Angesichts des heutigen Wochentags und dem wohl damit verbundenen geringerem Andrang verschlug es mich heute in die beiden Großskigebiete von St. Moritz. Details zu den einzelnen Skibergen an Corviglia und Corvatsch folgen jeweils separat.
Das Wetter war auch heute wieder sehr freundlich, auch wenn sich über den ganzen Tag hinweg eine milchige Bewölkung hielt, welche aber die Sicht oder dergleichen in keinster Weise einschränkte. Die Temperaturen bewegten sich um den Gefrierpunkt, sodass Sulz oder aufgefahrene Pisten kein Thema waren. Der Wind war nicht spürbar.
Der Andrang hielt sich an sich in Grenzen. Jedoch hätte ich an einem Wochentag Ende März weniger Menschen auf der Piste erwartet. Auf der Corviglia war es stellenweise doch recht voll, was aber auch an der Nichtnutzbarkeit der Salastrains-Pisten lag. Am Corvatsch war es ruhiger.
Schön im Engadin sind die langen Betriebszeiten. Die Signalbahn, wo ich heute startete, fährt bereits ab 07:50 Uhr. Am Corvatsch konnte ich dann bis 16:40 Uhr fahren, an der Corviglia ginge es sogar bis 17:00 Uhr.
Die Pistenpräparation war heute überall perfekt. Die Pisten sehr griffig und deutlich besser als an der Diavolezza oder an der Lagalb. Erst gegen Betriebsschluss wurden ein paar Pistenabschnitte auch mal etwas glatt.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Corviglia:
An der Corviglia startete ich heute um 07:50 Uhr mit der ersten offiziellen Gondel. Oben zeigte sich leider, dass die Abfahrten am Salastrains wegen eines Renntrainings gesperrt waren. Schade, denn die direkten Pisten sind toll, das außen herum gefahre aber eher weniger. Die Menschen, von denen es unerwartet viele gab, verteilten sich so schlechter im Gebiet. Rund um Marguns war es so ziemlich voll und man musste teilweise an den Sesselbahnen auch kurz anstehen, was man aber über die Singleline umgehen konnte. Leer war es dahingegen am Salastrains-Sessel selbst sowie im Randolins-Sektor, der ja heute auch schwieriger zu erreichen war. Nennenswerte Wartezeiten hatte ich nicht, auch wenn es mir rund um Marguns heute zu voll auf den Pisten war.
Herrlich zu fahren war heute wieder die Abfahrt am Plateau-Nair sowie an den Sesselbahnen Glüna und Furcula Grischa. Sehr gut auch war die Paradiso-Abfahrt, Muntanella sowie die Abfahrt an der Suvretta-DSB. Trais Fluors hat mich heute nicht vollends überzeugt.

Morgendlicher Blick aus dem Salastrains-Sessel

Unten im Tal hing noch leichter Nebel, der sich aber schnell verzog. Da die Salastrains-Abfahrt gesperrt war orientierte ich mich nun am Morgen in Richtung Plateau-Nair

Blick auf die Corviglia

Die Abfahrten am Plateau-Nair waren hammermäßig. Unten sieht man die Liftstationen auf Marguns

Einfach eine unfassbar geile Piste hier am Plateau-Nair

Und vor allem oben auch unglaublich breit

Herrlicher Pistenstart am Plateau-Nair-Sessel

Die schwarze Abfahrt am Trais Fluors hingegen war etwas härter und daher nicht so 120%ig griffig

Blick von der schwarzen Abfahrt am Trais Fluors auf Marguns

Die rote Abfahrt am Trais Fluors in Richtung Glüna war schon wieder besser

Blick in den Glüna-Sektor

Der untere Abfahrtsteil an der Glünabahn war schon leicht angefirnt und daher sehr schön zu fahren

Toller Ausblick von der Bergstation der Glünabahn, dort wo die schwarze Piste startet (die man aber auch locker rot markieren könnte)

Auch die Piste an der 3KSB Furcola Grischa war sehr lecker

Auch Lej de la Pesch wurde der Vollständigkeit halber gefahren

Ausblick vom Piz Nair

Dito. Die Piste vom Piz Nair war sehr schön zu fahren

Schöne Ausblicke

Heute wagte ich gegen 11:00 Uhr auch mal wieder eine Talabfahrt nach Celerina. Dort gab es keine Wartezeiten. Lästig, dass das Netz immer noch die direkte Zufahrt zur EUB unterbindet. Gut, dass das Netz an einer Stelle eine kleine Lücke hatte, durch die man abkürzen konnte

Blick aus der EUB auf Marguns

Die Muntanella war heute herrlich, da bereits leicht angefirnt

Start in die Paradiso-Abfahrt, die heute auch super war. Die Swing war hier etwas schlechter, da bereits stellenweise abgerutscht

Ausblick von der Paradiso auf die Oberengadiner Seenplatte

Wahrscheinlich machte ich heute meine letzte Abfahrt an der alten DSB Suvretta. Die Abfahrt war supergenial, wenn die DSB halt nicht immer so schleichen würde und man seine Füße auf die Fußrasten bekommen könnte…

Abfahrt am Salastrains-Sessel parallel zur Rennstrecke. Die Abfahrt erreichte man über eine gesicherte Querung vom Randolins-Sessel her

Start in die Signal-Talabfahrt, die – zumindest am Mittag – noch absolut genügend Schnee hat.
Unten an der Signalbahn erreichte ich mit ein paar Minuten Puffer den pünktlichen Bus um 12:46 Uhr zur Corvatschbahn, der dort auch überpünktlich eintraf.
Corvatsch:
Am Corvatsch wurde leider mit heute die Hahnensee-Abfahrt geschlossen (Schneemangel). Alle anderen geöffneten Pisten waren aber in einem hervorragendem Zustand. Besonders schön fand ich heute die Gipfelabfahrten, sodass ich heute sogar drei Mal auf den Gipfel hinauf fuhr. Gut fuhr die Gipfelbahn heute im Takt, denn so erreicht man knapp immer den nächsten Takt. Neu für mich am Gipfel waren die „Außenrum-Abfahrten“. Skitechnisch sind diese zwar weniger interessant, als die Hauptabfahrt, dafür aber landschaftlich um so schöner.
Gut waren auch wieder die Abfahrten am Surlej-Sessel sowie in Furtschellas. Die Talabfahrt dort gefiel mir heute, anders als bei meinem letzten Besuch, sehr gut.
Ärgerlich am Corvatsch finde ich immer, dass die Corvatsch-Pendelbahnen grundsätzlich 1-4 Minuten zu spät verkehren. Wozu veröffentlichen die überhaupt einen Fahrtplan? Ich habe Verständnis, wenn sich die Abfahrt verzögert, weil z.B. eine Familie beim Einstieg länger braucht oder wenn bei großem Andrang außer Takt gefahren wird aber nicht, wenn die Liftler einfach pennen.

Ausblick vom Corvatsch-Gipfel (bzw. der Seilbahnstation) auf die Oberengadiner Seenplatte

Die Fernsicht war heute eingeschränkt. Der Himmel war sehr milchig

Toller Ausblick in die Bernina-Alpen

Atemberaubender Gletscher

Abzweig der schönen Roseg-Piste

Zunächst fuhr ich aber auf der Standard weiter. Die Abfahrt war, wie auch alle anderen an der Gipfelbahn, sehr pulvirg

Rückblick zum Corvatsch

Blick zur Talstation Mandra

Die schwarze Abfahrt am SL Murtel war ziemlich knollig

Ausblick von der Bergstation Gian’d Alva in Richtung St. Moritz

Blick von der DSB Gian’d Alva ins Corvatsch-Hauptgebiet

Die Surlej-Abfahrt war hervorragend

Blick aus der Surlej-KSB in Richtung Alpetta und Curtinella

Auch bei meiner zweiten Fahrt mit der Gipfelbahn konnte ich die Ausblicke in die Berinina-Gruppe nicht lassen

Auch die Chastelets war heute sehr gut

Auch gut: Crap Nair

Blick aus der Curtinalla-KSB. Schade drum wärs ja nicht, wenn diese klapprigen, relativ unbequemen und bei geschlossener Haube undichten Sessel nach der Übernahme von BMF durch Leiter nicht mehr hergestellt werden würden. Schlimmer als die 6er Sessel sind jedoch die 4er Sessel von BMF

Kurz vor der Bergstation Curtinalla

Blick Richtung Ragiusa

In der Furtschellas-KSB kurz unterhalb der Bergstation. Schade, dass man gedenkt zuerst die Sessel an der Surlej-Bahn zu tauschen. Nötiger hätten es auf jeden Fall die Sessel hier

Die Talabfahrt nach Sils gefiel mir heute, anders wie bei meinem letzten Besuch, außerordentlich gut

Blick in Richtung Maloja aus der Furtschellas-Pendelbahn

Schöner Ausblick von der Bergstation Furtschellas-KSB

Und der Blick von dort in Richtung St. Moritz

Der Chüderun-SL war mal wieder geschlossen. Die dortige Abfahrt erreicht man aber auch über die Furtschellas-KSB

Da es nun schon 16:00 Uhr durch war ging es wieder ins Corvatsch-Hauptgebiet. Hier der Blick zur Curtinalla-Bergstation

Curtinalla-Abfahrt, die mich heute nicht so recht überzeugte

Der SL Murtel hat ja bis 16:40 Uhr geöffnet, weswegen es dort noch eine Fahrt gab

Auch die Mandra-Bahn verkehrt länger. Im Snowpark wurden schon gigantische Kicker für den Weltcup am kommenden Wochenende zusammengeschoben

Über die schöne Chastelets-Piste ging es dann final ins Tal

Alpetta

Die Sesselbahnen an der Alp Surlej waren oder wurden garangiert.
Fazit:
Das war heute ein rundum gelungener Tag. Das Engadin beweist mal wieder seine Stärken und liefert trotz schwieriger Witterungsverhältnisse perfekte Pisten ab. Dieses perfekte Pistenangebot wird durch die fantastische Landschaft abgerundet. Gut war heute auch, dass der Andrang sehr moderat war (außer Marguns)