Heute morgen fuhr ich mit der 07:55 Bahn von Linthal hoch, mit insgesamt 3 Passagieren in der Bahn, neben mir noch ein Skifahrer. Oben angekommen, hat es mich erstaunt, dass die Zubringer-Piste zur Talstation so nahe an der Bergstation ist. Ich war also bereits um 08:10 bei der Talstation Niederschlacht, und musste dort warten. Als es dann hoch ging un 08:28 mit der ersten Fahrt der 2 Gondeln, war mit mir nur noch ein weiterer Skifahrer dabei. Witziges System mit den beiden Gondel-Umlaufbahnen, hatte ich noch nie gesehen bisher. Oben beim Grotzenbüel angekommen, musste ich beim Seblengrat wiederrum warten, bis die Piste freigegeben wurde. Um 08:48 konnte ich dann die erste Fahrt auf den Seblengrat machen. Von da an war dann alles offen, am morgen früh noch sehr hart und eisig. Immerhin haben sie alle Pisten für die paar Besucher heute frisch präpariert. Mit der Zeit weichte dann die Piste auf, und je nach Steilheit, Himmelsrichtung, Schatten war es ein Wechselspiel von Voll-Sulz, perfektem Sulz und Eis. Bis auf die 5, die geschlossen war, hatte es überall genug Schnee, die paar wenigen Stellen, wo Braunes zum Vorschein kam (wir sind ja auch in Braunwald
Die beiden 2er Sessel Selblengrat und Bächital erinnerten mich an den mega langsamen Madrisa-Zügenhüttli-Sessel, dafür machte der Gumen-Sessel Spass. Einerseits ist es der einzige koppelbare Sessel mit vernünftiger Geschwindigkeit, andererseits mit der Seitwärts-Sicht und den Gondeln zwischendurch ziemlich kurios. Am Nachmittag wurde dann die 7 im Bächital gesperrt, wegen Nass-Lawinen, die beim Ziehweg am Anfang auf die Piste geraten können.
Alles in allem ein schönes, abwechslungsreiches Gebiet, mit sehr wenigen Leuten. Ich konnte während meinen 4 Stunden ausnahmelos jedes Mal direkt auf den Sessel/Skilift. Ich weiss nicht, ob sich das für die so lohnt mit der Präparierung aller Pisten (eigentlich wäre ja schon Saisonende gewesen, aber die machen noch 2 Wochenenden bei gutem Wetter auf).
Auch die Talabfahrt wieder direkt zur Braunwald-Bahn war ebenso unkompliziert und einfach wie der Zugang.
Besonders fair finde ich die flexible 4-Stunden-Halbtageskarte (unter anderem ein Grund, warum ich nicht auf die Mörlialp ging). Sie fängt erst an zu zählen, wenn man oben in Braunwald in die Gondel steigt. Das ist anders in Stoos, wo es schon beginnt, wenn man unten in die den Wartebereich der Bahn geht. Runterfahren kann man wie in Stoos dann jederzeit am selben Tag.
Einige Eindrücke:
Schon am Morgen zeichnete sich ab, dass es heute leer sein wird. Talstation Linthal Anfahrt zur Talstation nur wenige Meter von der Braunwald-Bahn entfernt: Talstation Niederschlacht: Seblangrat, alles schön präpariert: Bächital: Grotzenbüel: Kurioser Seitwärts-Panorama-Sessel - nur schon der ist ein Besuch wert: Noch kurioser, da es neben den Seitwärts-Sesseln auch noch Gondeln gibt: Skilift Mattwald - hier wird es knapp mit dem Schnee: 7 - Bächital Mittel - oben sieht man das "Lawinenproblem": Vorne Sulz, im Schatten wieder eisig. Wechselt sich in den Wäldern ab: Am Nachmittag waren dann einige Pisten ziemlich zerfahren mit vielen Schneehaufen: Unterer Abschnitt Gumen: Ende der Talabfahrt, die Bergstation in wenigen Sekunden erreichbar, top!