Arabba + Marmolada. Mittagessen gabs am Rifugio Padon.
Donnerstags blieb es sonnig, wenn auch sehr dunstig, die Temperaturen lagen wieder etwas niedriger als am Mittwoch, sodass die Pisten etwa 2h länger (bis ~14Uhr) hielten. Gefahren sind wir an dem Tag die orangene Sella Ronda, inkl. diverser Abstecher am Vormittag. Vormittags waren die Pisten erneut absolut herrlich griffig zu fahren, am meisten Spaß hatten wir auf der Fodoma und der Salere oberhalb Arabba sowie um den Passo Pordoi (Lezuo, Belvedere). Auch am Col Rodella konnte man richtig Gas geben. Danach gabs dann bei zunehmend sulziger werdenden Pisten ein relativ spätes Mittagessen an der Malga Sella unterhalb des Passo Sella. Anschließend ging es auf der Ronda weiter via Wolkenstein, Kolfuschg und Kurfar zurück nach Arabba, Spaß hat das allerdings, ob der Pistenverhältnisse, nurnoch begrenzt gemacht.
Aufgefallen ist:
1. Das Skigebiet ist absolute Spitzenklasse, Pistenpräparierung und -vielfalt suchen ihresgleichen.
2. Der Durchschnittsskifahrer hat ein deutlich höheres Niveau als in den österreichischen Massenskigebieten.
3. Arabba ist ein klasse Startpunkt.
4. Mein Können ist nach 2 Jahren Coronapause doch ordentlich eingerostet (bin unzufrieden mit meiner Carvingtechnik in steileren Abschnitten und meine Probleme bei Sulz sind mir deutlich zu groß) - nächsten Winter gibts mal wieder 2 Tage Skikurs
Wieso hat hier eigentlich niemand darauf hingewiesen, dass die Schneebedingungen in den Dolomiten bzw. in Gröden & Co. aktuell scheinbar traumhaft sind? Offenbar ist da zum letzten Wochenende hin jede Menge Neuschnee runtergekommen. Ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Niemand vor Ort, der aktuelle Bilder beisteuern kann? Sellaronda in beide Richtungen offen. Die Wetterprognose Richtung Wochenende sieht auch sauber aus, da muss ich ja glatt überlegen, zum Saisonabschluss nochmal hinzufahren ...
Wer nicht auf Kante fährt, hat seine Ski nicht im Griff.
Lieber auf Kante gefahren als auf Kante genäht.
So richtig los ging es mit dem Schneefall am Freitag früh gegen 5 Uhr.
Plan de Gralba Freitag gegen späten Mittag.
Samstag früh gegen 8 Uhr. Blick aus dem Fenster. Über Nacht wieder 25 cm. Zweiter Ausgrabungsversuch nachdem ich am Vorabend schon mal 25 cm abgeräumt hatte…
Allen, die momentan in den Dolomiten unterwegs sind, viel Spaß
barmuc73 hat geschrieben: 05.04.2022 - 20:49
Wieso hat hier eigentlich niemand darauf hingewiesen, dass die Schneebedingungen in den Dolomiten bzw. in Gröden & Co. aktuell scheinbar traumhaft sind? Offenbar ist da zum letzten Wochenende hin jede Menge Neuschnee runtergekommen. Ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Niemand vor Ort, der aktuelle Bilder beisteuern kann? Sellaronda in beide Richtungen offen. Die Wetterprognose Richtung Wochenende sieht auch sauber aus, da muss ich ja glatt überlegen, zum Saisonabschluss nochmal hinzufahren ...